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Rezension - Das Echo der Bäume von Sara Nović

Ein Roman, der unter die Haut geht. Viele haben es vielleicht schon vergessen, wenn sie in Kroatien in der Sonne liegen. Hier gab es vor nicht allzulanger Zeit einen Bürgerkrieg. Ein brutaler Krieg unter Brüdern, der Familien entzweite, viele Tote forderte, ein Krieg der Ethnien. Für die zehnjährige Ana Jurić beginnt der Krieg mit einer Schachtel Zigaretten. Ana erlebt Grausames, verliert ihre Eltern und ihre Heimat, wächst auf in die USA. Doch es kommt der Tag, an dem sie sich den Geistern stellen muss, die sie im Traum heimsuchen.

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Rezension - ACAB – All Cops Are Bastards von Carlo Bonini

Um es gleich vorwegzusagen, wer hier einen Thriller erwartet (so steht es auf dem Cover), wird mordsmäßig enttäuscht sein, wenn er sich mit einer Reportage nicht abfinden mag. Ich mag Reportagen, insofern fand ich das Buch gut. – Kritik an den Verlag – Was habt ihr euch dabei gedacht? – ACAB ist verfilmt worden – und ja, Carlo Bonini kann bekanntlich auch gute Thriller schreiben. Der Jurist und Investigativ-Journalist hat mit diesem Buch einen tiefen Einblick in die italienische Polizei gegeben. Das ist spannend und eine Horrorstory zugleich, aber eben keine Thriller, sondern eine Reportage über die bitterböse Wahrheit. 
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Rezension - Reise durch ein tragikomisches Jahrhundert von Francis Nenik

Sein Leben ist eine Geschichte wert: Antifaschist, DDR-Wirtschaftsfunktionär und Schriftstellers Hasso Grabner, geboren 1911, lange Zeit als Kommunist unter Adolf Hitler im KZ eingesessen, Wehrmachtssoldat, er stand vor dem Erschießungskommando und wurde anschließend mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. In der DDR war der Buchhändler kurz Chef des MDR, leitete als Direktor ostdeutsche Stahlwerke. Und weil er nun mal nicht anpassungsfähig war und ihm alles ihm irgendwie passierte in seinem Leben, nichts war geplant, nicht einmal seine Hochzeit, eckte er auch in der DDR ständig an. Er wurde von der Stasi bespitzelt, zum SED Hilfsarbeiter degradiert. Sein ganzes Leben lang schrieb er, wurde 1958 Berufsschriftsteller, bekam in der DDR Publikationsverbot und schrieb trotzdem weiter.

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Rezension - Der Horror der Frühen Medizin – Joseph Listers Kampf gegen Kurpfuscher, Quacksalber & Knochenklempner von Lindsey Fitzharris

Eigentlich ist dies Buch ein Sachbuch, eins über den Mediziner Joseph Lister, aber es liest sich wie ein spannender Roman. Und Man darf nicht zimperlich sein, die gute alte Zeit wird in ihren ganzen Facetten dargestellt. Blutige Schürzen, eiterverkrustet, das Messer in der Hosentasche, Operationen als öffentliche Show-Veranstaltungen. Die Operation überstanden die meisten Patienten, die Chirurgen waren sehr fingerfertige Männer, die in Sekunden ein Bein amputieren konnten. Allerdings starben die meisten Operierten nach dem Eingriff an einer Sepsis. Wer ins Krankenhaus wollte, musste das Geld für die OP und die Beerdigung im Voraus hinterlegen. Joseph Lister hatte zu seiner Zeit viele Gegner, die seine neuen Methoden zum sterilen Umgang mit Patienten ablehnten, doch letztendlich konnte er sich durchsetzen!

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Rezension - Eifersucht von Andreas Föhr

Sprecher: Michael Schwarzmaier Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 11 Std. und 51 Min.
Ein intelligenter Plot mit vielen Wendungen
Die clevere Strafverteidigerin Rachel Eisenberg verteidigt Judith Kellermann, die beschuldigt wird, ihren Lebensgefährten, Eike Sandner, ermordet zu haben. Eifersucht, der Fall ist auf Grund der Indizienlage klar wie Kloßbrühe für die Polizei. Judith erklärt Rachel, sie wisse, wer Sander auf dem Gewissen habe: Boris, ein Ex-Soldat aus Russland, der als Auftragsmörder arbeitet. Wer ist Boris, wo findet man ihn? Gibt es den überhaupt? Nebenbei geraten eine Reihe von Typen aus der Filmbranche ins Visier, die an der Inhaftierung Judith profitieren …  Rachel beauftragt den Detektiv Alex Baum, mit seinem Team diverse Ermittlungen aufzunehmen.
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Rezension - Istanbul, Istanbul von Burhan Sönmez

Warten in der Unterwelt von Istabul, tief unten im Keller, im Gefängnis, warten auf die Männer, die dich zum Verhör abholen, die Angst vor den Folterknechten, die Wartezeit, die nie verrinnt. Sie erzählen sich Geschichten gegen die Angst, gegen die Langeweile. Geschichten in Geschichten, Mythen, Parabeln, Erlebnisse voll Emotion. Die Hoffnung bleibt, Poesie, Melancholie, Humor.
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Istanbul, Istanbul von Burhan  Sönmez

Rezension - Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren von Ali Benjamins

Eins der besten Jugendbücher, die ich seit Jahren gelesen habe. Was heißt hier Jugendbuch? Ich würde es unter All-Age listen. Susy ist zwölf und ein Außenseiter in der Schule, denn sie interessiert sich weder für klavierspielende Katzen, noch Mode. Suzy ist an der Natur interessiert, will wissen, warum Dinge funktionieren. Sie hat eine einzige Freundin, Fanny. Und Fanny ertrinkt beim Schwimmen. Das kann nicht einfach so passieren! Irgendjemand muss Schuld sein, denkt Suzy. Ein philosophisches Buch über Freundschaft, Natur, unsere Welt, sehr empathisch, spannend, einer Suzy, die man gern haben muss, die den Leser aber auch an der Nase herumführen kann …
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Rezension - Elly von Maike Wetzel

Ein Roman der lange nachhallt, eine Perle der Literatur. Bereits die ersten Sätze ziehen den Leser hinein in die Geschichte. Alles beginnt im Krankenhaus und hier geht es um Macht, um Manipulation – Kinder unter sich – hier wird geklärt, wer das Zepter in der Hand hält. Ein Vorspiel auf das, was nun folgen wird.
Eine Bilderbuchfamilie in Schockstarre. Eine Elfjährige fährt mit dem Fahrrad zum Sport und kommt dort nicht an. Das kann nicht sein, darf nicht wahr sein. Doch sie bleibt verschwunden.

Eine Erzählung, die bis zur letzten Seite nicht loslässt.

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Studie - Frauen zählen im Literaturbetrieb

Studie - Frauen zählen im Literaturbetrieb
Erhalten Männer mehr Raum als Frauen im Feuilleton?
Wir wollten unserer subjektiven Wahrnehmung auf den Grund gehen und zählen, wie Medien Frauen präsentieren. Wer sind die JournalistInnen, Männer oder Frauen? Wen besprechen sie, Bücher von Männern oder Frauen? Wie lang sind die Beiträge? Bekommen Männer mehr Raum als Frauen, ist das wirklich wahr? Viele engagierte Frauen zählten im März dieses Jahres, in diesem Monat findet regelmäßig die Buchmesse in Leipzig statt, und so ist mit vielen Beiträgen zu rechnen. Das Ergebnis war zu erwarten. Eine Behauptung aus dem Bauch heraus ist aber etwas anderes als eine wissenschaftliche Studie, die Fakten belegt. Schriftstellerinnen werden von den Medien nur halb wahrgenommen. Männer sind überproportional vertreten, bei den JournalistInnen und bei den AutorInnen, die vorgestellt werden. 
Hier zum Blogbeitrag #frauenzählen


Rezension - Alle außer mir von Francesca Melandri

Angepriesen wurde dieses Buch als »Melandri – die neue Ferrante« … Elena Ferrante ist für mich eine großartige Schriftstellerin, ausgezeichnete Wortwahl, singende Sätze, feine Charaktere, sie schafft es, Historie und Erzählung wunderbar zu verweben. Durch dieses Buch habe ich mich hindurchgequält, hölzerne Charaktere, eine für mein Empfinden zu breite Erzählung, 600 Seiten, deren sprachlicher Klang mir nicht gefiel.

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