Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "Gesellschaftssatire" werden angezeigt.

Rezension - Der Hipster von der traurigen Gestalt von Daniel Gascón

  Enrique, ein woker Stadt-Hipster, zieht zu seiner Tante nach La Cañada, in ein 200-Seelen-Dorf im Osten von Spanien, um dem Stadtleben zu entfliehen. Er hat «Leeres Spanien» gelesen und will etwas dafür tun, es wieder zu bevölkern, will Freunde überreden, mit ihm eine Art Landkommune zu eröffnen. Morgens macht er Yoga im Hof; der Dorfladen ist kein Carrefour und er sucht vergebens nach Quinoa, Fair-Kaffee einem Moleskine. Die Bar hat keine Sojamilch für den Café con leche, es gibt keine Veggie-Burger und Handyempfang gibt es leider nur außerhalb vom Dorf auf einer Anhöhe. Hier muss sich etwas ändern! Eine feine Satire voller Sarkasmus und respektvoller Ironie. Eine Karikatur auf unsere Gesellschaft. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Der Hipster von der traurigen Gestalt von Daniel Gascón

Rezension - Die Bäume von Percival Everett

  Ein beeindruckender Roman über Rassismus, Noir vom Feinsten, ein Genremix. Das Ganze mit jeder Menge bissigem Humor überzogen. Ich habe selten bei einem Krimi so viel gelacht. Manchmal blieb auch das Lachen im Halse stecken. Eine Serie von Lynchmorden erschüttert die Südstaaten und es geht um «die Leiche eines Schwarzen, die verschwunden ist. Oder vielmehr ständig verschwindet und wiederauftaucht.». Den Mitgliedern des KKK geht der A auf Grundeis – irgendetwas Schreckliches geht hier vor … Ein wuchtiger Noir-Ritt, ein Stoff für Tarantino. Gnadenlos komischer Country-Noir, eine Gesellschaftssatire, Hardboiled! Eine grandiose Mischung! Unbedingt lesen!   Weiter zur Rezension:    Die Bäume von Percival Everett

Rezension - Gullivers Reisen von Jonathan Swift und Robert Ingpen

  Zeitlos spannend: Gullivers abenteuerliche Reisen nach Liliput und Brobdingnag! Das beliebte Jugendbuch in Neuauflage als hochwertige Geschenkausgabe ist hervorragend illustriert von Robert Ingpen – ein Augenschmaus. Wer einen Gulliver bei sich einziehen lassen möchte, findet an dieser großformatigen Ausgabe sicher Gefallen. Feine detaillierte Aquarelle in Naturfarben, einseitig und zweiseitig machen das Buch zum Kunstwerk.  Weiter zur Rezension:    Gullivers Reisen von Jonathan Swift und Robert Ingpen

Rezension - Wir alle sind Widerlinge von Santiago Lorenzo

  Manuel ist ein Pechvogel. Nach dem Ingenieurstudium arbeitslos, jobbt er sich mit Kurzzeitangeboten im wirtschaftskriselnden Spanien durchs Leben, bis er in Madrid bei einer Telefongesellschaft eine feste Stelle im Callcenter erreicht. Endlich  bei den Eltern ausziehen. Während der großen Demos der Quinquis verwechselt ihn ein Polizist mit einem Demonstranten, geht mit dem Knüppel auf ihn los. Manuel wehrt sich mit dem Schraubendreher ... Nun ist er auf der Flucht, versteckt in einem verlassenen Dorf in den Bergen, führt ein liebgewonnenes Eremitenleben. Das Idyll wird erschüttert von einer Horde Störenfriede. Beste Gesellschaftssatire aus Spanien! Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Wir alle sind Widerlinge von Santiago Lorenzo

Rezension - Irre Zeiten von Erich Rauschenbach

  Erich Rauschenbach hat in den letzten vier Jahrzehnten über 50 Bände mit Karikaturen veröffentlicht, sein Name ist eine Institution für Gesellschaftssatire. In diesem Band zieht er die Technik durch den Kakao. Muttis Schnittmuster im Navi geladen, Online-Voodoo, ein Toaster mit Fernbedienung und 80 Programmen, ein Diät-Kühlschrank, und andere vernetzte Haushaltsgegenstände und -geräte, die eine Menge sinniger und sinnloser Zusatzprogramme bieten. Hier trickst Jung Alt aus oder das Gerät den Menschen, und wir erleben Männerprobleme, Kommunikationsprobleme zwischen Paaren usw. Scharfstiftige Cartoons zum Ablachen. Weiter zur Rezension:   Irre Zeiten von Erich Rauschenbach