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Posts mit dem Label "Claire Keegan" werden angezeigt.

Rezension - Ein bisschen spät von Claire Keegan

  Freitag, der 29. Juli in Dublin. Das Wetter ist wie vorhergesagt, die Stadt vor Cathals Bürofenster liegt in gleißendem Sonnenschein. Nach einem scheinbar ereignislosen Tag mit Budgetlisten und Bürokaffee nimmt Cathal den Bus nach Hause. Die Landschaft zieht an ihm vorüber, die waldigen Hügel, auf denen er noch nie gewesen ist, und er denkt an Sabine, die er heiraten wollte. Die ein bisschen schielt und die gut kochen kann, die auch im Winter barfuß am Strand spazieren geht, die die Hügel besteigt. Die zu viel Geld ausgibt, die zu dick ist und zu viel Raum einnimmt und zumindest über die Hälfte von allem bestimmen will. Oh Cathel, du alter Macho, was redest du für ein dummes Zeug, fragt sich die Leserin … Auf nur 60 Seiten bringt sie die Essenz auf’s Papier, kein Wort ist überflüssig, jeder Satz von durchscheinender Klarheit. Meisterhaft! Weiter zur Rezension:    Ein bisschen spät von Claire Keegan 

Rezension - Das dritte Licht von Claire Keegan

An einem heißen Sommertag Anfang der 1980er Jahre, gleich nach der Frühmesse, liefert ein Vater seine kleine Tochter bei Verwandten auf einer Farm im tiefsten Wexford ab. Denn seine Frau ist schon wieder schwanger, noch ein Maul wird zu stopfen sein. Er sagt den Kinsellas, sie sollen die Kleine also ruhig so lange dabehalten, wie sie wollen … Claire Keegan ist eine Meisterin der ungesagten Töne – das Bild steht für den Lesenden zwischen den Zeilen. Grandios erzählt aus der Sicht eines kleinen Mädchens, das entdeckt, was Familie für ein Kind sein könnte – sein sollte. Die Verfilmung wurde kürzlich für einen für einen Oscar nominiert. Ein Roman, den man sich nicht entgehen lassen sollte! Weiter zur Rezension:   Das dritte Licht von Claire Keegan

Rezension - Kleine Dinge wie diese von Claire Keegan

  Irland, 1985, Kohlen- und Holzhändler Billy Furlong hat es geschafft. Er gehört zur Mittelschicht, ist glücklich verheiratet und er hat fünf wundervolle Töchter. Die Ältesten besuchen die katholische Schule des örtlichen Klosters. Vor Weihnachten hat Furlong viel zu tun, jeder möchte an den Feiertagen eine warme Stube haben. Das Kloster vor Ort ist ein guter Kunde, begleicht sofort die Rechnungen, darum fährt er sogar früh am Sonntagmorgen hinaus. Niemand ist zu sehen. Durch Zufall findet er in einem Kohleschuppen eine eingesperrte junge Frau: barfuß, spärlich gekleidet, durchfroren und verängstigt. Könnte an den Gerüchten etwas dran sein? Atmosphärisch dicht, das Konzentrat einer Geschichte. Diese Novelle ist eine literarische Kostbarkeit! Weiter zur Rezension:   Kleine Dinge wie diese von Claire Keegan