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Lindis und der verschwundene Honigtopf von Viola Eigenbrodt - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Lindis und der verschwundene Honigtopf 


von Viola Eigenbrodt 


Bendix, der Häuptling des Keltendorfs Taigh, ist außer sich: Jemand hat seinen Honigtopf gestohlen! Lindis, der Ziehsohn der Dorfdruidin Kundra und dessen Freunde Finn und Veda wollen der Sache auf den Grund gehen. War der Dieb hinter der wertvollen Amphore her oder hinter deren speziellem Inhalt? War es einer der fahrenden Händler? Und dann ist auch noch die kleine Tochter der Sklavin verschwunden! Unter dem Vorwand, fischen gehen zu wollen, machen sich die drei Jugendlichen heimlich auf die Suche nach den Händlern und kommen dabei einem Geheimnis auf die Spur …


Drei kleine Detektive

Für das Setup hat sich Viola Eigenbrodt ein keltisches Dorf gewählt, das sich in der Nähe eines römischen Militärlagers befindet, in der Zeitebene 30-40 Jahre vor Christi. Drei Freunde, drei Außenseiter. Lindis ist ein Findelkind, der von der Druidin aufgenommen worden war, sich bereits mit seinem mediterranen Aussehen von den anderen unterscheidet. Eine Druidin hat eine besondere Stellung im Dorf, ist umgeben von Mythen und Kräften und sollte ihr besser Respekt zollen. Veda ist die Tochter des Häuptlings, von der Mutter herausgeputzt, so dass sie sich ebenfalls optisch von den Kindern unterscheidet, nicht alle wilden Spiele mit ihrer feinen Kleidung mitmachen kann – und man traut ihr nicht – sie könnte dem Vater petzen, was die anderen Kinder so anstellen. Finn wird von seinem Vater sehr eingenommen in der Schmide, da der Vater nichts von Müßiggang hält. Zunächst werden die Freunde vorgestellt, das Dorf mit seiner Umgebung, und dann geht es hinaus ins Abenteuer. 


Alltag von Kindern zur Keltenzeit 

Die Geschichte ist kurz und spannend geschrieben, wir tauchen ein in die Zeit der Kelten, erfahren etwas über ihre Lebensweise. Gleichzeitig ist das Buch ein Kinderkrimi und wir knobeln, helfen, das Rätsel zu lösen. Der Honigtopf ist eigentlich eine griechische Weinamphore, künstlerisch gelb-rot-schwarz-weiß bemalt, der Handel quer durch die Welt hat bereits zu dieser Zeit funktioniert. Ein Militärlager ist nicht ganz ungefährlich, so stellen die Kinder fest; und es gibt hier eine Menge zu sehen, nicht nur Soldaten. Der Alltag für Kinder zur Keltenzeit ist gut vorstellbar – noch schöner wäre es gewesen, wenn das Kinderbuch illustriert wäre. Am Ende geht es mir ein wenig zu einfach, das Rätsel ist geschwind gelöst. Insgesamt aber sehr lesenswert. Die Altersempfehlung der Autorin liegt bei ‎10 – 14 Jahren. Von mir gibt es die Empfehlung 9 – 12 Jahre, da es eine sehr kurze Geschichte ist, 130 Seiten im Pocketformat mit großer Schrift, die auch inhaltlich wie sprachlich kindgerecht gestaltet ist, verständlich erklärt. Am Ende gibt es ein Glossar, das Begriffe und historische Personen erklärt. Das Kinderbuch ist der Auftakt zu einer Serie. Lindis, Finn und Veda werden sicher weitere Rätsel zu lösen haben, die uns Spaß bringen. Empfehlung!


Viola Eigenbrodt hat viele Jahre als freie Journalistin für Kulturseiten verschiedener deutscher Tageszeitungen und Magazine Künstlerporträts, Rezensionen und Berichte über kulturelle Veranstaltungen verfasst. In Südtirol, Meran, und begann sie, erste Geschichten, Märchen für Freunde und Biografien zu verfassen. Seit 2012 wohnt sie wieder in Deutschlandderzeit der Nähe von Stuttgart. Sie schreibt Cosy-Krimis, die im Alpenraum angesiedelt sind, phantastische Geschichten und Entwicklungsromane. Sie arbeitet für verschiedene VHS´ der Region und ist als Dozentin für Kreatives Schreiben bei der Hector Hochbegabten Stiftung in Leonberg tätig. Hier können kleine Detektive ihre eigenen Krimis schreiben oder in Archäologie Workshops viel über die Geschichte ihrer Region lernen und in der Praxis Scherben zusammen setzen, Schmuck herstellen oder Tierfiguren modellieren.



Viola Eigenbrodt 
Lindis und der verschwundene Honigtopf
Serie: Die merkwürdigen Fälle von Lindis, dem Keltenjungen, Band 1
Kinderkeltenkrimi, Historischer Roman, Kinderbuch, Kinder- und Jugendliteratur
Taschenbuch, Pocketformat, 130 Seiten, 10.16 x 15.24 cm
Altersempfehlung: der Autorin: ‎10 – 14 Jahre; von mir: 8 – 12 Jahre





Bilderbücher, Kinderbücher Vor- und Grundschule 5 - 10 Jahre





Kinder- und Jugendbücher - 10 bis13 Jahre





Kinder- und Jugendliteratur

Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! Hier geht es zu den Rezensionen.
Kinder- und Jugendliteratur


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