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Zeitgenössische Literatur


Zeitgenössische Literatur 

folgt Ihr diesen Links, gelangt ihr zu meinen Rezensionen der zeitgenössischen Literatur. Respekt vor Bestsellern? Keineswegs. Nicht jeder Hype ist bei mir angekommen. Ich fische gern Perlen heraus, die im im großen Literaturteich untergegangen wären. Oft genug findet man die besten Happen bei den kleinen Verlagen. 




Die letzten 15 Rezensionen 

Zeitgenössische Literatur

Der Tod in Venedig von Susanne Kuhlendahl  

Susanne Kuhlendahl hat die Novelle «Der Tod in Venedig» von Thomas Mann wundervoll als Graphik Novel umgesetzt. Wo Thomas Mann Worte sprechen lässt, benutzt sie das Bild. Natürlich ist auch Text enthalten – und der ist originalgetreu. Es ist alles enthalten, was diesen Fünfakter ausmacht: die Symbolkraft und die Sinnhaftigkeit: Schönheit, Begierde, Abgrund. Figurentiefe und Emonationalität entsteht durch die Ausdruckskraft der Gesichtszüge und Körperhaltung – hier haben mich die Details beeindruckt. Auch die Symbolhaftigkeit des Todes ist schauerlich gut gelungen, die Gier und der Verlust der Würde. Auch empfehlenswert als Schullektüre.
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Der Tod in Venedig von Susanne Kuhlendahl

Niemandsland von Matthias Friedrich Muecke   

DDR, Ostberliner Alltag in den 60-Ern und 70-Ern autobiografisch erzählt Matthias Friedrich Muecke, hinterlegt mit eigenen Grafiken. Die Geschichte zweier Heranwachsender, zweier Blutsbrüder, die eine Menge Flausen im Kopf haben. Es war eine Kinderwagenbekanntschaft, die sie früh zusammenbrachte, eine Freundschaft, die bis zum bitteren Ende halten wird. Was beginnt wie Lausbubengeschichten, wächst heran zu Geschichten von vorlauten Jugendlichen, die später hinterfragen, sich nicht ins System pressen lassen wollen. Der Autor hat sein Buch mit gekonnten Federzeichnungen in Comicmachart illustriert, jeweils passend zu seiner Satire, sehr detailreich.
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Die Nachkommende von Ivna Žic  

Der Roman ist eine sprachliche Perle. Wer in die Reise mit Zug und Bus von Paris nach Zagreb, nach Zürich und zurück einsteigt, wird nicht aussteigen, sitzenbleiben, bis das letzte Kapitel beendet ist. Aus dem Fenster geblickt huschen Landschaften vorbei, Gedanken ziehen gehetzt von hier zurück und wieder nach vorn, die Ahnen reisen mit und Fantasiegebilde. Die Sprache von Ivna Žic ist prägnant, verdichtet, Textvignetten, Parataxe. Gehetzt, schnell wie der Zug, dann ruhig, entspannt oder lückenhaft. Wenn man einmal zu lesen angefangen hat, kann man sich diesem Text nicht entziehen.
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Marzahn, mon amour von Katja Oskamp
Wenn man vom Schreiben nicht mehr leben kann, muss man sich eine andere Arbeit suchen. Katja Oskamp wird Fußpflegerin und berichtet in Kurzgeschichten von ihrer Arbeit, von ihren Klienten. Empathisch, mit viel Humor zeichnet sie Lebensläufe aus dem Berliner Stadtteil Marzahn auf.
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Dort dort von Tommy Orange   

«Dort dort» ist ein wichtiger Roman, der die Geschichte der Native American Indians von heute erzählt, realistisch, ein wenig wütend, berührend. Ein spannendes Drama, das die Geschichte von 12 Personen erzählt, die sich auf ein Powwow vorbereiten, jeder mit einer anderen Intension. Am Ende werden sich dort ihre Wege kreuzen. Tommy Orange lässt in seinem Roman die Stimmen der American Natives zu Wort kommen: authentisch und frei von Lagerfeuerromantik. Rassismus, die Suche nach Identität, Ausweglosigkeit, Armut, Kriminalität, Alkoholismus, Drogen, Vergewaltigung, junge Frauen, die sich selbst das Leben nehmen. Hier wird nichts beschönigt – es ist aber im Gegenzug keine Anklage. Absolute Empfehlung!
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Alleingang von Stefan Moster   

Als Kinder sind sie Freunde: Freddy und Tom. Sie wohnen in derselben Straße: auf der einen Seite die Villa, gegenüber die Mietskaserne. Sie besuchen dieselbe Klasse der Grundschule, nachmittags spielen sie Baader-Meinhof-Bande. Toms Eltern sind betucht. Freddys Vater ist abgehauen, später auch die Mutter. So zieht die überforderte, gnatzige Oma das Geschwisterrudel auf, Freddy ist der Jüngste der 13 Geschwister. Tom geht aufs Gymnasium, Anfang der Achtziger beginnt er sein Jurastudium, wohnt in einer Studenten-WG. Freddy schafft den Hauptschulabschluss und wird Kfz-Mechaniker. Die Geschichte einer ungleichen Freundschaft, in der Freddy alles gibt – zu viel.
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Die Zeuginnen von Margaret Atwood  

Vor 15 Jahren erschien die Dystopie »Der Report der Magd« und endete offen: »Und so steige ich hinauf, in die Dunkelheit dort drinnen oder ins Licht.« - der letzte Satz der Magd Desfred. Margaret Atwood hat nun die Fortsetzung des Romans herausgegeben – allerdings setzt das Buch nicht ans Ende des Vorgängers an, und der Roman ist in einem völlig anderen Stil geschrieben. Spannend aus drei Perspektiven zeigt die Dystopie uns, wie Gilead, eine Diktatur, ein Unrechtsstaat, funktioniert. Drei Frauen, die einen Staat ins Wanken bringen …
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Voll im Leben von John Fante   

Dieser amerikanische Roman stammt von 1952. Kein bisschen verstaubt – so humorvoll wie damals und dank er wundervollen Formulierungen ein Leseschatz! John Fante schrieb gern über seine Familie, wie auch hier. Er zieht sie aus, völlig nackt, liebevoll und bestialisch satirisch. Schwanger mit dem ersten Kind, Termiten im Haus und Papa Nick, der helfen muss. Ein Lesevergnügen …
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Unerhörte Stimmen von Elif Shafak   

Leila, eine Prostituierte, liegt tot auf einer Müllhalde. Ihre Seele schwebt noch über dem Körper und sie blickt auf ihr Leben zurück – unfassbar, sie ist tot, ermordet, wie konnte es dazu kommen? Sie ist in den Fünfzigern im ostanatolischen Van geboren, streng religiös erzogen. Aber Leila will sich nicht fügen, flüchtet vor der Zwangsverheiratung nach Istanbul, um einen Job zu finden. Sie gerät aber sofort an die falschen Personen und landet als Prostituierte im Rotlichtmilieu.
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Ein anderer Takt von William Melvin Kelley   

»Der Roman spielt in dem kleinen Dorf Sutton, nahe der Stadt New Marsails, in einem fiktiven, zwischen Alabama und Mississippi gelegenen Staat im Süden der USA. Im Juni 1957 versalzt der junge afroamerikanische Farmer Tucker Caliban seine Felder, schlachtet sein Pferd und seine Kuh, brennt sein Haus nieder und verlässt den Staat – gefolgt von dessen gesamter afroamerikanischer Bevölkerung.« Utpisch, aber vorstellbar: Alle Farbigen verlassen den Süden, weil sie die Nase voll haben von Rassendiskriminierung.
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Der Report der Magd von Margaret Atwood

Die Magd Desfred berichtet über ihr Leben in einer Diktatur, in der die Frauenrechte über Nacht abgeschafft wurden. Sie lebt in einem System, in dem Gefühle, Freundschaft und Kreativität abgeschafft sind, das von Angst und Gewalt geprägt ist.
Der Roman hat seine Brisanz nicht verloren – gerade in der heutigen Zeit ist er wichtiger denn je, in Zeiten, in den immer mehr Menschen nach »der harten Hand« rufen. Es ruft auf, die Menschenrechte und die Demokratie zu verteidigen, für sie einzustehen, bevor es zu spät ist.
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Querwege von Albertine Sarrazin   

Albertine Sarrazin ist mit 29 Jahren gestorben, leider. Was hätte aus ihrem Talent alles entstehen können ... »Engel mit gebrochenen Flügeln« (so Patti Smith über die Autorin in ihrem Nachwort über Der Ausbruch) »Eine leere Minute saugt grenzenlose Ewigkeiten ein«, schreibt sie in »Der Ausbruch«. Albertine Sarrazin sorgte mit ihrem kurzen, wilden Leben (1937 bis 1967) im Frankreich als Ganovin für ebenso viel Aufsehen wie später mit ihren literarischen Bestsellern. Gefördert durch Simone de Beauvoir, die das außergewöhnliche Talent der französischen Literatur erkannte, drei intensive autobiografische Werke aus einem kurzen Leben, Erzählkunst die berührt.
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Hemingways sexy Beine von Simone Meier, Güzin Kar und Nadia Brügger  

Stellt euch vor, Frauen würden über Autoren schreiben wie Männer über Autorinnen. Was käme dabei heraus? Spieß einmal umgedreht! Dazu gab es einen Twitter-Hashtag. Die besten Kommentare sind in diesem kleinen Buch, dieser Satire, zusammengefasst: Ob Kleist, Rilke, Thomas Mann, Fitzek, Oskar Wilde, Daniel Kehlmann, Martin Suter, Arthur Miller usw., Kritiker wie Denis Scheck, jeder wird mit viel Humor durch den Kakao gezogen.
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Noch alle Zeit von Alexander Häusser  

Ein feiner Roman über zwei Menschen, deren Leben sich an einer Wende befindet, Selbstfindung – jeder für sich und Stück des Wegs gemeinsam. Edvard, um die sechzig, der sich um sein Leben betrogen fühlt, sucht nach dem Tod seiner Mutter den Vater in Norwegen. Unterwegs begegnet er Alva, der jungen Journalistin, die auf eigenen Füßen stehen will, ihren der Mutterrolle zurechtkommt.Mann und die Tochter verlassen hat – nicht mit
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Noch alle Zeit von Alexander Häusser


Diese goldenen Jahre von Naomi Wood  


Dieser Roman und ich haben ein Problem miteinander. Ich freute mich auf einen historischen Roman über das Thema Bauhaus. Gelesen habe ich einen Liebesroman der Art, die ich nicht lesen mag. Das Thema Bauhaus wird nur am Rande geführt. Es gelingt Naomi Wood nicht, die Kunsteinrichtung zu transportieren, zu vermitteln, noch den historischen Hintergrund gebührend zu würdigen. Schon gar nicht kommuniziert die Autorin die Wichtigkeit der Kunstrichtung auf die Moderne, auf eine ganze Generation folgender Industriedesigner, Innenarchitekten, Architekten. Walter Gropius wird mit keinem Wort erwähnt, auch nicht die nachfolgenden Direktoren – sie werden zu einer Imaginären »der Direktor«-Person zusammengefasst, eine leere nichtssagende Figur, die hin und wieder kurz erwähnt wird.
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Der Fluss von Peter Heller   

Berge, Bücher und das Angeln – drei der Dinge, die Wynn und Jack miteinander verbinden. Die beiden machen sich auf, den Maskwa River in Nordkanada mit dem Kanu zu befahren bis hinaus zur Hudson Bay; sie freuen sich auf lange Tage geruhsamen Paddelns, dazu nächtliches Sterneschauen und Westernlesen. Ein nahender Waldbrand und eine vermisste Frau bringen ihren gesamten Plan durcheinander. Plötzlich stecken sie in diversen Schwierigkeiten. Ein zeitnesössischer Roman, Abenteueroman, ein Thriller, moderner Wild West - Genremix, einfach klasse!
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A
B
Aluta von Adwoa Badoe (ab 16 - Allage)
D
E
K
L
Ich bin Circe von Madeline Miller
Schuldig von Kanae Minato
Von Vögeln und Menschen von Margriet de Moor
Die Herkunft der anderen – über Rasse, Rassismus und Literatur von Toni Morrison
N
P
T
W
Y
Die Hummerkönige von Alexi Zentner
Die Nachkommende von Ivna Žic
Mobbing Dick von Tom Zürcher


Du bist an einem bestimmten Genre interessiert? Dann findest du hier die richtige Seite in meinem Blog


Krimis und Thriller


Ich liebe Krimis und Thriller. Natürlich. Spannend, realistisch, gesellschaftskritisch oder literarisch, einfach gut … so stelle ich mir einen Krimi vor. Was ihr nicht oder nur geringfügig bei mir findet: einfach gestrickte Krimis und blutrünstige Augenpuler.
Krinis und Thriller



Historische Romane

Im Prinzip bin ich an aller historischer Literatur interessiert. Manche Leute behaupten ja, historisch seien Bücher erst ab Mittelalter.  Historisch - das Wort besagt es ja: alles ab gestern - aber nur was von historischem Wert ist. Was findet ihr bei mir nicht: Schmonzetten in mittelalterlichen Gewändern. Das mag ganz nett sein, hat für mich jedoch keine historische Relevanz.
Historische Romane



Sachbücher


Hier stelle ich Sachbücher vor, die im Prinzip nichts mit Fachliteratur zu tun haben. Eben Sachbücher jeder Art, die ein breites Publikum interessieren könnte.
Sachbücher


Kreative, künstlerische Seite

Auf dieser Seite stelle ich euch Bücher vor, die im weitesten Sinn mit Kreativität zu tun haben. Was  Kunst, Schreiben und Kochen wird sicherlich der Hauptschwerpunkt sein – diese Seite ist noch recht neu.
habt ihr zu erwarten?
Kreative, künstlerische Seite


Fantasy, Fantastic

Hier bin ich leider in letzter Zeit etwas ratlos. In dieser Rubrik wird wenig auftauchen. Leider habe ich das Gefühl, dass hier keine neuen Ideen kommen. Ich mag nicht immer wieder das gleiche Buch in Abwandlung lesen ... Aber auch hier lasse ich mich gern überraschen. Meist findet man unter den Dystopien und im Bereich Fantastic doch mal was Neues.
Fantasy


Kinder- und Jugendliteratur


Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! 
Kinder- und Jugendliteratur

Das besonder Buch zum Verschenken

Leseverrückte freuen sich fast über jedes Buch. Aber manchmal möchte man nicht einfach ein Buch schenken, sondern jemanden eine besondere Freude machen: Der Mutter, der/dem Liebsten, dem Biertrinker, dem Reiseverrückten, dem Kunstkenner, dem Koch und / oder Genießer der guten Küche. Manchmal soll es mehr als schlicht ein Buch sein ... einfach mal reinschauen!   









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Tierweg 1 
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