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Posts mit dem Label "Orlanda Verlag" werden angezeigt.

Rezension - Bei Salma zu Hause von Danny Ramadan und Anna Bron

  Salma lebt seit einem Jahr, elf Monaten und sechs Tagen zusammen mit ihrer Mutter in Hamburg. Jetzt endlich kann der Vater nachkommen und ihre neue Wohnung bewundern, die Mama und Salma liebevoll für ihn eingerichtet haben – sogar mit selbst gebastelten Laternen. Salma freut sich so auf das Wiedersehen mit Baba, aber sie macht sich auch Sorgen. Was, wenn er Syrien so sehr vermisst, dass er sie und Mama wieder verlässt? Thematik Migration ab 6 Jahren. Weiter zur Rezension:    Bei Salma zu Hause von Danny Ramadan und Anna Bron

Rezension - In allen Spiegeln ist sie Schwarz von Lolá Ákínmádé Åkerström

  Kemi, Brittany-Rae und Muna: drei Frauen leben in Schweden – drei völlig unterschiedliche Lebenswelten; eins haben sie gemeinsam: Sie sind schwarz und nicht in Schweden geboren. Ihre Ausgangssituationen können kaum unterschiedlicher sein. Trotzdem beginnen sich ihre Leben auf unerwartete Weise zu überschneiden – in Stockholm, einer als liberal geltenden Stadt. «In allen Spiegeln ist sie Schwarz» erzählt die schwierigen Themen Migration, Rassismus, Sexismus und Identität mit Leichtigkeit; obwohl nichts komplexer ist als dieser Themenbereich. Spannender zeitgenössischer Roman. Empfehlung!  Weiter zur Rezension:   In allen Spiegeln ist sie Schwarz von Lolá Ákínmádé Åkerström

Rezension - Die Odyssee der Vergessenen von Khalil Diallo

  Zwei junge Männer aus Guinea, die auf ihrer Fluchteinen Schriftsteller kennenlernen und eine Feministin. Auf ihrer langen Reise wird die Gruppe vielen Menschen begegnen. Sehr viele werden es nicht überleben, nicht bis nach Libyen zu kommen. Und wer es bis hierhin geschafft hat, die Wüste zu durchqueren, über das Feuer zu laufen, steht nun vor dem Höllentor. Die Etappen der Fluchtroute kann man auf einer Karte vorn im Buch nachverfolgen: Forédougou (Guinea), Sébékoro (Mali), Agadez, Dirkou (Niger) – mehrere Hundert Kilometer lange Dünenzüge durchziehen das Tschadbeckens und Sami fährt den Wagen zwei Tage und eine Nacht ohne Halt – Murzuk, Ghadames (Libyen) - gefangen und auf dem Sklavenmarkt verkauft, weiter durch Algerien nach Tanger (Marokko) gebracht. Wer von ihnen wird es auf der Mittelmeerroute von Afrika bis nach Europa schaffen? Flucht und Migration – Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Odyssee der Vergessenen von Khalil Diallo

Rezension - Die ungeduldigen Frauen von Djaïli Amadou Amal

  Eine Geschichte aus dem heutigen Kamerun, eine muslimisch geprägte Gesellschaft der Fulben – ein Patriarchat schlechthin. Drei Frauen, drei Geschichten, drei miteinander verbundene Schicksale. Ramla und Hindou sind Schwestern, werden am gleichen Tag verheiratet. Safira, die 20 Jahre lang die alleinige Ehefrau war, bekommt Ramla vor die Nase gesetzt. Hindou wird gezwungen, ihren Cousin zu heiraten, einen nichtsnutzigen Säufer. Pflichtlektüre für Schulen – so meine Meinung. Dieser autobiografisch geprägte Jugendroman, ein  Coming-of-Age, ist beileibe nicht nur Lesestoff für Jugendliche. Ja, man liest das alles mit Schnappatmung. Denn der Stoff handelt nicht von längst vergangenen Zeiten – und nicht nur im Kamerun leben Frauen unter diesen Verhältnissen; es ist schlicht zeitgenössische Literatur. Ein Text, der unter die Haut geht und in die Magenkuhle haut. Unbedingt Lesen! Weiter zur Rezension:    Die ungeduldigen Frauen von Djaïli Amadou Amal

Rezension - Am Montag werden sie uns lieben von Najat El Hachmi

  Naíma, ein junges Mädchen marokkanischer Herkunft wächst an der Peripherie von Barcelona auf. Inmitten der religiösen und kulturellen Zwänge ihres muslimisch geprägten Umfelds sehnt sie sich nach Freiheit. Ihre Freundin Sam gibt ihr Halt, denn deren Familie ist völlig anders: Es sind moderne Muslime, und ihnen ist es egal, was die anderen im Viertel reden. Der Roman ist ein Brief an Sam, in der die Geschichte der beiden Frauen erzählt wird und die Bedeutung, die diese Freundin für Naímas Leben hat. Ein Leben voller Montagslisten, Liste, Listen, Listen - alles, was zu tun ist, um ein wenig Aufmerksamkeit und Liebe zu erhalten. Spanische Literatur, ein Coming-of-Age-Roman, den man unbedingt lesen sollte! Weiter zur Rezension:    Am Montag werden sie uns lieben von Najat El Hachmi