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Posts mit dem Label "Norwegen" werden angezeigt.

Rezension - Wütende Bärin von Ingebjørg Berg Holm

  Auf der einen Seite ist dieses Beziehungsdrama ein Psychothriller, andererseits gibt es sicher Leser, die mir nicht zustimmen, weil der Fokus auf einer Dreiecksbeziehung liegt. Alles beginnt mit einem toten Menschen im Schnee; das Drama ist gesetzt. Im letzten Kapitel werden wir erfahren, wer dort liegt. Was spannend beginnt, zieht sich teilweise ein wenig zäh dahin. Dem Klappentext zu Folge erwartet man eine Eis- und Schneegeschichte in Svalbard (Spitzbergen), die kommt aber nur im Prolog und ganz am Ende zum Tragen, schade. Hier hat der Verlag Hoffnungen geweckt, die nicht erfüllt werden. Der Roman ist gut, wenn man seine Erwartungen diesbezüglich gleich am Anfang zurückstellt. Das Ringen um Macht und um ein Kind steht im Mittelpunkt des Thrillers.  Weiter zur Rezension:   Wütende Bärin von Ingebjørg Berg Holm

Rezension - Tiefer Fjord von Ruth Lillegravens

  Die Ärzte Haavard und Sabiya müssen einen kleinen Jungen behandeln, der bewusstlos in eine Klinik in Oslo eingeliefert wird. Aber er stirbt am gleichen Abend an den Folgen seiner Verletzungen. Die beiden befreundeten Ärzte kämpfen gegen Mühlen der Kindesmisshandlung, sind verzweifelt über das, was sie täglich zu sehen bekommen. Der Vater des Jungen wird auf dem Krankenhausgelände erschossen. Die engagierten Ärzte geraten unter Verdacht. Noch mehr, als kurz darauf eine Frau erschossen wird, die ebenfalls ihre Kinder misshandelte. Die Struktur dieses Thrillers ließ für mich leider keine Spannung aufkommen. Nette Unterhaltung, mehr nicht.  Weiter zur Rezension:   Tiefer Fjord von Ruth Lillegravens 

Rezension - Die Kinder von Barrøy von Roy Jacobsen

  Es ist die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, eine Lofoteninsel in Norwegen. Johannes Hartvigsen holt täglich mit dem Boot die Milch ab. Er ist seit kurzem alleinerziehend, denn seine Frau ist ihm abgehauen. Johannes hat immer den kleinen Mathias dabei, der Schifffahrten so gar nicht erträgt. Stets die Hand vor dem Mund, ganz blass um die Nase. Ingrid sagt eines Tages, er solle den Jungen bei ihr lassen, am Abend bei der Rückfahrt wieder abholen; er könne mit den anderen spielen. Johannes wird nie zurückkommen. Und so bleibt der fünfjährige Mathias bei Ingrid. Eine spröde Sprache, die sehr genau beobachtet. Ein Buch für Leser des leisen literarischen Romans. Weiter zur Rezension:    Die Kinder von Barrøy von Roy Jacobsen

Rezension - Berge von Jan Kjærstad

  Norwegen. Zu Beginn der Geschichte stehen die Morde an dem Politiker Arve Storefjeld und seiner Familie im Wochenendhaus am See Blankvann – ihnen wurden die Kehlen durchgeschnitten. Die Journalistin Ine Wang, einst gefragt, heute unbedeutend, bringt ihre gerade fertiggestellte Biografie von Arve Storefjeld im Sog nach oben an die Öffentlichkeit. Amtsrichter Peter Malm liebt sein zurückgezogenes, gemütliches Leben und mit dem Prozess wird auch er in die Öffentlichkeit katapultiert. Am Ende kommt Nicolai Berge zu Wort, der dieser Tat beschuldigt wird. Sensationspresse ist das Thema. Ein guter Rom, aber mir war die Beschreibungen von innen und außen zu ausgebreitet, was die Spannung tötet. Weiter zur Rezension:  Berge von Jan Kjærstad