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Posts mit dem Label "Familienroman" werden angezeigt.

Rezension - Die Fletchers von Long Island von Taffy Brodesser-Akner

  1980 im wohlhabenden Long Island: Carl Fletcher wird vor seinem Haus gekidnappt. Gegen die Zahlung eines üppigen Lösegeldes wird er freigelassen, und die Familie versucht, den Vorfall hinter sich zu lassen. Die Fletchers sind reich, enorm reich! Sie leben von ihren monatlichen Tantiemen aus der Styropor-Fabrik . Die hatte Zelig Fletcher , ein Holocaust-Überlebender, gegründet. Doch eines Tages versiegt diese Quelle … Eine Persiflage auf die amerikanische Gesellschaft – auf die der jüdischen Reichen. Ein Drama, eine Satire, mit Längen – trotzdem Leseempfehlung! Weiter zur Rezension:   Die Fletchers von Long Island von Taffy Brodesser-Akner

Rezension - Lázár von Nelio Biedermann

  «Ein wirklich großer Schriftsteller betritt die Bühne, im Vollbesitz seiner Fähigkeiten.», so wird von ihm geschrieben. Nelio Biedermann schreibt mit 20 Jahren sein erstes Buch und das Manuskript geht in die Versteigerung – die Verlage überbieten sich, es wird in 20 Sprachen verkauft, man redet über ein sechsstelliges Vorschusshonorar – über den neuen Thomas Mann . Uff. Ich war gespannt. Mich konnte der Familienroman nicht überzeugen – leider. Weiter zur Rezension:    Lázár von Nelio Biedermann

Rezension - Happiness Falls von Angie Kim

  Mias Vater und ihr 14-jähriger Bruder Eugene sind auf einer Wanderung im direkten Wald in der Umgebung. Eugene, der mit dem Angelman-Syndrom und Autismus belastet ist, kehrt völlig verstört allein nach Hause zurück. Er ist stumm und kann sich nicht mitteilen, wodurch er ins Zentrum der Ermittlungen um den verschwundenen Vater gerät. Die 20-jährige Mia beginnt Nachforschungen anzustellen – und kommt einer Reihe von Geheimnissen auf die Spur, die die bürgerliche Fassade der Familie bröckeln lassen, ein sensibel erzählter Roman über die Frage, wie gut wir einander je kennen können. Young Adult ab 16 Jahren, empathisch erzählt, aber recht ausufernd. Weiter zur Rezension:    Happiness Falls von Angie Kim

Rezension - Martha und die Ihren von Lukas Hartmann

  Lukas Hartmann hat hier einen autofiktionalen Roman geschrieben, die Geschichte von Martha (real sie einen anderen Namen, ebenso die anderen Familienmitglieder so schreibt er), die seiner Großmutter und deren Kinder. Martha ist eine beeindruckende Frau, die es aus ärmsten Verhältnissen zu bescheidenem Wohlstand gebracht hat. Nach dem Tod ihres Vaters wird sie als «Verdingkind» bei einer Bauernfamilie im Berner Umland untergebracht. Und das lässt sie nie los: Keine Schwäche zeigen. Arbeiten ohne Unterlass. Hart sein zu sich und anderen. Das prägt auch ihre Söhne, die es in der Nachkriegszeit unbedingt zu etwas bringen wollen. Und ihre Enkel, die dagegen rebellieren und es erstmals wagen, sich ein anderes, ein freieres Leben zu erträumen. Ein feiner Familienroman, Gesellschaftsroman aus der Schweiz zum Thema Verdingekinder. Weiter zur Rezension:    Martha und die Ihren von Lukas Hartmann

Rezension - Heiligenbilder und Heuschrecken von Layla Martínez

  Ein abgelegenes Dorf in den Bergen östlich von Madrid: Eine Enkelin und ihre Großmutter leben in einfachsten Verhältnissen im alten Haus der Familie – mit Misstrauen beäugt von den restlichen Dorfbewohnern. Der Vater der Großmutter hatte das Haus für seine Frau gebaut – die hat es bezahlen müssen mit harten Schlägen. Der Mann war ein Schuft, ein Lude, das Haus wurde gebaut mit dem Geld, das die Frauen ihm einbrachten – auf dem Leid von Frauenseelen, Stein für Stein. Herrlich makaber, sehr feine spanische Literatur, ein Gesellschaftsroman, ein Familienroman, auch ein Kriminalroman, ein leiser Thriller, was sich aber erst Stück für Stück herauskristallisiert. Absolute Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Heiligenbilder und Heuschrecken von Layla Martínez

Rezension - Acqua Alta von Isabelle Autissier

  Guido Malegatti fährt zu Beginn mit dem Boot durch die zerstörte Stadt Venedig. Eingefallene Paläste und Häuser versperren die Kanäle, der Canale Grande, ein mit Trümmern verstopfter Weg. Der Stadtverordnete, der dem Bauressort vorsteht, hat überlebt – seine Frau ist bei dem Unglück gestorben. Auch seine Tochter Léa ist am Leben – mit der er sich längst entzweit hat. Und dann geht es zurück … Massentourismus und Klimaveränderung sind das Thema - das Acqua Alta, das Hochwasser. Ein realistisches Szenario vom Untergang Venedigs, eine der Küstenstädte, die nicht überleben werden – oder doch? Ein fesselnder Familienroman, mit Sachbuchcharakter ganz nebenbei. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Acqua Alta von Isabelle Autissier

Rezension - Imperium der Schmerzen von Patrick Radden Keefe

  Wie eine Familiendynastie die weltweite Opioidkrise auslöste Gesprochen von: Julian Mehne Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 21 Std. und 46 Min. Fast 22 Stunden Hörbuch als erzählendes Sachbuch – und es wurde nie langweilig! Das große, verstörende Porträt der Sackler-Familie, die sich als Philanthropen feiern lassen, deren Vermögen durch Valium entstand und mit dem Medikament OxyContin die Opioidkrise in den USA auslöste. Über vier Generationen behaupteten sie, sie hätten mit ihren Firmen nichts zu tun, hielten ihren Namen heraus; doch hinter den Türen zogen sie die Fäden. Millionen Menschen stürzten weltweit in die Abhängigkeit mit Oxy. Die Sacklers behaupteten, wer abhängig sei, habe das Medikament eigenständig überdosiert – das war von Anfang an gelogen, und sie wussten das seit der Einführung des Medikaments. Empfehlung für diese  True-Crime-Story; ein Familienroman, ein historischer Roman zur Pharma- und Medizingeschichte. Weiter zur Rezension:    Imperium der S...

Rezension - So weit der Fluss uns trägt von Shelley Read

  Am Fuße der Elk Mountains in Colorados strömt der Gunnison River an einer alten Pfirsichfarm vorbei. Hier lebt in fünfter Generation in den 1940ern die 17-jährige Victoria mit ihrem Vater, dem Onkel und ihrem Bruder Seth. In der Stadt begegnet sie Wilson Moon, und beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Dramatische Ereignisse zwingen Victoria, selbst das Leben in die Hand zu nehmen. Ein wenig schwülstig, doch gut lesbar, atmosphärisch, ein Familienroman, ein Coming-of-age – gute Unterhaltung … eine Hollywood-Geschichte. Die Pilcher-Fraktion wird begeistert sein!  Weiter zur Rezension:    So weit der Fluss uns trägt von Shelley Read

Rezension - Der Papierpalast von Miranda Cowley Heller

  Gesprochen von: Vera Teltz Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 41 Min. Der Papierpalast, ein Ferienhaus mit eigenem See in den Wäldern von Cape Cod, eine Halbinsel in Massachusetts, in dem die Familie von Elle Bishop ihre Sommerferien verbringt. Elle ist Anfang 50, glücklich verheiratet, sie hat drei Kinder, der Familie geht es gut – doch innerlich ist Elle zerrissen. In den nächsten 24 Stunden muss Elle entscheiden, ob sie bei ihrem wundervollen Ehemann bleibt, oder ob sie mit Jonas geht. Sie liebt beide! Jeden auf seine Art- doch keiner von beiden würde es akzeptieren, sie zu teilen. Jonas kennt sie seit ewigen Zeiten - denn beide Familien sind mit Cape Cod verbunden, mit den Sommerferien am Meer. Die beiden Jugendlichen waren unzertrennlich – bis diese schreckliche Sache geschah, an die niemand erinnert werden wollte, über die man nicht reden kann, weil man Schuld auf sich geladen hat – und der andere einen an diesen Tag erinnert. Großartig, eine Familien- und Liebesg...

Rezension - Garten der Engel von David Hewson

Der Antisemitismus lodert in der Weltgeschichte immer wieder auf. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Juden überall in Europa nicht gern gesehen. Und auch in Italien wurden sie unter Mussolini systematisch ausgeschlossen, später erfasst und nach Auschwitz deportiert. Dieser historische Roman spielt zum großen Teil im Herbst 1943 in Venedig, das von deutschen Truppen besetzt ist. Beginnen wir im Jetzt: Als der fünfzehnjährige Nico Uccello seinen Großvater Paolo im Krankenhaus besucht, vertraut ihm der todkranke Mann ein Manuskript an, das Nicos Leben am Ende radikal verändern wird. Paolo hat hier seinem Enkel einen wichtigen Rückblick auf sein Leben hinterlassen, damit diese Zeit nicht in Vergessenheit gerät – und ein Familiengeheimnis nicht im Grab landet. Weiter zur Rezension:   Garten der Engel von David Hewson

Rezension - Dschinns von Fatma Aydemir

  Gesprochen von: Sesede Terziyan Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 12 Std. und 6 Min. Vor dreißig Jahren kam Hüseyin nach Deutschland. Er hat hart gearbeitet, und nun in Rente erfüllt er sich seinen Traum: eine Eigentumswohnung in Istanbul. Seine älteste Tochter, Sevda, soll kommen, er will sie um Verzeihung bitten. Sorgsam hat er alles eingerichtet, nun kann Emine anreisen, sie werden ihre Kinder und Enkel einladen – doch im letzten Augenblick erleidet Hüseyin einen Herzinfarkt. Zur Beerdigung reist seine Familie aus Deutschland an. Ein Gesellschaftsroman, Bildungsroman, Familienroman – eine Einwanderungsgeschichte, Migration, ein Roman, der berührt! Sechs Personen, eine Familie, aber sechs verschiedene Geschichten, obwohl alles mit allem zusammenhängt. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Dschinns von Fatma Aydemir

Rezension - Lügen über meine Mutter von Daniela Dröscher

  Der Titel dieses Familienromans könnte auch lauten: Mein Vater, der Lügner – oder: Szenen einer Ehe – oder: Mein Vater, das Miststück. Daniela Dröscher erzählt ihre Familiengeschichte, die Geschichte ihrer Mutter, deren Leben von einem Thema dominiert wurde: ihr Körpergewicht. Diese schöne Frau ist zu fett! So jedenfalls kommentiert es der Vater. Gib uns unser täglich Wort, die tägliche Demütigung der Ehefrau: Du bist zu dick, zu fett, ich kann dich nicht vorzeigen, ich muss mich für dich schämen, das geht so nicht weiter! – so der Vater unermüdlich tagtäglich. Muss sie abnehmen? Ja, das muss sie, entscheidet ihr Ehemann. Kleinreden, erniedrigen, die eigene Unzulänglichkeit auf den anderen projizieren, Gaslighting. Ein emotionales Drama, eine Familiengeschichte, die man aushalten muss. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Lügen über meine Mutter von Daniela Dröscher 

Rezension - Terra di Sicilia – Die Rückkehr des Patriarchen von Mario Giordano

  Gesprochen von: Thomas M. Meinhardt Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 16 Std. und 49 Min. Barnaba Carbonaro, Nino gerufen, wird 1880 in Taormina geboren, wächst in Armut im archaischen Sizilien auf. Sein Vater ist früh verstorben und Barnaba muss bereits als Kind arbeiten, Lesen und Schreiben hat er nie gelernt – doch er ist ein talentierter Kopfrechner. Zahlen sind sein Element, seine Leidenschaft sind Mandarinen. Sein Traum ist es reich zu werden. Seine Mutter ist eine Schneiderin, und schnell lernt der Junge: Kleider machen Leute. Mit Mut und großer Willensstärke schafft er es schließlich, ein geachteter Großhändler für Zitrusfrüchte auf dem Münchner Großmarkt zu werden. Wie gewonnen, so zerronnen, Erfolg und Niederlagen liegen bei Barnaba immer ganz dicht beieinander … Wahre Familiengeschichte verknüpft mit Historischem; gute Unterhaltung, Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Terra di Sicilia – Die Rückkehr des Patriarchen von Mario Giordano

Rezension - Alles was ich dir geben will von Dolores Redondo

  Gesprochen von Matthias Koeberlin Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 18 Std. und 11 Min. Als der bekannte Schriftsteller Manuel Ortigosa, erfährt, dass sein Ehemann Álvaro Muñiz de Dávila bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort angekommen, ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen; obwohl der Unfall nicht ganz sauber aussieht. Plötzlich erfährt Manuel, dass sein Mann ein zweites Leben besaß, dass er vor ihm verheimlicht hatte: Er entstammt einer der besten Adelshäuser Spaniens und war der führende Kopf der Familie Muñiz de Dávila, der Graf von Santo Tomé. Die Familie empfängt Manuel kühl. Er glaubt nicht an einen Unfall. Ein gerade pensionierter Polizist und ein Pater helfen ihm, der Sache auf den Grund zu gehen. Eine wendenreiche, spannende Geschichte in den Ribeira Sacra, den Tälern von Miño und Sil,  ein Familienroman mit ausgeloteten Charakteren vor einem atmosphärischen Hintergrund. Ein sanfter literarisch...

Rezension - Das Versprechen von Damon Galgut

  «Das Versprechen» nimmt Rachel gleich zu Beginn im Beisein von Tochter Amor auf dem Todesbett ihrem Mann ab: Die Hausangestellte Salome soll das kleine Haus erhalten, in dem sie mit ihrem Sohn lebt und das bisschen Land drumherum. Ein Familienroman, der vom Zerfall einer weißen südafrikanischen Burenfamilie erzählt, die auf einer Farm außerhalb von Pretorias lebt. Galgut beherrscht sein Handwerk par excellence, ohne Frage, und dafür erhielt er im letzten Jahr den Booker Prize. Trotz aller Erzählkunst konnte er mich nicht abholen, weder inhaltlich, schon gar nicht emotional.  Weiter zur Rezension:    Das Versprechen von Damon Galgut

Rezension - Heimkehren von Yaa Gyasi

  Gesprochen von Bibiana Beglau, Wanja Mues, Britta Steffenhagen, Götz Schubert, Johann von Bülow, Stefan Kaminski, Felix Goeser, Bjarne Mädel, Max Mauff, Rike Schmid, Jodie Ahlborn, Jule Böwe, Judith Engel, Lisa Wagner Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 58 Min. Dieser berührende Roman ist episodenhaft geschrieben, fügt das Schicksal einer schwarzen Familie über Generationen zusammen. Die Geschichte zieht den Leser sofort hinein, bildgewaltig. Effia und Esi sind Halbschwestern, lernen sie sich jedoch nie kennen, da ihre Lebenswege von Anfang an getrennt verlaufen. Im Ghana des 18. Jahrhunderts wird Effia mit einem Engländer verheiratet, der im Sklavenhandel zu Reichtum und Macht gelangt. Esi dagegen wird gefangen genommen, als Sklavin nach Amerika verkauft. Während Effias Nachkommen über Jahrhunderte sowohl als Opfer als auch Profiteure des Sklavenhandels werden, fristen Esis Kinder und Kindeskinder ihr Leben zunächst auf den Baumwoll-Plantagen der Südstaaten. Drei Jahrhu...

Rezension - Kleine Grausamkeiten von Liz Nugent

  Der erste Satz:  Alle drei Drumm-Brüder waren auf der Beerdigung, einer von uns allerdings im Sarg. Dieser erste Satz ist perfekt und sagt bereits alles aus, was man über diese Familie wissen sollte. Drei gegen einen – wobei immer die Seiten wechseln, so beschreibt der Erzähler, einer der Brüder, das Verhältnis. Der Leichnam war zerschmettert und furchtbar zugerichtet, und es gibt Ermittlungen, erfährt der Leser. Dieser Faden wird erst am Ende wieder aufgenommen und aufgelöst. Die Geschichte einer Dubliner Familie, bösartig, mit toxischen Verbindungen zwischen den einzelnen Familienmitgliedern folgt. Doch letztendlich ist dies ein Familienroman aus dem Show-Buss, nicht Kriminalliteratur. Die Charaktere sind geschickt und glaubwürdig aufgebaut. Man mag keinen dieser Protagonisten, mit Luke hat man Mitleid – aber gerade darum sind die Figuren faszinierend – eine dysfunktionale Familie, die nicht mit dem Messer aufeinander losgeht, aber genauso scharf zusticht. Rette sich wer k...

Rezension - Kleine Freuden von Clare Chambers

  Den Roman angefangen zu lesen – gut, aber was haben sie bloß alle mit diesem Buch?, dachte ich. Und dann hat es mich nach einem Viertel gepackt, eine fast durchlesene Nacht folgte. Das Ende – Schnappatmung. Das Setting ist in den Südwesten von London gelegt, 1957. Jean Swinney, fast vierzig, ist Redakteurin bei einer Tageszeitung, soll klären, was an der Behauptung einer Frau dran ist, die behauptet, ihre Tochter sei das Ergebnis einer unbefleckten Empfängnis. Ist Gretchen Tilbury eine verhuschte Frau, die lediglich Aufmerksamkeit erhalten möchte, oder hat sich an ihr tatsächlich eine Parthenogenese vollzogen? Meine Empfehlung für diesen herrlichen Gesellschafts-/Familien-/Liebesroman. Weiter zur Rezension:    Kleine Freuden von Clare Chambers

Rezension - Ein Lied für die Vermissten von Pierre Jarawan

  Eine Erzählung voller Geschichten. Amin ist bei seiner Großmutter in Deutschland aufgewachsen. Sie war in Kriegszeiten mit dem Kleinkind nach Deutschland geflüchtet, kehrt mit dem nun Jugendlichen 1994 in den Libanon zurück. Amin weiß nicht viel über seine Familie. Doch zurück in Beirut fängt die Oma sich an zu öffnen. Um ihn herum herrscht Schweigen. Darum begibt sich Amin auf die Suche nach der Wahrheit, nach der wahren Geschichte seiner Familie, seiner Eltern und die der anderen; der Vermissten. Ein Familienroman mit arabischer Erzählkraft ein, politischer Roman. Weiter zur Rezension:    Ein Lied für die Vermissten von Pierre Jarawan

Rezension - Was Nina wusste von David Grossman

  Gesprochen von Julia Nachtmann und Maria Hartmann Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 29 Min. Vera, ihre Tochter Nina und ihre Enkelin Gili, beschließen an Veras 90. Geburtstag eine Reise zu machen, um Veras Spuren zu folgen, ihren Heimatort in Kroatien, wo sie ihren ersten Mann kennenlernte, seinen Heimatort, eben auch Ninas Kindheit – bis hin zur Gefängnisinsel Goli Otok, auf der Vera als Staatsverräterin unter Tito einige Jahre gefangen war. Ein Familienroman, ein Drama um eine dysfunktionale Familie. Ein historischer Stoff ist Hintergrund, die Gulags unter der Tito, die Geschichte der Eva Panic-Nahir. Nur leider weicht der Autor häufig von der realen Geschichte ab, pumpt die Figur mit viel Theatralik auf. Literarisch ist dieser Roman für mich pathetischer Kitsch, der mich einige Nerven gekostet hat. Für mich eher eine Enttäuschung. Jugoslawien, Shoa, Stalin, politische Verfolgung unter Tito – es hätte interessant werden können. Weiter zur Rezension:    Was ...