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Schon gelesen?

Rezension - Ist alles deins! von Jami Attenberg

  Es ist ein langer, heißer Augusttag im New Orleans der Trump-Ära. Der 73-Jährige «Boss» Victor Tuchman, ein schwerreicher skrupelloser Geschäftsmann und brutaler Patriarch, erfolgreicher Bauunternehmer in New Jersey, kommt mit einem Herzinfarkt in die Notaufnahme. Seine Frau Barbara, gertenschlank, auffällig mit teurem Schmuck behängt und perfekt geschminkt, scheint nicht sonderlich besorgt. Gary, der Sohn, sich weigert, den Sterbenden zu besuchen. Tochter Alex ist nur hier, um die Mutter zum Reden zu bringen. Die Schwiegertochter Twyla zeigt als einzige Mitgefühl, setzt sich an sein Bett. Ein Familiendrama, das sich Stück für Stück in Rückblicken aufblättert, ein feiner amerikanischer Gesellschaftsroman. Weiter zur Rezension:    Ist alles deins! von Jami Attenberg
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Rezension - Toskana in meiner Küche von Cettina Vicenzino

  Cettina Vicenzino, hat nicht nur Rezepte aus der Toskana mitgebracht – wobei sie Wert darauf legt, dass dies Werk als Lesebuch zu werten ist, weil man Rezepte besser «mit dem Zusammenhang der restlichen Buchseiten versteht». Und die Rezepte verstehen sich nicht grundsätzlich traditionell – nämlich ohne Kindheitserinnerung – ein Spaziergang durch die Küchen der heutigen Toskana. Gerichte wie Gnudi toscani, Testaroli, Pici, Strigoli, die man hier und dort ähnlich gegessen hat, nachgekocht, ein wenig variiert, Originalrezepte, die die Autorin erhalten hat. Dazu präsentiert sie uns spannende Geschichten und Porträts interessanter Menschen, Fotos mit Eindrücken zu Land und Menschen, Tradition. 70 Rezepte umrundet von Wissenswertem, Kuriosem und Humorigem. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Toskana in meiner Küche von Cettina Vicenzino

Rezension - Das hast du verdient von Barbara Frandino

  Der Mann fällt von der Leiter, als er seinen Granatapfelbaum stutzt. Die Frau sieht zu, ruft aber erst nach einer ziemlich langen Weile den Krankenwagen. Es ist ihr Ehemann; der einen Herzinfarkt und den Sturz überlebt, was wie ein Wunder erscheint. Was treibt sie dazu, ihren Mann so lange hilflos liegen zu lassen? Wie wird er auf diesen «Mordanschlag» reagieren, wenn er auf die Füße kommt? An welchem Punkt wurde aus Liebe Hass? Eine klare bildhafte Sprache. Eine ganz triviale Geschichte, die in ihrer erzählerischen Weise den Leser hineinzieht wie ein Sog – das ist die Kunst, mit Sprache umzugehen.  Weiter zur Rezension:    Das hast du verdient von Barbara Frandino 

Rezension - Die Bagage von Monika Helfer

  Gesprochen von Monika Helfer Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 4 Std. und 36 Min. 1914, die Geschichte von Maria und Josef aus dem Vorarlberg in Österreich nimmt hier ihren Lauf. Monika Helfer erzählt die Geschichte ihrer Tiroler Familie über vier Generationen – Maria, ihre Großmutter steht im Mittelpunkt. In langen Gesprächen mit Tante Kata (Katharina) versucht sich die Autorin ihrer Familie zu nähern, ihrer Großmutter, die im Alter von nur zweiunddreißig Jahren starb, Josef folgte ihr bald; ihrer Mutter, die auch früh verstarb. Ein Familiendrama, exzellent geschrieben. Ich empfehle allerdings, das Buch zum Genuss zu lesen – das Hörbuch ist schlecht eingesprochen. Weiter zur Rezension:    Die Bagage von Monika Helfer

Rezension - Teddy ist weg! von Antje Damm

  Papa und Flo und machen einen Ausflug in den Wald und bauen ihr Zelt auf. Flo hat sein Kuscheltier, einen Teddy dabei. Nachdem alle Sachen ins Zelt eingeräumt sind, wandern Vater und Sohn auf die Bergspitze. Vom Gipfel zurückgekehrt haben sie einen Bärenhunger, machen sich ein Feuer an und essen. Dann kuscheln sie sich im Zelt in die Schlafsäcke und Papa erzählt Einschlafgeschichten von Räubern und Drachen. Doch halt! Wen haben sie da draußen vergessen? Teddy sitzt einsam unter einem Baum. Während Papa laut schnarcht, passiert draußen vor dem Zelt etwas Ungeheuerliches! Kurzweilig und lustig ab 3 Jahren. Weiter zur Rezension:    Teddy ist weg! von Antje Damm

Rezension - In einem fernen Land von Michael Engler und Matthias Derenbach

  Eine Geschichte über den Mut und die Kraft, die in uns stecken Damals, als  ihre Familien aus dem gefährlichen Novemberland weggegangen waren – weit weg, war das Novemberland gefährlich. Aber das ist lange her. Seine Aufstiege sind riskant, seine Berghänge eisig und seine Täler finster, sagen die Alten, die es von den Alten haben. Aber dahinter könnte vielleicht ein schönes Land liegen. Denn hier in ihrem Land gibt es nur vertrocknete Erde. So fassen die Kinder einen Entschluss: Sie wollen ein besseres Land suchen, eins in dem es sich zu leben lohnt. Die Alten sagen, sie wären längst gegangen, wenn es das gäbe – zum Suchen fehlt es ihnen an Mut. Die Kinder machen sich auf den Weg. Ein sehr atmosphärisches Bilderbuch ab 4 Jahren, in Bild und Ton vereint zu einem Gesamtpaket, das die Emotion anspricht, Spannung in die Geschichte bringt.  Weiter zur Rezension:    In einem fernen Land von Michael Engler und Matthias Derenbach

Kinder- und Jugendbücherbücher - Demokratie erklärt

  Demokratie, wie funktioniert sie – was ist das? Wer wird gewählt, Wie wird gewählt? Politische Bildung für Kinder und Jugendliche – Wissen einfach erklärt. Ob nun ein Bilderbuch oder ein Sachbuch. Vom Angela Merkel über Ruth Bader Ginsburg bis hin zu Fake-News. Auch etwas zum Thema Demokratieversagen, wie zum Beispiel das Einsperren von Kidern in Guantanamo.  Weiter zur Seite:   Kinder- und Jugendbücherbücher - Demokratie erklärt

Rezension - Naturkalender 2022 von Marjolein Bastin

  Dieser Jahreskalender ist nicht nur ein praktischer Terminplaner, sondern auch eine Einladung zum Innehalten. Die filigranen und detailgetreuen Aquarellzeichnungen von Marjolein Bastin verzaubern Naturfreunde und Kunstliebhaber gleichermaßen. Eine Wochen-Doppelseite bietet genügend Platz für kleine Notizen. Auf der einen Seite Kalender, auf der gegenüberliegenden Seite zur Jahreszeit passend eine Illustration aus der Natur: Pflanzen, Vögel, Blumen, Insekten und anderes Getier ist jeweils mit kurzen persönlichen Texten der Künstlerin ergänzt. Es ist mehr als ein Kalender. Jede Woche begleitet uns ein kleines Aquarell von Marjolein Bastin.  Weiter zur Rezension:    Naturkalender 2022 von Marjolein Bastin

Rezension - Clan-Land von Burkhard Benecken

  Im Jahr 2044 ist die Justiz zum Showbusiness verkommen. Die rechtsradikale «Zero Tolerance Partei» ist am Ruder, die auch gleichzeitig harten Klimaschutz, vorschreibt, Fleisch zu essen, ist verboten. Wichtige Strafprozesse sind nun zu Streaming-Veranstaltungen mit Saalpublikum und TV-Zuschauern umfunktioniert worden, bei der diese am Ende per App entschieden, ob der Angeklagte freigesprochen wird oder zur Todesstrafe verurteilt wird: Das Volk entscheidet, sie sind der Richter, denn den gibt es nicht mehr. Die Muslime leben nun selbstbestimmt in Ghettos, zu denen der deutsche Staat keinen Zutritt mehr hat. Eine Dystopie, ein Justizthriller, der gut anfing – dann aber darin aufging, die heutigen Clans als nette Familienverbände darzustellen, kuschlige Jungs, die der deutsche Staat in die Kriminalität treibt. Mich konnte der Thriller in keiner Weise überzeugen. Weiter zur Rezension:    Clan-Land von Burkhard Benecken

Rezension - Beate und Serge Klarsfeld – Die Nazijäger von Pascal Bresson und Sylvain Dorange

  «Nazi!» Mit diesem Ruf ohrfeigte Beate Klarsfeld am 7. November 1968 auf dem Bundesparteitag der CDU Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, der zur Wiederwahl als Kandidat nominiert wurde. Kiesinger war 1933 in die NSDAP eingetreten und hatte einen hohen Posten im Propagandaapparat der Partei inne. Es war für die Klarsfelds unerträglich, dass solch ein Mann Bundeskanzler werden sollte! Dies war der Startschuss für die Lebensaufgabe von Beate Klarsfeld und ihrem Mann Serge – man nannte sie die Nazijäger. Sie versuchten die, die entkommen waren, aufzuspüren, um sie verurteilen zu lassen: Kurt Lischka, Klaus Barbie und viele andere. Die Graphic Novel erzählt von dem Lebenswerk des Ehepaars, die nie aufgaben. Der Job war nicht ungefährlich, ein historischer Comic, sehr spannend geschrieben, die Illustrationen fein historisch recherchiert und umgesetzt. Weiter zur Rezension:    Beate und Serge Klarsfeld – Die Nazijäger von Pascal Bresson und Sylvain Dorange