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Posts mit dem Label "spanische Literatur" werden angezeigt.

Rezension - Der Abgrund des Vergessens von Paco Roca und Rodrigo Terrasa

  Im September 1940, mehr als ein Jahr nach Ende des Spanischen Bürgerkriegs: Ein Lastwagen fährt vor und junge Soldaten werden gezwungen, sogenannte Desaparecidos zu erschießen. José Celda , einer der franquistischen Sicherheitskräfte schießt nicht genau, wird zur Strafe gleich mit erschossen. Zwölf Männer werden in einem Massengrab verscharrt. Später versucht Pepica,  jahrelang die Ausgrabung zu erwirken, um ihren Vater zu identifizieren. Das Gesetz gibt ihr das Recht – und irgendwann ist es so weit. Nicht vergessen! Die Gräber von Paterna bei Valencia gelten als eine der bedeutendsten Stätten der franquistischen Repression in Spanien. Der Friedhof gilt als das größte Massengrab des spanischen Bürgerkriegs , Ein historischer spanischer Comic. Empfehlung! Rezension:   Der Abgrund des Vergessens von Paco Roca und Rodrigo Terrasa 

Rezension - Der weiße Spieler von Juan Gómez-Jurado

Gesprochen von Sandrine Mittelstädt Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 11 Stunden und 29 Minuten Der Abschluss der Trilogie von Spaniens erfolgreichstem Thrillerautor setzt am zweiten Band an, der damit endete, dass Ermittler Jon Gutiérrez entführt wurde. Als er wieder freigelassen wird, steckt in seinem Körper eine Bombe, die explodiert, wenn Antonia Scott und Jon nicht drei Aufgaben erledigen, drei Verbrechen aufklären. Antonia und der riesige Jon, der ihr zum Schutz an die Seite gestellt ist, nicht das er dick wäre, machen sich an die Arbeit. Klasse spanischer Thriller .  Weiter zur Rezension:    Der weiße Spieler von Juan Gómez-Jurado 

Rezension - Die schwarze Wölfin von Juan Gómez-Jurado

  Antonia-Scott-Reihe 2 Gesprochen von Sandrine Mittelstädt Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 11 Std. und 12 Min. Ein russischer Oligarch wird in seiner Villa in Marbella erschossen, seine hochschwangere Frau verschwindet spurlos. Parallel werden in Málaga in einem Schiffscontainer neun qualvoll erstickte Frauen gefunden. Die Fracht kam aus St. Petersburg . Wer steckt dahinter? Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen? Antonia Scott und Jon Gutiérrez unterstützen die Polizei bei ihren Ermillungen  und stoßen schon bald auf eine heiße Spur, die in ein kleines Dorf unweit von Madrid führt und treffen auf alte Bekannte. Ein spanischer Hardboiled-Pageturner, Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Die schwarze Wölfin von Juan Gómez-Jurado 

Rezension - Wenn das Wasser steigt von Dolores Redondo

  1983 , der Polizist Noah Scott ist besessen davon, den Serienmörder Bible John zu erwischen. Er steht im Verdacht, Frauen, die aus Diskotheken verschwanden, nie wieder auftauchten, ermordet zu haben. Seit Jahren ist Noah an dem Fall dran, und er glaubt, den Täter identifiziert zu haben. Er folgt John Clyde und es gelingt ihm, auf seinem persönlichen Friedhof die Handschellen anzulegen – doch dann krampft sich etwas in seiner Brust zusammen und es wird schwarz vor seinen Augen … Ein spanischer literarischer Thriller vom Feinsten! Weiter zur Rezension:    Wenn das Wasser steigt von Dolores Redondo

Rezension - Die Familie von Sara Mesa

  In dieser Familie gibt es keine Geheimnisse, darauf bestehen Vater und Mutter, scheinbar eine ganz gewöhnliche Familie: Vater, Mutter, zwei Söhne, zwei Töchter. Aber alle spielen Theater, verstellen sich, verschweigen, erfinden kleine Lügen. Sara Mesas Erkundung des Mikrokosmos einer Familie ist unerbittlich, beklemmend genau. Letztendlich haben wir hier eine Ansammlung von Kurzgeschichten zu den verschiedenen Familienmitgliedern, die in der Gesamtheit diese Familie widerspiegeln. Ein perfides Spiel, das diese Eltern hier betreiben. Die Familie klebt an die, tief in deiner Seele – fein beobachtet, sarkastisch, satirisch, beste spanische Literatur. Weiter zur Rezension:    Die Familie von Sara Mesa

Rezension - Sanfte Einführung ins Chaos von Marta Orriols

  Marta und Daniel leben zusammen in einer kleinen Wohnung in Barcelona. Beide sind Anfang 30; sie arbeitet als freie Fotojournalistin, er als Drehbuchautor für TV-Serien. Über Heirat und Kinder haben sie noch nie gesprochen, eigentlich überhaupt nicht über ihre Vorstellungen von der gemeinsamen Zukunft. Und trotz Verhütung ist Marta schwanger. Sie fühlt, dass ein Kind in ihrer derzeitigen Lebenssituation keinen Platz hat. Vielleicht später. Spontan sagt sie: «Ich bin schwanger. Und ich will es nicht bekommen.» Sie organisiert sich einen Termin zum Schwangerschaftsabbruch. Sechs Tage bleiben ihr, eine Entscheidung zu treffen. Ein Buch, das begeistert! Weiter zur Rezension:    Sanfte Einführung ins Chaos von Marta Orriols

Rezension - Das Alibi von Juan Pablo Villalobos

Juan führt eine gute Ehe mit der «Brasilianerin», es läuft problemlos in bester Eintracht, die Kinder sind aus dem Gröbsten raus, Geldsorgen hat er keine – er fühlt sich pudelwohl in Barcelona. Doch worüber soll der Schriftsteller, der über das Alltägliche schreibt, jetzt bloß schreiben? Wenn man schreibt, benötigt man einen Konflikt. Nur wo soll man den hernehmen, wenn es gar keinen gibt. Doch keine Angst, Konflikte lauern auf der Straße. Eine Parodie auf das Schreiben, eine Satire, die so richtig viel Spaß macht! Autofiktion gekonnt mit viel Humor gesetzt – einfach lesen! Weiter zur Rezension:    Das Alibi von Juan Pablo Villalobos

Rezension - Der gelbe Regen Von Julio Llamauares

  Ein Klassiker. Der Protagonist, Andrés de Casa Sosa, ist der letzte Einwohner des verlassenen Dorfes Ainielle, das in den aragonesischen Pyrenäen liegt. Die Verbliebenen sind inzwischen verstorben, andere schon lange weiter hinunter in die Täler gezogen oder ins Ausland, auf der Suche nach Arbeit. Nur Andrés, schon sterbensalt, harrt aus. Er verteidigt sein Dorf gegen vermeintliche Eindringlinge der Natur; er ist den Menschen, die Menschen sind ihm fremd geworden. Erinnerungen an die Zeit, als sie noch ein paar wenige waren, seine Nachbarn, Sabina, seine Frau. Ein wundervoller spanischer Klassiker! Weiter zur Rezension:    Der gelbe Regen Von Julio Llamauares

Rezension - Der Hipster von der traurigen Gestalt von Daniel Gascón

  Enrique, ein woker Stadt-Hipster, zieht zu seiner Tante nach La Cañada, in ein 200-Seelen-Dorf im Osten von Spanien, um dem Stadtleben zu entfliehen. Er hat «Leeres Spanien» gelesen und will etwas dafür tun, es wieder zu bevölkern, will Freunde überreden, mit ihm eine Art Landkommune zu eröffnen. Morgens macht er Yoga im Hof; der Dorfladen ist kein Carrefour und er sucht vergebens nach Quinoa, Fair-Kaffee einem Moleskine. Die Bar hat keine Sojamilch für den Café con leche, es gibt keine Veggie-Burger und Handyempfang gibt es leider nur außerhalb vom Dorf auf einer Anhöhe. Hier muss sich etwas ändern! Eine feine Satire voller Sarkasmus und respektvoller Ironie. Eine Karikatur auf unsere Gesellschaft. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Der Hipster von der traurigen Gestalt von Daniel Gascón

Rezension - Roter Sommer von Berna Gonzáles Harbour

  Der Sommer in Madrid ist heiß und rot: Von den Flaggen bis zu den Trikots, überall bekennt man Farbe für La Furia Roja, die spanische Nationalmannschaft, die im Viertelfinale der Weltmeisterschaft steht – alle sind im Fußballrausch. Auch Comisaria María Ruiz lässt sich von der Stimmung mitreißen. Doch ausgerechnet am Tag eines wichtigen Spiels wird sie zu einem Tatort gerufen. Im künstlichen Karpfenteich des Skulpturen-Parks Juan Carlos I wird ein junger Mann aufgefunden, der am Boden angekettet war. Ein Spannender spanischer Noir-Krimi zum Thema Missbrauch in der katholischen Kirche. Weiter zur Rezension:    Roter Sommer von Berna Gonzáles Harbour

Rezension - Sumpffieber von Vicente Blasco Ibáñez

  Schön, dass immer wieder alte Klassiker neu aufgelegt werden – denn diesen spanischen Roman sollte man kennenlernen. Wer das Gebiet um das valencianische Albufera kennt, ist gleich mittendrin in diesem Drama. Vicente Blasco Ibáñez beschreibt die Lagunenlandschaft Albufera, die heute ein Hauptanbaugebiet für Reis ist, sehr atmosphärisch. Allerdings befinden wir uns im späten 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt von steht die Familie Paloma, die in El Palmar lebt; Hauptfiguren sind der Spross Tonet und sein Großvater Paloma. Ein spannender, spanischer Bildungsroman, ein Drama. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Sumpffieber von Vicente Blasco Ibáñez

Rezension - Origins - Indigene Kulturen der Welt von Nat Cardozo

  Für viele Menschen ist unsere Art zu leben die einzige, die sie kennen, bzw. für richtig halten. Die Europäer haben vor ein paar hundert Jahren einen Großteil der Welt erobert und mit dem Schwert ihre Kultur und ihren Glauben durchgesetzt, aus verschiedenen Gründen viele alte Kulturen ausgelöscht. Doch einige sind übriggeblieben, Menschen, die im Einklang mit Natur und Umwelt leben. Dieses Sachkinderbuch ab 8 Jahren vermittelt einen Einblick in traditionelle Kulturen und natürliche Lebensarten. Ein atmosphärisches Kinderbuch, spannend und informativ zum Thema Kulturvielfalt. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Origins - Indigene Kulturen der Welt von Nat Cardozo

Rezension - Heiligenbilder und Heuschrecken von Layla Martínez

  Ein abgelegenes Dorf in den Bergen östlich von Madrid: Eine Enkelin und ihre Großmutter leben in einfachsten Verhältnissen im alten Haus der Familie – mit Misstrauen beäugt von den restlichen Dorfbewohnern. Der Vater der Großmutter hatte das Haus für seine Frau gebaut – die hat es bezahlen müssen mit harten Schlägen. Der Mann war ein Schuft, ein Lude, das Haus wurde gebaut mit dem Geld, das die Frauen ihm einbrachten – auf dem Leid von Frauenseelen, Stein für Stein. Herrlich makaber, sehr feine spanische Literatur, ein Gesellschaftsroman, ein Familienroman, auch ein Kriminalroman, ein leiser Thriller, was sich aber erst Stück für Stück herauskristallisiert. Absolute Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Heiligenbilder und Heuschrecken von Layla Martínez

Rezension - Strand von Ximo Abadía

  Sommer, Sonne, Strand. Bunte Sonnenschirme, auf dem Wasser schaukelnde Fischerboote, Palmen, Orangenbäume und kreischende Möwen … Im Retrostil, gemischt mit Modernem laden wunderbare Bilder in warmen, satten Farben dazu ein, den Strand mit seinen vielfältigen Möglichkeiten zu erkunden. Atmosphärisches Bilderbuch ab 3 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Strand von Ximo Abadía 

Rezension - Blaubarts Burg von Javier Cercas

  Blaubarts Burg ist der letzte Teil der Terra-Alta-Trilogie von Javier Cercas: Melchor hat seinen Job als Polizist endgültig an den Nagel gehängt und arbeitet in der Terra Alta als Bibliothekar. Als seine Tochter Cosette von einer Reise nach Mallorca nicht zurückkehrt, wird Melchor nervös. Ist es bloß die Laune eines Teenagers? Oder ist sie auf der Insel in die falschen Hände geraten? Melchor reist auf die Insel und stößt auf schläfrige Polizisten, die sich kaum bewegen. Sind sie nur faul oder steckt mehr dahinter? Spannender spanischer Noir-Kriminalroman. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Blaubarts Burg von Javier Cercas

Rezension - ¡Blut und Feuer! von Manuel Chaves Nogales

  Manuel Chaves Nogales, war Spaniens herausragender Journalist der Zwanziger- und Dreißigerjahre. Seine Artikel, die in dem für ihm typischen, erzählendem, humoristischem Stil, oft als Fortsetzungsgeschichten herausgab, sind bereits zu seinen Lebzeiten als Erzählungen in Bücher zusammengefasst worden. 1936 bis 1939 wütete in Spanien ein Bruderkrieg, der Guerra Civil. Die junge Demokratie wurde von General Franco geputscht, ein blutiger Bürgerkrieg, in dem sich keine Seite mit Ruhm bekleckerte. 1937 erschien «¡Blut und Feuer!», von Chaves im Exil in Paris verfasst – er war von beiden Kriegsparteien auf die Todesliste geschrieben. 9 Kriegsgeschichten, die unter die Haut gehen. Hier wird vor niemand Halt gemacht. Es sind wahre Geschichten, die aus den Erlebnissen von Chaves und Berichten entstanden, empathisch und bildlich erzählt. Spannender kann kein Roman sein. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    ¡Blut und Feuer! von Manuel Chaves Nogales

Rezension - Seltsam von Canizales

  Eine freche Geschichte über das Einzigartige in uns allen! Das Pferd Clemens ist völlig normal, normaler kann man gar nicht sein. Normales Essen, normale Klamotten, normale Filme, normale Behausung. Er ist völlig ok – eben weil er völlig normal ist. Ist doch normal, oder? Er liest in der Zeitung, dass für eine Villa Personal gesucht wird. Clemens, gerade auf Jobsuche, sieht sich bereits eingestellt, weil er ok ist – eben völlig normal. Und als er sich in die Bewerberschlange einreiht, kann er nur lachen. Jesses, was sind das für Typen! Die haben keine Chance gegen ihn! Aber es kommt ganz anders … Witzige Figuren, farbkräftig, spritzig, mit ziemlich viel Humor. Ein klasse Bilderbuch ab 3 Jahren mit tiefgründiger Message. Weiter zur Rezension:    Seltsam von Canizales

Rezension - Tage ohne Cecilia von Antonio Muñoz Molina

  Handwerker beaufsichtigen, die Wohnung einrichten, mit dem Hund die Stadt erkunden: Voller Vorfreude erwartet ein Mann die Ankunft seiner Frau in Lissabon. Während Cecilia, eine Neurowissenschaftlerin der Traumataforschung, die Verlegung ihres wissenschaftlichen Projekts in New York vorantreibt, organisiert er den Umzug. Doch je länger der verbitterte Mann wartet und aus der gemeinsamen Vergangenheit mit Celia erzählt, desto mehr drängt sich ein Verdacht auf, dass sein Warten vergeblich sein wird. Ein Einpersonenstück – ein Selbstgespräch letztendlich, ein Gedankenspiel zum Zustand der Welt. Eine literarische Perle, kraftvoll geschrieben! Weiter zur Rezension:    Tage ohne Cecilia von Antonio Muñoz Molina 

Rezension - LAURA von Guillem March

  Die 20-jährigen Laura ist verliebt in Marcos, ihren allerbesten Freund. Doch für ihn ist sie eben nur die allerbeste Freundin, mehr nicht. Er ist mit Paz zusammen. In einer lauschigen Nacht kommt es zu einem Kuss. Marcos erklärt, es war ein Versehen, sie möge das verzeihen. Laura ist völlig am Boden zerstört. Sie leidet. Für sie ist es so, als sei eine langjährige Beziehung auseinandergebrochen. Und weil sie sich zu Hause in ihre Erinnerungen an schöne Stunden verkriecht, versucht Elena sie auf die Beine zu bringen. Ab ins Leben! Elena ist eine offene, sympathische Person, die sofort Mittelpunkt in Gruppen steht – im Gegenteil zu Laura, die sich schüchtern gern an den Rand stellt. Guillem March erzählt feinfühlig in Wort und Illustration vom Schmerz einer unerwiderten Liebe und nagendem Selbstzweifel. Eine Young Adult Graphic Novel, ein Coming of Age  als Comic. Weiter zur Rezension:    LAURA von Guillem March

Rezension - Die leuchtende Republik von Andrés Barba

  Dieser Roman ist als Reportage angelegt. 1995 in San Cristóbal (fiktiv) am Rande des Regenwalds in Südamerika: Eines Tages tauchen 32 obdachlose Kinder in der Stadt auf, die eine unverständliche, unbekannte Sprache sprechen. Sie sind ziemlich verwildert, benehmen sich auch so, tollen in kleinen Gruppen durch die Straßen, treiben Schabernack. Sie verschwinden immer wieder zurück in den Wald. Anfangs stört sich niemand daran, auch nicht an den kleinen Diebstählen. Gleichzeitig sind die Kinder der Stadt fasziniert von den Wilden, fühlen sich magisch angezogen. Doch die Kinder werden immer dreister, und eines Tages ereignet sich ein Drama … Eine feine philosophische Mischung aus zeitgenössischer Literatur, Dystopie, Fantasyroman, Kriminalliteratur. Weiter zur Rezension:    Die leuchtende Republik von Andrés Barba