Rezension
von Sabine Ibing
Glück oder Pech: Wer kann das schon sagen?
von Ian De Haes
Ein Bilderbuch, das bereits beim ersten Blättern hineinzieht, die wundervollen Illustrationen genießen lässt. Das Glück endet manchmal im Pech oder umgekehrt. Ein Bär und ein kleiner Junge können ein Lied davon singen. Eines Tages spielen sie im Wald, rennen, springen, klettern – doch dann stolpert der Bär, fällt den Hang hinunter! Was für ein Pech! Oder nicht? Beim Hinunterrollen hat er einen Glitzerstein entdeckt. Ein Diamant? Was für ein Glück! Glück oder Pech, wer kann das schon sagen?
Der Bär wackelt im Tanzschritt über die Brücke, und er merkt nicht, wie ihm der Stein aus der Tasche fällt. Oh nein! Sie gehen zurück und suchen und fallen dabei in eine Kuhle, rutschen einen Gang hinunter und finden einen Schatz. Glück oder Pech, wer kann das schon sagen? Wie gewonnen, so zerronnen – das wird den beiden noch ein paar Mal passieren. Eine spannende und humorvolle Geschichte, die zeigt, wie das Leben rauf und runter geht.
Die Story ist in Reime gefasst, die allerdings hart holpern. Die Illustrationen sind in warme Honigtöne gefasst und machen im Zusammenhang mit der Geschichte viel Spaß. Ein schönes Bilderbuch, das zeigt, dass das Leben immer wieder Sonnenschein zeigt, wenn man auch mal Pech hat. Der Verlag Edition Nilpferd hat keine Altersempfehlung gegeben. Ich würde es ab 4 Jahren empfehlen.
Ian de Haes studierte Illustration und Computergrafik. Nach vielen Jahren als Jugendbuchhändler widmet er sich seit 2017 dem Schreiben und Illustrieren von Kinderbüchern. In seinen Illustrationen kombiniert er traditionelle und digitale Techniken, seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er lebt in Brüssel.




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