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Posts mit dem Label "Rowohlt Verlag" werden angezeigt.

Rezension - Königin der Nacht – Ein kurzes Buch über meine Mutter von Lukas Bärfuss

Nach «Vaters  Kiste» hat Lukas Bärfuss nun in einem autobiografischen Essay mit dem Leben seiner Mutter abgerechnet. «Eine Mutter ist, was man nicht loswird. Auch nicht mit dem Tod.» 1971 in Thun geboren, die Mutter wohnt eher allein mit ihrem Sohn, bzw. mit vielen Männern. Lukas Bärfuss wächst im Rotlichtmilleu auf; seine Mutter war eine Frau ohne Bildung, die von ihrem Freiheitsverlangen getrieben wurde, in das der Sohn nicht hineinpasste. Tagsüber reinigte sie in einem Autohaus die Wagen, die aus der Reparatur kamen, am Abend stand sie an einer Rotlicht-Bar. Als sie älter war, arbeitete sie als Putzfrau und in einer Wäscherei. Der Junge war nie gewollt, so wurde er auch behandelt – als Rabenmutter titulierte sie sich sogar selbst. Eine Mutter, die ihn hat sitzen lassen in seiner Kindheit und ein System, das dieses Kind hängenließ. Ein wundervolles Buch, schnörkellos geschrieben, das sehr zu Herzen geht. Weiter zur Rezension:    Königin der Nacht – Ein kurzes Buch ...

Rezension - Commissaria Iva Markulin und die Schatten über der Adria von Ines Cali

  Iva Markulin, Staatsanwältin in Zagreb , lässt sich in diesem Politkrimi nach Pula versetzen, als ihr Mann bei einem Attentat ums Leben kommt. Wem galt die Autobombe, die an ihrem Auto befestigt wurde? Ihm oder ihr? Mit ihrem kleinen Sohn Matteo zieht sie zu ihrem Großvater, der auf dem Familiengut Terra Rossa in Istrien Olivenöl produziert. Hier ruft sie eine Sonderkommission ins Leben, als deren Leiterin sie die Mörder ihres Mannes ausfindig machen will. Sie hat den Ruf der «Mafiajägerin», lernt schnell das Who is Who an Istriens Küsten kennen, denen es nicht passt, dass ihnen jemand auf die Finger schaut.  Spannender Wirtschaftskrimi , Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Commissaria Iva Markulin und die Schatten über der Adriavon Ines Cali

Rezension - Und die Welt, sie fliegt hoch von Sarah Jäger

Es sind Sommerferien und alle Menschen sind draußen, sitzen im Eiscafé oder liegen im Freibad. Nur der vierzehnjährige Juri bleibt zu Hause, denn sein Lieblingsort ist sein Zimmer – hier fühlt er sich sicher. Doch dann erhält er eine Textnachricht von Ava. Die beiden kennen sich aus der Grundschule, hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr. Ava würde liebend gern mit ihren Freunden im Schwimmbad sein. Doch sie hat Hausarrest. «Wegen so einer Sache», sagt sie. In Chats (Wohl WhatsApp ) tasten sie sich aneinander heran. Klasse Jugendroman ab 12 Jahren, in Form eines Chatdialogs, der sich mit Depression , sozialer Phobie beschäftigt. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Und die Welt, sie fliegt hoch von Sarah Jäger 

Rezension - Der Fall von Albert Camus

  Ein Klassiker, ein Monlog – ein Anwalt erzählt zunächst, wie beliebt er war, wie großzügig, mit welcher Höflichkeit er die Menschen behandelte – ein edles Wesen. Und dann demontiert er sich selbst. Ein Mann, der mit sich selbst abrechnet, mit sich und der Gesellschaft. Lüge und Selbstbetrug begleiten uns täglich. Was ist wahr und was ist Lüge? «Der vielleicht schönste und am wenigsten verstandene seiner Romane» ( Jean-Paul Sartre ). Die Beichte eines ehemals angesehenen Menschen, über sein Geschwätz, seinen Egoismus, seine Selbstgerechtigkeit. Eine Kritik an den  « professionellen Humanisten », die in Pariser Caféhäusern (Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir ). Weiter zur Rezension:    Der Fall von Albert Camus

Rezension - Ein ehrliches Leben von Joakim Zander

  Simon ist ein guter Schüler, fristet ein Kleinstadtleben bei seinen Eltern, die ein durchschnittliches Leben führen – und er will mehr! Er will in der Großstadt studieren, ein Fach, mit dem es sich viel Geld verdienen lässt: Jura . Er landet in einer WG von Jurastudenten, die aus Generationen von Juristen stammen, mit der Rolex am der Handgelenk. Simon findet hier mit seiner Mittelschicht-Herkunft seine ersten Grenzen, sprachliche Ausgrenzung , Dresscodes, die anderen behandeln ihn herablassend. Simon lernt die anarchistische Max kennen, die ihn mit in ihre Kreise nimmt. Spannender Thriller, Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Ein ehrliches Leben von Joakim Zander

Rezension - Ländliches Requiem von Davide Longo

  Eric Delarue , Geschäftsführer eines Stahlwerks , wird durch einen Kopfschuss lebensgefährlich verletzt. Wer hat den attraktiven Kunstsammler , guten Ehemann, verlässlichen Chef, der sich immer für die Belange seiner Angestellten eingesetzt hat, töten wollen? Ein Gutmensch, der von allen verehrt wird, ein Mitglied der oberen Gesellschaft. Die Spur führt Bramard und Arcadipane zu einem ungelösten Fall: Nach einer Sportveranstaltung verschwand ein Elfjähriger. Damals geriet Delarue unter einen furchtbaren Verdacht. Ihm konnte aber nichts nachgewiesen werden. Und das haben manche Leute offenbar nicht vergessen ... ein feiner literarischer Krimi mit Längen.  Weiter zur Rezension:    Ländliches Requiem von Davide Longo

Rezension - Lázár von Nelio Biedermann

  «Ein wirklich großer Schriftsteller betritt die Bühne, im Vollbesitz seiner Fähigkeiten.», so wird von ihm geschrieben. Nelio Biedermann schreibt mit 20 Jahren sein erstes Buch und das Manuskript geht in die Versteigerung – die Verlage überbieten sich, es wird in 20 Sprachen verkauft, man redet über ein sechsstelliges Vorschusshonorar – über den neuen Thomas Mann . Uff. Ich war gespannt. Mich konnte der Familienroman nicht überzeugen – leider. Weiter zur Rezension:    Lázár von Nelio Biedermann

Rezension - Wenn die Nacht endet von Christoffer Carlsson

  In dem kleinen, abgelegenen Ort Skavböke in der Region Halland feiert Ende der 1990er eine Gruppe Jugendlicher das Ende der Schulzeit, ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Doch diese Nacht verändert alles: Nach dieser Party wird einer von ihnen, Mikael, erschlagen aufgefunden. Bei einer anderen Familie im Ort wird eingebrochen und viel Geld gestohlen. Als ein weiterer Junge sein Leben verliert, verlässt dessen bester Freund, Sander, das Dorf. Zwanzig Jahre später kehrt Sander zurück nach Skavböke. Mikaels Bruder wird tot aufgefunden. Vidar Jörgensson von der Polizei sucht nach dem Schuldigen, holt sich die alten Akten heraus. In kurzer Zeit war viel passiert: Morde, ein Erdrutsch, Dinge, die nicht wirklich aufgeklärt wurden. Anscheinend hängt das eine mit dem anderen zusammen. Ein spannender, literarischer Kriminalroman. Empfehlung für diesen Krimi! Weiter zur Rezension:    Wenn die Nacht endet von Christoffer Carlsson

Rezension - Zauberberg 2 von Heinz Strunk

  Dieser Roman ist Heinz Strunks Hommage an Thomas Manns «Zauberberg»: Der Protagonist, Jonas Heidbrink, ein Erfolgsmensch, ein IT-Entwickler. Schon vor dem Dreißigsten hat er sein Start-up versilbert; arbeiten muss er sein Leben lang nicht mehr. Er fühlt sich derzeit schlecht, Langeweile und Lustlosigkeit überfällt ihn, Angst vor der Zukunft, Angst vorm Älterwerden und allem Weltschmerz. Und so begibt er sich eines kalten Januartages in die mecklenburgische Einöde einer Sumpflandschaft, checkt für 30 Tage (dabei wird es nicht bleiben) in ein Sanatorium ein. Nobel, aber eben doch: Klinik, für Menschen mit dem einen oder anderen Knacks. Ein guter Gesellschaftsroman, Satire im strunkschen Ton – aber nicht sein bestes Buch. Weiter zur Rezension:    Zauberberg 2 von Heinz Strunk

Rezension - Die Brandstifter von Annika Brockschmidt

  Wie Extremisten die Republikanische Partei übernahmen «Die Brandstifter» zeichnet die Geschichte der Republikanischen Partei nach und stellt ihre wichtigsten Akteure vor. Spannend, erhellend und in der Kompaktheit schlüssig nachzuvollziehen. Gespenster der Vergangenheit, die bis heute nachwirken. Und wenn man heute Trump vorwirft, er rede rassistisches Zeug, verbreite Angst und Lügen, den Schrecken … dann ist das nichts anderes als das, was Goldwater, Reagan usw. vor ihm verbreitet haben. Und Reagan hat unter seiner Regierung später diese Hardliner und ihre Familien ins weiße Haus und in den Kongress geholt. Die waren nie anders, haben nur auf einen tumpen Messias gewartet. Und der tr(u)ampelte dann ins weiße Haus. Danach krochen sie aus der Versenkung der Gand Old Party (GOP)heraus. Sie waren nie weg! Ein fantastisches Sachbuch über die Grand Old Party. Es liest sich spannend wie ein Thriller und ist ebenso erschreckend. Unbedingt Lesen! Weiter zur Rezension:    Die Br...

Rezension - Die sieben Monde des Maali Almeida von Shehan Karunatilaka

  Gesprochen von Hans Löw Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 13 Std. und 26 Min. Sri Lanka, 1990. Maali Almeida, ein verkappt schwuler Kriegsfotograf und Zocker, erwacht in einer Art himmlischer Einwanderungsbehörde, in der es äußerst bürokratisch zugeht. Sein lebloser Körper versinkt gerade im Beira Lake, und Maali muss zunächst realisieren, dass er nicht mehr lebt, und er hat keinen Schimmer, wer ihn umgebracht hat. Im Jenseits gibt man Maali sieben Tage Zeit, um herauszufinden, was geschehen ist und um den beiden Menschen, denen er am meisten vertraut, mitzuteilen, wo sich die Negative seiner hochbrisanten Fotos befinden, die nicht nur Sri Lanka, sondern die ganze Welt erschüttern sollen. Literarisch bunt und sprühend, spannend, humorvoll und mit inhaltlicher Tiefe. Empfhlung! Weiter zur Rezension:    Die sieben Monde des Maali Almeida von Shehan Karunatilaka

Rezension - Mal mir doch ein Bild! von Sophia Schrade

  In kurzen Schritten zum kleinen Zeichenprofi Kinder malen gern und viele würden sich gern besser mit dem Stift ausdrücken können. Nur wie? Letztendlich ist zeichnen als Grundlage ein Handwerk – vor der Zeiten der Fotografie war der Kunstmaler eine Berufsausbildung. Warum also nicht mit Kindern ein einfaches Gerüst setzen! In diesem liebevoll gestalteten Buch lernen kleine Künstler:innen, wie man in wenigen Schritten Tiere, Menschen und Pflanzen malt und so auf dem Papier eine ganze Welt erschaffen kann. Grundsätzlich gute Schritte, bei den großen Bilden ein wenig zu perfekt … Sachkinderbuch ab 6 Jahren. Weiter zur Rezension:    Mal mir doch ein Bild! von Sophia Schrade

Rezension - Die Werkzeugkiste der Tiere von Angelika Huber-Janisch und Jana Walczyk

  Hausbau, Verteidigung, Schlammbaden, Handwerkszeug, Materiallager, Medizin herstellen … Der Mensch? Weit gefehlt! Viele Tiere verwenden Werkzeuge. Sie benutzen sie, um an leckeres Futter heranzukommen, um auf die Jagd zu gehen, zur Herstellung von Medizin, bei der Partnersuche oder zum Schutz. Und manchmal auch einfach nur aus Spaß! Ein hervorragendes Sachbilderbuch über Verhaltensbiologie ab 8 Jahren, dass nebenbei Spaß macht. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Werkzeugkiste der Tiere von Angelika Huber-Janisch und Jana Walczyk

Rezension - Keine gute Geschichte von Lisa Roy

  Gesprochen von: Lisa Hrdina Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 7 Std. und 9 Min. Doch - eine gute Geschichte – wenn auch eine traurige. Arielle Freytag, Anfang dreißig, hat es eigentlich geschafft: Aufgewachsen im prekären Essener Stadtteil Katernberg, hat sie als Social-Media-Managerin in Düsseldorf mittlerweile ein sehr gutes Einkommen. Ihre Kindheit hat sie gezeichnet; sie leidet an Depressionen. Gerade hat sie wegen eines Suizidversuchs eine Psychotherapie hinter sich, ist aus der Klinik zurück, als sie von einer Freundin ihrer Großmutter angerufen wird. Der Oma gehe es schlecht, sie möge kommen, denn sie ist die einzige Verwandte. Arielle begibt sich auf Spurensuche: Wohin verschwand ihre Mutter, ließ sie bei der Oma zurück und wer ist ihr Vater? Ein guter Roman! Weiter zur Rezension:    Keine gute Geschichte von Lisa Roy

Rezension - Im Dunkeln spielen von Toni Morrison

  Weiße Perspektiven und literarische Imagination Drei Essays der US-amerikanischen Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison, in denen sie sich mit Rassismus in der Literatur beschäftigt, indem sie Klassiker der amerikanischen Literatur analysiert. Es sind ausgewählte Essays, die aus Vorlesungen in Princeton entstanden. Morrison nimmt bereits früh beim Lesen wahr, dass Schwarze Personen in der Literatur nicht vorkommen oder ihnen wird eine passive Rolle zugeschrieben. Sie nennt es Afrikanismus. Afrikanistische Menschen werden in der Literatur nicht beschrieben wie sie wirklich sind, sondern von weißen Schriftsteller:innen so dargestellt, wie weiße Menschen sich diese vorstellen.  Weiter zur Rezension:    Im Dunkeln spielen von Toni Morrison

Rezension - Der gelbe Elefant von Heinz Strunk

  Abgründe – das Thema von Heinz Strunk. Früher mit jungem Gemüse mit mehr Humor, heute Themen zum alternden Mann, noch scharfzüngiger, noch abgründiger. Und nun legt er einen Band mit Kurzgeschichten vor. Männer waren immer das Thema. Armselige Gestalten, profunde männliche Vereinsamung, Charaktere, bei denen man zwischen Ekel und Mitleid schwankt. Alkohol und Frauen, «Luder steht in der Jägersprache für ein totes Tier, das als Lockmittel für Raubtiere benutzt wird», Beziehungskrisen, Alte, denen der Lebenssinn abhandengekommen ist. So banal, wie manches klingt in diesen verknappten Kurzgeschichten, so traurig und tiefsinnig ist die Message. Strunkige Geschichten, strunkige Worterfindungen, bitterböser Humor. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Der gelbe Elefant von Heinz Strunk

Rezension - Simone de Beauvoir von Julia Korbik und Julia Bernhard

  Ich möchte vom Leben alles Simone de Beauvoir, gilt heute als eine der einflussreichsten Denker:innen des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Werken, ihrer Philosophie und Lebensweise forderte sie ihre Zeitgenoss:innen heraus und veränderte unsere Vorstellung von Liebe, Partnerschaft und dem Verhältnis der Geschlechter. Simone de Beauvoir war die bedeutendste Philosophin des 20. Jahrhunderts, eine Kämpferin für den Feminismus, für Frauenrechte; eine bedeutende Schriftstellerin und die Lebensgefährtin von Jean-Paul Sartre. Eine Graphic Novel von ihrem Leben berichtet; als Biografie ist es mir zu schwach, weil prägende Teile aus dem Leben fehlen. Comic, Jugendbuch ab 14 Jahren, bzw. Allage. Weiter zur Rezension:    Simone de Beauvoir von Julia Korbik und Julia Bernhard

Rezension - Rezitativ von Toni Morrison

  Die Wiederentdeckung von Toni Morrisons einziger Erzählung, erstmals 1983 erschienen und nie zuvor ins Deutsche übersetzt, ist die Quintessenz ihres Schaffens. Die kurze Novelle handelt von zwei Mädchen, die sich im Kinderheim kennenlernen – die eine ist schwarz, die andere weiß. Nur so viel verrät die Autorin dazu, denn sie spielt mit unserer Wahrnehmung. Twyla und Roberta, wer ist welche? Welcher Name passt besser zur Schwarzen? Die eine Mutter tanzt die ganze Nacht, die andere ist krank… Im Kopf entwickelt sich fast etwas wie eine Exceltabelle, die sortiert – Vorurteile sortiert: x eher = weiß und y eher = schwarz. Schnell kommt man aber wieder davon ab, weil das keinen Sinn ergibt. Doch man fiebert weiter nach einem Hinweis – den uns Tony Morrison natürlich nicht gibt. Exzellent! Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Rezitativ von Toni Morrison

Rezension - Die Mauersegler von Fernando Aramburu

  Erinnert sich jemand an den Roman «Patria», eine Familiengeschichte im Umfeld des Eta-Terrors? Eins meiner Lieblingsbücher. Nun hat Fernando Aramburu wieder ein gewaltiges Werk vorgelegt. Es ist die Geschichte von Toni, einem gymnasialen Philosophielehrer, der in Madrid lebt und zum 31. Juli seinen Suizid plant. Am 31. Juli beginnt sein letztes Jahr, und dieser Roman hat 365 Kapitel, eins für jeden Tag; ein Nachlass für seinen Sohn Nikita, um sich und seine Gedanken zu erklären. Ein Schelmenroman, eine Satire der spanischen Literatur, ein Gesellschaftsroman – ein sprachgewaltiges Epos! Weiter zur Rezension:    Die Mauersegler von Fernando Aramburu

Rezension - Planck oder Als das Licht seine Leichtigkeit verlor von Steffen Schroeder

  Oktober 1944. Mit sechsundachtzig Jahren steht Max Planck, Begründer der Quantenphysik, vor der schwersten Aufgabe seines Lebens. Der Nobelpreisträger wird von der Reichskulturkammer aufgefordert, ein «Bekenntnis zum Führer» verfassen. Sein Sohn Erwin sitzt in der Todeszelle, angeklagt als Hitler-Attentäter. Albert Einstein lebt in Amerika, sein Sohn sitzt in der Schweiz in der Psychiatrie. Margarita Konenkowa, Eduard Einstein, Erwin Planck, Nelly Planck, Ferdinand Sauerbruch, nur ein paar der bekannten Persönlichkeiten, die in diesem Roman vorkommen ... Zwei Väter und ihre Söhne, dunkle Tage des Nationalsozialismus. Historisch gut recherchiert und fiktiv in die Gedanken der Figuren versetzt, gelingt Steffen Schroeder ein interessanter historischer Roman. Weiter zur Rezension:    Planck oder Als das Licht seine Leichtigkeit verlor von Steffen Schroeder