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Posts mit dem Label "Erster Weltkrieg" werden angezeigt.

Rezension - Replay von Jordan Mechner

  Die Familiengeschichte des «Prince of Persia»-Schöpfers als Comic: Drei Generationen geprägt von Verlust und Exil, 100 Jahre Familienhistorie zwischen Migration und Neuanfang, zwei Weltkriege prägen die Szenerie. In seiner spannenden und berührenden Graphic Novel schildert Jordan Mechner nicht nur die eigene Odyssee als Familienvater und Spieleentwickler, den es von den USA zurück nach Europa, nach Frankreich zieht. Er lässt auch die Stimmen seines Vaters und Großvaters zu Wort kommen, die als Juden während des Ersten und Zweiten Weltkriegs gemeinsam mit ihren Angehörigen die Heimat verlassen mussten und zwischen alle Fronten gerieten. Rundum eine hervorragende Graphic Novel, spannende historische Literatur zur Shoa, Game-Design-Literatur ! Weiter zur Rezension:    Replay von Jordan Mechner

Rezension - Das Haus der Schwestern von Charlotte Link

  Gesprochen von Tessa Mittelstaedt Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 23 Std. und 38 Min. Westhill House, ein einsames Farmhaus im Hochmoor Yorkshires, in dem das deutsche Ehepaar Barbara und Ralph Amberg die Weihnachts- und Silvestertage verbringen will. Die Anfahrt durch ein einsetzendes Schneegestöber ist anstrengend und sie kaufen im örtlichen Laden nur das Wichtigste ein. Doch am Morgen sind sie eingeschneit – unerreichbar sogar der nächste Nachbar. Barbara findet durch Zufall das versteckte Manuskript eines Romans – die Memoiren der verstorbenen Besitzerin dieses Hauses. Turbulente Zeiten: Suffragetten, Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg, rivalisierende Schwestern, eine konservative Landbevölkerung, Liebe, falsch geschlossene Ehen, verstoßene Kinder, Hass, Verrat und ein Familiengeheimnis, das nicht ans Licht kommen sollte … ein spannender Kriminalroman, zwei Geschichten, die sich am Ende vereinen. Tiefgründig, vielschichtig, historisch die gesellschaftliche Schicht prima dar...

Rezension - Der Horror der frühen Chirurgie von Lindsey Fitzharris

  Im Original heißt das Buch «The Facemaker» – was wesentlich passender ist. Der Horror passt weniger auf die enormen medizinischen Fortschritte, sondern auf den Ersten Weltkrieg. Wer die neue Verfilmung von «Im Westen nichts Neues» gesehen hat und den Film zu brutal empfand, der sollte von diesem erzählenden Sachbuch die Finger lassen. Plastische Chirurgie, die meisten verstehen heute darunter die Schönheitschirurgie, entstand im Ersten Weltkrieg. Harold Gillies war der Vorreiter, der zerschossene und verbrannte Gesichter wieder herstellte, Nasen ersetzte, zerfetzte Kiefer erneute. Aber dieses Sachbuch ist mehr. Es ist parallel ein Geschichtsbuch zum Ersten Weltkrieg. Drastisch werden originale Situationen aus der Schlacht dargestellt, Soldatenschicksale von den Männern, die bei Gillies  landeten. Lindsey Fitzharris zeigt auf, welche verheerenden Folgen neue Kriegswaffen nach sich zogen. Großartig!  Weiter zur Rezension:    Der Horror der frühen Chirurgie von L...

Rezension - Ein langer, langer Weg von Sebastian Barry

  Der Erste Weltkrieg bricht aus. Der achtzehnjährige Willie meldet sich gegen den Willen seines Vaters freiwillig als Soldat, eine Mischung aus Abenteuerlust und der Hoffnung, auf diesem Umweg später bei der Polizei aufgenommen zu werden - denn er ist zu klein. Andere Iren melden sich als Soldat aus Treue zur britischen Krone. Einige glauben an die Zusage, die Briten, die eine Selbstverwaltung für Irland nach dem Krieg versprechen, wenn die Iren an der Seite der Krone mitkämpfen. So stellt sich eine bunte Truppe zusammen. In Flandern sind sie Kameraden. Der Krieg ist eine Bestie, der sie alle auffressen wird. Sebastian Barry ist ein begnadeter Erzähler! Weiter zur Rezension:    Ein langer, langer Weg von Sebastian Barry

Rezension - Schatten der Welt von Andreas Izquierdo

  Thorn in Westpreußen, 1910, alles beginnt wie eine Lausbubengeschichte: Drei Jugendliche, die hoffen, dass der Ernst des Lebens noch auf sich warten lässt. Eine kleine Gaunerei lässt sie mit den Ängsten der Menschen spielen und mit dem Kometen «Halley» eine stattliche Summe verdienen. Carl, intelligent, klein und zart, zaudernd, immer die Ordnung betrachtend und sein Freund Artur, ein großer, muskulöser Klotz, draufgängerisch, der nicht über die Konsequenzen nachdenkt, wenn er etwas anpackt, treffen auf die unverschämte Isi, die mit allen Wassern gewaschen ist. Eine intensive Freundschaft entsteht. Und mit dem Geld aus dem Geschäft ihres Lebens bauen sie sich eine Zukunft auf, die durch den Ersten Weltkrieg zerstört wird. Weiter zur Rezension:    Schatten der Welt von Andreas Izquierdo