Rezension
von Sabine Ibing
| Intro mit KI erstellt |
Entscheidung in Spanien
von Paul Ingendaay
Der große Kampf der Literatur 1936–1939 Sommer
Der spanische Bürgerkrieg begann am 17. Juli 1936 und endete am 1. April 1939. Aber er ist alles andere als ein ferner Krieg. … Und er gehört zu den wenigen Kriegen, deren Geschichte die Verlierer geschrieben haben: als Gegengeschichte zu einem Aufstand rechter Generäle, die das Leid eines ganzen Landes in Kauf nahmen.
Orwell hat sich über den ideologischen Wirrwarr und die Buchstabensuppe linker spanischer Glaubensrichtungen von Anfang an lustig gemacht. Sie stehen für abweichende Programme, bekämpfen einander unerbittlich und sorgen dafür, dass es neben dem großen gemeinsamen Gegner – Franco und den «Faschisten» – immer auch eine Menge kleinerer Gegner gibt, was Ränke und Intrigen mit sich bringt. Später auch Folter, Kidnapping und Mord.
Allein der Devisenschwindel bringt rund 25 Prozent Gewinn. So gelangt die Sowjetunion billig und narrensicher in den Besitz des spanischen Goldes.
So werden die Verlierer des Bürgerkriegs zu Bittstellern ihrer ideologischen Widersacher. … Die lange spanische Nachkriegszeit – la posguerra – hat begonnen.
Der Abgrund des Vergessens von Paco Roca und Rodrigo Terrasa
Im September 1940, mehr als ein Jahr nach Ende des Spanischen Bürgerkriegs: Ein Lastwagen fährt vor und junge Soldaten werden gezwungen, sogenannte Desaparecidos zu erschießen. José Celda, einer der franquistischen Sicherheitskräfte schießt nicht genau, wird zur Strafe gleich mit erschossen. Zwölf Männer werden in einem Massengrab verscharrt. Später versucht Pepica, jahrelang die Ausgrabung zu erwirken, um ihren Vater zu identifizieren. Das Gesetz gibt ihr das Recht – und irgendwann ist es so weit. Nicht vergessen! Die Gräber von Paterna bei Valencia gelten als eine der bedeutendsten Stätten der franquistischen Repression in Spanien. Der Friedhof gilt als das größte Massengrab des spanischen Bürgerkriegs, Ein historischer spanischer Comic. Empfehlung!
Rezension: Der Abgrund des Vergessens von Paco Roca und Rodrigo Terrasa
¡Blut und Feuer! von Manuel Chaves Nogales
Manuel Chaves Nogales, war Spaniens herausragender Journalist der Zwanziger- und Dreißigerjahre. Seine Artikel, die in dem für ihm typischen, erzählendem, humoristischem Stil, oft als Fortsetzungsgeschichten herausgab, sind bereits zu seinen Lebzeiten als Erzählungen in Bücher zusammengefasst worden. 1936 bis 1939 wütete in Spanien ein Bruderkrieg, der Guerra Civil. Die junge Demokratie wurde von General Franco geputscht, ein blutiger Bürgerkrieg, in dem sich keine Seite mit Ruhm bekleckerte. 1937 erschien «¡Blut und Feuer!», von Chaves im Exil in Paris verfasst – er war von beiden Kriegsparteien auf die Todesliste geschrieben. 9 Kriegsgeschichten, die unter die Haut gehen. Hier wird vor niemand Halt gemacht. Es sind wahre Geschichten, die aus den Erlebnissen von Chaves und Berichten entstanden, empathisch und bildlich erzählt. Spannender kann kein Roman sein. Empfehlung!
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Historische Romane und Sachbücher
Im Prinzip bin ich an aller historischer Literatur interessiert. Manche Leute behaupten ja, historisch seien Bücher erst ab Mittelalter. Historisch - das Wort besagt es ja: alles ab gestern - aber nur was von historischem Wert ist. Was findet ihr bei mir nicht? Schmonzetten in mittelalterlichen Gewändern. Das mag ganz nett sein, hat für mich jedoch keine historische Relevanz. Hier gibt es Romane und Sachbücher mit echtem historischen Hintergrund.Historische Romane
Sachbücher
Hier stelle ich Sachbücher vor, die im Prinzip nichts mit Fachliteratur zu tun haben. Eben Sachbücher jeder Art, die ein breites Publikum interessieren könnte.Sachbücher







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