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Posts mit dem Label "Anne Thomas" werden angezeigt.

Rezension - Der Freund von Tiffany Tavernier

  Mit dem Haus im Grünen hat sich Thierry einen Traum erfüllt. Zusammen mit Élisabeth genießt er die Ruhe und Abgeschiedenheit des Wohnens nahe einem Wald. Die einzigen Nachbarn weit und breit, gleich nebenan, Guy und Chantal. Eins Tages im Morgengrauen stürmt die Polizei das Gelände. Die Nachbarn und gute Freunde, werden in Handschellen abgeführt. Was haben sie getan? Journalisten belagern das Gelände. Ein psychologischer Kriminalroman , der sich mit den Folgen der «Opfer» befasst, denn letztendlich sind die schockierten Freunde auch Opfer des Massenmörders. Weiter zur Rezension:    Der Freund von Tiffany Tavernier

Rezension - Durch die dunkelste Nacht von Hervé Le Corre

  Noir pur, Hardboiled – ein Krimi für starke Nerven, der in drei Perspektiven geteilt ist, die sich begegnen werden. Jourdan, ein desillusionierter Polizeikommandant, kann den ganzen Dreck, der ihm täglich auf Bordeaux Straßen begegnet, nicht mehr sehen. Die alleinerziehende Louise, die sich nach dem Unfalltod ihrer Eltern und Jahren in der Drogenszene mühsam ein neues Leben mit ihrem kleinen Sohn aufgebaut hat, wird immer wieder von ihrem Ex bedroht, der ihr auflauert, sie verprügelt. Ein Killer - von zerstörerischer Wut getrieben - ermordet in den Straßen von Bordeaux Frauen. Jede der drei Protagonist:innen durchlebt ihre eigene, ihre dunkelste Nacht … Jeder dieser Figuren hat Gewalterfahrung, die etwas aus ihnen macht. Das ist realistisch beschrieben, ohne voyeuristisch daherzukommen. Meine Empfehlung für diesen politischen Gesellschaftsroman. Weiter zur Rezension:    Durch die dunkelste Nacht von Hervé Le Corre 

Rezension - Unter Raubtieren von Colin Niel

  Martin arbeitet als Ranger im Pyrenäen-Nationalpark, setzt sich massiv für die Erhaltung der Arten ein. Der engagierte Tierschützer stößt er eines Tages bei Facebook auf das Foto einer jungen Frau, die sich mit einem Hightec-Jagdbogen vor einem erlegten Wüstenlöwen mit schwarzer Mähne in der afrikanischen Savannenlandschaft präsentiert. Er will sie zur Rechenschaft ziehen. Komuti ist ein Himba, der im Nordwesten Namibias lebt. Weitere Protagonisten: Löwe Charles und Bär Cannellito. Ein außergewöhnlicher Noir-Thriller superspannend: Realismus, komplexe Figuren und eine vielschichtige Handlung, ein Roman mit schwarzer Seele. Heranpirschen an diesen Autoren, der mich auch mit diesem Ökothriller überzeugte. Die Jagdsaison ist eröffnet! Unbedingt lesen! Weiter zur Rezension:    Unter Raubtieren von Colin Niel 

Rezension - Taqawan von Éric Plamondon

  Kanada, Quebec: Als Océane an ihrem fünfzehnten Geburtstag von der Schule nach Hause kommt, wird sie Augenzeugin einer brutalen Razzia. Es ist der 11. Juni 1981. Die Polizei beschlagnahmt die Fischernetze der Mi'gmaq, die seit Jahrtausenden vom Lachsfang leben. Viele werden verhaftet, es gibt Tote. Québec, ganz Kanada ist in Aufruhr. Kurz darauf findet der Ranger Leclerc ein indigenes Mädchen, das mehrfach vergewaltigt wurde. Im Vordergrund des Romans steht der Kolonialismus, der Lachskrieg, und es ist eine Mischung zwischen Kriminalgeschichte, hartem Noir, Abenteuergeschichte, Erdgeschichte, Weltgeschichte, Essay, Nature Writing. Zwischen die Erzählung werden immer wieder Fragmente eingeschoben. Naturbeschreibungen, Historisches, Soziologisches; ein gelungenes Experiment. Empfehlung!  Weiter zur Rezension:    Taqawan von Éric Plamondon

Rezension - Nur die Tiere von Colin Niel

  Évelyne Ducat verschwindet eines Tages spurlos in einer Kleinstadt im französischen Zentralmassiv. Gerüchte kursieren durch die Gassen. Ein Noir-Thriller, den man unbedingt lesen sollte – denn es ist schlicht ein genialer Roman. Auch wenn er der Kriminalliteratur zuzuschreiben ist, werden Literaturliebhaber ihre Freude an dem Buch haben. Letztendlich ist es Milieustudie der armen ländlichen Regionen in der Provence – eine Suche nach Liebe und Anerkennung von Menschen, die in einem Sog von Einsamkeit vor die Hunde gehen. Ein geschickt konstruierter Plot – ein Drama mit tiefsinnigem Humor, französische Literatur vom Feinsten! Weiter zur Rezension:    Nur die Tiere von Colin Niel