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Die letzten Rezensionen und Interviews






Liebe Leser,

hier ist ein Blog entstanden, der sich mit Literatur befasst. Alle Interviews und Rezensionen werden von mir erstellt.
Mag sich ein Buch noch so deutlich, eindeutig darstellen wollen – ein Leser trägt Vorstellung hinein. Jeder versteht, fühlt, liest anders und letztendlich wohl: sich selbst! (Die unterschiedlichen Vorstellungs-, Einfühlungs- und Verstehenspotentiale der verschiedenen Selbste – bei Musik und bei Bildern leuchtet es eher ein.)Mit anderen Worten: Da sind Gespinste, in die man sich hineinspinnen kann – oder auch nicht. Da gibt es Samen eigentümlicher, vornehmer Pflanzen, die keinen geeigneten Boden finden; er versteht sie (einstweilen?) nicht (mehr?); sie bleiben verworfen. Und da gibt es Kraut, das auf Schlacken wie Jauchen oder Sand wie auf Humus, unterschiedlich zwar, aber doch stets gedeiht! Wasser wird von einem Krug in den anderen anders geformten, gegossen – ist es noch dasselbe?- So die ungewissen wie undeutlichen Worte des Schreibers d.Z. an gewisse unbekannte Leser dieser u.a. Zeilen.   (Thomas Kapielski aus Leuchten – A- und So-phorismen)
Besser könnte ich es nicht ausdrücken. In diesem Sinn, meine Rezensionen sind meine Meinung, nicht mehr und nicht weniger, meine Leseeindrücke, weder feststehende Urteile, noch Lobhudeleien, noch Brandmarkungen. Es steht jedem frei, anderer Meinung zu sein.


Die letzten drei Interviews  aus der Buchwelt:

Interview mit Fenna Williams, Frau Auerbach und Ute Mügge-Lauterbach 

Heute bin ich im Gespräch mit drei wundervollen Autorinnen: Fenna Williams, einer Inselsammlerin und Spezialistin für Exposés, Frau Auerbach, die ihre Protagonistin fremde Häuser hüten lässt und Ute Mügge-Lauterbach, eine Shakespeare-, Schottland- und Whiskykennerin, und Skriptberaterin. Wir haben viel gelacht. Whisky, Reisen, Krimis, Schottland, Shakespeare, und andere Dramen stehen auf dem Programm.

Interview mit Günther Butkus 

Günther Butkus, geboren 1958, lebt in Bielefeld und führt dort den Verlag Pendragon. Seine neueste eigene Veröffent­li­chun­g: «Herzband:366 Gedichte über Liebe & Verlust» 
Seit der Verlags-Gründung 1981 hat der Verleger Günther Butkus seinen Verlag Pendragon immer weiter zum Erfolg geführt. 
Machen Sie es sich bequem. Wir bieten Ihnen spannende Unterhaltung. Krimis sind unsere Spezialität. Raffinierte Plots mit Finesse erzählt. Und da das Genre Kriminalliteratur so vielfältig ist, können wir Ihnen immer wieder etwas Neues servieren. Entdecken Sie eine neue Welt, die zwischen zwei Buchdeckeln steckt.
So lädt uns der Pendragon Verlag ein. Deutsche Krimi Preise und auch der eine oder andere Glauser stehen in den Vitrinen der Autoren, wie beispielsweise bei Mechtild Borrmann, Frank Göhre, Rainer Gross oder D.B. Blettenberg, Andreas Kollender, Kerstin Ehmer.

Interview mit Marina Heib

Marina Heib wurde in St. Ingbert im Saarland geboren. Nach ihrem Studium der Orientalistik und Philosophie ging sie 1988 nach Hamburg, wo sie als Journalistin für mehrere Publikumszeitschriften tätig war. Seit 1998 arbeitet sie als Drehbuchautorin fürs Fernsehen. Von Marina Heib sind bislang fünf Kriminalromane, ein Thriller sowie diverse Kurzgeschichten erschienen.
Hier geht es zum Interview:  Interview mit Marina Heib


Interviews aus der Literaturszene

Schriftsteller, Verleger, Kritiker, Buchhändler, Designer und
anderen interessanten Personen werden hier vorgestellt





Meine letzten 20 Rezensionen 

Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens  

Eine Kriminalgeschichte, die nur am Rande steht, ein Roman, der berührt, der den Leser von der ersten Seite an mitnimmt, nicht loslässt. Ein Drama – das ist nach den ersten Seiten klar. Ein Mädchen einsam in der Natur, im Einklang mit ihr – ein Mensch, der immer wieder verlassen wird – Angst vor Verlust – eine scheue junge Frau, die den Tieren in ihrer Umgebung mehr vertraut als ihren Artgenossen. Mir hat die Geschichte unter anderem eine schlaflose Nacht geschenkt – es ist einer der besten Romane, die ich in diesem Jahr gelesen habe! Ein Kind lebt allein versteckt im Marschland der Ostküste von North Carolina, zwischen Salzwiesen, kleinen Wäldern, Wasserläufen, Sanddünen, Schilfgräsern, Sumpf und Sandbänken, zwischen mäandernden Flussausläufern. Sie kennt jedes und Tier, jede Muschel und jede Pflanze. Das Marschland ist bekannt für seine zwielichtigen Bewohner: White Trash.
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Wenn ich tot bin von Karen Sander  

Wer einen spannenden Pageturner sucht, den man an einem Abend weglesen kann, der mag mit diesem Thriller zufrieden sein. Wer außerdem gute Literatur sucht und einen bewegenden Inhalt, der sollte die Finger von diesem Buch lassen. Sehr glaubhaft ist die Story nicht – hier wurde viel konstruiert, damit am Ende alles passt. Schlicht spannende Unterhaltung – warum nicht! Die Geschichte spielt in den Highlands von Schottland, in Edinburgh – wäre es Wanne Eikel, man würde den Unterschied nicht feststellen. Ein Mädchen wird im Alter von 8 Jahren entführt, 10 Jahre später steht sie vor der Tür ihrer Mutter, um ein paar Stunden später erneut zu verschwinden …
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Ich bin Circe von Madeline Miller   

Ein Roman über die Göttin Circe, oder auch Kirke genannt, Tochter des mächtigen Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse – ein ungeliebtes Kind. Eine starke Frau, die ihren eigenen Weg geht, sich ihre Macht erkämpft, verbannt auf die Insel Aiaia, Geliebte des Odysseus, Mutter des Telegonos. Göttersagen vom Olymp, eine wundervolle Geschichte, Atmosphärisch dicht geschrieben, sehr lebendig und humorvoll, ist dieser Roman ein Genuss für alle Fans der griechischen Mythologie.
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Shadowology von Vincent Bal  
Vincent Bal hat eine neue Kunstform entwickelt, mehr oder weniger dem Zufall dankend. Ich wette, es gibt so gut wie niemanden, der nicht begeistert ist! - Eine Teetasse auf einem Blatt Papier wirft einen Schatten, und der Autor, ins Nachdenken versonnen, entdeckt einen Elefanten in diesem Schatten, gibt dem Schatten mit dem Stift eine Ausdrucksform, fotografiert sein witziges Werk und postet es auf Instagram. Und weil die Menschen begeistert waren, präsentierte er nun jeden Tag ein Schattenbild: Schatten eines Objekts plus Zeichenstift, eine neue Kunstrichtung war erfunden – Shadowology. Objekt und Zeichenstift, Realität und Fantasie, ein neues Bild entsteht, Fotokunst und Zeichnen lernen im Doodle Stil vereinen – Fotodoodle. Und ich kann sagen, ich habe mich königlich amüsiert!
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Am Ende bleiben die Zedern von Pierre Jarawan   

Das ist für mich ein »Ja, aber – Roman«. Auf der einen Seite fand ich ihn ganz gut, dann aber so gar nicht. Ich liebe die arabische Erzählweise: ein wenig ausschweifend, da in jeder Geschichte eine Menge kleiner Geschichten versteckt sind, poetisch erzählt, ohne in Kitsch zu gleiten, großes Leid, das sofort von schelmischem Humor gerettet wird – eben große Erzählkunst. Der in Frankfurt lebende Rafik Shamir ist für mich einer der Besten in diesem Fach. Und genau das gelingt Pierre Jarawan nicht: Es ist eine arabische Geschichte, die in europäischer Erzählform daherkommt, die Poesie hier leider in Kitsch gleitet, der der subtile Humor fehlt, Historisches manchmal als Lexikonwissen eingebettet ist. Aber andererseits ist die Familiengeschichte nicht schlecht und man erfährt eine Menge über den Libanon. Das war es wert, diesen Roman zu verfolgen, auch wenn ich an manchen Stellen zusammenzuckte.
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Begel, der Egel von Nele Brönner

Das Cover reizte mich und etwas über Egel kennenzulernen wäre mal etwas anderes. Die wenigsten Autoren beschäftigen sich mit Tierchen, die der Mensch nicht unbedingt als nützlich, bzw. niedlich betrachtet. Leider wurde ich von diesem Bilderbuch gänzlich enttäuscht.
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Die schwarze Fee von Kerstin Ehmer  

Nachdem ich von Kerstin Ehmers Debüt »Der weiße Affe« begeistert war, wollte ich wissen, wie es mit Kommissar Ariel Spiro weitergeht. Und wieder ist ihr ein interessanter, historischer, literarischer Krimi gelungen. Berlin in den Zwischenkriegszeiten, Armut und Hunger überzieht die Stadt, eine russische Exilgemeinde tummelt sich im Berlin der zwanziger Jahre. In den Arbeitervierteln herrscht große Armut, Kranke können nicht behandelt werden, weil das Geld für den Arzt fehlt, Unterernährung, ein weiterer Faktor, der die Sterblichkeitsrate erhöht. Die Syphilis hat sich zu einer Volkskrankheit entwickelt. Kerstin Ehmer beschreibt das Leben neben dem Pomp der wilden Zwanziger, das Berlin von Heinrich Zille. Ein spannender Krimi.
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Snöfrid aus dem Wiesental von Andreas H. Schmachtl 

Snöfried genießt seinen Ulaub, faulenzt ... bis plötzlich drei kleine Nörli vor seiner Tür stehen und die Ferienidylle stören. Sie behaupten, ein furchteinflößender Schatten entführe zu nächtlicher Stunde ihre Schafe. Dieser Schatten sähe aus wie Snöfrid. Im Wiesental helfen sich die Nachbarn gegenseitig, und solchen Neuigkeiten muss Snöfrid natürlich auf den Grund gehen. Aber was er entdeckt, ist schlimmer, was alle Befürchtungen erahnen ließen … Nicht Snobel, sondern ein Ur-Troll treibt sein Unwesen. Ein spannendes Kinderbuch für Erstleser.
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Der Blumenladen der Mademoiselle Violeta von Màxim Huerta 

Was habe ich erwartet, als ich dieses Buch aufschlug? Eigentlich nichts, vielleicht gute Literatur. Der Anfang war ganz witzig, aber schon bald fing ich an zu blättern und zu blättern. Nein, es war nicht meins. Und ich will dem Roman auch nicht schlecht machen, denn es werden viele Leser begeistert sein. Ich fühlte, wie ich in Crème Brûlée versank, während man mich mit Bonbons bewarf. Schwülstig, wattig, klebrig, keine Spur von guter Poesie war für mich zu spüren, noch ein Hauch von guter Literatur. In Spanien war es ein Bestseller – und über Geschmack kann man nicht streiten.
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Der Zauberlehrling von Gerda Muller

Ein wundervolles Bilderbuch, dass die Ballade vom Zauberlehrling von Johann Wolfgang von Goethe neu im Märchenstil erzählt. Gerda Muller zeichnet detailreich in gedeckten frischen Farben, im Stil traditioneller Bilderbücher. Das Buch ist ab circa 6 Jahren.
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Aus dem Schatten von Geovani Martins   
Es gibt wenig Literatur über die Elendsgebiete in Südamerika, über die Favelas in Rio, die ins Deutsche übersetzt wurden. Die Erzählungen von Geovani Martins bringen authentisch in der Sprache das Leben in den Favelas von Rio zum Ausdruck – Prosa aus den Elendsvierteln Brasiliens. In der Nacht musst du auf den Straßen mit allem rechnen, das tägliche Leben ist rund um die Uhr von Gewalt und Drogen geprägt. Wer hier nichts zu suchen hat, wird als Eindringling betrachtet. Es berichten verschiedene Männer verschiedenen Alters aus ihrem Leben, ganz normaler Alltag. Dope, Crack und vor allem Lanca-Perfume, auch Loló genannt, gehören zum Leben, Spezialeinheiten der Polizei trampeln durch die Gassen und schießen auf alles, was sich bewegt.
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Guantanamo Kid von Jérôme Tubiana und Alexandre Franc

Mohammed el Gharani, 14 Jahre alt, verhaftet zusammen mit vielen anderen in einer Moschee in Pakistan.  Der Vorwurf: Er sei Terrorist. Sohn von Gastarbeitern aus dem Tschad, aber in Saudi Arabien geboren und aufgewachsen, galt er dort als Mensch zweiter Klasse. Er macht sich auf nach Pakistan, lernt dort Englisch und Informatik, um später einen guten Job zu bekommen … Nach 8 Jahren Haft und Folter, wider jeder Menschenrechte inhaftiert durch die US-Amerikaner, schafft er es, aus der Haft entlassen zu werden. Dies ist seine Biografie! Eine bedrückende Graphic Novel, eine wahre Geschichte.
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Kongo Blues von Jonathan Robijn

Kongo Blues ist ein wundervoller Roman, aber warum weist ihn der Nautilus Verlag ihn als Kriminalroman aus? Die reinen Krimileser verärgert man eher, wenn man ihnen unter solchem Lockangebot Literatur unterjubelt, auch wenn sie lesenswert ist. Aber nun auf zu diesem bemerkenswerten Roman. Der Jazzpianist Morgan kommt früh am Neujahrsmorgen nach einem Auftritt nach Hause, als er in der klirrenden Kälte eine Frau entdeckt, bewusstlos, kurz vor dem Erfrieren. Er schleppt die anscheinend Betrunkene in seine Wohnung. Eine elegante Frau mit ziemlich viel Geld in der Manteltasche … er wundert sich. Sie bedankt sich am nächsten Tag und verschwindet in die Gassen von Brüssel. Was sich wie ein Krimi anliest, ist allerdings eine Spurensuche nach der eigenen Identität, die bis in die dunkle Kolonialzeit nach Belgisch-Kongo zurückgeht zu den »Métis de Belgique«, den Belgische Mischlingen.
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Sohn des Himmels von Chen Jianghong   

Chen Jianghong verbindet seine Geschichte mit der Legende um die Mondküchlein, die in China beim Mondfest in der Familie verschenkt werden. Der Jadekaiser (chin. Yu = Jade), ist eine der wichtigsten Gottheiten in der chinesischen Mythologie. Seine Tochter, Prinzessin Xian-Zi, steigt hinunter auf die Erde und verliebt sich. Was nicht sein darf, weiß der Jadekaiser mit Gewalt zu unterbinden … In seinen Büchern verbindet Chen Jianghong traditionelle chinesische Malstile und alte chinesische Geschichten mit moderner Erzählweise, chinesischer Kultur. Seine Art der Aquarelle im chinesischen Stil berühren. Schon allein für die Illustration muss man das Bilderbuch lieben.
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Schuldig von Kanae Minato

Bereits aus dem Klappentext erfahren wir so gut wie den gesamten Inhalt. Die kleine Wendung am Ende hat insofern nicht dazu beigetragen, dass dieser Roman mir letztendlich doch noch gefallen hat. Das war das nämlich Mindeste, was ich am Ende erwartet habe. Nachdem ich von dem Vorgänger »Geständnisse« sehr begeistert war, hat mich dieses Buch enttäuscht, gelangweilt. Ich habe viel geblättert.
Weiter zur Rezension:   Schuldig von Kanae Minato


Verrückt nach Karten von Huw Lewis-Jones 

Dieses Buch ist ein MUSS für jeden Fantasyfan, ein Augenschmaus. Der englische Originaltitel »The Writer’s Map«, gefällt mir besser, denn hier ist eindeutig klar, dass es um bestimmte Karten geht: fantastische Karten aus dem Literaturbetrieb. Der Herausgeber lässt Autoren und Illustratoren zu Wort kommen. Wir erfahren, ob es historische Vorbilder für die Karten gibt. 167 Farbillustrationen in hoher Qualität machen das Buch zum Augenschmaus und es gibt eine Menge Interessantes zu erfahren, denn 24 Autoren kommen hier zu Wort.
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Ariadnes Faden von Jan Bajtlik

Eine schöne Art, Kinder an den Aufbau der griechischen Mythologie heranzuführen. Spielerisch durch das Labyrinth wandern, kurze Infos, hinten komprimiert verständlich die Geschichte, die dahintersteckt. Hinten finden wir auch den Stammbaum der Götter. Der Palast von Knossos, der Minotaurus, der trojanische Krieg, die Heimkehr des Odysseus, die Jagd nach dem Goldenen Vlies, die Geschichten von Sisyphus und Ödipus, es gibt eine Menge zu entdecken. Mir hat dies komplexe Buch gefallen, es regt an, sich weiter mit der griechischen Mythologie zu beschäftigen.
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Übergänge von Vicente Valero   


Eine Novelle; Übergänge vom Kind zum Erwachsenen, vom Faschismus unter Franco in die Demokratie, Ibiza wächst von der beschaulichen Ausflugsinsel zum Ort des Massentourismus. Retrospektiven, die Zeit des Übergangs. Beerdigungen rufen Erinnerungen wach, drei alte Freunde, die sich 20 Jahre nicht mehr gesehen haben, beerdigen den Vierten im Bunde, sitzen zusammen …
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Fake News & Verschwörungstheorien von Gérald Bronner und Krassinsky   

Ein Wissenscomic, eine Grafic Novel zum Thema Meinungsbildung, Informationsfluss, Fake News und Verschwörungstheorien. Lehrer, Eltern, Großeltern, bitte lesen, denn dies ist für mich ein wichtiges Buch – nicht nur für Jugendliche. Fake News gehören neben Umweltveränderungen zu den größten Problemen unserer Epoche. Wie werden wir beeinflusst, was gaukelt uns unser Gehirn vor? Jean-Paul Krassinsky zeichnet ausdrucksstark, humoristisch, durch die Comicform ver(sinn)bildlichen sich die Informationen.
Weiter zur Rezension:    Fake News & Verschwörungstheorien von Gérald Bronner und Krassinsky

Das Theater von nebenan von Sonja Danowski   

Ein wunderschön gestaltetes Bilderbuch, dass es letztendlich in sich hat. Konfliktsituationen zwischen Geschwistern, zwischen Jungen und Mädchen, Dreierkonstellationen, ein Neuer muss sich profilieren. Gibt es Mädchenspielzeug, Jungenspielzeug? Wann kann man als Geschwister zusammen spielen und wo gibt es Grenzen, wenn Freunde zu Besuch kommen. Das Bilderbuch birgt jede Menge Zündstoff, sich über Konfliktsituationen zu unterhalten. Klasse!
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Fiona  – Das Leben und das Sterben von Harry Bingham   

Die Fiona-Rheihe ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und nun lese ich die Bände, die ich bisher verpasst habe, hier Teil 2. Wie immer spannende Polizeiarbeit in Cardiff. Eine fein gezeichnete Protagonistin mit Cotard-Syndrom, eine schräge Persönlichkeit, die aus der Ichform berichtet und so tiefen Einblick in ihr Innerstes vermittelt. Ein Schlag schwarzer Humor darf nicht fehlen bei einer solchen Figur. Harry Bingham schafft Atmosphäre, zieht mit einen Sog in die Story, absolute Spannung und Entspannung wechseln sich ab, großes Kopfkino in jeder Situation.
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Demnächst 











 











 Du bist an einem bestimmten Genre interessiert? Dann findest du hier die richtige Seite in meinem Blog

Zeitgenössische Literatur
Hier verbirgt sich manche Perle der Literatur. Ich lese auch mal einen Bestseller, natürlich, aber mein Blick ruht  immer auf den kleinen Verlagen, auf den freien Verlagen. Sie trauen sich was - und diese Romane sind in der Regel besser als der Mainstream der meistgekauften Bücher …

Zeitgnoessische Romane



Krimis und Thriller


Ich liebe Krimis und Thriller. Natürlich. Spannend, realistisch, gesellschaftskritisch oder literarisch, einfach gut … so stelle ich mir einen Krimi vor. Was ihr nicht oder nur geringfügig bei mir findet: einfach gestrickte Krimis und blutrünstige Augenpuler.

Krinis und Thriller



Historische Romane

Im Prinzip bin ich an aller historischer Literatur interessiert. Manche Leute behaupten ja, historisch seien Bücher erst ab Mittelalter.  Historisch - das Wort besagt es ja: alles ab gestern - aber nur was von historischem Wert ist. Was findet ihr bei mir nicht? Schmonzetten in mittelalterlichen Gewändern. Das mag ganz nett sein, hat für mich jedoch keine historische Relevanz.

Historische Romane


Sachbücher

Hier stelle ich Sachbücher vor, die im Prinzip nichts mit Fachliteratur zu tun haben. Eben Sachbücher jeder Art, die ein breites Publikum interessieren könnte.


 Sachbücher


Fantasy

Hier bin ich leider in letzter Zeit etwas ratlos. In dieser Rubrik wird wenig auftauchen. Leider habe ich das Gefühl, dass hier keine neuen Ideen kommen. Ich mag nicht immer wieder das gleiche Buch in Abwandlung lesen ... Aber auch hier lasse ich mich gern überraschen. Meist findet man unter den Dystopien doch mal was Neues.

Fantasy






Kommentare

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Rezension - Queen July von Philipp Stadelmaier

Eine Novelle, die mich in ihrer luftigen Art verblüfft – begeistert – hat. Eine Geschichte der ersten Liebe, von einer die nicht loslässt. 17 Jahre ist es her, sie gingen damals noch in Paris zur Schule. Er hatte Schluss gemacht – einfach so, ohne Grund. Doch Strehler bleibt in Azizas Kopf. Ein heißer Julitag und July hält es nur in der Badewanne aus. Aziza setzt sich auf den Boden, kennt July kaum, und vielleicht gerade darum erzählt sie ihr aus ihrem Leben - 17 Jahre ohne Strehler, abgehauen aus Paris bis nach Dschibuti – mit Strehler im Kopf … Eine Novelle mit einem wundervollen Sound – Empfehlung!

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Rezension - Ein Nashorn namens Clara von Katrin Hirt und Laura Fuchs

Ein Bilderbuch, das mich begeistert hat, denn es ist eine wahre Geschichte. Letztendlich eine tragische Story aus heutiger Sicht. Es war einmal ein kleines Nashorn, das mit seiner Familie in Indien lebte. Jäger töteten die Mutter, brachten das Jungtier in die Stadt, wo es von einer Kaufmannsfamilie aufgenommen wurde und den Namen Clara erhielt. Schon bald zeige sich, dass man ein Nashorn nicht im Haus halten kann. Kapitän Douwe Van der Meer hatte eine Lösung parat. Er nahm Clara mit nach Europa. Eine Sensation! So ein Tier hatte hier noch niemand gesehen!

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Rezension - Berti und seine Brüder – Die Schokoladenkugel des Bösen von Lisa-Marie Dickreiter, Andreas Götz und Niklai Renger

Armer Berti, denn er hat es mit den Wikingern zu tun, so wie sie der Vater nennt: Harald, Sture und Erik. Seine großen Brüder sind die schlimmsten Rabauken der Stadt, und gern treiben sie derbe Späße mit dem kleinen Berti. Doch immer wieder hilft er ihnen aus der Patsche. Dieses Mal wird es schwierig werden, denn die Wikinger sind nun Superhelden und planen, die Stadt von der Kugel des Bösen zu befreien: eine riesige Schokoladenkugel, die im Schaufenster von »Kartrud’s Kändie« hängt …

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Der 22-jährige Medizinstudent Lucius wird als Sanitätsoffizier während des ersten Weltkriegs von Wien nach Nemnowice, Galizien, in die Karpaten geschickt. Bisher hatte er seinen Focus eher auf neurologische Dinge gelegt, will später in die Forschung gehen, er hat sich für eine Universitätslaufbahn entschieden. Nun steht er hier als einziger Arzt in einem heruntergekommenen Kriegslazarett. Noch nie hat er chirurgische Eingriffe geübt, amputiert. Die einzige Krankenschwester, eine Nonne namens Margarete, zeigt ihm, was handwerklich zu tun ist. Ein eindrucksvoller historischer Roman über den Unsinn von Krieg. Nebenbei entwickelt sich eine kurze Liebesgeschichte, ein Drama, ein geschichtsträchtiger Stoff aus dem Russlandfeldzug.

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Rezension - Der Schatz der Black Swan von Guillermo Corral und Paco Roca

Graphic Novel Eine wahre Geschichte um einen versunkenen Schatz. Obwohl ich den Kampf um einen Kulturschatz damals in den Medien verfolgt habe, liest sich diese Graphic Novel spannend. Vielleicht ist diese Graphic Novel so packend, weil der Autor, Guillermo Corral, früher einmal Diplomat war und einen überraschenden Einblick in die intrigante Verflechtung von Politik, Macht und Profit – eben schmutzige Geschäfte – offenlegt und deutlich wird, was damals geschah. Wem gehört der Schatz der spanischen Galeone »Nuestra Señora de las Mercedes«, die 1804 durch die britische Kriegsmarine befeuert wurde? Haben die Schatzsucher der Firma Odyssey versucht, den spanischen Staat auszutricksen?

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