Direkt zum Hauptbereich

Posts

Posts mit dem Label "Montana" werden angezeigt.

Rezension - Der Stein fällt, wenn ich sterbe von Joe Wilkins

  Ein Roman, in den man hineinfällt, ein literarischer Thriller, ein Western, ein Epos, das zu meinen Lesehighlites des Jahres gehört. Bull Mountains, Montana, zwei Stränge, die unheilvoll miteinander verbunden sind. Der vierundzwanzigjährige Wendell Newman hat vor kurzem seine Mutter verloren, sein Vater Verl ist seit Jahren verschwunden, nachdem er in unbändiger Wut auf den verhassten Staat einen Wildhüter erschossen hatte. Die Lehrerin Gillian lebt allein mit ihrer Tochter Maddy, ihr Mann, ein BLM-Ranger, wurde von Verl niedergestreckt. Blaues gegen rotes Amerika, Hillbillys gegen Naturschützer, ein unsagbar guter Westen, ein Western-Thriller, ein Roman, der so tief und empathisch in die Auseinandersetzung seiner Protagonisten hineingeht. Mehr als eine Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Der Stein fällt, wenn ich sterbe von Joe Wilkins

Rezension - Keine Ruhe in Montana von James Lee Burke

  Detective Dave Robicheaux, Molly, seine Frau, und sein bester Freund Clete, wollen sich in Montana auf der Ranch eines Freundes beim Fischen erholen. Himmlische Ruhe in den kühlen Bergen, Flüsse, Seen, schneebedeckte Gipfel, was sollte es Schöneres geben? Doch kurz darauf machen die Freunde direkt hinter der Ranch einen grausigen Fund: ein brutal ermordetes Studentenpaar. Der örtliche Sheriff bittet Dave um Mithilfe, da er den Verdacht hat, hier liegt mehr im Busche – es hat ähnliche Morde in der Gegend gegeben – und darüber hinaus gibt es in anderen Staaten Morde, die in dieses Muster passen könnten, findet Dave heraus. Ein grandioser Krimi, wortgewaltig, bildgewaltig, ein literarischer Krimi vom Feinsten – eben ein Burke; diesmal mit leichten Abstrichen.  Weiter zur Rezension:    Keine Ruhe in Montana von James Lee Burke

Rezension - Big Sky Country von Callan Wink

  «Der neue Hemingway für unsere Zeit» wird Callan Wink in den USA hochgelobt. Raus aus dem Männlichkeitswahn, weg von der Pflicht, als Sohn den Job des Vaters zu übernehmen – die Farm zu übernehmen. Ein großartiger Roman war angekündigt. Bis zur Mitte habe ich mich eher gelangweilt, dann hat mich die Geschichte gepackt und kurz danach leider wieder verloren. Das Original heißt schlicht «August», nach seinem Protagonisten, was ich passender finde. Denn es geht hier um August – um nichts anderes – ein Coming-of-Age-Roman im ländlichen Montana. Ein Bildungsroman, der die Trostlosigkeit des Lebens schildert: Einsame Farmen und Ranchen mit kargen Einkommen; Arbeit und Saufen bestimmt das Leben – die Frauen sind längst abgehauen. «Mantana – wo die Männer Männer sind, und die Frauen auch.»  Weiter zur Rezension:    Big Sky Country von Callan Wink