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Zeitgenössische Literatur


Zeitgenössische Literatur 

folgt Ihr diesen Links, gelangt ihr zu meinen Rezensionen der zeitgenössischen Literatur. Respekt vor Bestsellern? Keineswegs. Nicht jeder Hype ist bei mir angekommen. Ich fische gern Perlen heraus, die im im großen Literaturteich untergegangen wären. Oft genug findet man die besten Happen bei den kleinen Verlagen. 




Die letzten 15 Rezensionen 

Zeitgenössische Literatur

Ich werde das Land durchwandern, das Du bist von Corinna Bille und Maurice Chappaz   
Corinna Bille und Maurice Chappaz waren ein Schweizer Liebespaar aus dem Wallis (wohl das unkonventionellste Schriftstellerpaar dieses Landes), Eltern von drei Kindern. Ein Paar, das immer auf Reisen war, häufig separat. Lis Künzli hat ca. ein Drittel des Briefaustausches des Paars herausgesucht und aus dem Französischen übersetzt. Ein Briefwechsel, den ich nicht in einem Zug gelesen habe, da es sehr persönlich ist. Alles in allem ein interessantes Buch mit vielen wundervollen Passagen. Historisch relevant lediglich ein wenig gesellschaftlich, weil Geschichtsträchtiges nicht erwähnt wird. Ein Band für bibliophile und Freunde von Brief-Dokumenten der Literatur.
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Die Einsamkeit der Seevögel von Gøhril Gabrielsen  
Eine Wissenschaftlerin reist mitten im Winter für mehrere Monate nach Finnmark, dem äußersten Zipfel Norwegens. Die Icherzählerin betreut dort eine Station am Vogelfelsen, die das Klima und dessen Zusammenhang mit dem Schwinden der Zugvögelpopulationen untersucht. Abgeschnitten in der Einsamkeit bleiben ihr nur die wenigen Gespräche mit ihrem Freund Jo zu vereinbarten Zeiten. Atmosphärisch, Sprachlich ziemlich gut gemacht, der Roman kippt die Sprache mit dem inneren Bruch der Protagonistin.
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Herrn Arnes Schatz von Roberta Bergmann & Selma Lagerlöf

Diese Geschichte von Selma Lagerlöf, die 1904 erschien, kannte ich noch nicht. Eine Schauergeschichte, inspiriert durch einen tatsächlich stattgefundenen Raubüberfall auf ein schwedisches Pfarrhaus im 16. Jahrhundert, in der die Autorin das Thema Schuld und Sühne thematisiert – die Gier des Menschen. Die Grafiken von Roberta Bergmann in diesem Buch haben mich beeindruckt: Nordische Kühle, Brutalität, Geister – sie fängt die Szenerie perfekt ein. Ein Leseschatz!
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Drei Kilometer von Nadine Schneider   

Rumänien 1989, unter der Diktatur von Nicolae Ceausescu und seiner Securitate: In einem Dorf in der Region Banat wohnen viele Donauschwaben. Zu ihnen gehören Anna, Hans und Misch. Die Augustsonne brennt. Banat liegt am Südostrand der ungarischen Tiefebene, die Grenze ist nicht weit – so viele sind schon gegangen – nach Deutschland. Lediglich der Mais steht noch hoch als Schutzschild vor der Grenze nach Ungarn. Nur drei Kilometer. Auch Anna hat Verwandte in der BRD. Hans und Misch – Anna mag sich nicht für einen entscheiden. Beide so verschieden und beide so begehrenswert. Eins haben sie gemeinsam: den Gedanken an Flucht. Bevor der Mais geschnitten ist, müssen sie fliehen. Anna muss entscheiden, mit wem sie gehen will – möchte sie überhaupt die Heimat verlassen? Wem kann sie trauen? Ein Debüt, vor dem man den Hut zieht.
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Die Hungrigen und die Satten von Timur Vermes  

Diese Satire, Groteske, kann ich als Hörbuch extrem empfehlen. Der Roman ist bitter-bitter-böse, schon auf Papier. Aber was Christoph Maria Herbst daraus macht, ist einfach genial. Soll man lachen – oder bleibt einem das im Halse stecken? Manchmal habe ich brüllend gelacht, ein anderes Mal gallig geschluckt. «Er ist wieder da» – Timur Vermes, man kennt seinen beißenden Humor. Er schreibt über Dinge, über die man keine Witze machen darf, bricht Tabus – und er hat es wieder getan! Diesmal geht es um das Thema Flüchtlinge und unseren verlogenen Umgang mit diesem Thema. Was wäre, wenn 150.000 Flüchtlinge sich zu Fuß auf den Weg nach Deutschland machen – organisiert – und unser TV wäre mittendrin …
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Der Teppich mit den großen pinkfarbenen Rosen von Maeve Brennan  

Die amerikanische Schriftstellerin Maeve Brennan (1917 bis 1993) wird gerade wiederentdeckt. Ein Leseerlebnis. Eine Ehe, die in Sprachlosigkeit verfallen ist. Martin Bagot, der Ziele hatte – nun ist es sein Ziel, die Familie satt zu bekommen, sein klebendes Anhängsel. Seine Pflicht hält ihn, eine Trennung käme ihm nie in den Sinn. So hält er sich möglichst vom Hause fern. Delia Bagot ist gefesselt ans Haus, die Reihenhaussiedlung mit der Mauer am Ende des Gartens engt sie ein – sie, die vom Land kommt, den Blick ins Weite gewohnt ist. Garten, Kinder Haushalt, tagein, tagaus. Melanchonisch, bissig, die Geschichten um das Ehepaar Bagot – die für den «New Yorker» entstanden, später als Erzählungen verlegt.
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Die Seele des Monte Pavione von Matteo Righetto   

Dieser Roman, ein historischer, literarischer Thriller, ist angesiedelt in Italien, im nördlichen, bergigen Bereich des Veneto um 1900. Tabakanbau hat in Italien eine lange Tradition und stand immer unter staatlicher Kontrolle. Der «Nostrano del Brenta» hat höchste Qualität, da er bis heute per Hand getrocknet wird. Um genau diesen Tabak geht es. Tabakschmuggel aus dem Veneto, Brentatal, hinüber ins österreichische Tirol – ein gefährlicher Weg, der mit dem Tod enden kann. Bauern, die nichts zu verlieren haben, weil ihnen der Staat nicht genug für den Tabak zahlt, Bergarbeiter, für die der Tabak die einzige Freude im Leben ist.
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Archiv der verlorenen Kinder von Valeria Luiselli    
Eine Patchworkfamilie aus New York bricht mit dem Auto zu einer Reise nach Arizona auf – ein Roadmovie. Das Ziel ist Apacheria, das Land, in dem einst die Apachen zu Hause waren. Gleichzeitig sind Tausende von Kindern aus Südamerika auf dem Weg in die USA, Flüchtlingskinder auf dem Weg zu ihren Eltern auf der anderen Seite der Grenze. Zwei Erzählstränge fließen zusammen. Die Familie fährt auf die Grenze zu, die Kinder wandern auf die Grenze zu. Die Familienmitglieder wandern voneinander ab. Gestaltung dieses Romans, der sich aus verschiedenen Perspektiven und Fragmenten zusammensetzt.
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Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón  

Dieser Roman ist angelegt wie eine Matrjoschkapuppe, der Roman im Roman Der junge Daniel Sempere von seinem Vater an einen geheimnisvollen Ort in Barcelona geführt – den Friedhof der vergessenen Bücher, der Vater ist der Hüter, Daniel soll später das Amt übernehmen. Dort entdeckt er den Roman des unbekannten Autors Julián Carax, den ein Geheimnis umgibt. Nach dem Tod des Autors hatte jemand alle seine Bücher aufgekauft, bzw. gestohlen und verbrannt. Noch immer ist der Unbekannte auf der Jagd nach Büchern von Julián Carax – um sie auf ewig zu vernichten. Daniel versucht, hinter das Geheimnis zu kommen, das ihn bis ins erwachsene Leben begleiten wird, ein nicht ungefährliches Unterfangen. Gekonnt erzählt, Barcelona zur Zeit der Franco-Diktatur, nicht nur ein Roman für Bibliophile.
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Der Tod in Venedig von Susanne Kuhlendahl  

Susanne Kuhlendahl hat die Novelle «Der Tod in Venedig» von Thomas Mann wundervoll als Graphik Novel umgesetzt. Wo Thomas Mann Worte sprechen lässt, benutzt sie das Bild. Natürlich ist auch Text enthalten – und der ist originalgetreu. Es ist alles enthalten, was diesen Fünfakter ausmacht: die Symbolkraft und die Sinnhaftigkeit: Schönheit, Begierde, Abgrund. Figurentiefe und Emonationalität entsteht durch die Ausdruckskraft der Gesichtszüge und Körperhaltung – hier haben mich die Details beeindruckt. Auch die Symbolhaftigkeit des Todes ist schauerlich gut gelungen, die Gier und der Verlust der Würde. Auch empfehlenswert als Schullektüre.
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Der Tod in Venedig von Susanne Kuhlendahl

Niemandsland von Matthias Friedrich Muecke   

DDR, Ostberliner Alltag in den 60-Ern und 70-Ern autobiografisch erzählt Matthias Friedrich Muecke, hinterlegt mit eigenen Grafiken. Die Geschichte zweier Heranwachsender, zweier Blutsbrüder, die eine Menge Flausen im Kopf haben. Es war eine Kinderwagenbekanntschaft, die sie früh zusammenbrachte, eine Freundschaft, die bis zum bitteren Ende halten wird. Was beginnt wie Lausbubengeschichten, wächst heran zu Geschichten von vorlauten Jugendlichen, die später hinterfragen, sich nicht ins System pressen lassen wollen. Der Autor hat sein Buch mit gekonnten Federzeichnungen in Comicmachart illustriert, jeweils passend zu seiner Satire, sehr detailreich.
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Die Nachkommende von Ivna Žic  

Der Roman ist eine sprachliche Perle. Wer in die Reise mit Zug und Bus von Paris nach Zagreb, nach Zürich und zurück einsteigt, wird nicht aussteigen, sitzenbleiben, bis das letzte Kapitel beendet ist. Aus dem Fenster geblickt huschen Landschaften vorbei, Gedanken ziehen gehetzt von hier zurück und wieder nach vorn, die Ahnen reisen mit und Fantasiegebilde. Die Sprache von Ivna Žic ist prägnant, verdichtet, Textvignetten, Parataxe. Gehetzt, schnell wie der Zug, dann ruhig, entspannt oder lückenhaft. Wenn man einmal zu lesen angefangen hat, kann man sich diesem Text nicht entziehen.
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Marzahn, mon amour von Katja Oskamp
Wenn man vom Schreiben nicht mehr leben kann, muss man sich eine andere Arbeit suchen. Katja Oskamp wird Fußpflegerin und berichtet in Kurzgeschichten von ihrer Arbeit, von ihren Klienten. Empathisch, mit viel Humor zeichnet sie Lebensläufe aus dem Berliner Stadtteil Marzahn auf.
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Dort dort von Tommy Orange   

«Dort dort» ist ein wichtiger Roman, der die Geschichte der Native American Indians von heute erzählt, realistisch, ein wenig wütend, berührend. Ein spannendes Drama, das die Geschichte von 12 Personen erzählt, die sich auf ein Powwow vorbereiten, jeder mit einer anderen Intension. Am Ende werden sich dort ihre Wege kreuzen. Tommy Orange lässt in seinem Roman die Stimmen der American Natives zu Wort kommen: authentisch und frei von Lagerfeuerromantik. Rassismus, die Suche nach Identität, Ausweglosigkeit, Armut, Kriminalität, Alkoholismus, Drogen, Vergewaltigung, junge Frauen, die sich selbst das Leben nehmen. Hier wird nichts beschönigt – es ist aber im Gegenzug keine Anklage. Absolute Empfehlung!
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Alleingang von Stefan Moster   

Als Kinder sind sie Freunde: Freddy und Tom. Sie wohnen in derselben Straße: auf der einen Seite die Villa, gegenüber die Mietskaserne. Sie besuchen dieselbe Klasse der Grundschule, nachmittags spielen sie Baader-Meinhof-Bande. Toms Eltern sind betucht. Freddys Vater ist abgehauen, später auch die Mutter. So zieht die überforderte, gnatzige Oma das Geschwisterrudel auf, Freddy ist der Jüngste der 13 Geschwister. Tom geht aufs Gymnasium, Anfang der Achtziger beginnt er sein Jurastudium, wohnt in einer Studenten-WG. Freddy schafft den Hauptschulabschluss und wird Kfz-Mechaniker. Die Geschichte einer ungleichen Freundschaft, in der Freddy alles gibt – zu viel.
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Die Zeuginnen von Margaret Atwood  

Vor 15 Jahren erschien die Dystopie »Der Report der Magd« und endete offen: »Und so steige ich hinauf, in die Dunkelheit dort drinnen oder ins Licht.« - der letzte Satz der Magd Desfred. Margaret Atwood hat nun die Fortsetzung des Romans herausgegeben – allerdings setzt das Buch nicht ans Ende des Vorgängers an, und der Roman ist in einem völlig anderen Stil geschrieben. Spannend aus drei Perspektiven zeigt die Dystopie uns, wie Gilead, eine Diktatur, ein Unrechtsstaat, funktioniert. Drei Frauen, die einen Staat ins Wanken bringen …
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A
B
Aluta von Adwoa Badoe (ab 16 - Allage)
D
E
K
Ich bin Circe von Madeline Miller
Schuldig von Kanae Minato
Von Vögeln und Menschen von Margriet de Moor
Die Herkunft der anderen – über Rasse, Rassismus und Literatur von Toni Morrison
N
P
T
W
Y
Die Hummerkönige von Alexi Zentner
Die Nachkommende von Ivna Žic
Mobbing Dick von Tom Zürcher


Du bist an einem bestimmten Genre interessiert? Dann findest du hier die richtige Seite in meinem Blog


Krimis und Thriller


Ich liebe Krimis und Thriller. Natürlich. Spannend, realistisch, gesellschaftskritisch oder literarisch, einfach gut … so stelle ich mir einen Krimi vor. Was ihr nicht oder nur geringfügig bei mir findet: einfach gestrickte Krimis und blutrünstige Augenpuler.
Krinis und Thriller



Historische Romane

Im Prinzip bin ich an aller historischer Literatur interessiert. Manche Leute behaupten ja, historisch seien Bücher erst ab Mittelalter.  Historisch - das Wort besagt es ja: alles ab gestern - aber nur was von historischem Wert ist. Was findet ihr bei mir nicht: Schmonzetten in mittelalterlichen Gewändern. Das mag ganz nett sein, hat für mich jedoch keine historische Relevanz.
Historische Romane



Sachbücher


Hier stelle ich Sachbücher vor, die im Prinzip nichts mit Fachliteratur zu tun haben. Eben Sachbücher jeder Art, die ein breites Publikum interessieren könnte.
Sachbücher


Kreative, künstlerische Seite

Auf dieser Seite stelle ich euch Bücher vor, die im weitesten Sinn mit Kreativität zu tun haben. Was  Kunst, Schreiben und Kochen wird sicherlich der Hauptschwerpunkt sein – diese Seite ist noch recht neu.
habt ihr zu erwarten?
Kreative, künstlerische Seite


Fantasy, Fantastic

Hier bin ich leider in letzter Zeit etwas ratlos. In dieser Rubrik wird wenig auftauchen. Leider habe ich das Gefühl, dass hier keine neuen Ideen kommen. Ich mag nicht immer wieder das gleiche Buch in Abwandlung lesen ... Aber auch hier lasse ich mich gern überraschen. Meist findet man unter den Dystopien und im Bereich Fantastic doch mal was Neues.
Fantasy


Kinder- und Jugendliteratur


Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! 
Kinder- und Jugendliteratur

Das besonder Buch zum Verschenken

Leseverrückte freuen sich fast über jedes Buch. Aber manchmal möchte man nicht einfach ein Buch schenken, sondern jemanden eine besondere Freude machen: Der Mutter, der/dem Liebsten, dem Biertrinker, dem Reiseverrückten, dem Kunstkenner, dem Koch und / oder Genießer der guten Küche. Manchmal soll es mehr als schlicht ein Buch sein ... einfach mal reinschauen!   









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