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Posts mit dem Label "Regiokrimi" werden angezeigt.

Rezension - Blutrote Tulpen von Ibon Martín

  Santi lenkt die S-Bahn, durch das Naturschutzgebiet um Gernika im Baskenland, als er eine Frau auf den Gleisen sieht. Er macht eine Vollbremsung, weiß, dass es zu spät ist. Warum verschwindet sie nicht? Nun erkennt er, es ist seine Frau, die auf einem Stuhl gefesselt auf den Gleisen steht. Stahl auf Stahl kreischt, Funken fliegen; der Zug fegt die Frau von den Gleisen. Das Unglück wird live im Internet übertragen. Zur Ergreifung des Täters wird eine UEHI einberufen, eine Spezialeinheit für besondere Mordfälle, Serientäter oder Straftaten in Zusammenhang mit Prominenten. Orte wie Urdaibai, Bermeo, Murueta, San Pedro de Atxarre, San Juan de Gaztelugatxe, Cabo Ogoño, Bosque de Oma, Mundaka oder Las Marismas, die Burg von Arteaga, der Wald von Oma sind fein beschrieben – doch insgesamt ist der spanische Krimi nur mäßig, zu klischeehaft, hat keine glaubwürdigen Figuren. Weiter zur Rezension:    Blutrote Tulpen von Ibon Martín

Rezension - Bretonisch mit Aussicht von Gabriela Kasperski

  Die Schweizer Buchhändlerin Tereza lebt in dem kleinen Touristenort Camaret-sur-Mer in der Bretagne und betreibt dort eine deutsch-englische Buchhandlung. Am Strand findet sie einen Toten, einen betagten Mann, der die nächsten Tage als bretonischer Nationalheld eine Ehrenauszeichnung erhalten sollte. Als Tereza in einem Kloster hilft, eine Fischsuppe zu portionieren, scheint diese vergiftet zu sein und jeder meint, Tereza hätte sie gekocht, die Nonnen und das TV-Team vergiftet. Die Oberin ist ganz plötzlich verschwunden, nicht erreichbar und Tereza gerät auch noch in Verdacht, etwas mit dem Tod des alten Herren zu tun zu haben. Der Krimi konnte mich aus vielen Gründen nicht überzeugen. Weiter zur Rezension:    Bretonisch mit Aussicht von Gabriela Kasperski

Rezension - Vermisst von Christiane Dieckerhoff

  Ein Spreewald-Krimi Der erste Satz hat mich gleich wieder aus dem Buch herauskatapultiert – die Frage war, ob ich weiterlesen soll. Der Himmel entlädt Sturzbäche, während Klaudia in der Nacht durch ländliches Gebiet fährt. Plötzlich rumpelt es und der Wagen bricht aus, landet im Gurkenacker. Sie steigt aus, findet eine tote Frau. Der erste Gedanke: Ich habe jemanden überfahren! Doch sie war bereits tot. Nun stellt sich heraus, die gerade erst Verstorbene ist angeblich bereits seit zwei Jahren tot; für den Mord wurde ihr damaliger Freund in einem Indizienprozess verurteilt. Leider ist von der von Auen- und Moorlandschaft des Spreewalds in Brandenburg nichts zu spüren. Das liest sich oberflächig gesehen spannend und logisch, eignet sich als Unterhaltung, wenn einem die Sprache egal ist. Weiter zur Rezension:  Vermisst von Christiane Dieckerhoff

Rezension - Helvetia 1949 von Philipp Gurt

  Der Kriminalroman spielt in der Nachkriegszeit im Jahr 1949 in Chur. Das Eidgenössische Schützenfest steht bevor, als die Landjäger Caminada und Marugg zu einer halbseidenen Gastwirtschaft gerufen werden, die etwas abseits vom Ort liegt. Eine der Serviererinnen hat sich nach Dienstschluss erhängt. Doch schnell ist klar: Hier ist ein Mord geschehen. Und sie wird nicht die letzte Tote sein. Caminada und Marugg sind ratlos. Was geht hier vor? Inhaltlich ein spannender, überzeugender Regiokrimi, ein historischer Krimi. Sprachlich hat er mir so gar nicht gefallen. Weiter zur Rezension:    Helvetia 1949 von Philipp Gurt

Rezension - Zürcher Filz Gabriela Kasperski

  Die Zürcher Immobilienerbin Philomena Lombardi wird vermisst, einziger Hinweis auf ein Verbrechen ist ein Ohrring, der ihr möglicherweise vom Ohr gerissen wurde. Alfonso Lombardi ist tot und seine Tochter soll den Vorsitz der großen Lombardi-Stiftung übernehmen, die weltweit, insbesondere in Zürich Wohnraum zu günstigen Mieten zur Verfügung stellt. Ist sie auf Reisen, was sie meistens ist, ohne jemandem mitzuteilen, wo sie sich aufhält, oder hat sie irgendwer verschwinden lassen? Hat sie sich in der letzten Zeit überhaupt in Zürich aufgehalten? Einerseits ein spannender, lesenswerter Krimi – andererseits ein sehr überfrachteter Regiokrimi. Weiter zur Rezension:    Zürcher Filz Gabriela Kasperski

Rezension - Gommer Winter von Kaspar Wolfensberger

  Das Goms im Wallis ist bekannt für seine ausläufigen Langlauf-Loipen und Schneeschuhwanderungen. Und genau darum geht es in diesem Krimi. D.Alois Walpen, genannt Kauz, Polizist in Rente, will er seinen Urlaub genießen. Plötzlich wird eine Frau vermisst, Kauz entdeckt sie, ermordet, mit einem angeschnitzten Ast aufgespießt. Bald darauf findet sich eine weitere gepfählte Frauenleiche. Ist hier ein bestialischer Frauenmörder unterwegs? Oder versucht jemand Umweltschützer aus dem Weg zu räumen? Die Geschichte plätschert dahin, ganz ohne Spannungsbogen – leider bis zum bitteren Ende. Wer den ruhigen Krimi mag, bei dem es um Land und Leute geht, um Langlauf, den erwartet ein schöner Winterkrimi. Gommer Lokalkolorit, dialektale Sätze von Einheimischen mischen sich unter. Weiter zur Rezension:    Gommer Winter von Kaspar Wolfensberger

Rezension - Mörderisches Mallorca – Toni Morales und die Töchter des Zorns von Elena Bellmar

  Ein Mallorca-Krimi Noch vor seinem offiziellen Dienstantritt wird Comandante Antonio Morales am Sonntag zu einer Toten gerufen. Er hatte sich von Europol ins mallorquinische Morddezernat versetzen lassen. Kaum auf Mallorca angekommen, hat er den Tod einer Nonne zu bearbeiten. Man hat sie die Mauer hinuntergestoßen, verdächtigt wird eine unbekannte Frau, die nahe bei der Ordensfrau von mehreren Personen gesehen wurde. Es geht hier um die politische und katholische Geschichte Spaniens, ein schwarzer Fleck: Zur Zeit der Franco-Diktatur nahm man Familien Neugeborene und kleine Kinder weg, die katholische Kirche praktizierte das weiter bis in die 1990er-Jahre! Theoretisch ein interessantes Thema, das hier leider schwach angegangen wird – insgesamt schwächelt der Krimi an allen Ecken. Weiter zur Rezension:   Mörderisches Mallorca – Toni Morales und die Töchter des Zorns von Elena Bellmar