Direkt zum Hauptbereich

Unser Deutschlandmärchen von Dincer Gücyeter - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing




Unser Deutschlandmärchen 


von Dincer Gücyeter


Hanife ist mein Name. Ich bin die Tochter der Nomadin Ayşe. Sie kam aus Griechenland, als viele Menschen auf einmal das Land verlassen sollten. Zusammen mit vielen anderen Frauen wurde sie auf einem Pferdekarren auf den Marktplatz des Dorfes gefahren. Es gibt in unserem Glauben eine Regel, die den Männerschwänzen dient: Ein obdachloses Weib zu behüten, ist die Pflicht eines jeden Mannes. Die ersten Männer dieser Frauen waren im Krieg gefallen. Jetzt warteten hier die nächsten auf sie, mit ihren steifen Werkzeugen. Bekamen die Möglichkeit, das Gewissen ihrer Schwänze zu beruhigen. Ömer Bey nahm meine Mutter auf. In der ersten Nacht bespritzte er sie mit seinem Samen. … Ich war noch ein kleines Mädchen, da brachte Ömer Bey drei weitere Frauen in die Hütte. Meine Mutter hatte keinen Namen, sie war die Nomadin. Nomadin, koche die Wäsche … Nomadin, trage das Heu in den Stall … Nomadin, rupfe das Huhn … Nomadin, zieh die Hose runter … 


Eine türkische Familiengeschichte, die mit der Urgroßmutter und der Großmutter einleitend beginnt. Die nächste Generation wandert nach Deutschland aus – das gelobte Land, wo Milch und Honig fließt. Der Traum, den viele «Gastarbeiter» träumten: Arbeiten, viel Geld verdienen, nach Hause zurückkehren und ein Haus bauen. Und dann wurden aus den Gästen Einwohner. In Deutschland die Türken – in der Türkei die Deutschen – entwurzelt, nirgendwo wirklich zu Hause. Eine Familie, die sich bemüht hat, sich zu integrieren. Ein Zwiegespräch zwischen Sohn und Mutter – zwei völlig verschiedene Generationen, aber auch eine Abrechnung mit dem Heimatland und dem Machismo, mit der Erniedrigung der Frauen.


Zwiegespräch zwischen Mutter und Sohn


Ich werde in der Sippe fast zu einem staatlich geprüften Dolmetscher erklärt. Egal, wer beim Arzt, beim Rechtsanwalt, bei der Bank einen Termin hat, ich werde wie eine Aldi-Tüte mitgeschleppt. Besonders die Frauen in der Verwandtschaft geben keine Ruhe, mindestens zwei Arztbesuche gehören zum Wochenplan.


Die Mutter, Fatma, ein Arbeitstier, die sich für den Sohn eine bessere Zukunft wünscht. Eine Ausbildung als Handwerker, der sein gutes Geld verdient, der es besser macht, als der Vater, ein Taugenichts, der ständig etwas Neues anfängt und scheitert. Dessen Kneipe nach seinem Tod nur Schulden hinterlässt, die Fatma abzuzahlen hat. Sie hat sich in der Schuhfabrik, krankgeschuftet, nach oder vor der Arbeit und am Wochenende für den Bauern zusätzlich als Erntehelferin gearbeitet: Spargelstechen, Erdbeer- und Gurkenernte. Trotz allem kommt der Vater in seiner Naivität als sympathischer Träumer herüber. Der Sohn arbeitet bereits als Kind mit auf dem Feld, will seinen Anteil am Familieneinkommen geben, gehorsam macht er später eine Ausbildung als Werkzeugmacher. Doch er lebt seinen Traum, steigt aus und wird Dichter. «Du hattest deine Prinzipien … Vielleicht deshalb werde ich für dich immer auch eine Enttäuschung sein. … Je stärker du einen selbstsicheren Mann in mir sehen wolltest, desto mehr habe ich alles Maskuline abgelegt. So blieb ich in deinen Augen ein wenig halb, ein wenig machtlos, ein kleiner Versager!» Die Mutter befürchtet nämlich, das sich mit dem Interesse für Sprache und Theater die Gene des nichtsnutzigen Vaters nach vorn schieben würden.


Aufgewachsen in zwei Kulturen


Der Nussknacker von Aldi ist sehr beliebt in der Sippe, sehnsüchtig warten sie jeden Sommer auf dieses Geschenk, damit allein geben sie sich aber nicht zufrieden. Vieles, was sie im Fernsehen sehen, wollen sie von uns haben: Wasserkocher, Mikrowelle, Schnellkochtopf … Sachen, die ich selbst nicht besitze. Aber wie schon gesagt, um die gebrochenen Knochen kümmert sich keiner, alle glauben, die Fatma pflückt die deutsche Mark wie Birnen von den Bäumen.


In bildhafter Sprache, mit Worterfindungen und poetischen Einschüben und Gedichten legt Dinçer Güçyeter die Familiengeschichte offen. Berührend, humorvoll, beobachtend, mit herrlichen Anekdoten beschreibt er die Geschehnisse. Plastisch habe ich die Bilder im Kopf, wenn zur Ferienzeit in den Siebzigern und Achzigern die VW-Busse in die Türkei starteten. Dachgepäckträger, beladen mit Waschmaschinen, Koffern usw., vollbepackt mit Gepäck und Menschen, quälten sie sich mit ächzenden Stoßdämpfern die Autobahnen gen Süden hinauf. Und hier lesen wir die Sicht der Heimkehrer, die Last, das gesamte Dorf zu beschenken, damit man ein gutes Bild von sich gibt. Mitte der 60er-Jahre folgt die Mutter dem Vater nach Deutschland und er versprach ihr Wohlstand. Ein gutes Leben mit guter Arbeit. Die Arbeit für die Einwander war selten gut, hart haben sie für den deuschen Wirtschaftsboom geschuftet: Wenig Gehalt für kräftezehrende und schmutzige Arbeit, oft gesundheitsschädigend. «Unsere ausgeschabten Körper kannst du in einem Gastarbeitermuseum ausstellen: die Röntgenbilder unserer Knie, Arme, der Wirbelsäulen, der Hüften.» Den Sohn widert das patriarchale Männlichkeitsbild seines Herkunftslandes an, als «Schwanz-Welt» tituliert er es. Und er übt harsche Kritik an der religiösen Erziehung: «Man lernte zwar das arabische Alphabet, über die Bedeutung der Wörter wurde aber kein Wort gesprochen.» Religion und das Patriarchat gehören zusammen, ein Weltbild aus dem Mittelalter. Das kommt hier sehr deutlich zu Tage, wenn der Autor Frauenschicksale einfließen lässt.


Aus deinen Gesprächen mit Papa erfuhr ich, dass ihr Mann bei einem Arbeitsunfall auf einer Baustelle gestorben war, sie seitdem als Putzfrau arbeitete. Auch hier änderte sich die Regel nicht: Sie war jung, sie war schön, eine Frau, nie würde sie mit Ehre ihr Geld verdienen können und wurde schnell als Schmutzfleck abgestempelt. Andere Frauen saßen Tag und Nacht auf Balkonen, züchteten zwischen ihren Pobacken Würmer, waren auf das Geld ihrer Männer angewiesen, und wenn Fatma ihr eigenes Geld verdiente, konnte sie natürlich nur eine Schlampe sein.


Der Ritter der traurigen Gestalt

Es ist auch eine besondere Geschichte, eine besondere Familie. Vater Yilmaz beginnt in einer Gießerei zu arbeiten – zu anstrengend für ihn. Als Selbstständiger setzt er einige Projekte in den Sand, verschuldet sich. Der Onkel, der einen illegalen Puff eröffnet, Yilmaz, der dann eine gutlaufende Kneipe betreibt, in der die Männer das Geld versaufen, was ihre Frauen durch Knochenarbeit erarbeitet haben. Ein gutmütiger Mann, der allzu gern Kredite vergibt, auf den Deckel schreibt, Kredite vergibt – das alles akribisch in seinem Schuldnerheft festhält. Männer ohne Gewissen, mit dem Gehirn unter dem Bauchnabel, die den Wirt nach Strich und Faden ausnützen. Was nach seinem Tod bleibt, sind Schulden. Und Fatma geht mit dem Schuldnerbuch herum. Was dann geschieht, bricht dem Leser fast das Herz.


Unter ihnen ist ein Sänger mit Schnauzer und Pferdeschwanz… Ich halte von seinen Liedern nichts, er brüllt wie der Esel im Hof. Jede Menge Musikkassetten hat er in seinem Koffer mitgebracht. Yılmaz und er fahren von einer Kneipe in die andere und verkaufen seine Kassetten. Alle Einnahmen bekommt er, ich zahle das Benzin für das Auto, übernehme die Theke in der Kneipe, und er kommt nicht einmal auf die Idee, zwanzig Mark auf den Tisch zu legen. Alle klagen über das Unrecht in der Türkei, doch wenn es um das eigene Geld geht, sind alle die gleichen Geier.


Ist ja nur ein Deutschlandmärchen

Ein ungewöhnlicher Roman, der tief berührt, weil er so ehrlich ist und einen Blick aus dem Inneren zeigt. Fremde im neuen Land, Rassismus ausgeliefert, entwurzelt, Fremde im eigenen Land. Patriarchalische Strukturen, Religiosität contra der offenen Kultur in Deutschland. Der Druck der Community im fremden Land und aus der Heimat. Unwürdige Arbeitsplätze, abgearbeitete, zerschundene Körper. Träume von einem besseren Leben, zerschellt an der Realität. Wechselnde Perspektiven, erzählerisch eingebundene Fragmente, sprachliche Experimentierlust: Monologe, Dialoge, Kinderlieder, der Gastarbeiterchor, der Chor der duldend schweigsamen Mütter, Gebete, Briefe. Ein Gesellschaftsbild der sogenannten Gastarbeiter in Deutschland: auf der einen Seite eine Abrechnung mit dem politischen Versagen Deutschlands, mit dem rassistischen Gesellschaftsbild, Brandanschläge in Solingen und Mölln – auf der anderen Seite eine Abrechnung mit dem türkischen Gesellschaftsbild des Ursprungslandes – eben ein Zwitter aus zwei Kulturen, der es schonungslos auf den Punkt bringt. Ayşe, Hanife und Fatma – drei Generationen der Frauen seiner Familie, die Dinçer Güçyeter ans Licht holt, stellvertretend für die Frauen und ihre Geschlechterrollen. «Vielleicht gab es das alles gar nicht, vielleicht ist alles nun von mir erfunden», es ist ja nur ein Deutschlandmärchen. Oh doch, sage ich, es ist die reine Wahrheit, die sich in diesem hervorragenden Gesellschaftsroman verbirgt. Ein Bildungsroman über Migration, Rassismus und Misogynie– meine Empfehlung!


Eine Frau wird von ihrem Mann in den Brunnen geworfen, und die Leute merken es erst, als die Würmer durch den Spalt des Holzdeckels kriechen. Darüber wird geschwiegen. Eine Frau ersticht ihren Mann mit Grillspießen, während er beim Beten die Stirn auf die Secde legt, sie kommt hinter Gitter.


Dinçer Güçyeter, geboren 1979 in Nettetal, ist ein deutscher Theatermacher, Lyriker, Herausgeber und Verleger. Güçyeter wuchs als Sohn eines Kneipiers und einer Angestellten auf. Er machte einen Realschulabschluss an einer Abendschule. Von 1996 bis 2000 absolvierte er eine Ausbildung als Werkzeugmechaniker. Zwischenzeitlich war er als Gastronom tätig. Im Jahr 2012 gründete Güçyeter den ELIF Verlag mit dem Programmschwerpunkt Lyrik. Seinen Verlag finanziert er bis heute als Gabelstaplerfahrer in Teilzeit. 2017 erschien Aus Glut geschnitzt und 2021 Mein Prinz, ich bin das Ghetto. 2022 wurde Güçyeter mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnet. Er ist Vater von zwei Kindern und lebt in Nettetal. Über den Verlag mikrotext ist ein unabhängiger Verlag in Berlin für Texte mit Haltung und für neue Narrative, der 2013 von Nikola Richter gegründet wurde. Mit diesem Roman gewann er den Preis der Leipziger Buchmesse 2023.



Dinçer Güçyeter
Unser Deutschlandmärchen
Zeitgenössische Literatur, Gesellschaftsroman, Bildungsroman, Migration
Hardcover, 216 Seiten
Mikrotext-Verlag, 2022



Zum Thema: 

Dschinns von Fatma Aydemir

Vor dreißig Jahren kam Hüseyin nach Deutschland. Er hat hart gearbeitet, und nun in Rente erfüllt er sich seinen Traum: eine Eigentumswohnung in Istanbul. Seine älteste Tochter, Sevda, soll kommen, er will sie um Verzeihung bitten. Sorgsam hat er alles eingerichtet, nun kann Emine anreisen, sie werden ihre Kinder und Enkel einladen – doch im letzten Augenblick erleidet Hüseyin einen Herzinfarkt. Zur Beerdigung reist seine Familie aus Deutschland an. Ein Gesellschaftsroman, Bildungsroman, Familienroman – eine Einwanderungsgeschichte, Migration, ein Roman, der berührt! Sechs Personen, eine Familie, aber sechs verschiedene Geschichten, obwohl alles mit allem zusammenhängt. Empfehlung!

Weiter zur Rezension:   Dschinns von Fatma Aydemir


Zeitgenössische Literatur

Hier verbirgt sich manche Perle der Literatur. Ich lese auch mal einen Bestseller, natürlich, aber mein Blick ruht  immer auf den kleinen Verlagen, auf den freien Verlagen. Sie trauen sich was - und diese Werke sind in der Regel besser als der Mainstream der meistgekauften Bücher …
Zeitgenössische Romane


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Doppeltes Spiel von K.L. Slater

Intro mit KI erstellt   Ein luxuriöser Wolkenkratzer mit dem Namen Orbit, in dem die Reichsten der Reichen zusammenkommen: hier arbeitet die attraktive Alicia als Kellnerin. Als der charismatische Eigentümer des Orbit ihr das Angebot macht seine Freundin zu spielen und dafür ein großzügiges Gehalt zu erhalten, in seinem riesigen Apartment im Orbit zu wohnen, nimmt sie an. Immerhin ist es nur ein Spiel, denn er braucht eine Begleitung, will sich vor den vielen Frauen schützen … bis das Spiel plötzlich mehr zu sein scheint. Langweilig, uninteressant, voller Klischees, sprachlich kraftlos – mehr muss ich nicht sagen.  Weiter zur Rezension:   Doppeltes Spiel von K.L. Slater 

Rezension - Königin der Nacht – Ein kurzes Buch über meine Mutter von Lukas Bärfuss

Nach «Vaters  Kiste» hat Lukas Bärfuss nun in einem autobiografischen Essay mit dem Leben seiner Mutter abgerechnet. «Eine Mutter ist, was man nicht loswird. Auch nicht mit dem Tod.» 1971 in Thun geboren, die Mutter wohnt eher allein mit ihrem Sohn, bzw. mit vielen Männern. Lukas Bärfuss wächst im Rotlichtmilleu auf; seine Mutter war eine Frau ohne Bildung, die von ihrem Freiheitsverlangen getrieben wurde, in das der Sohn nicht hineinpasste. Tagsüber reinigte sie in einem Autohaus die Wagen, die aus der Reparatur kamen, am Abend stand sie an einer Rotlicht-Bar. Als sie älter war, arbeitete sie als Putzfrau und in einer Wäscherei. Der Junge war nie gewollt, so wurde er auch behandelt – als Rabenmutter titulierte sie sich sogar selbst. Eine Mutter, die ihn hat sitzen lassen in seiner Kindheit und ein System, das dieses Kind hängenließ. Ein wundervolles Buch, schnörkellos geschrieben, das sehr zu Herzen geht. Weiter zur Rezension:    Königin der Nacht – Ein kurzes Buch ...

Rezension - Lázár von Nelio Biedermann

  «Ein wirklich großer Schriftsteller betritt die Bühne, im Vollbesitz seiner Fähigkeiten.», so wird von ihm geschrieben. Nelio Biedermann schreibt mit 20 Jahren sein erstes Buch und das Manuskript geht in die Versteigerung – die Verlage überbieten sich, es wird in 20 Sprachen verkauft, man redet über ein sechsstelliges Vorschusshonorar – über den neuen Thomas Mann . Uff. Ich war gespannt. Mich konnte der Familienroman nicht überzeugen – leider. Weiter zur Rezension:    Lázár von Nelio Biedermann

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Rezension - Leere Häuser von Brenda Navarro

Intro mit KI erstellt Nur für einen kurzen Moment war seine Mutter in die Nachrichten auf ihrem Mobiltelefon vertieft gewesen, als der dreijährige Daniel vom Spielplatz verschwindet. Eine Unbekannte hat den Jungen mitgenommen und sich so den ersehnten Kinderwunsch erfüllt. Sie nennt ihn Leonel. Beide Frauen erzählen von ihrem Schmerz, ihrer Verzweiflung und ihren Schuldgefühlen. Beide reflektieren ihre Liebesbeziehungen und Lebensträume. Psychologisch gut aufgebaut, hervorragender Roman, lateinamerikanische, feministische Literatur . Weiter zur Rezension:    Leere Häuser von Brenda Navarro

Rezension - Die Unbehausten von Barbara Kingsolver

  Gesprochen von Vera Teltz Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 16 Std. und 23 Min. Die amerikanische Mittelschicht geht am Krückstock – sehr fein beschrieben in diesem Roman. Alles scheint herum um Willa Knox zusammenzubrechen: Als freie Journalistin steht sie ohne Aufträge da. Ihren Job hatte sie verloren, weil kaum noch Zeitungen gekauft werden. Ihr Mann Iano verliert seine Professur, Sohn Zeke, als Absolvent der Harvard Business School der große Hoffnungsträger der Familie, ist gerade Vater geworden; seine Frau jedoch kurz nach der Geburt Suizid verübt hat. Und ihr schwerkranker Schwiegervater schwärmt vom «Megafon», der gerne Präsident werden möchte, dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Doch dann erbt Willa von ihrer Tante ein Haus, und das Haus könnte ihre Rettung sein. Weiter zur Rezension:   Die Unbehausten von Barbara Kingsolver

Rezension - The Shards von Bret Easton Ellis

  Dieses Buch ist mächtig! Mächtig gut geschrieben auf der einen Seite und mit 736 Seiten mächtig aufgebläht. Der Icherzähler Bret Easton erzählt eine traumatische Geschichte aus seiner Highschoolzeit, in der ein Serienmörder sein Unwesen treibt. Das Setting ist eine Schule der Reichsten der Superreichen in LA 1989. Sex and Drugs and Rocken Roll. Diese Jugendlichen fahren Luxuskarren, tragen Edelmarken und Sneakers für 300 Dollar. Sie knallen sich den ganzen Tag lang voll mit Marihuana, Quaaludes, Koks, Speed-Pillen, Alkohol oder Valium, am besten durchmischt, langweilen sich bei Poolpartys und ausgiebigem Sex; Hollywoodstars gehen in den Elternhäusern ein und aus. Bret ist sich bald sicher, dass Robert, der Neue, dieser Serienmörder ist. Stilistisch exzellent, aber eben auch ausufernd. Mir hätte der Roman gekürzt auf 200-300 Seiten besser gefallen. In der Länge geht für mich die Spannung verloren, die eigentlich erst im letzten Viertel anzieht.  Weiter zur Rezension:  ...

Rezension - Generation Glücklich: Dein Handbuch für mehr Spaß und Freiheit in einer Welt voller Bildschirme von Jonathan Haidt und Catherine Price

Stell dir vor, du wächst auf in einer Welt voller Smartphones , Likes und endlosem Scrollen, als wäre das Handy an der Hand festgewachsen. Das Handy ist das Erste, was du morgens, und das Letzte, was du abends anschaust – ganz schön viel für ein Kind, oder? «Generation Glücklich» richtet sich an Kinder zwischen 9 und 12 Jahren, die genau in dieser Welt ihren eigenen Platz finden wollen – ohne sich dabei virtuell selbst zu verlieren. Medienkompetenz , Selbstsicherheit, Selbstständigkeit im Umgang mit Medien – Fallstricke kennenlernen, Mechanismen auf Social Media verstehen an Hand von Comics und Übungen. Zu verstehen, wie Social Media funktioniert und wie sie das Gehirn verändert . Empfehlung!  Weiter zur Rezension:     Generation Glücklich: Dein Handbuch für mehr Spaß und Freiheit in einer Welt voller Bildschirme von Jonathan Haidt und Catherine Price

Rezension - Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling

  Gesprochen von Marc-Uwe Kling Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer, 6 Std. und 27 Min. Die Känguru-Werke, Band 5  Neues vom Känguru! Der Kinderbuchautor (Kleinkünstler Richtung Comedy im Zweitberuf ;-) ), Marc-Uwe Kling und das Känguru rebellieren: bissig, politisch und brandaktuell. Scharfzüngiger Humor, pointierte Gesellschaftskritik und jede Menge Lacher mit dem Aufruf zur Rebellion. Scharf auf die aktuelle Politik geschaut und analysiert – Comedy mit Niveau und mit Haltung. Empfehlung! Weiter zum Verlag:    Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling 

Rezension - Impossible Creatures von Kathrine Rundel Der vergiftete König

Intro mit KI erstellt   Dieses Mal steht neben Christopher das Mädchen Anya im Vordergrund. Ihr Großvater, der König, wird heimtückisch ermordet. Ihr Vater wird des Mordes beschuldigt und als Anya selbst in Gefahr gerät, muss sie fliehen. Gemeinsam mit Christopher, dem Hüter der Fabelwesen, muss sie nun ihren Vater retten und das magische Reich vor dem Untergang bewahren. Spannende Fantasie ab 10 Jahren! Weiter zur Rezension:   Impossible Creatures von Kathrine Rundel Der vergiftete König