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Posts mit dem Label "Suhrkamp Verlag" werden angezeigt.

Rezension - Asa von Zoran Drvenkar

  Gesprochen von Uve Teschner Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 18 Std. und 18 Min. Entweder du bist der Jäger, oder du bist die Beute! Du hast es in der Hand. Sechs Jahre hat Asa im Gefängnis gesessen, sechs Jahre konnten sie nachts ruhiger schlafen. Sechs Jahre mussten sie nicht nervös über ihre Schultern blicken. Aber jetzt ist sie frei und sie wird Rache nehmen. Asa will die Tradition der Dörfer zerstören, die das Leben einer Gemeinschaft seit hundert Jahren beherrscht und zum Tod unzähliger Unschuldiger geführt hat. Eine Tradition, die aus Menschen Monster macht. Bei ihrem Kampf findet Asa loyale Verbündete, erfährt niederträchtigen Verrat, trifft auf mächtige Gegner und stellt sich schließlich ihrem größten Feind - ihrer eigenen Familie. Klasse Noir-Thriller ! Weiter zur Rezension:    Asa von Zoran Drvenkar

Rezension - Der Liebhaber von Marguerite Duras

  Sie treffen sich auf einer Fähre über dem Mekong , es ist ein ungleiches Paar im Indochina der dreißiger Jahre. Er ein Chinese aus reichem Elternhaus, etwas mehr als 12 Jahre älter, sie eine französische Halbwaise, die mit ihrer Mutter und zwei Brüdern in einem einst herrschaftlichen Haus am Fluss lebt. Ein abgedunkeltes Zimmer oberhalb des geschäftigen Straßenlebens in Saigon wird der heimliche Zufluchtsort der Liebenden. Sie ist seine Obsession, sie hat ihn in der Hand. Ein Klassiker, der den Prix Goncourt erhielt. Der Roman ist in Erinnerungsfragmenten geschrieben, Sprünge in Zeit und Raum, dicht und schnörkellos, distanziert. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Der Liebhaber von Marguerite Duras

Rezension - Skin City von Johannes Groschupf

  Gesprochen von Florian Schmidtke Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 6 Std. und 37 Min. Der Dienst im Außenbezirk sollte Ruhe in das Leben der Kriminalpolizistin Romina Winter bringen. Doch georgische Einbrecher sind täglich in den Stadtvillen in Dahlem und Lichterfelde unterwegs, und die Bewohner sind in der Folge verängstigt. Die Polizei muss wachsamer sein! Und dann verschwindet auch noch Rominas kleine Schwester. Jacques Lippold nimmt den Berliner Geldadel ganz legal aus, denn er arbeitet als Kunstberater. Berliner Szenen aus verschiedenen Sichtweisen, die sich irgendwann kreuzen werden. Gut aufgebaute Charaktere und atmosphärisches Berlin-Milieu-Feeling heben den Krimi ab, der gut geschrieben eine Empfehlung ist! Weiter zur Rezension:    Skin City von Johannes Groschupf 

Rezension - Devil’s Kitchen von Candice Fox

  Die Feuerwehrleute von «Engine 99» gelten als die Besten in New York – mutig, unerschrocken, verehrt. Was niemand ahnt: Sie sind parallel eine beinharte Gang, denn sie legen Brände, um im Chaos Vorbereitungen zu treffen, um später Banken und Juweliere auszurauben. Das könnte immer so weiterlaufen, wenn Bens Lebenspartnerin Luna und ihr Sohn nicht verschollen wären und er seine Kumpel nicht im Verdacht hätte, sie getötet und verscharrt zu haben. Er will es wissen! Und dafür ist er bereit, die Bande auffliegen zu lassen, sich selbst ans Messer zu liefern. Er bietet dem FBI an, wenn sie «seine Familie» finden, herausfinden, was mit Frau und Kind passiert ist, wer verantwortlich ist, dann packt er aus. Und so wird die freiberufliche Ermittlerin Andrea Nearland auf die Truppe angesetzt. Blockbuster – Spannung, die niemals abfällt! Klasse Thriller! Weiter zur Rezension:    Devil’s Kitchen von Candice Fox

Rezension - Sing mir vom Tod von Ivy Pochoda

  Gesprochen von Anna-Lena Zühlke Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 9 Std. und 6 Min. Florence Baum, genannt «Florida», ist alles andere als die arme, verfolgte Unschuld, für die sie sich im Frauengefängnis von Arizona ausgibt - zumindest behauptet das ihre ehemalige Zellengenossin «Dios», Diosmary Sandoval. Dios kennt die Wahrheit, Florida ist niemals das Opfer, wie sie behauptet – sie ist die Täterin, die die Schuld auf ihren Freund abschob. Als Florida auf Bewährung freikommt, sie gegen die Bewährungsauflage in der schmutzigen Pension zu bleiben, wo sie in der Pandemie vergessen haben, das Essen zu liefern, im Bus nach Los Angeles sitzt, gesellt sich die verhasste Dios zu ihr. Was sie auch anstellt, Dios ist ihr auf den Fersen mit einer gefährlichen Besessenheit, die einen gewalttätigen Weg der beiden Frauen zeichnet. Detective Lobos, auch sie eine Frau mit Gewaltpotential, ist ihnen auf der Spur. Schrecklich leierig eingesprochen – Noir, Hard-Boiled, gewalttätige Frauen – mich ko...

Rezension - Bis in alle Endlichkeit von James Kestrel

  Gesprochen von Thomas Dehler Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 48 Min. Als Privatdetektiv Lee Crowe noch vor dem Hahnenschrei vor dem Hotel, in dem er wohnt, auf dem Dach eines Rolls-Royce eine junge Frau liegen sieht, passt das für ihn nicht zusammen. Im gefährlichsten Viertel von San Francisco springt eine Frau in solch teurem Kleid auf dieses Auto; hier stinkt etwas. Beide passen nicht ins Viertel. Nie im Leben ist sie freiwillig gesprungen! Polizei und Gerichtsmedizin gehen von Selbstmord aus. Doch die Mutter von Claire, die megareiche Olivia Gravesend, glaubt das nicht und beauftragt Lee Crowe mit den Ermittlungen. Bei seinen Recherchen entdeckt er eine ganz merkwürdigen Sache, der er auf den Grund gehen will. Noir, Hardboiled, amerikanische Detektivstory im alten Stil. Feiner Kriminalroman. Weiter zur Rezension:    Bis in alle Endlichkeit von James Kestrel 

Rezension - Hades von Candice Fox

  Hades von Candice Fox Gesprochen von: Wolfgang Wagner Serie: Hades-Trilogie, Titel 1 Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 9 Std. und 11 Min  Hades ist der «Herr der Unterwelt» von Sydney. Er weiß alles über das Verbrechen in seiner Stadt, denn auf seiner gigantischen Müllhalde entsorgt er gegen Honorar Leichen. Dieses Schicksal hätten auch beinahe die Kinder Eden und Eric geteilt, die man bei Hades deponiert hat. Doch er stellt fest: die beiden leben noch. Er zieht sie groß, merkt aber schnell, dass Rache in ihnen schwelt. 20 Jahre später: Als Detective Frank Bennett zur Sydney Metro Police versetzt wird, bekommt er Eden als Partnerin zur Seite gestellt. Sie und ihr Bruder Eric gelten als die härtesten Cops der Stadt. Noir-Krimi, Hardboiled, Kriminalliteratur für harte Nerven, spannend, Unterhaltungsliteratur. Weiter zur Rezension:   Hades von Candice Fox

Rezension - Echo der Gewalt von Yasmin Angoe

  Echo – das ist ihr Codename – ist Auftragskillerin. Sie heißt Nena; eigentlich Aninyeh Ama Asym, die in einem Dorf in Ghana geboren wurde, aber das war davor. Der Roman ist in «Danach» und «Davor» in abwechselnden Kapiteln geschrieben. Nena Knight lebt in Miami; sie ist die Tochter einer wohlhabenden Unternehmerfamilie, die in London lebt. Sie wurde von ihren afrikanischstämmigen Eltern adoptiert. Ihr Vater ist der Vorsitzende des African Tribal Council, genannt «The Tribe», ein Syndikat afrikanischer Geschäftsleute, das afrikanische Länder in Geschäftsbeziehungen unterstützt. Nun soll Nena einen Bundesstaatsanwalt der USA ausknipsen. Ihr ist nicht wohl bei der Sache. Ein spannender Thriller, der mit übelster Gewalt brilliert, inhaltlich aber nicht viel hergibt. Weiter zur Rezension:    Echo der Gewalt von Yasmin Angoe

Rezension - Fünf Winter von James Kestrel

  Im Dezember 1941 wird Detective Joe McGrady vom Honolulu PD zu einem brutalen Doppelmord gerufen. Als wenige Tage später ein ähnlicher Mord gemeldet wird, kommt McGrady einem ominösen John Smith auf die Spur. Er kann Smiths Weg nach Hongkong verfolgen, wird aufgefordert, hinterherzureisen. Kaum im Hotel der britischen Kronkolonie angekommen, wird McGrady verhaftet, einer Vergewaltigung beschuldigt. Dann hageln Bomben auf die Stadt, die von den Japanern erobert wird und der Detectiv landet als mutmaßlicher Spion in Tokio. Pearl Habour, die USA tritt in den Zweiten Weltkrieg ein, der Pazifikkrieg. Ein spannender literarischer Krimi, atmosphärisch mit starken Bildern, ein tragischer Held, eine Odyssee, in die eine zarte Liebesgeschichte eingeflochten wird, aber auch ein Hardboiled-Epos. Hohe Erzählkunst, unbedingt lesen! Weiter zur Rezension:   Fünf Winter von James Kestrel 

Rezension - Der Horror der frühen Chirurgie von Lindsey Fitzharris

  Im Original heißt das Buch «The Facemaker» – was wesentlich passender ist. Der Horror passt weniger auf die enormen medizinischen Fortschritte, sondern auf den Ersten Weltkrieg. Wer die neue Verfilmung von «Im Westen nichts Neues» gesehen hat und den Film zu brutal empfand, der sollte von diesem erzählenden Sachbuch die Finger lassen. Plastische Chirurgie, die meisten verstehen heute darunter die Schönheitschirurgie, entstand im Ersten Weltkrieg. Harold Gillies war der Vorreiter, der zerschossene und verbrannte Gesichter wieder herstellte, Nasen ersetzte, zerfetzte Kiefer erneute. Aber dieses Sachbuch ist mehr. Es ist parallel ein Geschichtsbuch zum Ersten Weltkrieg. Drastisch werden originale Situationen aus der Schlacht dargestellt, Soldatenschicksale von den Männern, die bei Gillies  landeten. Lindsey Fitzharris zeigt auf, welche verheerenden Folgen neue Kriegswaffen nach sich zogen. Großartig!  Weiter zur Rezension:    Der Horror der frühen Chirurgie von L...

Rezension - Ein perfektes Paar von Jackie Kabler

  Die Journalistin Gemma kommt von einer kurzen beruflichen Reise zurück nach Hause. Sie freut sich auf ihren Mann, der versprochen hat, für sie zu kochen. Doch an diesem Abend ist Danny nicht zu Hause. Gut, der IT’ler arbeitet oft bis in die Nacht hinein, aber Danny ist zuverlässig, würde ihr Bescheid geben, wenn er länger arbeiten muss. Als er zwei Tage später immer noch nicht zu Hause ist, wendet sie sich an die Polizei. Für Gemma kommt es dicke: Plötzlich wird sie verdächtigt, Danny umgebracht zu haben ... und nicht nur ihn. Ein spannender Whodunnit, Mysterykrimi, Cosikrimi, leider mit einem nicht sehr schlüssigen Ende. Aber trotzdem gut zu lesen. Weiter zur Rezension:    Ein perfektes Paar von Jackie Kabler

Rezension - Der Code des Kapitals von Katharina Pistor

  Wie Recht Reichtum und Ungleichheit schafft Katharina Pistor zeigt in diesem Buch die Rechtsgeschichte des Kapitals auf. Römer, die bereits Firmenkonstrukte installierten, die eine Haftung von Eigentümern beschränkte, ähnlich den heutigen Kapitalgesellschaften. Die Fugger waren Meister darin. In England des 16. Jahrhunderts bekamen die Landlords dank trickreicher Anwälte Land, das ihnen nicht gehörte. Das Recht auf Grund und Boden. Aber letztendlich begann alles mit den Menschen, die sich sesshaft machten ... Ein Füllhorn von Wissen – Zusammenhänge verstehen. Ein großartiges Sachbuch! Weiter zur Rezension:    Der Code des Kapitals von Katharina Pistor

Rezension - Big Sky Country von Callan Wink

  «Der neue Hemingway für unsere Zeit» wird Callan Wink in den USA hochgelobt. Raus aus dem Männlichkeitswahn, weg von der Pflicht, als Sohn den Job des Vaters zu übernehmen – die Farm zu übernehmen. Ein großartiger Roman war angekündigt. Bis zur Mitte habe ich mich eher gelangweilt, dann hat mich die Geschichte gepackt und kurz danach leider wieder verloren. Das Original heißt schlicht «August», nach seinem Protagonisten, was ich passender finde. Denn es geht hier um August – um nichts anderes – ein Coming-of-Age-Roman im ländlichen Montana. Ein Bildungsroman, der die Trostlosigkeit des Lebens schildert: Einsame Farmen und Ranchen mit kargen Einkommen; Arbeit und Saufen bestimmt das Leben – die Frauen sind längst abgehauen. «Mantana – wo die Männer Männer sind, und die Frauen auch.»  Weiter zur Rezension:    Big Sky Country von Callan Wink

Rezension - Streulicht von Deniz Ohde

  Industrieschnee markiert die Grenzen des Orts, eine feine Säure liegt in der Luft, und hinter der Werksbrücke rauschen die Fertigungshallen, wo der Vater tagein, tagaus Aluminiumbleche beizt. Hier ist die namenlose Ich-Erzählerin aufgewachsen, im Westen von Frankfurt, irgendwo zwischen Flughafen und Industriepark Höchst wohnt die Familie in einer Mietwohnung. Die türkischstämmige Mutter hat es gelernt, still und anpassungsfähig zu sein, rät der Tochter, es ihr gleichzutun. Einen Ansporn für die guten Schulleistungen gibt es nicht. Auch in der Schule bekommt sie kaum Unterstützung von den Lehrern – man fragt sich eher, was so eine auf dem Gymnasium will. Jeder Satz dieses Bildungsromans ist geschliffen, ein Vergnügen für den Lesenden. Nicht umsonst stand dieser Roman auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis. Weiter zur Rezension:    Streulicht von Deniz Ohde

Rezension - Das lügenhafte Leben der Erwachsenen von Elena Ferrante

Sprecher: Eva Mattes Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 37 Min. Der Roman ist gut, doch letztendlich erreicht er für mich nicht Stärke der Neapolitanischen Saga. Auch diese Geschichte spielt in Neapel, dieses Mal in den 90-Ern. Die Stärke der Saga hatte für mich das politisch-gesellschaftliche Panorama, das hier völlig ausgeklammert ist. In dieser Geschichte berichtet eine pubertierende Ich-Erzählerin aus ihrer Sicht von ihrem verstörenden Weg ins Erwachsenenleben, glaubhaft in den Charakteren, ohne Frage, ein Coming-of-Age. Doch irgendwie ließ mich das Gefühl nicht los, das alles hatte ich bei Ferrante schon einmal gelesen. Ohne die Saga hätte ich diesen Roman mit Sicherheit besser bewertet – indessen mir fehlte der Sog, weil alles so bekannt war, ich wartete auf die feinen Wendungen und das Allumfassende. Aber trotzdem: Eine gute Familiengeschichte, ein prima Entwicklungsroman. Weiter zur Rezension:    Das lügenhafte Leben der Erwachsenen von Elena Ferrante

Rezension - Cold Water von Adrian McKinty

  Der katholische Polizist Sean Duffy verlässt seine evangelischen Nachbarn in Belfast samt Pulverfass Nordirland, zieht mit seiner Familie nach Schottland. Er wird nur noch in Teilzeit an gesonderten Aufgaben wenige Tage im Monat anwesend sein. Sylvester 1990, die Zukunft kann nur noch besser werden. Dies ist sein letzter Fall im aktiven Dienst: Kat McAtamney wird vermisst, 15 Jahre alt, angehörig einer Traveller-Familie. Um die Wohnwagen-Leute macht man sich nicht viel Gewäsch, insbesondere, wenn hier ein Teenager verschwunden ist – eben abgehauen, wie so oft. Die Sache lässt Duffy keine Ruhe. Sein letzter Fall darf nicht ungelöst sein! Weiter zur Rezension: Cold Water von Adrian McKinty