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Posts mit dem Label "Blessing Verlag" werden angezeigt.

Rezension - Der Fluch des Hasen von Bora Chung

  Bora Chungs «Der Fluch des Hasen» entzieht sich jeder literarischen Schublade und verwischt die Grenzen zwischen den Genres, ob magischer Realismus, literarischer Horror, Phantastik oder Speculative Fiction. Diese Kurzgeschichten sind klasse! Skurrile, unheimliche, intelligente Geschichten, die uns mit Gänsehaut überziehen. Die Titelgeschichte fand ich genial! Ein einfacher geliebter Haushaltsgegenstand ist mit einem Fluch belegt und bringt nun Unglück in eine Familie. Oder eine heftige Mensch-Android-Liebesgeschichte.  Oder «Narben», ein düsteres, gemeines Märchen. Klasse! Weiter zur Rezension:    Der Fluch des Hasen von Bora Chung 

Rezension - Nest von Roisín O’Donnell

  Ein einziger mutiger Moment kann ein ganzes Leben verändern. Zu lange hat ihr Mann sie bestimmt! Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, lässt sie die Kleidung von der Wäscheleine nehmen, ins Auto schmeißen, ihre zwei kleinen Töchter ins Auto setzen und dann fährt sie davon. Nur wohin? Die erste Nacht verbringen sie im Auto und am nächsten Tag meldet sie sich obdachlos, den dreien wird ein Hotelzimmer zugewiesen. Ihr Mann Ryan schäumt vor Wut. Ein spannender Roman, der sofort hineinzieht, ein emotionaler Stoff, coercive Control , authentisch dargestellt. Psychische Gewalt ist Gewalt; das stellt dieses Buch eindringlich dar.  Weiter zur Rezension:    Nest von Roisín O’Donnell

Rezension - Ein Ring aus hellem Wasser von Gavin Maxwell

  Meine Jahre an Schottlands wilder Westküste Ein Klassiker des Nature Writing – was für ein Kultbuch! Was für ein «crazy» Typ! Das Buch erschien erstmals 1960 im Original, 1964 in der Übersetzung, wurde 1969 unter dem Titel «Mein Freund, der Otter» verfilmt. Maxwell, der ein altes Cottage zu bezieht, das ehemalige Heim eines Leutturmwärters, abgelegen in wilder Natur. Der, der mit den Ottern lebt: Mijbil und Edal. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Ein Ring aus hellem Wasser von Gavin Maxwell

Rezension - Jetzt-ergebe-ich-mich-und-das-ist-alles von Álvaro Enrigue

  Dieser historische Roman widmet sich sehr intensiv den Apachen, dem Völkermord. Wo soll man bei diesem hochkomplexen Werk anfangen? Álvaro Enrigue beschreibt in seinen Roman eine eigene Reise durch die Zeit. Er begab sich 2017 mit seiner Familie auf eine Fahrt zu den historischen Schauplätzen im Grenzgebiet zwischen der USA und Mexiko. Sie besuchten die Gräber von Naiche und Gerónimo. Recherchen und Gedanken fließen ein und so ganz nebenbei blättert sich neben der Geschichte der Apachen auch die der USA und Mexiko auf, die mit der der Apachen eng verflochten ist. In zwei fiktiven Strängen wird eine junge Mexikanerin von Apachen entführt, muss sich nun in diesem Leben zurechtfinden. – Ein skurriler Suchtrupp soll sie und die gestohlenen Rinder zurückbringen, eine Jagd durch die Apachería. Gerónimo, Gokhlayeh oder Goyathlay, Schamane der Chiricahua. Weiter zur Rezension:  Jetzt-ergebe-ich-mich-und-das-ist-alles von Álvaro Enrigue