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Posts mit dem Label "Karl Rauch Verlag" werden angezeigt.

Rezension - Brennende Himmel von Mattia Insolia

  Ein Cover, wunderschön, auch haptisch. Hoffentlich, wird es keine kitschige Liebesgeschichte, dachte ich. Wer darauf setzt, der sei gewarnt: Das ist eher eine Horrorgeschichte. Winter 2019 – Niccolò ist 19 Jahre alt, er trinkt, schmeißt sich alle Drogen ein, die er in die Finger bekommt, gibt sich unnahbar und handelt rücksichtslos, behandelt Frauen wie Dreck, geht mit den Kumpeln Asylanten klatschen. Ein reiches Söhnchen aus dem Norden von Italien, sein Ziehvater ist Schönheitschirurg, seine Mutter eine stocksteife, katholische Lehrerin. Sein Vater, Ricardo, eine versoffene Nullnummer, und er überredet Niccolò zu einem gemeinsamen Roadtrip, in den tiefsten Süden – mitten im Winter. Ein hammerharter Roman, bei dem man Schnappatmung bekommt. Noir, für starke Nerven, für die, die es mögen, eine Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Brennende Himmel von Mattia Insolia

Rezension - Wie rettet man Kunst? von Fabienne Meyer, Sibylle Wulff, Martina Leykamm

  Über Geheimnisse, Gefahren und Restaurierungsarbeiten Dieses Buch beginnt mit einem Raub. Das berühmte Porträt Hugo von Rangensteins (fiktiv) wird aus dem Museum gestohlen. Der Dieb, wohl kein Kunstkenner, lagert das Bild in einer feuchten Garage am Boden an die Wand gelehnt. Die Polizei kommt ihm auf die Spur – aber das Bild ist ruiniert. Wie kann man es retten? Kunstwerke sind einmalig und unersetzlich. Keine Kopie ist so gut wie das Original. Dabei sind Bilder von allen Seiten Gefahren ausgesetzt: gefräßige Insekten, Pilze, Licht, Menschen und vieles andere setzt ihnen zu. Die Retter und Beschützer der Kunst sind Restaurator:innen. Spannend, humorvoll mit viel Sachwissen ist das Kinderbuch umfangreich aufbereitet; ein Allage-Familienbuch! So liebe ich Sachkinderbücher! Auch als Unterrichtsmaterial für den Kunstunterricht ab 8 Jahren – Abteilung Lieblingsbuch! Weiter zur Rezension:   Wie rettet man Kunst? von Fabienne Meyer, Sibylle Wulff, Martina Leykamm

Rezension - Als der Winter verschwand von Aleš Šteger und Tina Dobrajc

  Laut einer alten Legende aus Slowenien ist der Kurent ein Dämon, der den Winter verjagt und den Frühling ins Land lockt. In Schafsfell, mit Hörnern, schauriger Maske verkleidet und Kuhglockengeläut ziehen sie durchs Dorf. Und auch in der Karnevalszeit sieht man die Kostümierung. Aleš Šteger erweckt den Kurent in diesem Kinderbuch zum Leben und konfrontiert ihn mit den Problemen unserer Zeit. Denn plötzlich bleibt der Winter aus, und eine Dürre legt sich über das Land. Die Jugendlichen können sich gar nicht mehr an den Winter erinnern, schon gar nicht an den Kurent. Doch der kehrt zurück, um den Winter zu befreien. Was das alles mit einer Speiseeisfabrik zu tun hat, kann man in diesem spannenden Märchen nachlesen ... ab 10 Jahren – Allage für Märchenfans. Weiter zur Rezension:    Als der Winter verschwand von Aleš Šteger und Tina Dobrajc

Rezension - Damals der Dodo von Isabel Pin

  Vom Aussterben und Überleben der Arten Ende des 16. Jahrhunderts entdeckte man auf der Insel Mauritius den Dodo, einen flugunfähigen Vogel, der friedlich zwischen exotischen Pflanzen und Tieren lebte. Schon hundert Jahre später war der Dodo verschwunden und damit reihte er sich ein in die große Zahl der heute ausgestorbenen Arten. Isabel Pin geht den Ursachen auf den Grund, erklärt, weshalb ein harmloser Vogel so schnell aussterben konnte, und sie überlegt, was wir tun können, damit nicht noch mehr Tiere einfach verschwinden. In diesem Buch geht ausschließlich um den Dodo und Mauritius. Seinen Namen hat er übrigens aufgrund seines Rufs. Mich konnte das Kindersachbuch nicht überzeugen. Kinderbuch ab 8 Jahren (Verlag) – für mich ab 10 Jahren. Weiter zur Rezension:     Damals der Dodo von Isabel Pin

Rezension Tippo und Fleck von Barbora Klárova, Tomás Končinský, Daniel Špaček

  Tippo besucht die dritte Klasse der «Grundschule für das Altern der Dinge». Seine Familie übt über Generationen den Beruf der Buchzersetzer aus. Der Papa ist Abteilungsleiter der «Esseisten», die Essensreste, in Bücher schmiert, Löcher hineinbohrt und das Papier vergilbt. Die Mama gibt den Büchern den typischen Duft von altem Papier mit einem Hauch von Moder. Typo und Fleck sind «Kobold-Entropiker». Fleck ist ein total verschmierter, mit Kakao bekleckster Kobold, in der Schule erlernen sie ihren Beruf: Dinge bis zum völligen Verfall abzunutzen. Ein herrlich witziges Kinderbuch, das aber tiefgründig über den Zerfall aller Dinge philosophiert. «Nichts darf jemals geordnet an seinem Platz bleiben, alles muss unaufhörlich ins unendliche Durcheinander streben – die Entropie. Nur so bleiben unser Weltraum und die Welt für immer superduper.» Meine Kinderbuch-Empfehlung ab 8 Jahren! Weiter zur Rezension:    Tippo und Fleck von Barbora Klárova, Tomás Končinský, Daniel Špaček