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Posts mit dem Label "Sprache" werden angezeigt.

Rezension - Läuft! Neue unverzichtbare Bürofloskeln von Hermann Ehmann

  «Wie languagen wir das Ding?» – bedeutet schlicht: Wie heben wir die Kuh vom Eis. Denglisch ist in. In Fremdsprache verpackt klingt alles nicht ganz so schlimm – dafür aber intellektuell, weltmännisch und abgehoben. Und man mag auch nicht immer zugeben, wenn man irgendetwas nicht verstanden hat. Hier ist nun das Bürolexikon für Superspeader, um nachzuschlagen, was die Opinion-Leader für eine long term strategy haben, um es auf die need-to-know-Basis zu senden. Der Journalist Hermann Ehmann hat «verbale Seifenblasen, sinnlose Plattitüden, wertlose Wörter», eben Angeber- und Verdunklungsfloskeln gesammelt, sie übersetzt und ausgelegt. Das mit großem Schalk im Nacken – aber doch ernst gemeint. Weiter zur Rezension:  Läuft! Neue unverzichtbare Bürofloskeln von Hermann Ehmann

Rezension - Im Bann des Eichelhechts von Axel Hacke

  und andere Geschichten aus Sprachland Ich gestehe, ich gehöre auch zu den Menschen, die im Ausland Schilder und Speisekarten fotografieren, die auf «deutsh» übersetzt wurden und manchen Lacher herausbrachten. Axel Hacke hat über die Jahre Material gesammelt und in kleinen Kapiteln gestaltet. Rechtschreibfehler, Stilblüten, Anekdoten, Übersetzungsfehler, Wortakrobatik; Wer einmal richtig lachen möchte, dem empfehle ich dieses Buch, wohltemperiert interpretiert und kommentiert. Fischhuhn, Nothuhn, Huhn des Spuckens, Fingerfoot auf der Speisekarte. Neue Tierarten entdeckt: Eichelhecht, Ochsenschwan, Rächerlachs, Cumberlandwurstkröte oder Aschenpudel. Wer auf Schweinereien und Misshandlungen der Sprache steht, sollte an dieser Satire nicht vorübergehen!  Weiter zur Rezension:    Im Bann des Eichelhechts von Axel Hacke 

Rezension - Aufstand der Umlaute von Kirsten Lassig und Daniel Trepsdorf

  und weshalb das Eszett sich diesem anschloss  Im «Haus der Sprache» wohnen die Buchstaben Alphabets: In den schönsten Zimmern haben es sich die Vokale gemütlich gemacht, die «kantigen Konsonanten-Kumpels» bewohnen das Dachgeschoss, MMs, NNs LLs und SSs bekamen Doppelzimmer. Das Eszett [ɛsˈt͜sɛt] und die Umlaute müssen im Keller wohnen, werden als Buchstaben zweiter Klasse wahrgenommen. Die Idee ist klasse, die anspruchsvolle Geschichte ist mir aber in der Ausführung durch die vielen Einschübe und Erklärungen zu verkopft. Meine Altersempfehlung: ab 10 Jahren. Weiter zur Rezension:    Aufstand der Umlaute von Kirsten Lassig und Daniel Trepsdorf

Rezension - Im Fallen lernt die Feder fliegen von Usama Al Shahmani

  Die Bibliothekarin Aida hat seit neun Jahren eine feste Beziehung mit Daniel, sie wohnen zusammen. Doch Daniel weiß nichts über sie – klar, sie stammt aus dem Irak. Kein Wort über ihre Vergangenheit kommt über die Lippen. So sehr Daniel auch stichelt und fordert. Aida will darüber nicht reden – eine Sache, die diese Beziehung belastet. Als Daniel auf einer Alm den Rest seines Zivildienstes ableisten muss, setzt sich Aida hin und schreibt ihre Geschichte auf. Heimat, Identität, was ist das? Der Ort, an dem man geboren wird? Oder der, den man adaptiert hat, oder die Herkunft oder auch beides? Kann man nicht zwei, drei, vier oder mehr Heimaten haben? Aida konfrontiert sich mit ihrem Schmerz und ihrer Trauer, dem Verlust – schreiben hat ihr schon einmal geholfen … Ein empathischer Roman über Migration, Exil, Sprache und Sprachlosigkeit. Weiter zur Rezension:    Fallen lernt die Feder fliegen von Usama Al Shahmani

Rezension - Sprache und Sein von Kübra Gümüsay

  Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass dieses Buch sich mit Sprache beschäftigt. Aber letztendlich steht Kübra Gümüsay im Mittelpunkt, ihr Problem mit Anerkennung in der Gesellschaft. Sie gibt eine Menge Anekdoten aus ihrem Leben preis. Dies ist ein emotionales Essay über Rassismus, ein persönliches, was ich als solches akzeptiere, die Sicht der Autorin. Es gibt ein paar interessante Denkanstöße, aber letztendlich nichts Neues. Rassismus darf nicht sein, aber jeder von uns tappt, vielleicht auch mal unbewusst, in die Falle. Sensibilisieren, aufmerksam sein! Allerdings mit Sprachwissenschaft hat dieses Buch weniger zu tun. Leider. Hier geht es um Vorurteile, Diskriminierungen und Stereotype – wobei die Autorin das auch selbst gegen andere anwendet und sich häufig selbst widerspricht.  Weiter zur Rezension:    Sprache und Sein von Kübra Gümüsay