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Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Intro mit KI erstellt



Die Jagd nach den magischen Münzen 


von Jessie Burton



Die 12-jährige Bo Delafort ist eine «Schlammschwalbe» – Menschen die an der Themse leben, arbeiten als Schlammsucher, sie graben im Schlamm nach kleinen Schätzen und Angeschwemmtem, was man verwerten kann. Als Bo eine schimmernde Münze im Schlamm des Flusses findet, meint sie, der Fluss würde mit ihr sprechen. «Du wirst nicht verlieren …» raunt er ihr zu. Aber was bedeuten die Worte? Ein sehr wertvolles Metall aus Silber, das einen Mond trägt und viele Edelsteine. Ein ziemlich wertvoller Fund. Das Geld können sie und ihre Mutter gebrauchen, denn ihr großer Bruder wird an diesen Tag in den Krieg ziehen. Sein Einkommen wird fehlen.


Tote zum Leben erwecken

Der Junge Billy, vom gegenüberliegenden Ufer, erzählt die Geschichte um zwei Münzen, die zusammengehören: Mond und Sonne, der Familienschatz der Muncaster.  Hat man beide, kann bei einer Sonnenfinsternis einen Toten ins Leben zurückholen. Die Lösung, was zu tun ist, soll sich in einer alten Ballade zu finden sein. Und eine Sonnenfinsternis steht bevor. Schon verfolgt der alte Muncaster Bo, stellt sich ihr in den Weg und bietet ihr eine Menge Geld für die Münze. Er will den Familienschatz zurückhaben.
 

Eine insgesamt spannende Fantasy mit Tiefgang

Werden Bo und Billy die zweite Münze finden? Es gibt so einige Protagonisten, die nach den Münzen jagen, um eine geliebte Person aus dem Totenreich zurückzuholen. Wer wird das Rennen machen und ist das überhaupt möglich? Das Setting, London im Jahres 1918; auch junge Männer werden in den Krieg berufen – sterben. Atmosphärisch kommt diese Zeit gut herüber, stark emotional gehalten. Der Verlust von einem geliebten Menschen ist das Thema, loslassen zu können. Es beginnt sehr spannend, flaut dann ein bisschen ab und zieht zum Ende wieder an. Geschichtlich taucht das Jugendbuch atmosphärisch ein mit ein paar Eckdaten, aber als historisch kann man es nicht bezeichnen. Bo, die Hauptfigur, ist gut herausgearbeitet; die drei wichtigen Nebenfiguren verblassen allerdings dahinter. Eine insgesamt spannende Fantasy mit Tiefgang. Inhaltlich und schriftstellerisch ist das Buch hochwertig. Der Carlsen Verlag gibt eine  Altersempfehlung ab 10 Jahren. An manchen Stellen braucht es für mich eine gewisse Reife, auch hat das Jugendbuch dunkle Züge. Darum meine Empfehlung: ab 12 Jahren.


Jessie Burton ist eine internationale Bestsellerautorin, deren Bücher, u.a. Die Magie der kleinen Dinge und Das Geheimnis der Muse in über vierzig Sprachen übersetzt sind. Die Jagd nach den magischen Münzen ist ihr erstes Kinderbuch, das jetzt auch auf Deutsch erscheint.



Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton
Originaltitel: Hidden Treasures
Aus dem Englischen übersetzt von Annette von der Weppen
Jugendbuch, Fantasy, Trauerbewältigung
Hardcover, 272 Seiten, Farbschnitt
Carlsen Verlag, 2026
Altersempfehlung: ab10 Jahren (Verlag) – meine Empfehlung: ab 12 Jahren




Fantasy, Fantastic, Dystopien

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