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Posts mit dem Label "Elster & Salis Verlag" werden angezeigt.

Rezension - Erfüllung von Nina Bouraoui

  Die sieben Hefte der Michèle Akli (Algier, 1977–1978) Algier 1977, die 38-jährige Französin Michèle Akli lebt mit ihrer Familie in Algerien. Sie war ihrem algerischen Mann Brahim nach der Unabhängigkeit 1962 in sein Heimatland gefolgt. Sie leben mit ihrem 10-jährigen Sohn Erwan in einem kleinen Haus über der Stadt. Michèle Akli geht einkaufen, unternimmt Strandausflüge mit ihrem Sohn, hat jedoch wenig Spielraum sich zu bewegen, ihr fehlen soziale Kontakte, und sie fühlt sich nach den Jahren im fremden Land zunehmend verloren. Ein Roman von großer Sinnlichkeit und Intimität über das Ende von Kindheit, die Vergänglichkeit der Liebe und die Sehnsucht, die einem den Verstand rauben kann. Großartig geschrieben, Bilder, die man immer wieder noch einmal lesen möchte. Eine kraftvolle Sprache, poetische Melancholie – eine literarische Perle. Weiter zur Rezension:    Erfüllung von Nina Bouraoui

Rezension - Geiseln von Nina Bouraoui

  Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt ... Sylvie Meyer, die alles in sich hineinfrisst. Eine unerfüllte Ehe, und als ihr Mann sie verließ, sagte sie nichts, weinte nicht. Ihr Job füllt sie aus, ihr Chef Victor Andrieu verlässt sich auf sie, denn sie hat die «fleißigen Bienen», die Arbeiterinnen, im Griff. Es beginnt damit, dass sie die Bienen, heimlich überwachen soll, Listen erstellen, wer etwas taugt, wer nicht. An der Leistungsschraube drehen. Sylvie fügt sich. Doch irgendwann rebelliert sie und schreitet zur Tat. Sie verliert viel, doch für eine kurze Weile fühlt sie sich wieder lebendig und frei. Die Sprache ist klar, besitzt eine schonungslose Beschreibungspräzision der Innenausleuchtung. Ein starker Roman, den ich gern weiterempfehle! Weiter zur Rezension:    Geiseln von Nina Bouraoui