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Rezension - Der Holländer von Mathijs Deen

  Opperwachtmeester Geeske Dobbenga befindet sich auf der letzten Fahrt mit dem Patrouillenboot - eine Abschiedsfeier, denn sie wird in den Ruhestand gehen und mit ihr das Schiff. Doch im Wattenmeer stößt das Team auf einen Toten. Sie retten den Körper, bevor die Flut ihn ins Meer hinausträgt, bringen ihn nach Delfzijl. Wer ist für die Leiche nun zuständig? Die Niederlande oder Deutschland? Ein feiner literarischer Krimi, der das Extremwattwandern zum Thema hat. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Der Holländer von Mathijs Deen 
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Rezension - Ifni von Manuel Chavez Nogales

  Spaniens letztes koloniale Abenteuer Wundervolle Reportagen aus einer Zeit, die nicht mehr existiert. 1934 reist der Journalist Manuel Chaves Nogales nach Marokko, um einem Gerücht nachzugehen, das die spanische Bevölkerung seit dem militärischen Desaster von Annual bewegt: Gibt es in Marokko wirklich 300 Überlebende, die sich in Gefangenschaft befinden? Brillianter Journalismus! Es lohnt sich, dieses Buch zu lesen. Ein geschichtlicher Klassiker! Die übersetzte Reportage ist mit einigen Originalseiten von AHORA und Fotos der Reise bebildert. Empfehlung! Ein Klassiker, ein historisches Sachbuch. Reiseliteratur, schwarzer Humor, alles inklusive! Weiter zur Rezension:    Ifni von Manuel Chavez Nogales

Rezension - Alles Geld der Welt von Vitali Konstantinov

  Vom Muschelgeld zur Kryptowährung Euro, Dollar, Yen, Franken, Schilling, Pound - in aller Welt gibt es Geld. Doch was ist «Geld» eigentlich? Münzen, Scheine, Guthaben auf der Bank? Kreditkarten und Kryptowährung? Vom Tauschen zur Münze, Währungssysteme, Schuldscheine, Aktien, Welthandel, Kryptowährung – alles Wissenswerte zum Thema Geld und Vermögen. Ein sehr feines Kindersachbuch, in Comicform, das auch für Erwachsene interessant ist. Empfehlung – auch als Unterrichtsmaterial. Weiter zur Rezension:    Alles Geld der Welt von Vitali Konstantinov 

Rezension - Die Kirsche auf der Torte aller Katastrophen von Marie Pavlenko

  Ein Jugendbuch, das mir so richtig Spaß gemacht hat! Shit happens – alles läuft schief in diesem Jahr! Deborah wohnt in Paris und ihr letztes Schuljahr steht an. Wird sie das Abitur schaffen? Ihre Mutter hat einen ausgesetzten Hund mit nach Hause gebracht – aber Deborah muss ihn füttern und auszuführen. Die beste Freundin steckt in einer anderen Abschlussklasse und ist verliebt, hat kaum Zeit für sie, und das ist längst nicht alles! Der Sound dieses Jugendromans ist trotz aller Desaster voll Zuversicht und mit viel Humor geschrieben. Als Lesender lacht man sich weg und an manchen Stellen streicht man ein Tränchen von der Wange. Atmosphärisch dicht, sprachlich und inhaltlich auf hohem Niveau, trotzdem leicht zu lesen, ein Coming-of-Age-Roman mit Lesespaß ab 13 Jahren.  Weiter zur Rezension:    Die Kirsche auf der Torte aller Katastrophen von Marie Pavlenko

Rezension - Stürzen Liegen Stehen von Jon McGregor

  Nach den ersten Seiten hole ich das erste Mal Luft. Jon MacGregor hat mich sofort abgeholt. Kopfkino, Nature Writing vom Feinsten – Die Kraft der Natur, mittendrin drei hilflose Menschen. Ein Roman, der, wenn man es genau nimmt, zwei Geschichten enthält. Das erste Drittel, eine Abenteuergeschichte: Drei Männer in der Antarktis, als sie von einem plötzlich einsetzenden Schneesturm überrascht werden. Drei Perspektiven. Einer erleidet einen Schlaganfall, das Leben gerät aus den Fugen, leidet unter Aphasie – das ist der andere Teil des Romans. Sprache, Sprachbilder. Ein großartiges Buch, denn der Autor beherrscht die punktgenaue Sprache wie kaum ein anderer.  Weiter zur Rezension:     Stürzen Liegen Stehen von Jon McGregor

Rezension - Das Linienmalbuch

  Lass dich von den Farben inspirieren! Dies Malbuch für Erwachsene und Jugendliche ist völlig in Ordnung – auch wenn ich ein wenig mehr erwartet habe, mehr Inhalt, mehr Kreativität. 47 Seiten bedruckt mit Aquarell-Motiven, die mit einem Zeichenstift ihren letzten Schliff bekommen sollen, perforierte Seiten zum Heraustrennen. Entspannung beim Zeichnen. Ab 12 Jahren – für alle Altersstufen, Menschen, die gern ein wenig kritzeln. Weiter zur Rezension:   Das Linienmalbuch 

Rezension - Wenn ich euch verraten könnte von Lea Draeger

  Triggerwarnung: Dies ist ein sehr düsterer Roman, der die Essstörung einer 13-Jährigen beschreibt, die zunächst in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie künstlich ernährt wird, sich später stabilisiert. Sie weigert sich, zu essen, zu sprechen – in der Klinik Familienmitglieder zu empfangen. Mir persönlich war die Geschichte zu dunkel und die Perspektive im Ich einer Jugendlichen im Tonfall einer ausgereiften Erwachsenen gestaltet, nicht passend. Weiter zur Rezension:     Wenn ich euch verraten könnte von Lea Draeger

Rezension - Die Jagd von Sasha Filipenko

  Der Journalist Anton Quint, bekommt Informationen zu einem Oligarchen zugesteckt und veröffentlicht diese auf seinem Blog. Unmengen Geld und Immobilien in seinem Besitz. Woher weiß dieser Mann das?, fragt sich der verärgerte Oligarch. Er muss sein schönes Leben im Ausland verlassen. Man soll dem Mann das Maul stopfen. Und man wird sehen, wie ihm das schmeckt! Letztendlich kann man diesen Roman unter dem Genre Thriller, Noir einordnen, eine Realsatire. Alles in allem ein guter Roman über das heutige Russland.  Weiter zur Rezension:    Die Jagd von Sasha Filipenko

Rezension - Der Billabongkönig von Matthias Kröner und Mina Braun

Als Billabong bezeichnen die australischen Ureinwohner ein Wasserloch oder einen Seitenarm eines Flusses. Hier lauern die Krokodile, die Billabongkönige. Einer von ihnen ist Ben; er bestimmt als Herrscher über seinen Sumpf. Basta. Der Ärger beginnt mit den Zahnschmerzen ... ein Vertrag, den er unbedarft unterschreibt. Die spannende Fabel ist sehr humorvoll – besonders durch den Dialog. Machtverhältnisse, Machtübernahme, Diktatur und Demokratie, Gesetz conta Moral, zu seinen Werten stehen – das alles ist Thema und passt gerade jetzt in die Zeit! Das Buch ist anspruchsvoll, spricht philosophische Denkmodelle an, es ist politisch, moralisch, sicher auch für Jugendliche interessant. Der Geheimtipp, unbedingt lesen! Als Unterrichtsmaterial gut geeignet. Von mir ab 10/11 Jahren. Weiter zur Rezension:    Der Billabongkönig von Matthias Kröner und Mina Braun

Rezension - Schattenbruder von Iris Hannema

  Der Jugendroman konnt mich nicht überzeugen. Hebe, eine junge Niederländerin, Studentin, ist in Trauer. Ihr großer Bruder, mit dem sie so viel verband, ist ertrunken. Er war ein Freediver – ein Meister – und er ist von einem Tauchgang aus Japan nicht zurückgekehrt. Der Klappentext fragt, wie er wirklich gestorben ist. Hebe will das herausfinden und fährt nach Japan. Der Leser vermutet ein Geheimnis, ein Komplott ... so waren meine Erwartungen. Was ich erhalten habe, ist zu dreiviertel Reiseliteratur, ein Streifzug durch Tokio und die japanische Küche. Dazu ein Mädchen, das sich as erste Mal allein zurechtfinden muss, das Smartphone crashed bereits auf dem Flughafen, Inneneinsichten, sich den Ängsten stellen. Ein unglaubwürdiger Plot für mich. Weiter zur Rezension:    Schattenbruder von Iris Hannema