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Zeitgenössische Literatur


Zeitgenössische Literatur 

Ihr seid diesen Links, gelangt damit zu meinen Rezensionen der zeitgenössischen Literatur. Respekt vor Bestsellern? Keineswegs. Nicht jeder Hype ist bei mir angekommen. Ich fische gern Perlen heraus, die im im großen Literaturteich untergegangen wären. Oft genug findet man die besten Happen bei den kleinen Verlagen. Natürlich gibt es auch hier Bestseller zu finden.




Die letzten 15 Rezensionen 


Zeitgenössische Literatur

Wir alle sind Widerlinge von Santiago Lorenzo

Manuel ist ein Pechvogel. Nach dem Ingenieurstudium arbeitslos, jobbt er sich mit Kurzzeitangeboten im wirtschaftskriselnden Spanien durchs Leben, bis er in Madrid bei einer Telefongesellschaft eine feste Stelle im Callcenter erreicht. Endlich zu Hause Ausziehen. Während der großen Demos der Quinquis verwechselt ihn ein Polizist mit einem Demonstranten, geht mit dem Knüppel auf ihn los. Manuel wehrt sich mit dem Schraubendreher ... Nun ist er auf der Flucht, versteckt in einem verlassenen Dorf in den Bergen, führt ein liebgewonnenes Eremitenleben. Das Idyll wird erschüttert von einer Horde Störenfriede. Beste Gesellschaftssatire aus Spanien! Empfehlung!

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Liebe ist gewaltig von Claudia Schumacher

Juli wächst mit ihren Geschwistern in einer Bilderbuchfamilie auf, zumindest nach außen. Die Eltern sind Rechtsanwälte, Juli ist Klassenbeste, ein Mathegenie. Doch hinter den Mauern der Kleinstadtvilla herrscht der Teufel – der Vater. Der zitiert gern Hegel oder Habermas, drillt die Kinder auf extreme Leistung, prügelt seine Frau und den Nachwuchs gern grün und blau. Die Mutter deckelt nicht nur die Gewalt, sie ist ein Teil davon, weil sie sie es herunterspielt, bzw. billigt, bis hin zur Verleugnung. Kindesmisshandlung, Gewalt gegen Frauen – harte Prosa, die Geschichte einer Befreiung. Empfehlung!

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Ich habe einen Namen von Lawrence Hill

Die kleine Aminata lebt Mitte des 18. Jahrhunderts in einer friedlichen Dorfgemeinschaft im heutigen Guinea und dies ist ihre Geschichte – die einer weltgereisten Frau, die für die Abschaffung der Sklaverei kämpfte. Die Story klingt wie eine Biografie, aber Aminata ist fiktiv. Der geschichtliche Abriss allerdings stimmt. Amerika holt sich Sklaven aus Westafrika. 1562 begann der englische Händler John Hawkins seinen Sklavenhandel im heutigen Sierra Leone, den 1672 die British Royal African Company übernahm. Aminata ist elf Jahre alt, als ihr Dorf überfallen und sie gefangen genommen wird, nach Amerika verschleppt und versklavt. Kanadische Geschichte, die von Sierra Leone und die der Abolitionistenbewegung sind fein eingeflochten. Eine berührende Erzählung, Empfehlung!

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Lot von Bryan Washington

Dreizehn Kurzgeschichten, die miteinander verwoben sind. Das Zentrum ist ein jugendlicher Erzähler, Nicolás. Seine afroamerikanische Mutter arbeitet hart, der erfolglose Latino-Vater zieht sich Stück für Stück aus der Familie heraus, bis er ganz verschwindet. Man nennt diese Häuser «Schrotflinten»-Wohnungen, von Termiten zerfressen, mit ständig verstopften Rohren, kaputten Fenstern. Die Geschichte des Jungen wird vernetzt mit Erzählungen über das Leben der Nachbarn.  Momentaufnahmen eines Stadtteils der Armen, Menschen die ums Überleben kämpfen. Empfehlung.

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Aus unseren Feuern von Domenico Müllensiefen

Der Roman beschreibt die junge Generation nach der Wende in Leipzig-Grünau, die größte Plattensiedlung in Sachsen. Träume, Hoffnungen – Realität; ein Arbeiter- und Nachwenderoman, der die sogenannten «Baseballschlägerjahre» beschreibt. Ein gnadenloses Buch, wundervoll geschrieben, mit Charakteren, die realistischer nicht sein können. Thomas soll den elterlichen Schlachtbetrieb übernehmen, Heiko macht eine Lehre zum Elektriker und Karsten möchte nach Amerika auswandern. Doch das Buch beginnt ein paar Jahre später. Heiko arbeitet nun als Bestatter und wird zu einem Autounfall gerufen, den Toten abzutransportieren. Es ist Thomas. Ein Gesellschaftsroman, Empfehlung!

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Die Mutter von Nicolien von J. J. Voskuil

Nicoliens Mutter vergisst, sie ist Voskuils Schwiegermutter. Kleine Vergesslichkeiten, ganz normal in dem Alter. Doch dann geht es über die üblichen Gedächtnislücken hinaus. Erst vertauscht sie die Tage, dann kann sie ihre Lieblingslieder nicht mehr mitsingen, zuletzt verirrt sie sich in der Wohnung. J. J. Voskuil hat protokollarisch knapp drei Jahrzehnte (1957 – 1985) die schleichenden Veränderungen von Nicoliens Mutter beschrieben. Eine alltägliche, bedrückende Geschichte, szenisch in Dialogform aufs Papier gebracht.

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Creep von Philipp Winkler 

Sie kennen uns, denn sie beobachten uns, Nerds, die sich in Überwachungskameras einhacken. Philipp Winkler erzählt die Geschichten von Fanni in Deutschland und Junya in Japan - beide suchen im Leben fremder Menschen, woran sie persönlich in der Realität scheitern: Zuneigung, Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Dabei überschreiten sie Grenzen, die für sie schon längst nicht  mehr gelten. Netzliteratur, digitale Welt, ein Roman der überfrachtet ist mit Netzsprache und japanischen Begriffen, was mir den Lesespaß verdorben hat.

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Geiseln von Nina Bouraoui 

Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt ... Sylvie Meyer, die alles in sich hineinfrisst. Eine unerfüllte Ehe, und als ihr Mann sie verließ, sagte sie nichts, weinte nicht. Ihr Job füllt sie aus, ihr Chef Victor Andrieu verlässt sich auf sie, denn sie hat die «fleißigen Bienen», die Arbeiterinnen, im Griff. Es beginnt damit, dass sie die Bienen, heimlich überwachen soll, Listen erstellen, wer etwas taugt, wer nicht. An der Leistungsschraube drehen. Sylvie fügt sich. Doch irgendwann rebelliert sie und schreitet zur Tat. Sie verliert viel, doch für eine kurze Weile fühlt sie sich wieder lebendig und frei. Die Sprache ist klar, besitzt eine schonungslose Beschreibungspräzision der Innenausleuchtung. Ein starker Roman, den ich gern weiterempfehle!

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Alles was ich dir geben will von Dolores Redondo 

Als der bekannte Schriftsteller Manuel Ortigosa, erfährt, dass sein Ehemann Álvaro Muñiz de Dávila bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort angekommen, ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen; obwohl der Unfall nicht ganz sauber aussieht. Plötzlich erfährt Manuel, dass sein Mann ein zweites Leben besaß, dass er vor ihm verheimlicht hatte: Er entstammt einer der besten Adelshäuser Spaniens und war der führende Kopf der Familie Muñiz de Dávila, der Graf von Santo Tomé. Die Familie empfängt Manuel kühl. Er glaubt nicht an einen Unfall. Ein gerade pensionierter Polizist und ein Pater helfen ihm, der Sache auf den Grund zu gehen. Eine wendenreiche, spannende Geschichte in den Ribeira Sacra, den Tälern von Miño und Sil,  ein Familienroman mit ausgeloteten Charakteren vor einem atmosphärischen Hintergrund. Ein sanfter literarischer Thriller, der somit nicht nur für die Freunde der Kriminalliteratur interessant ist. 

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Wohin ich immer gehe von Nadine Schneider

Sie sind beste Freunde und wollten weg aus Rumänien, aber dann war David verschwunden und Johannes musste alleine fliehen. Über die Donau schwimmen am sogenannten Eisernen Tor; sie hatten dafür trainiert und er hatte es geschafft, er hat die Ceauşescu-Diktatur hinter sich gelassen. Als ihn eines Tages die Nachricht vom Tod seines Vaters erreicht, kehrt er zur Beerdigung zurück nach Banat in die Heimat. Wie hatte die Mutter ihn gefunden? Er hatte nie Kontakt mit der Familie aufgenommen, auch nicht nach dem Regimezusammenbruch. Ein geschickt konstruierter Roman mit Tiefgang, handwerklich fein ausgearbeitet. Ein Genuss, diesen Roman zu lesen, Empfehlung!

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Das Versprechen von Damon Galgut

«Das Versprechen» nimmt Rachel gleich zu Beginn im Beisein von Tochter Amor auf dem Todesbett ihrem Mann ab: Die Hausangestellte Salome soll das kleine Haus erhalten, in dem sie mit ihrem Sohn lebt und das bisschen Land drumherum. Ein Familienroman, der vom Zerfall einer weißen südafrikanischen Burenfamilie erzählt, die auf einer Farm außerhalb von Pretorias lebt. Galgut beherrscht sein Handwerk par excellence, ohne Frage, und dafür erhielt er im letzten Jahr den Booker Prize. Trotz aller Erzählkunst konnte er mich nicht abholen, weder inhaltlich, schon gar nicht emotional. 

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Ende in Sicht von Ronja von Rönne

Die 69-jährige Hella Licht ist nachts auf der Autobahn in NRW unterwegs, als sie sieht, dass kurz vor ihr sich eine junge Frau von einer Grünbrücke auf den Rand der Fahrbahn stürzt. Die 15-jährige Juli hat den Suizidversuch überlebt. Hella verspricht ihr, sie in Ulm bei der Mutter abzuliefern. Aber auch der abgewrackte Schlagerstar ist auf dem Weg, das Leben zu beenden – in der Schweiz. Gut geschriebener Slapstick, ein Drama, ein Unterhaltungsroman, ein Roadmovie, allerdings recht flache Figuren. Nette Unterhaltung, mehr war es für mich nicht.

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Heimkehren von Yaa Gyasi 

Dieser berührende Roman ist episodenhaft geschrieben, fügt das Schicksal einer schwarzen Familie über Generationen zusammen. Die Geschichte zieht den Leser sofort hinein, bildgewaltig. Effia und Esi sind Halbschwestern, lernen sie sich jedoch nie kennen, da ihre Lebenswege von Anfang an getrennt verlaufen. Im Ghana des 18. Jahrhunderts wird Effia mit einem Engländer verheiratet, der im Sklavenhandel zu Reichtum und Macht gelangt. Esi dagegen wird gefangen genommen, als Sklavin nach Amerika verkauft. Während Effias Nachkommen über Jahrhunderte sowohl als Opfer als auch Profiteure des Sklavenhandels werden, fristen Esis Kinder und Kindeskinder ihr Leben zunächst auf den Baumwoll-Plantagen der Südstaaten. Drei Jahrhunderte, sieben Generationen und zwei Kontinente: der Aschanti-Fante-Krieg, Sklaverei, der Amerikanische Bürgerkrieg, die sogenannte «Große Migration», die Kohleminen Alabamas, bis ins 20. Jahrhundert, zu den Jazzclubs und Drogenhäusern Harlems führt uns der historische Roman durch die Epochen. Empfehlung!

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In all deinen Farben von Bolu Babalola

Bolu Babalola hat die schönsten Liebesgeschichten der Mythologie witzig, spritzig, teils modern in unsere Zeit transportiert, neu erzählt. Sie konzentriert sich auf die fantastischen Volksmärchen Westafrikas. Bolu Babalola gibt ihren Protagonistinnen Selbstbewusstsein, sie nehmen ihr Schicksal in die Hand, verlassen manchmal den vorgezeichneten Weg. Die Geschichten wechseln in Perspektive, in Kontinenten und Schreibstil, durchschreiten Grenzen von Zeit und Raum. Herrlich erfrischend zu lesen – Liebesgeschichten mit Köpfchen und ganz viel Herz – fern von Kitsch. Sommerlektüre – meine Empfehlung!

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Das Vorkommnis von Julia Schoch 

Eine Schriftstellerin wird am Ende einer Lesung von einer Fremden angesprochen, die behauptet, sie hätten beide denselben Vater. Kommunikation zu Ende. Es gibt keinen Austausch zwischen den beiden, aber die Begegnung löst in der Autorin eine Welle von Emotionen aus. Fragen drängen sich auf, über Ehe und Mutterschaft, über Adoption und andere Familiengeheimnisse, über das Thema Wahrheit an sich. Schriftstellerisch erstklassig geschrieben und mit klugen, präzisen Gedankengängen einer schonungslosen Selbstreflexion hat mir der Roman gut gefallen.

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Wir sind das Licht von Gerda Blees

Als der Notarzt in einem Reihenhaus eintrifft, herrscht eine ruhige, fast unheimliche Atmosphäre. Eine Bewohnerin, Elisabeth, ist im Beisein ihrer Mitbewohner verstorben - sie ist verhungert. Eine Wohngemeinschaft von drei Frauen, einem Mann, und die Geschichte einer leisen Radikalisierung. Stilistisch besonders sind die vielfältigen Perspektiven, bei der auch Dinge zu Wort kommen, die mit «Wir sind ...» beginnen. Auch die Eltern, die Polizei oder der Tatort selbst kommen zu Wort. Stilistisch und handwerklich fein ausgearbeitet ist der Roman ein Vergnügen. Inhaltlich ein aktuelles Thema, das hier von allen Seiten beleuchtet wird. Ein Roman, den man unbedingt lesen sollte!

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Muttersprache von Maddalena Fingerle

Leser und Buch müssen zusammenpassen – uns beiden gelang das nicht. Nach den ersten Seiten war ich geneigt abzubrechen – ich hielt tapfer durch, weil ich dachte, irgendwann wird es dich packen ... Das geschah nicht. Vielleicht muss man in Tirol verwurzelt sein, um den Roman zu verstehen. Ich weiß nicht, was mir die Autorin sagen wollte. Die ersten 80 Seiten schimpft sich Paolo Prescher ziemlich derb durch die Seiten. Die Mutter ist dumm, das erfahren wir auf jeder Seite, die Schwester hinterhältig und gemein; alles gespickt mit übelsten Schimpfworten. Er ist besessen von Wörtern, die für ihn Geruch, Farbe oder Klang besitzen. In Berlin werden die Wörter von Mira saubergewaschen, er verliebt sich. Ein preisgekröntes Buch – aber nicht mein Stoff.

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Stürzen Liegen Stehen von Jon McGregor

Nach den ersten Seiten hole ich das erste Mal Luft. Jon MacGregor hat mich sofort abgeholt. Kopfkino, Nature Writing vom Feinsten – Die Kraft der Natur, mittendrin drei hilflose Menschen. Ein Roman, der, wenn man es genau nimmt, zwei Geschichten enthält. Das erste Drittel, eine Abenteuergeschichte: Drei Männer in der Antarktis, als sie von einem plötzlich einsetzenden Schneesturm überrascht werden. Drei Perspektiven. Einer erleidet einen Schlaganfall, das Leben gerät aus den Fugen, leidet unter Aphasie – das ist der andere Teil des Romans. Sprache, Sprachbilder. Ein großartiges Buch, denn der Autor beherrscht die punktgenaue Sprache wie kaum ein anderer. 

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Wenn ich euch verraten könnte von Lea Draeger

Triggerwarnung: Dies ist ein sehr düsterer Roman, der die Essstörung einer 13-Jährigen beschreibt, die zunächst in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie künstlich ernährt wird, sich später stabilisiert. Sie weigert sich, zu essen, zu sprechen – in der Klinik Familienmitglieder zu empfangen. Mir persönlich war die Geschichte zu dunkel und die Perspektive im Ich einer Jugendlichen im Tonfall einer ausgereiften Erwachsenen gestaltet, nicht passend.

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Die Jagd von Sasha Filipenko

Der Journalist Anton Quint, bekommt Informationen zu einem Oligarchen zugesteckt und veröffentlicht diese auf seinem Blog. Unmengen Geld und Immobilien in seinem Besitz. Woher weiß dieser Mann das?, fragt sich der verärgerte Oligarch. Er muss sein schönes Leben im Ausland verlassen. Man soll dem Mann das Maul stopfen. A. Und man wird sehen, wie ihm das schmeckt! Letztendlich kann man diesen Roman unter dem Genre Thriller, Noir einordnen, eine Realsatire. Alles in allem ein guter Roman über das heutige Russland. 

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Ein Ring aus hellem Wasser von Gavin Maxwell

Ein Klassiker des Nature Writing – was für ein Kultbuch! Was für ein «crazy» Typ! Das Buch erschien erstmals 1960 im Original, 1964 in der Übersetzung, wurde 1969 unter dem Titel «Mein Freund, der Otter» verfilmt. Maxwell, der ein altes Cottage zu bezieht, das ehemalige Heim eines Leutturmwärters, abgelegen in wilder Natur. Ein Klassiker des Nature Writing – was für ein Kultbuch! Was für ein «crazy» Typ! Der, der mit den Ottern lebt: Mijbil und Edal. Empfehlung!

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Divers
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Schatten der Welt von Andreas Izquierdo

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Camanchaca von Diego Zúñiga

Du bist an einem bestimmten Genre interessiert? Dann findest du hier die richtige Seite in meinem Blog


Krimis und Thriller

Ich liebe Krimis und Thriller. Natürlich. Spannend, realistisch, gesellschaftskritisch oder literarisch, einfach gut … so stelle ich mir einen Krimi vor. Was ihr nicht oder nur geringfügig bei mir findet: einfach gestrickte Krimis und blutrünstige Augenpuler.
Krinis und Thriller

Historische Romane

Im Prinzip bin ich an aller historischer Literatur interessiert. Manche Leute behaupten ja, historisch seien Bücher erst ab Mittelalter.  Historisch - das Wort besagt es ja: alles ab gestern - aber nur was von historischem Wert ist. Was findet ihr bei mir nicht? Schmonzetten in mittelalterlichen Gewändern. Das mag ganz nett sein, hat für mich jedoch keine historische Relevanz.
Historische Romane

Sachbücher

Hier stelle ich Sachbücher vor, die im Prinzip nichts mit Fachliteratur zu tun haben. Eben Sachbücher jeder Art, die ein breites Publikum interessieren könnte.
Sachbücher


Kinder- und Jugendliteratur

Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! Hier geht es zu den Rezensionen.
Kinder- und Jugendliteratur


Kulinarische Bücher 

Kochbücher, Backbücher und alles rund um Lebensmittel findet sich kompakt auf dieser Seite. Auch   Genussromane, soweit ich welche lese. Schleckermäulchen also hierher klicken:


Kreative, künstlerische Seite

Auf dieser Seite stelle ich euch Bücher vor, die im weitesten Sinn mit Kreativität zu tun haben. Kunst und Kochen, das Schreiben hat eine eigene Seite erhalten.
Kreative, künstlerische Seite


Über das Schreiben   

Auf dieser Seite findet ihr Bücher, die sich mit dem Schreiben, der Literatur und Themen für die schreibende Zunft beschäftigen.
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Fantasy, Fantastic, Dystopien

Hier bin ich leider in letzter Zeit etwas ratlos. In dieser Rubrik wird wenig auftauchen. Leider habe ich das Gefühl, dass hier keine neuen Ideen kommen. Ich mag nicht immer wieder das gleiche Buch in Abwandlung lesen ... Aber auch hier lasse ich mich gern überraschen. Meist findet man unter den Dystopien doch mal was Neues.
Fantasy


Das besondere Buch zum Verschenken

Leseverrückte freuen sich fast über jedes Buch. Aber manchmal möchte man nicht einfach ein Buch schenken, sondern jemanden eine besondere Freude machen: Der Mutter, der/dem Liebsten, dem Biertrinker, dem Reiseverrückten, dem Kunstkenner, dem Koch und / oder Genießer der guten Küche. Manchmal soll es mehr als schlicht ein Buch sein ... einfach mal reinschauen!  
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Graphic Novel, Comic, Grafisches  

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