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Posts mit dem Label "Reprodukt Verlag" werden angezeigt.

Rezension - Der Abgrund des Vergessens von Paco Roca und Rodrigo Terrasa

  Im September 1940, mehr als ein Jahr nach Ende des Spanischen Bürgerkriegs: Ein Lastwagen fährt vor und junge Soldaten werden gezwungen, sogenannte Desaparecidos zu erschießen. José Celda , einer der franquistischen Sicherheitskräfte schießt nicht genau, wird zur Strafe gleich mit erschossen. Zwölf Männer werden in einem Massengrab verscharrt. Später versucht Pepica,  jahrelang die Ausgrabung zu erwirken, um ihren Vater zu identifizieren. Das Gesetz gibt ihr das Recht – und irgendwann ist es so weit. Nicht vergessen! Die Gräber von Paterna bei Valencia gelten als eine der bedeutendsten Stätten der franquistischen Repression in Spanien. Der Friedhof gilt als das größte Massengrab des spanischen Bürgerkriegs , Ein historischer spanischer Comic. Empfehlung! Rezension:   Der Abgrund des Vergessens von Paco Roca und Rodrigo Terrasa 

Rezension - Zwei weibliche Halbakte von Luz

  Ein Jahrhundert Geschichte aus Sicht eines Gemäldes erzählt diese Graphic Novel . 1919, Otto Mueller malt « Zwei weibliche Halbakte ». Das Bild wird verkauft, gerät aber im Zuge der Machtübernahme der Nationalsozialisten , wie alle Werke der modernen Kunst, unter die Zensur der sogenannten « entarteten Kunst ». Mit «Zwei weibliche Halbakte» gelingt Luz ein außergewöhnlicher Comic: Als Lesender sieht und hört man einzig, was sich unmittelbar vor Otto Muellers Gemälde abspielt. Eine interessante Perspektive, die die NS-Zeit beleuchtet. Ein klasse Comic über die Zensur von Kunst und Kultur unter der Diktatur – Allage ab 14 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Zwei weibliche Halbakte von Luz  

Rezension - Cassandra Darke von Posy Simmonds

Der Auftakt dieses Comics, der Prolog: Eine Frauenleiche wurde im Wald gefunden. Cassandra Darke ist eine Londoner Kunsthändlerin, eine arrogante, kauzige alte Dame mit Wohnsitz im noblen Chelsea . Nachdem herauskommt, dass sie unautorisierte Kopien eines verstorbenen Künstlers verkauft hat, ist ihr Ruf und der ihrer Galerie sind ruiniert. Doch ihre Überheblichkeit leidet darunter nicht. Als die Aktionskünstlerin Nicki sie um Hilfe bittet, lässt sie sie in der Souterrainwohnung wohnen, wofür sie täglich persönliche Aufgaben für sie erledigen soll. Doch Nicki zieht Cassandra in einen Mordfall hinein …  Für mich eine grandiose Graphic Novel – Abteilung Lieblingsbuch. Weiter zur Rezension:    Cassandra Darke von Posy Simmonds 

Rezension - Outline von Michèle Fischels

  Das letzte Schuljahr vor dem Abitur ist in dieser Graphic Novel angebrochen… der Ernst des Lebens beginnt, irgendwo in einer größeren Stadt. Eine Zeit, in der die Welt wie immer scheint, die aber doch alles in der Zukunft ändern wird. Zensuren entscheiden; überhaupt, große Entscheidungen stehen an. Wohin wird dich der Weg des Lebens tragen? Studieren, nicht studieren, wenn ja, was studieren – wo bewirbt man sich? Das Zuhause verlassen, die Familie, den Freundeskreis – vielleicht eine Beziehung. Der Umbruch wird dich verändern – alles kann sich verändern. Erzählerisch wie zeichnerisch setzt Michèle Fischels die letzte Phase vor dem Abitur hervorragend um. Comic ab 16 Jahren, Allage – Empfehlung! Weiter zuer Rezension:    Outline von Michèle Fischels

Rezension - Der Große Reset von Ika Sperling

  Ein Weinanbaugebiet, irgendwo in der deutschen Provinz: Während eines Kurzbesuchs in ihrem Heimatdorf muss die Studentin Ika feststellen, dass ihr Vater immer weiter in die Tiefen des Internets abgetaucht ist und sich dabei in Verschwörungsideologien verloren hat. Im Alltag geben sich zwar alle Familienmitglieder große Mühe, Diskussionen zu Krieg, Impfen und Politik aus dem Weg zu gehen, doch die zunehmende Entfremdung des Vaters und der Familie scheint unaufhaltbar. Eine Katastrophe bahnt sich an. Ein klasse Comic, eine gesellschaftspolitische Graphic Novel, eine Familiengeschichte. Allage – von mir Empfehlung ab 14 Jahren. Weiter zur Rezension:     Der Große Reset von Ika Sperling

Rezension - Hexenkram – Grüna von Magali Le Huche und Marie Desplechin

  Mit ihren elf Jahren zeigt die kleine Grüna immer noch kein Talent für Hexerei. Ihre Mama möchte aus ihr aber eine großartige Hexe machen, fragt die Oma um Rat: Dieses Kind ist verliebt, interessiert sich nur für Jungen, nicht für Hexerei, schlimmer noch, sie will ein ganz normaler Mensch sein. Na gut, sagt Oma Anastaschu, ich werde sie ab sofort einmal in der Woche unterrichten, um ihr die Grundlagen der Hexerei beizubringen. Familienkrach zwischen Mutter und Tochter, hier fliegen die Fetzen wegen ganz normaler Meinungsverschiedenheit … Eine humorvolle Graphic Novel, die Spaß macht, Hexerei mit tiefgründigen menschlichen Familienproblemen. Ein Comic, ab 10 Jahren, der sicherlich einige Diskussionen auslösen wird. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Hexenkram – Grüna von Magali Le Huche und Marie Desplechin

Rezension - Ducks – Zwei Jahre in den Ölsanden von Kate Beaton

  Ein sozialkritischer, autobiografischer Comic, aufgebaut wie ein Tagebuch: Kanada, 2005, in den die Ölsanden kann man verdammt viel Geld verdienen. Die junge Historikerin Katie aus Nova Scotia hat ihr Studium beendet. Doch sie kann sich ausrechnen, dass sie es mit einem Job in ihrem Berufsfeld schwer haben wird, ihr Studentendarlehen abzubezahlen, und so beschließt sie, zunächst einen harten Job zu absolvieren, um den Kredit zu tilgen. Auf den Ölsanden Kanadas, wo die Industrie seit Jahren die Landschaft abträgt und die Erde durch Fracking vergiftet, lernt Katie eine harsche Wirklichkeit unter Männern kennen, tägliche Belästigung, #metoo. Schonungslos gibt sie den Alltag im Fracking-Camp wieder, der von Übergriffen, Einsamkeit und extremer körperlicher und seelischer Belastung und Umweltverschmutzung geprägt ist. Eine Ein beeindruckende Grafic Novel – Abteilung Lieblingsbuch! Weiter zur Rezension:    Ducks – Zwei Jahre in den Ölsanden von Kate Beaton

Rezension - Akira Kurosawa und der meditierende Frosch von Nicolas Mahler

  Er hat Thomas Bernhard, James Joyce oder Robert Musil als Comic adaptiert, und dennoch muss Nicolas Mahler immer wieder feststellen, wie schwer sich die Hochkultur nach wie vor mit den «Graphic Novels» tut und Comics (eine Graphic Novel verkauft sich besser, als wenn man es Comic nennt). Nun stellt er sich selbst vor und rechnet mit nebenbei auch mit dem Buchmarkt ab. Satirisches über sich selbst, Buchmenschen, den Buchmarkt und die Begeisterung der Japaner für Mangakünstler. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Akira Kurosawa und der meditierende Frosch von Nicolas Mahler

Rezension - Mit Mantel und Worten von Flore Vesco, Kerascoët

  Serine entspringt einer verarmten Adelsfamilie und wächst in einem großen Herrenhaus mit Bediensteten auf. Ihre Eltern investieren das wenige Geld, das sie besitzen, in Benimm- und Haltungskurse, obwohl Serine lieber lesen gelernt hätte. Der Papa ist ein großartiger Geschichtenerzähler – doch er stirbt früh und die Familie stürzt immer tiefer in die Armut. Die Mutter sieht nur einen Weg für Serine: Die Kinder müssen ins Kloster eintreten; die Mädchen könnten vielleicht noch standesgemäß verheiratet werden, voran Serine. Aber die wäre gern Gesellschafterin der Königin. Und so macht sie sich auf in den Königspalast – und wirbelt mit kreativen Wortgefechten den ganzen Hof durcheinander. Klasse Comic, ein rasantes Märchen ab 10 Jahren, Allage. Graphic Novel, Abteilung Lieblingsbuch!  Weiter zur Rezension:    Mit Mantel und Worten von Flore Vesco, Kerascoët

Rezension - Der Mann im Pyjama von Paco Roca

Was für eine herrliche Sammlung von Alterssituationen – beißende Satire in Comicform! Paco Roca kennt seine Schwächen. Er ist schüchtern, manchmal naiv und sehr häuslich. Und er hat sich seinen Kindheitstraum erfüllt, einen Beruf gewählt, bei dem er den ganzen Tag den Pyjama tragen kann, zu Hause zu bleiben darf. Humorvoll zeichnet Paco Roca Alltagssituationen auf, kann über sich selbst lachen. Er schaut genau auf die Menschen, gibt seine Beobachtungen zeichnerisch wieder. Er bringt es auf den Punkt, witzig und geistreich, Empfehlung für den Comic aus der spanischen Literatur! Weiter zur Rezension:   Der Mann im Pyjama von Paco Roca

Rezension - Toubab – Zwei Münzen von Núria Tamarit

  Eine spanische Graphic Novel: Mar ist ein siebzehnjähriger Teenager aus Frankreich, die ihre Mutter zu einer humanitären Mission zur Entwicklungshilfe im Senegal begleitet. Sie ist mit dem Internet und den sozialen Medien aufgewachsen und wird nun mit einer Welt konfrontiert, die sich radikal von ihrer eigenen unterscheidet. Kein Netz! Die Senegalesen sind nett, freundlich und neugierig, manchmal ein wenig zu neugierig und aufdringlich für Mars Geschmack – und Eigentum ist ihnen fremd. Zwei Kulturen stoßen aufeinander und nähern sich an. Ein farbprächtiger, empfehlenswerter Comic ab 13 Jahren – Allage. Weiter zur Rezension:    Toubab – Zwei Münzen von Núria Tamarit

Rezension - Vom Wacholderbaum von Núria Tamarit

  Alte Märchen und Mythen, auf Papier gesetzt von Andersen, Gebrüder Grimm und wie sie alle heißen. Wir kennen viele Märchen aus unserer Kindheit, die uns die Großeltern und Eltern erzählt haben. Manche sind herzlich, andere ein wenig gruselig mit Bedacht, ertragbar, und es gibt die Geschichten mit enormer Brutalität. An den Letzten scheiden sich die Geister. Kann man das Rotkäppchen heute noch vorlesen, oder ist es zu grausam? Aus diesem Grund hat wahrscheinlich der Verlag das Lesealter dieses Comics auf 12+ Jahre eingestuft. Eigentlich ein typisches Märchen, ein spanisches als Graphic Novel gestaltet, das sich an Schneewittchen anreiht, noch eine Nummer härter. Weiter zur Rezension:    Vom Wacholderbaum von Núria Tamarit

Rezension - Sibylla von Max Baitinger

  Vor 400 Jahren wurde Sibylla Schwarz (1621 - 1638) in Greifswald geboren, mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Mit 17 Jahren starb sie an der Ruhr. In ihrem kurzen Leben verfasste Sibylla über 100 Gedichte von großer poetischer Kraft, die ebenso von einem hohen Selbstbewusstsein als Bürgerin, Dichterin und Frau zeugen. Ihr Gedicht «Ein Gesang wider den Neid» wurde von der Literaturwissenschaftlerin Erika Greber als das «wohl erste kompromisslos feministische Gedicht der Weltliteratur» angesehen. Max Baitinger hat eine Hommage auf die Dichterin in Form einer Graphic Novel verfasst. Dieser Comic ist als Biografie gestaltet – ist aber viel mehr, nämlich ein Kunstwerk.  Weiter zur Rezension:  Rezension - Sibylla von Max Baitinger

Rezension - Rückkehr nach Eden von Paco Roca

  Der Guerra de Civil (1936–39), der Bürgerkrieg, ist gerade beendet. General Franco hat Macht übernommen. Paco Roca blättert im Familienalbum, nimmt alte Fotos, die er in die Graphic Novel einschiebt, blättert seine Familiengeschichte auf. Er geht zurück bis zu den Eltern, den Großeltern, auch die Urgroßeltern werden kurz erwähnt. Eine ganz normale spanische Familie im Franquismus in Valencia. Es herrscht bittere Armut – so wie bei den meisten Leuten zu dieser Zeit. Obwohl Antonias Mann eine Arbeit hat, kommt man eher schlecht als recht über die Runden. Eine historische Novelle, die berührt. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Rückkehr nach Eden von Paco Roca

Rezension - Mimi, Jakob und die sprechenden Hunde von Elina Braslina und Sanita Muižniece

  Jakob muss für eine Woche bei Onkel Falk und Cousine Mimi in dem heruntergekommenen  Stadtteil Maskatschka von Riga wohnen. Und dann fangen die beiden Kinder gleich an zu streiten. In seiner Wut zeichnet Jakob ein Bild von diesem beschaulichen Stadtteil, zeichnet mitten hinein ein paar Hochhäuser. Denn alles, was Jakob zeichnet, wird wahr. Bald bereut er seine Tat, doch mit dem Zurückzeichnen gibt es ein Problem ... Ein spannender Kindercomic aus der lettischen Hauptstadt, adaptiert an den Trickfilm «Maskačkas Tāsts». Ab  6 Jahren Weiter zur Rezension:    Mimi, Jakob und die sprechenden Hunde von Elina Braslina und Sanita Muižniece

Rezension - Yasmina und die Kartoffelkrise von Wauter Mannaert

  Die 11-jährige Yasmina und ihr Vater leben in bescheidenen Verhältnissen, der Vater arbeitet in einem Burgerladen, aber das Geld fehlt an allen Ecken. Yasmina liebt gesundes, veganes Essen und ist eine sehr kreative Köchin. Auf dem Weg zur Schule pflückt sie täglich Kräuter, und zwei Freunde, die einen Schrebergarten besitzen, versorgen sie mit frischem Gemüse. Doch eines Tages sind die Gartenparzellen gekündigt, sie werden planiert und durch ein Feld mit genmanipulierten Kartoffeln ersetzt. Die Leute sind ganz wild auf diese Produkte – benehmen sich plötzlich wie Hunde, drehen durch. Was ist passiert? Ein Abenteuerroman als Graphic Novel, ein Comic ab 8 Jahren, der sich mit genmanipuliertem Essen und Kartoffeln befasst, Rezepte inklusive. Weiter zur Rezension:    Yasmina und die Kartoffelkrise von Wauter Mannaert

Rezension - Spiel und Spaß mit der Hundebande von Dorothée de Monfreid

  Die Hundebande von Dorothée de Monfreids begeistert regelmäßig Kinder wie Erwachsene. Nun gibt es zu dieser Bilderbuch-Serie ein Mitmachbuch. Man muss nicht viel erklären: Rätseln, selbst malen, ausmalen, basteln, so wie man das kennt. Bei einigen Aufgaben allerdings benötigt man Fantasie: Was sieht man, wenn man aus dem Fenster schaut, was hängt an der Angel, welches Essen steht auf dem Tisch? Wie soll Zazas neue Frisur aussehen? Wovon träumen Nono und Omar? Mit ihren Ausmal- und Activity-Bildern bringt Dorothée de Monfreid Spaß für unterwegs oder zu Hause – eine prima Beschäftigung ab 5 Jahren. Weiter zur Rezension:    Spiel und Spaß mit der Hundebande  von Dorothée de Monfreid

Rezension - Hexen hexen von Pénélope Bagieu nach Roald Dahl

  Die Geschichte von Roald Dahl ist ein Kinderbuchklassiker, auch berühmt als Verfilmung von 2010. Ein kleiner Junge lebt nach dem Tod seiner Eltern bei seiner Oma. Sie ist der Star in diesem Comic: Klein, zierlich, mit großen, dicken Brillengläsern, kettenrauchend, zart lila Haare, mit beigen Stützstrümpfen; sie trinkt gern einen und sie besitzt eine rebellische Grundnatur. Eine herrliche Interpretation von Pénélope Bagieu! Die Oma erklärt dem Jungen, dass es Hexen gibt, nicht so wie im Märchen, sie sehen wie ganz normale Frauen aus. Wer genau hinschaut, der kann sie erkennen. Und als die beiden inn einem Hotel am Meer verweilen, macht der Junge eine schreckliche Entdeckung … Eine Graphic Novel ab 10/12 Jahre, Allage. Weiter zur Rezension: Hexen hexen von Pénélope Bagieu nach Roald Dahl

Rezension - Die geheimnisvollen Akten von Margo Maloo von Drew Weing

  Charles und seine Eltern sind nach Echo City umgezogen und wohnen in einem ehemaligen Hotel, das sein Vater renoviert. Ganz schön gruselig das alte Haus. Hier spukt es!, meint Charles. Und natürlich! Gleich in er ersten Nacht wird Charles in seinem Kinderzimmer geweckt: das Monster aus dem Kleiderschrank. Kevin hat die Telefonnummer von Margo Maloo, die fast mit allen Monstern gut bekannt ist: Sie ist Monster-Mediatorin. Gute Unterhaltung und Spannung, der Gruselfaktor ist fein temperiert in diesem Kinderbuch. Ein cooler Comic zum Liebhaben, ebenso die Trolle, Oger, Kobolde und Geister.  Weiter zur Rezension:    Die geheimnisvollen Akten von Margo Maloo von Drew Weing