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Posts mit dem Label "Russland" werden angezeigt.

Rezension - Sputnik von Nikita Afanasjew

  Als Leo Puschkin, Journalist einer Berliner Tageszeitung, eines Tages von seiner Redakteurin Suse den Auftrag bekommt, den Auslandssender des Kremls, «Rusia Today», zu unterwandern, gelingt Leo eine spektakuläre Recherche — aber sein Arbeitgeber, eine renommierte Zeitung aus Berlin, will seine Story nicht drucken. Um nicht durchzudrehen, schreibt in Leo seine Geschichte als Roman auf  – so der Klappentext. 
 Der Roman ist ganz witzig, bewegt hat mich der Text nicht. Vielleicht, weil ich einen dreckigen Text erwartet hatte, angemessen an dem, was dieser Sender in der Realität verbreitet. Das hier ist eher oberflächlicher Klamauk, Unterhaltungsliteratur, eine nicht allzu tiefgehende Mediensatire – eben nicht, was ich erwartet hatte. Weiter zur Rezension:  Sputnik von Nikita Afanasjew

Rezension - Surwilo von Olga Lawrentjewa

  Eine russische Familiengeschichte In Olga Lawrentjewas Graphic Novel begleiten wir ihre Großmutter Walentina Surwilo wie sie beim Pilzesammeln aus ihren Jugendjahren erzählt. Sie beginnt, wie ihrer Mutter 1914 Wikenti Kasimirowitsch Surwila heiratet. Der Vater stammt aus Polen und er erklärt, in seinem Dorf heißen alle Surwilo, nach dem Dorf Surwily – und er ist überzeugter Kommunist, Mitglied der KPdSU. Darum versteht niemand, warum er mit einer Gruppe von polnischen Kollegen auf der Werft in Leningrad (heute St. Petersburg) 1937 verhaftet wird, als Volksfeind beschuldigt. Die Mutter wird mit den Kindern in das Dorf Baschkortostan östlich der Wolga verbannt. Stalinistische Säuberung, der Zweite Weltkrieg, die Blockade Leningrad sind das Thema – Kriegstraumata – ein eindrucksvoller Comic! Weiter zur Rezension:    Surwilo von Olga Lawrentjewa

Rezension - Der Magier im Kreml von Giuliano da Empoli

  Die Stimme in Putins Kopf Man nennt ihn den «Magier im Kreml». Wadim Baranow ein Regisseur und Produzent von Reality-TV-Shows wird von Putin entdeckt als Marketingmanager. Die grauen Eminenz, die sämtliche Propaganda im Griff hat. Eine fiktive Figur des Autors, hinter der sich Wladislaw Surkow verbirgt, der tatsächlich existiert hat. Surkow, genannt der «grauen Kardinal» oder Putins Rasputin, galt lange als einer der mächtigsten Männer Russlands - und als Architekt der russischen Ukraine-Politik. Ein engster Vertrauter Putins; sein oberster Spin-Doctor, Imageproduzent, Propagandist – des Kremls oberste Story-Machine – berichtet, wie er Putin kennenlernte und ihm zu seinem Aufstieg verhalf, zu seiner Macht. Ein feiner Roman, der ins Herz des Kremls blickt, rekapituliert und ein gutes Verständnis für geschichtliche Zusammenhänge bringt, die uns für den heutigen Umgang mit Russland schärfen. Weiter zur Rezension:   Der Magier im Kreml von Giuliano da Empoli

Rezension - Die Jagd von Sasha Filipenko

  Der Journalist Anton Quint, bekommt Informationen zu einem Oligarchen zugesteckt und veröffentlicht diese auf seinem Blog. Unmengen Geld und Immobilien in seinem Besitz. Woher weiß dieser Mann das?, fragt sich der verärgerte Oligarch. Er muss sein schönes Leben im Ausland verlassen. Man soll dem Mann das Maul stopfen. Und man wird sehen, wie ihm das schmeckt! Letztendlich kann man diesen Roman unter dem Genre Thriller, Noir einordnen, eine Realsatire. Alles in allem ein guter Roman über das heutige Russland.  Weiter zur Rezension:    Die Jagd von Sasha Filipenko