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Ein ungezähmtes Tier von Joël Dicker - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing





Ein ungezähmtes Tier 


von Joël Dicker

gelesen von Torben Kessler
Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 9 Std. und 56 Min.



Ich wollte aus einem Panther einen Schoßhund machen. Doch wilde Tiere sind wie Menschen. Man kann sie zähmen, schminken, verkleiden. Man kann sie mit Liebe und Hoffnung nahren. Ihre Natur aber kann man nicht verändern.

Zwei befreundete Ehepaare mit je zwei Kindern, die in Genf wohnen sind in diesem Thriller die Hauptpersonen: Arpad und Sophie Brown, beide 40 Jahre alt, mit guten Jobs im Finanzwesen und als Anwältin, mit einem schicken Haus, dem «Glashaus»; ein betuchtes Paar. Greg und Karine Liégean, geringfügig älter, sie Verkäuferin, er Polizist, bei der Spezialeinheit Tigris. Doch diese heile Welt ist brüchig, denn an Apard klebt eine kriminelle Vergangenheit, die mit einem Juwelenraub in Verbindung steht. Und dann taucht eines Tages ein Mann auf, der an der Vergangenheit der Browns kratzt… 

Geschickt mit Zeitebenen gespielt

Greg hat sich irgendwann in die schöne Sophie verguckt und beobachtet sie vom Waldrand aus in ihrem «Glashaus». Eine Polizeieinheit beobachtet Arpad – hat hat ihn längst auf dem Schirm. Wie gewohnt spielt Joël Dicker mit verschiedenen Zeitebenen und erzählt so eine Geschichte aus der nahen Vergangenheit, wie die beiden Paare sich kennenlernen, die an die andere Story aus der weit zurückliegenden Vergangenheit anschließt. Stück für Stück werden Zusammenhänge klarer – aber auch in der Gegenwart wird ein Raub geplant. Es beginnt eine dritte direkte Ebene, die rückwärts läuft: 20 Tage vor dem Raubüberfall, die immer weiter heranrückt … Das macht der Autor geschickt, hält so die Spannung und blättert die Figuren langsam in Etappe auf, setzt überraschende Wendungen ein. Manchmal greift er ein bisschen tief in die Klischeekiste, was man in diesem Plot verzeihen kann. Ein Kriminalroman, mit dem man gut unterhalten wird. Bei Dicker weiß man nie, ob das Buch gelungen ist – dieses Mal kann ich den Thriller empfehlen, auch wenn er nicht an «Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert» herankommt. Spannende Kriminalliteratur. 


Joël Dicker wurde 1985 in Genf geboren. Seine Bücher «Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert» und «Die Geschichte der Baltimores» wurden weltweite Bestseller und über sechs Millionen Mal verkauft. Für «Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert», das in Frankreich zur literarischen Sensation des Jahres 2012 wurde und dessen Übersetzungsrechte mittlerweile schon in über 30 Sprachen verkauft wurden, erhielt Dicker den Grand Prix du Roman der Académie Française sowie den Prix Goncourt des Lycéens. Mit „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ und „Das Geheimnis von Zimmer 622“ konnte er an seine Erfolge anknüpfen und schaffte es ebenfalls auf die Bestsellerlisten.




Joël Dicker 
Ein ungezähmtes Tier 
gelesen von Torben Kessler
Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 9 Std. und 56 Min.
Originaltitel: Un animal sauvage 
übersetzt von Michaela Meßner, Amelie Thoma 
Thriller, Kriminalroman, Kriminalliteratur, Kriminalroman, Schweizer Literatur 
whispersync, 2025
Verlag Piper, 426 Seiten, 2025




Die Affäre Alaska Sanders von Joël Dicker

Dies ist die Fortsetzung zu «Die Wahrheit von Harry Quebert» – zwei voneinander unabhängige Geschichten. Mir hatte der Roman um Marcus Goldman damals sehr gut gefallen, weil er so wendungsreich war – was ich für den Nachfolger ebenso versprechen kann. Und ja, da ist er wieder, auf Niveau des ersten Romans! Wir erinnern uns an den Schriftsteller Marcus Goldman und Sergeant Perry Gahalowood, die sich während der Ermittlung anfreunden. Und dieses Mal untersuchen sie gemeinsam als Team einen alten Mordfall, der abgeschlossen ist, der Täter bereits im Gefängnis schmort. Doch neue Erkenntnisse werfen die Frage auf: Wurde seinerzeit der Falsche verurteilt? Spannend und wendungsreicher Krimi!

Weiter zur Rezension:   Die Affäre Alaska Sanders von Joël Dicker




Krimis und Thriller

Ich liebe Krimis und Thriller. Natürlich. Spannend, realistisch, gesellschaftskritisch oder literarisch, einfach gut … so stelle ich mir einen Krimi vor. Was ihr nicht oder nur geringfügig bei mir findet: einfach gestrickte Krimis und blutrünstige Augenpuler.
Krinis und Thriller

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