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Posts mit dem Label "Liebesroman" werden angezeigt.

Rezension - Yrsa von Alexandra Bröhm

  Journey of Fate (Yrsa. Eine Wikingerin 1)  Yrsa ist eine junge Wikingerin , die sich nach dem Tod der alleinerziehenden Mutter seit vier Jahren allein um ihrem Bruder Sjalfi kümmert. Als sie eines Tages von der Jagd nach Hause kommt, ist Sjalfi verschwunden. Verzweifelt macht sie sich auf die Suche und den gefährlichen Weg nach Haithabu . Denn es heißt, es würden Kinder entführt und versklavt. Unterwegs lernt sie Krieger kennen. Ihr Traum war immer schon, eine Kämpferin zu werden. Der Krieger Avidh hat es ihr besonders angetan. Ich würde den Roman ins Genre Young Adult einordnen. Wer softe Literatur, einen Liebesroman zur Entspannung mag, liegt hier richtig.  Weiter zur Rezension:    Yrsa von Alexandra Bröhm

Rezension - Der Liebhaber von Marguerite Duras

  Sie treffen sich auf einer Fähre über dem Mekong , es ist ein ungleiches Paar im Indochina der dreißiger Jahre. Er ein Chinese aus reichem Elternhaus, etwas mehr als 12 Jahre älter, sie eine französische Halbwaise, die mit ihrer Mutter und zwei Brüdern in einem einst herrschaftlichen Haus am Fluss lebt. Ein abgedunkeltes Zimmer oberhalb des geschäftigen Straßenlebens in Saigon wird der heimliche Zufluchtsort der Liebenden. Sie ist seine Obsession, sie hat ihn in der Hand. Ein Klassiker, der den Prix Goncourt erhielt. Der Roman ist in Erinnerungsfragmenten geschrieben, Sprünge in Zeit und Raum, dicht und schnörkellos, distanziert. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Der Liebhaber von Marguerite Duras

Rezension - Für Polina von Takis Würger

  Gesprochen von Robert Stadlober Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 6 Std. und 44 Min. Sie sind gleichalt. Auf den Tag genau: Hannes und Polina und ein allwissender Erzähler führt uns durch ihre Geschichte. Sie ist die Kluge von beiden und er der schüchterne Verschrobene. Was Hannes nicht bewusst ist, er ist ein musikalisches Genie, spielt ohne je Unterricht bekommen zu haben, den Beethoven auf einem alten Klavier herunter. Als er vierzehn ist, verliebt sich Hannes Prager in das Mädchen Polina und aus innerstem Herzen komponiert er ein Lied für sie. Bis wir an diesem Punkt landen, geht es zunächst um Fritzi, Hannes Mutter, die geschwängert von einem Marmorhändler sich für das Kind entscheidet, anstatt für das Stipendium zum Jurastudium.  Weiter zur Rezension:    Für Polina von Takis Würger

Rezension - Liebewesen von Caroline Schmitt

  Ein Liebesroman aus der Realität, gnadenlos, der zeigt, wie schwer Liebe zu definieren ist. Mariam ist der Meinung, dass Lio, um die 30 Jahre alt, jetzt endlich mal eine Beziehung haben muss, setzt sie auf eine Datingapp. Lio ist Jungfrau, denn ihr Körper ist ihr Albtraum. Sie mag sich nicht anfassen lassen, hat Angst vorm ersten Mal aus verschiedenen Gründen. Max möchte sich mit ihr treffen, der ihr schreibt, das er sich das erste Treffen in seiner Badewanne vorstellt. Lio schreibt: klar, warum nicht – Max muss tief Luft holen, bietet dann doch ein neutrales erstes Treffen an. Beim zweiten Mal geht es in die Badewanne und eine dysfunktionale Beziehung nimmt ihren Lauf. Halt, nicht wie ihr jetzt denken mögt. Es dauert eine Weile, bis Max Lio berühren darf – er ist sehr rücksichtsvoll, ein feinfühliger Mensch mit Geduld.  Weiter zur Rezension:    Liebewesen von Caroline Schmitt

Rezension - Henny und Ponger von Nils Mohl

  Sie treffen sich in der S-Bahn, lesen das gleiche Buch, schauen sich an. Ponger, der Mechatroniker lernt, im Arbeitskleidung; Henny barfuß in eine Öljacke gekleidet. Sie reden kurz. Plötzlich zieht sie aus heiterem Himmel die Notbremse, steckt ihm ein Handy zu. Dann haut sie ab. Die Polizei nimmt später von allen Bahngästen die Personalien auf, Ponger verdrückt sich. Doch am nächsten Tag kommt ein Polizist in die Werkstatt – der Name stand auf Pongers Arbeitsanzug – ein Zeuge sagte, er habe mit dem Mädchen geredet und sie hätte das gleiche Buch wie er dabei gehabt. Ponger ist sauer auf dieses Mädchen! Was hat er mit der zu tun? Ein bunter Genremix, Roadmovie, Coming-of-Age, Science-Fiction, Liebesroman mit einer wilden Story. Ich fand den Jugendroman gut, schon weil er durchgeknallt ist – ganz anders ist, als das, was wir kennen, sprachlich geschliffen, voller Feingefühl. Jugendbuch ab 14 Jahren. Weiter zur Rezension:    Henny und Ponger von Nils Mohl 

Rezension - Das Liebespaar des Jahrhunderts von Julia Schoch

  Eine Frau will ihren Mann nach 31 Jahren verlassen. «Ich liebte dich sofort», berichtet die Icherzählerin und beschreibt schnörkellos, den Werdegang ihrer Ehe. Sprachgewaltig, mit wunderschönen Szenen filetiert sie ihre Beziehung, schildert mit feiner Beobachtungsgabe und schonungsloser Selbstreflexion. Das macht den Roman lesenswert, sprachlich ein Genuss. Gleichzeitig ist mir die Icherzählerin von der ersten bis zur letzten Seite auf die Nerven gegangen. Das liegt in der Persönlichkeit der Erzählerin. Der Roman ist keine Abrechnung, sondern die Beschreibung von einem Netz aus kleinen Rissen, die zum Sprung führen. Das Gegenstück aus seiner Sicht würde ich gerne lesen! Literarisch ist der Roman ein Meisterstück, aber für diesen Seelen-Striptees benötigt man Nerven – zumindest ging es mir so. Das trübsinnigste Liebespaar des Jahrhunderts! Weiter zur Rezension:    Das Liebespaar des Jahrhunderts von Julia Schoch

Rezension - Die Liebe an miesen Tagen von Ewald Arenz

  Gesprochen von Torben Kessler Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 10 Std. und 17 Min. Claras und Elias treffen sich durch Zufall bei einer Hausbesichtigung. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen, können das nicht einordnen, haben bisher DIE große Liebe nicht erlebt. Clara, neugierig auf Elias geworden, besucht eine Theateraufführung – Elias erkennt sie unter den Zuschauern und geht auf sie zu. So beginnen sie eine Beziehung. Ganz vorsichtig, immer wachsam, schleichen sie umeinander herum. Ewald Arenz beschreibt in wechselnder Perspektive diese Annäherung, die wachsende Intimität, die Zweifel der beiden; das alles mit viel Feingefühl. Doch der Autor tritt trotz aller feiner Sprache und Empathie für seine Charaktere oft auf der Stelle und das Ende war für mich an die Wand gefahren. Leider. Aber empfehlenswert für Leser von niveauvollen Romanzen.  Weiter zur Rezension:    Die Liebe an miesen Tagen von Ewald Arenz

Rezension - Kleine Freuden von Clare Chambers

  Den Roman angefangen zu lesen – gut, aber was haben sie bloß alle mit diesem Buch?, dachte ich. Und dann hat es mich nach einem Viertel gepackt, eine fast durchlesene Nacht folgte. Das Ende – Schnappatmung. Das Setting ist in den Südwesten von London gelegt, 1957. Jean Swinney, fast vierzig, ist Redakteurin bei einer Tageszeitung, soll klären, was an der Behauptung einer Frau dran ist, die behauptet, ihre Tochter sei das Ergebnis einer unbefleckten Empfängnis. Ist Gretchen Tilbury eine verhuschte Frau, die lediglich Aufmerksamkeit erhalten möchte, oder hat sich an ihr tatsächlich eine Parthenogenese vollzogen? Meine Empfehlung für diesen herrlichen Gesellschafts-/Familien-/Liebesroman. Weiter zur Rezension:    Kleine Freuden von Clare Chambers

Rezension - Es ist immer so schön mit dir von Heinz Strunk

  Gesprochen von: Heinz Strunk Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 6 Std. und 38 Min. Eine katastrophale Liebesgeschichte, böse ... eine Satire wie man sie von Heinz Strunk kennt. Ein ehemaliger Musiker, Mitte vierzig, der nun Hörbücher in seinem Studio produziert, ist ja eigentlich gar nicht so unzufrieden mit seinem Leben. Freundin Julia geht ihm neuerdings auf die Nerven. Da lernt er Vanessa kennen, Schauspielerin, jung, strahlend schön, blond, kornblumenblaue Augen, magersüchtig, «ein echter Hingucker». Er fühlt sich ziemlich gebauchpinselt, als sie sich für ihn interessiert. Auf der Stelle verliebt hat er nun endlich einen Grund, mit seiner langjährigen Beziehung zu brechen. Nur, hat er jetzt eine Beziehung mit Vanessa? Eine herrliche Gesellschaftssatire zum Thema Midlifecrises. Weiter zur Rezension:    Es ist immer so schön mit dir von Heinz Strunk

Rezension - Glückliches Ende von Isaac Rosa

  Nach dreizehn Ehejahren stehen sie vor den Scherben ihrer Ehe, Ángela hat die Kisten durch ein Umzugsunternehmen auf die Reise gegeben, steht in einer leeren Wohnung, die voller sichtbarer «Lebensspuren» steckt. Der zeitgenössische Roman hat ein glückliches Ende, denn er wird als Kammerspiel im Zwiegespräch rückwärts erzählt. Am Anfang gibt es harte Verletzungen, der Rückblick wird immer weicher – bis hin zum Kennenlernen, zur Entstehung einer Liebe. Risse in der Beziehung, Brüche. Wann hat es begonnen? Oder ist Liebe eine Illusion, der Bruch eine schleichende Erosion, die vorauszuahnen war, weil irgendwann alles abgenutzt ist? Ein feiner spanischer Gesellschaftsroman mit exzellenter Dramaturgie, ein Liebesroman, der absolut lesenswert ist. Weiter zur Rezension:    Glückliches Ende von Isaac Rosa

Rezension - Das Lied des Achill von Madeline Miller

Gesprochen von: Sebastian Fischer Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 17 Min. Das Buch «Ich bin Circe» von Madeline Miller, in dem sie Circes Geschichte aus Homers Odyssee neu interpretiert, habe ich verschlungen. Ein Roman voller Witz und schwarzem Humor. Durch «Das Lied des Achill» habe ich mich durchgequält und das ein oder andere Mal kräftig weitergespult. Das liegt wohl eher an meinem Geschmack, denn Madeline Miller kann wahrhaftig erzählen. Ein Liebesroman, melancholisch und ausgewalzt, historische Ereignisse und Spannung verschwinden hinter dem Liebesvorhang der romantisch-erotischen Erzählform – es ist nicht mein Genre. Für Liebesromanleser eine Empfehlung. Für die anderen: Nicht wirklich ein überzeugendes Werk zur griechischen Mythologie des Achill. Weiter zur Rezension:    Das Lied des Achill von Madeline Miller