Direkt zum Hauptbereich

Dschinns von Fatma Aydemir - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing





Dschinns 


von Fatma Aydemir

Gesprochen von: Sesede Terziyan
Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 12 Std. und 6 Min.


Und nun hast du es endlich geschafft. Du bist neunundfünfzig und Eigentümer. Wenn in ein paar Jahren Ümit die Schule beendet und du endlich Deutschland, dieses kalte, herzlose Land, verlassen kannst, dann gibt es diese Wohnung hier mit deinem Namen auf dem Klingelschild. Hüseyin! Du hast endlich einen Ort gefunden, den du dein Zuhause nennen kannst.

Vor dreißig Jahren kam Hüseyin nach Deutschland. Er hat hart gearbeitet, und nun in Rente erfüllt er sich seinen Traum: eine Eigentumswohnung in Istanbul. Seine älteste Tochter, Sevda, soll kommen, er will sie um Verzeihung bitten. Sorgsam hat er alles eingerichtet, nun kann Emine anreisen, sie werden ihre Kinder und Enkel einladen – doch im letzten Augenblick erleidet Hüseyin einen Herzinfarkt. Zur Beerdigung reist seine Familie aus Deutschland an, so schnell wie möglich – nicht alle werden es pünktlich zum Begräbnis schaffen. Eine Familie, sechs Personen – jeder bekommt sein Kapitel – sechs grundverschiedenen Menschen, die zufällig miteinander verwandt sind. Fatma Aydemirs Gesellschaftsroman erzählt eine Einwanderergeschichte, ein Familienroman voller Träumen und Traumata. 


Der Traum vom Eigenheim in der Heimat


Deutschland war nicht das, was du dir erhofft hattest, Hüseyin. Du hattest dir ein neues Leben erhofft. Was du bekamst, war Einsamkeit, die nie ein neues Leben sein kann, denn Einsamkeit ist eine Schleife, ist die ständige Wiederholung derselben Erinnerungen im Kopf, ist die Suche nach immer neuen Wunden in längst entschwundenen Ichs, ist die Sehnsucht nach Menschen, die man zurückgelassen hat.

Der Roman ist vollbepackt mit Themen: Migration, Frauen ohne Bildung und Rechte, Rassismus, Religion, Coming-of Age, Homophobie, Heimweh, Identität, Transidentität, Depression, Armut. Man könnte meinen, das sei zu viel. In diesem Fall ist es in Ordnung, weil nämlich alles mit allem zusammenhängt: der Migrationsspagat; Familienmitglieder mit verschiedener Sozialisation, mit eigenen Träumen und die Zeit, in der sie geboren werden, spielt auch eine Rolle. Ein Familienreigen – alle gehören zusammen, aber jeder tanzt für sich selbst. Und da jedes Familienmitglied ein eigenes Kapitel besetzt, ist das auch gut zu trennen. Es beginnt gleich mit der Beerdigung, die den anreisenden Kindern so fremd erscheint. Weil Hakan zu spät kommt, muss Ümüt die Zeremonie begleiten. Dieser Hodscha ist ihm fremd. So etwas kennt er nicht und schon gar nicht spricht er Arabisch; auch nicht Kurdisch – wieso reden hier alle kurdisch, sie sind doch Türken …  Was passiert hier und wie hat er sich zu verhalten, was erwartet man von ihm? Wie,? Den toten Vater waschen?


Sie verleugnen die eigene Identität


Hüseyin hatte dir erst deine Muttersprache genommen und dich dann in ein Land gebracht, in dem du gar keine Sprache mehr hattest. Es fühlte sich an, als habe er dich verraten. Als verrate er dich täglich, seit ihr euch das erste Mal begegnet wart, indem er sein Innerstes vor dir verbarg.

Damals kam Hüseyin nach Istanbul auf dem Weg nach Deutschland. Eine Übernachtung hatte gereicht, sich in die Stadt zu verlieben. Lange hat er Schichtarbeit am Schmelzofen einer Metallfabrik geleistet, Doppelschichten gefahren, um Geld anzusparen. Als er körperlich nicht mehr konnte, hat er die letzten Jahre in der Kartonfabrik gearbeitet, schaffte es nicht bis zum Renteneintritt; die harte Arbeit hat ihn buchstäblich krumm gemacht. Emine und er sind Kurden, die sich in einer türkischen Kleinstadt kennengelernt haben. Sie verleugnen die eigene Identität, sprechen nur Türkisch, weil man als Kurde keine Rechte hat, ein Niemand ist - sie sind Türken; Basta. Ein doppelter Sprachverlust für Emine. Ihre Kinder ahnen nichts von ihren Wurzeln. Sie konnte sich in all den Jahren nicht mit Deutschland anfreunden, spricht die Sprache nur in Fragmenten. Depressionen fressen sie auf; ein Thema, das es nicht sein darf, weil es das nicht gibt, es sei, man ist vom Dschinn besessen. Sie hat zwei Kinder verloren – und das eine wird sie nie loslassen; niemand darf das je erfahren. Ihre Ehe war sprachlos; nicht glücklich für sie. Vier Kinder – zwei Töchter, die sich von den Eltern abgewandt haben. Eine Wohnung in der Heimat. Aber Istanbul? Sie kennt diese Stadt nicht.


Wenn schon keine Liebe, dann bitte Respekt!


Eigentlich war er [Ausweis] einem Kind ausgestellt worden, das ein Jahr vor ihr zu Welt gekommen und nach wenigen Wochen gestorben war. Es hatte auch Sevda geheißen, und weil der Weg vom Dorf in die Stadt schon in den Sommermonaten beschwerlich und im Winter fast unmöglich war, hatte man sich nicht die Mühe gemacht, den Tod des einen und die Geburt des anderen Kindes zu melden.

Sevda, die älteste Tochter der Familie wächst bei den Großeltern auf, kommt erst mit fünfzehn nach Deutschland. Sie trägt den Namen und das Geburtsdatum ihrer vor ihr verstorbenen Schwester. Als sie zwölf Jahre alt ist, nimmt der Vater die Mutter, Hakan und die dreijährige Schwester Peri nach Rheinstadt. Nur Sevda bleibt zurück. Später möchte sie in Deutschland zur Schule gehen, lesen und schreiben lernen; doch die Mutter hält das für sinnlos, sie wird bald von ihren Eltern zwangsverheiratet. Das Verhältnis zu Mutter ist kalt, sie fühlt sich unerwünscht, ungeliebt. Als sie sich von ihrem Ehemann trennt, einem Alkoholiker und Versager, brechen die Eltern mit ihr. Alleinerziehend arbeitet Sevda in einem Restaurant und als die Besitzerin in Rente geht, schafft sie es sogar, dies zu übernehmen. Sie hat sich durchgeboxt, sie hat ihren Traum erfüllt. 


In der Familie Yilmaz hat jeder seinen Dschinn


Aber wie kann es sein, dass Ümit nicht mitbekommen hat, dass seine Mutter kurdisch ist? War sein Vater es etwa auch? Was sind dann seine Geschwister und Ümit selbst?

Hakan ist das schwarze Schaf, ein Kleindealer, der mehrfach mit der Polizei zu tun hatte, der mal hier und da jobbt. Sein Vater hat immer unter dem Radar gelebt, ihm gepredigt, dies auch zu tun: ja nicht auffallen, sich alles gefallen lassen, bloß nicht beschweren, immer nur lächeln. Wir sind die guten Türken, die alle gern haben. Doch so funktioniert die Welt nicht, weiß Hakan. Er soll an die Stelle des Vaters als Familienoberhaupt treten. Doch das hat er garantiert nicht vor, da er unter der Rolle seines Babas gelitten hat. Und in der Türkei muss er feststellen, hier ist es nicht besser: In Deutschland ist er der Türken-Kanake, in der Türkei der Deutsch-Kanake. Perihan, genannt Peri, die Dritte hat den Bildungsweg geschafft; sie ging hier bereits in den Kindergarten, war zielstrebig und fleißig. Doch auch sie hasste die Familienzwänge, ahnte, dass man sie bald verheiraten werde. Sie suchte sich einen Studienort weit weg von der Familie entfernt, zog nach Frankfurt, um frei zu sein. Die Germanistikstudentin und Feministin blickte niemals zurück. Sie bemerkt in Istanbul, dass sie seit Jahren nicht mehr an ihren Vater gedacht hat. Der fünfzehnjährige Ümüt ist schwul. Das darf natürlich niemand wissen. Als der Fußballtrainer etwas ahnt, schickt er in zu dem seltsamen Dr. Schumann in die Therapie, um die «Krankheit» loszubekommen. Ümüt ist der Jüngste, er wird seinen Weg gehen. Alleine, von der Familie abgewandt, oder rücken sie nun ein wenig zusammen? In der Familie Yilmaz hat jeder seinen Dschinn – schweigen, vertuschen, damit kommt man durch; denn hier gibt es zu viel, was nicht sein darf.


Wechselnde Perspektive und Erzählhaltung


Sie nahmen dir das Kind weg, und du sahst onu nie wieder. Noch heute fragst du dich, wie du das hast geschehen lassen können, Emine. Was dich davon abgehalten hat, onu zu verstecken, onu nicht herzugeben, wenigstens deine Stimme zu erheben gegen dieses Unrecht.

Fatma Aydemir arbeitet fast filmisch, dreht den Weitwinkel auf Zoomstellung, Nähe und Distanz, Innen- und Außenansicht, rückt so ihren weiblichen Figuren auf die Pelle, bis ins Innerste. Die drei Männer werden nur wenig beleuchtet, sind fast zu Randfiguren erstarrt. Eine Person erzählt uns die Familiengeschichte – ein Dschinn oder eine tote Seele? – berichtet über die Geschehnisse und spricht die Eltern-Figuren direkt an, fordert sie, sich selbst zu stellen. Sie werden von inneren Stimmen angesprochen.


Ein grandioses Ende


Ich bin einfach nur die Stimme in deinem Kopf, Emine. Ich bin nichts ohne dich. Also sag mir, wer bist du?

Sevda kämpft um den Respekt der Mutter. Peri und Ümüt haben erhalten, was sie sich immer wünschte: Bildung. Trotzdem hat sie es geschafft. Nach der Beerdigung löst sich die Gesellschaft auf. In der Wohnung bleiben Sevda und Emine in der Wohnung zurück. «Warum hast du mich nicht zur Schule geschickt, Anne?» – «Warum bist du nie zufrieden, Tochter?» In der schlaflosen Nacht fangen sie an zu erzählen. Sevda packt ihren Sack der Vorwürfe aus. «Es war nicht Baba, der mich unbedingt verheiraten wollte, sobald ich achtzehn wurde. Das warst du, Anne.» Die beiden Frauen trennen nur 16 Jahre! Und dann öffnet Emine ihr Herz, lässt die Geheimnisse ans Tageslicht, die so lange auf ihrer Seele drückten. Aber das alles ist keine Entschuldigung. Ein grandioses Ende. «Dschinns» stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2022, und das zu Recht. Ein feiner Gesellschaftsroman, Bildungsroman, Familienroman über eine Einwandererfamilie. Empfehlung!


Fatma Aydemir wurde 1986 in Karlsruhe geboren. Sie lebt in Berlin und ist Kolumnistin und Redakteurin bei der taz. Bei Hanser erschien 2017 ihr Debütroman Ellbogen, für den sie den Klaus-Michael-Kühne-Preis und den Franz-Hessel-Preis erhielt. 2019 war sie gemeinsam mit Hengameh Yaghoobifarah Herausgeberin der Anthologie Eure Heimat ist unser Albtraum. Ihr zweiter Roman Dschinns (Hanser, 2022) wurde mit dem Robert-Gernhardt-Preis und dem Preis der LiteraTour Nord 2023 ausgezeichnet.



Fatma Aydemir
Dschinns
Gesprochen von: Sesede Terziyan
Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 12 Std. und 6 Min.
Zeitgenössische Literatur, Gesellschaftsroman, Bildungsroman, Familienroman, Migration, Identität
Der Audio Verlag, Audible, 2022
Carl Hanser Verlag, 2022, Hardcover, 368 Seiten




Zum Thema:

Unser Deutschlandmärchen von Dincer Gücyeter

Eine türkische Familiengeschichte, die mit der Urgroßmutter und der Großmutter einleitend beginnt. Die nächste Generation wandert nach Deutschland aus – das gelobte Land, wo Milch und Honig fließt. Der Traum, den viele «Gastarbeiter» träumten: Arbeiten, viel Geld verdienen, nach Hause zurückkehren und ein Haus bauen. Und dann wurden aus den Gästen Einwohner. In Deutschland die Türken – in der Türkei die Deutschen – entwurzelt, nirgendwo wirklich zu Hause. Eine Familie, die sich bemüht hat, sich zu integrieren. Ein Zwiegespräch zwischen Sohn und Mutter – zwei völlig verschiedene Generationen, aber auch eine Abrechnung mit der deutschen Gesellschaft und eine mit dem Heimatland und dem Machismo, mit der Erniedrigung der Frauen. Ein hervorragender Gesellschaftsroman, ein Bildungsroman über Migration, Rassismus und Misogynie – meine Empfehlung!

Weiter zur Rezension:   Unser Deutschlandmärchen von Dincer Gücyeter


Zeitgenössische Literatur

Hier verbirgt sich manche Perle der Literatur. Ich lese auch mal einen Bestseller, natürlich, aber mein Blick ruht  immer auf den kleinen Verlagen, auf den freien Verlagen. Sie trauen sich was - und diese Werke sind in der Regel besser als der Mainstream der meistgekauften Bücher …
Zeitgenössische Romane



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Ethnobotanik von Sarah Edwards

  Intro mit KI entwickelt Eine Pflanze ist niemals nur eine Pflanze! Hamamelis , die Zaubernuss, wird beispielsweise bei Hautreizungen und Entzündungen eingesetzt. Ihre Wirkstoffe finden sich heute weltweit in Salben und anderen Arzneimitteln. Das Wissen darüber ist allerdings sehr viel älter als die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Pflanze. Oder die Alraune , die in fast jedem Fantasy-Schmöker eingesetzt wird.  Und damit kommt Edwards zu einem Aspekt, den ich besonders interessant finde: Wem gehört dieses Wissen? Weiter zur Rezension:    Ethnobotanik von Sarah Edwards

Rezension - Schranken gehen auf von Eva Opitz

  Intro mit KI erstellt Bei diesem historischen Roman hatte ich nach dem Klappentext eine ziemlich klare Vorstellung davon, was mich erwartet: Die Geschichte einer Jüdin , die unter dem NS-Regime ihre Heimat verlassen muss – da denkt man unweigerlich an Verfolgung, Angst, eine gefährliche Flucht und an ein Leben, das von einem Tag auf den anderen aus den Fugen gerät. Genau diese Geschichte habe ich nicht erhalten. Natürlich hatte Elisabeth kein leichtes Leben, aber im Ausland war sie nicht den Repressalien ausgesetzt, die ich erwartet hatte. Zudem fehlt sie erzählerische Kraft der Geschichte.  Weiter zur Rezension:    Schranken gehen auf von Eva Opitz

Rezension - Reservoir Bitches von Dahlia de la Cerda

Intro erstellt mit KI Wütend, laut, brutal – und verdammt gut. Schon der Titel macht klar, dass dies kein Buch ist, das es sich nicht um einen romantischen Liebesroman handelt. Dahlia de la Cerda schreibt über Frauen in Mexiko , über Gewalt, Armut, Klasse, Abtreibung, Drogen und Femizide – und über eine Gesellschaft, in der es einen gewaltigen Unterschied macht, auf welcher Seite der Gesellschaft man geboren wird. Kurzgeschichten, die ein Geflecht bilden. Ein Noir , Kriminalliteratur , Gesellschaftsroman , nichts für schwache Nerven. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Reservoir Bitches von Dahlia de la Cerda

Rezension - Viper‘s Dream von Jake Lamar

Intro erstellt mit KI New York , 1961. Clyde Morton , genannt Viper, hat gerade seinen dritten Mord begangen, den ersten, den er bereut. Doch anstatt zu fliehen – sein Kontaktmann bei der Polizei hat ihm drei Stunden gegeben –, besucht er im Cathouse  Nica, die Baroness Pannonica de Koenigswarter . Hier denkt er über sein Leben nach, seine drei Wünsche, die Schutzpatronin der New Yorker Jazzszene ihm aufgetragen, aufzuschreiben, wie allen Jazzmusikern, die bei ihr ein- und ausgehen. ein Noir Kriminalroman , ein Gangsterroman , Kriminalliteratur, im Rhythmus des Jazz und im Rauch von Marihuana - ein Harlem , das mit dem Heroin abstürzt. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Viper‘s Dream von Jake Lamar

Rezension - Guten Morgen - Gute Nacht von Johanna Schaible

Intro erstellt mit KI   Die Reise von Sonne und Mond – 24 Stunden, die alle Menschen verbinden. Ein Wendebuch mit atmosphärischer Gestaltung. Eine Geschichte über das, was uns alle auf der Welt verbindet – die Dämmerung am Morgen die am Abend; die Veränderung des Lebens im Tageszyklus . Dieses Bilderbuch zeigt uns, was in 24 Stunden überall auf der Welt passiert: Die Sonne geht auf, ein neuer Tag beginnt, und wir stehen auf. Am Abend beginnt es zu dämmern und wir bereiten uns für die Nacht vor. Ein wundervolles atmösphärisches Bilderbuch ab 4 Jahren zum Schauen, fühlen und sprechen. Empfehlung – ein Kinderbuch zum Entspannen! Weiter zur Rezension:    Guten Morgen - Gute Nacht von Johanna Schaible

Rezension - Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos

  Intro mit KI erstellt Christelle Dabos entwirft in in diesem Jugendroman eine Gesellschaft, in der nicht das Ich, sondern das Wir zählt. Jeder Mensch besitzt einen Instinkt, eine angeborene Bestimmung, mit der er der Gemeinschaft dient. Es gibt Beschützer, Vertraute, Reparierer und zahlreiche weitere Funktionen. Persönliche Wünsche haben sich diesem System unterzuordnen, Individualität ist nicht vorgesehen. Ich habe mich durch den Wälzer hindurchgequält, der in Komplexität, Sprache und und Auswälzug sehr anstrengend ist. Daher von mir für das Jugendbuch, eine Dystopie, die Empfehlung: ab 16 Jahren, vom Verlag ab 14 Jahren. Weiter zur Rezension:    Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos 

Rezension - Das Glück liegt hinter der Hecke von Sara Pennypacker

Intro erstellt mit KI   Leeva  lebt in einem Haus mit ihren profitüchtigen Eltern zusammen, für die nur Geld und Ruhm etwas bedeuten. Sie darf das Haus, bzw. den Garten nicht verlassen, wächst völlig vernachlässigt auf. Ihre Neugier und ihr Wunsch auf den Blick hinter die Gartenhecke lässt sie die Verbote vergessen und sie büchst aus, schleicht ins nächstgelegene Haus: die Stadtbibliothek . Welch wundersame Welt sie draußen findet! Menschen, die sie mögen, mit denen sie Freundschaft schließt. Davon handelt dieses herrliche Kinderbuch, begleitet vom Duft von Ingwerkeksen – eine Befreiung aus der Zwangswelt. Ein charmantes Buch, witzig, eine zärtliche Hommage an die Kraft von Beharrlichkeit, Gemeinschaft und Freundschaft. Weiter zur Rezension:    Das Glück liegt hinter der Hecke von Sara Pennypacker

Rezension - Die Frau als Mensch von Ulli Lust

  Intro mit KI erstellt Wie viel können wir über Menschen wissen, die vor 30.000 Jahren gelebt haben? Wir finden ihre Werkzeuge, ihre Gräber, ihre Kunst und einige wenige Spuren ihres Alltags. Aber wir wissen nicht, was sie glaubten, welche Geschichten sie sich erzählten und welche Bedeutung sie den Dingen gaben, die sie hinterlassen haben. Genau in diesen Zwischenraum zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und dem, was wir nur vermuten können, begibt sich Ulli Lust in Sachcomic . Weiter zur Rezension:    Die Frau als Mensch von Ulli Lust

Rezension - I Don’t Know How to Draw a Tree von Carmen José

  Intro mit KI erstellt Wie zeichnet man eigentlich einen Baum? Ein Stamm, ein paar Äste, eine grüne Krone – fertig ist der Baum. So ungefähr haben vermutlich die meisten von uns als Kinder angefangen. Später lernen wir Perspektive , Proportionen , Licht und Schatten . Wir lernen, genauer hinzusehen und möglichst genau zu zeichnen. Aber was passiert dabei mit dem eigenen Blick? Carmen José stellt in diesem Buch eine wunderbar einfache Frage, die sich letztendlich als nicht so einfach erweist: Das Bilderbuch ist gleichzeitig ein Gedichtband, ein Künstlerbuch und kleines philosophisches Experiment . Ein ungewöhnliches, wunderschön gestaltetes kleines Buch, das sich mit Kreativität , Wahrnehmung und die Freiheit, etwas nicht zu wissen beschäftigt. Empfehlung - Allage! Weiter zur Rezension:      I Don’t Know How to Draw a Tree  von Carmen José

Rezension - Das Unwetter von Brit Bildøen

Intro erstellt mit KI Ein abgelegenes Berghotel in Norwegen , Ende Oktober, Dauerregen und eine Straße, die nach einem Bergrutsch unpassierbar geworden ist: Eigentlich bringt Brit Bildøens Roman alles mit, was es für ein atmosphärisches Kammerspiel braucht. Eine Familie ist zusammengekommen, um die goldene Hochzeit der Eltern zu feiern, draußen wird das Wetter immer bedrohlicher. Als zwei Jäger im Hotel stranden, stellt sich bald die Frage, was sie bei diesem Unwetter überhaupt in den Bergen gesucht haben. Möglicherweise waren sie auf illegaler Wolfsjagd . Auch der Familienhund verhält sich plötzlich merkwürdig. Die Zutaten sind also vorhanden – nur leider entwickelt sich daraus erstaunlich wenig. Weiter zur Rezension:    Das Unwetter von Brit Bildøen