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Rezension - Im Dunkeln spielen von Toni Morrison

  Weiße Perspektiven und literarische Imagination Drei Essays der US-amerikanischen Literaturnobelpreisträgerin Toni Morrison, in denen sie sich mit Rassismus in der Literatur beschäftigt, indem sie Klassiker der amerikanischen Literatur analysiert. Es sind ausgewählte Essays, die aus Vorlesungen in Princeton entstanden. Morrison nimmt bereits früh beim Lesen wahr, dass Schwarze Personen in der Literatur nicht vorkommen oder ihnen wird eine passive Rolle zugeschrieben. Sie nennt es Afrikanismus. Afrikanistische Menschen werden in der Literatur nicht beschrieben wie sie wirklich sind, sondern von weißen Schriftsteller:innen so dargestellt, wie weiße Menschen sich diese vorstellen.  Weiter zur Rezension:    Im Dunkeln spielen von Toni Morrison

Rezension - Rezitativ von Toni Morrison

  Die Wiederentdeckung von Toni Morrisons einziger Erzählung, erstmals 1983 erschienen und nie zuvor ins Deutsche übersetzt, ist die Quintessenz ihres Schaffens. Die kurze Novelle handelt von zwei Mädchen, die sich im Kinderheim kennenlernen – die eine ist schwarz, die andere weiß. Nur so viel verrät die Autorin dazu, denn sie spielt mit unserer Wahrnehmung. Twyla und Roberta, wer ist welche? Welcher Name passt besser zur Schwarzen? Die eine Mutter tanzt die ganze Nacht, die andere ist krank… Im Kopf entwickelt sich fast etwas wie eine Exceltabelle, die sortiert – Vorurteile sortiert: x eher = weiß und y eher = schwarz. Schnell kommt man aber wieder davon ab, weil das keinen Sinn ergibt. Doch man fiebert weiter nach einem Hinweis – den uns Tony Morrison natürlich nicht gibt. Exzellent! Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Rezitativ von Toni Morrison