Direkt zum Hauptbereich

Heiligenbilder und Heuschrecken von Layla Martínez - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing




Heiligenbilder und Heuschrecken 


von Layla Martínez


Es war auf den Körpern von den anderen Frauen gebaut worden und wurde durch den Körper meiner Mutter gehalten. Durch ihre Angst und ihren Schmerz. Es war kein Geschenk, sondern ein Fluch.


Ein abgelegenes Dorf in den Bergen östlich von Madrid: Eine Enkelin und ihre Großmutter leben in einfachsten Verhältnissen im alten Haus der Familie – mit Misstrauen beäugt von den restlichen Dorfbewohnern. Denn sie gelten als Hexen, die Päckchen verkaufen, die man jemanden in den Schrank legt, um ihm Unglück zu wünschen. Je größer der Hass, umso besser funktioniert es. Der Vater der Großmutter hatte das Haus für seine Frau gebaut – die hat es bezahlen müssen mit harten Schlägen. Der Mann war ein Schuft, ein Lude, das Haus wurde gebaut mit dem Geld, das die Frauen ihm einbrachten – auf dem Leid von Frauenseelen, Stein für Stein. 



Höhlenwohnungen


Eingänge mit Vorbau zu Höhlenwohnungen

Er arbeitet für niemanden, auch nicht für sein Land


Die Enkelin nennt ihre Großmutter die Alte – es liegt viel zwischen ihnen; doch die Alte hat immer ein Auge auf die Junge; zwei Perspektiven, eine Familiengeschichte. Der Urgroßvater kam aus einem der Dörfer mit Höhlenwohnungen – er wollte nur fort, weg von diesen Löchern – und niemandes Sklave sein, für niemanden für einen Hungerlohn arbeiten, sich ausbeuten lassen. Mit seinem Charme bekam er die Weiber herum, wurde selbst zum Sklavenhalter, der die Frauen ausbeutete. Nur die eine, die musste nicht für ihn arbeiten, die hat er geheiratet, ihr dieses Haus geschenkt. Die Alte: «Für den Fall, meine Mutter könnte glauben, sie wäre besser dran als die anderen, hat mein Vater sofort jedes Fitzelchen Stolz aus ihr herausgeprügelt. Sie war ganz genauso dran, wie die anderen Frauen, die gleiche Prügel, die gleiche Angst.» Und dann kam der Krieg, der Guerra Civil, der Bruderkrieg. Auf den hatte der Lude auch keine Lust. Und so geschah das Unglaubliche … Seine Tochter, heute die Alte, hat ihre Enkeltochter großgezogen, denn deren Mutter war eines Tages verschwunden … 


Ein Gesellschaftsbild von Spanien


Dieses Haus ist keine Zuflucht, sondern eine Falle. Niemand kommt von hier weg, und die, die es doch schaffen, kommen am Ende zurück. Mein Vater hat uns diesen Fluch angehängt und uns dazu verdammt, für immer in diesen Wänden zu leben.

In diesem Haus spukt es, es knarrt und knarzt und es bröselt. Das Haus frisst sich ein in die Seelen der Bewohner und lässt sie nicht mehr los. Der Schrank im Schlafzimmer knarzt, in ihm schlafen Geister. Das hat seine Gründe. Es wurde auf Leid gebaut und Leid breitet sich aus, frisst sich in jede Ritze hinein. Die Alte hilft sich mit Heiligenbildern, die sie überallhin klebt. Bete! Im Dorf herrschen die Jarabos – eine mächtige Familie, die mit Verachtung auf die Dorfbewohner herabblickt, auf ihre unterbezahlten Sklaven. Ein Gesellschaftsbild von Spanien, das im ländlichen Raum auch noch heute präsent ist. Verlassener ländlicher Raum, Geisterdörfer – der Aberglaube und der tiefe christliche Glaube, ist in den Dörfern besonders gegenwärtig. Die Jarabos sind mit der Familie aus diesem Haus auf ihre Weise verbunden, auf ziemlich makabrere Art und Weise.


Klassenunterschiede


Hier war keiner in meinem Alter mehr übrig, weil alle, die es sich leisten konnten, nach Madrid sind und der Rest nach Cuenca ein paar zum Studieren ein paar auf den Bau zu Mercadona oder zu Zara egal Hauptsache nicht hie rweil hier sind nur noch halbtote Leute übrig.

Männer verschwinden oder sterben, lassen immer eine trauernde Frau zurück; oft eine, die sich nun schwer allein durchs Leben schlägt. Ein Kerl war genug. Ohne mag es schwieriger sein – auf jeden Fall ist es besser! Im Original heißt der Roman «Carcoma», was Holzwurm oder wurmstichig bedeutet. Übertragend etwas, das von innen zerstört. In diesen Zeilen liegt viel Ungesagtes, viel Gesellschaftskritik. Fangen wir mit den Frauen an: Frauen, die sich unterordnen mussten, keine eigene Identität aufbauen konnten – übelste Gewalt gegen Frauen an jeder Ecke; Gewalterfahrungen, Misogynie, Traumata. Der Guerra Civil, der das Land spaltete in Frankisten und Sozialisten, ein Krieg, der so viel Leid brachte, das Land zerstörte, eine Diktatur hervorbrachte, in der noch mehr Menschen getötet wurden, gefoltert, weggesperrt; andere wurden vermisst, nie wieder gesehen. Bis heute schwelt das ein oder andere zwischen den Menschen; will nicht vergessen werden. Der Unterschied zwischen Arm und Reich, Klassenunterschiede, gebildet und ungebildet – auf der einen Seite der Adel als Großgrundbesitzer, der Geldadel, die Macht, das Kapital und auf der gegen 90 Prozent auf der anderen Seite die Armut, der Hunger, das Ausgebeutetsein: Leibeigene, Dienerschaft, Niedriglohnarbeiter ohne Besitz und Bildung. Einen kleinen Mittelstand gab es nur in den Städten. Das Bild hat sich zum Guten aufgelöst in den letzten 100 Jahren – doch die großen alten Familien haben weiterhin die Macht, ziehen Strippen. Ein weiteres Thema ist Aberglaube und starker Glaube, die Hand in Hand vertreten sind auf dem Land – je größer der Glaube, umso größer der Aberglaube. Und zu guter Letzt das Sterben der Dörfer (Leeres Spanien) – die Jungen hauen ab, die zahnlosen Alten bleiben zurück. 


Gesellschaftsroman, ein Familienroman, ein Kriminalroman, ein leiser Thriller mit krachendem Ende


Eine Kriminalgeschichte, letztendlich ein Thriller, was erst im Lauf der Geschichte klar wird. Raffiniert inszeniert, unglaublich gut. Manche empfanden den Roman als gruselig. Ich nicht, sondern tiefsinnig, makaber mit schwarzem Humor. Ich habe mich köstlich amüsiert. Denn letztendlich macht sich Layla Martínez über ihre Charaktere lustig, auf ihre Weise. Hier geht es um Rache und Auflehnung und um Genugtuung – wobei man dann auch mit den Konsequenzen leben muss. Ein dünnes Büchlein, das so viel Inhalt bietet – Prosa, kraftvoll auf das Papier geworfen, in Andeutungen und Leerstellen. Geschrieben mit einer teuflischen Wut der Protagonisten, denn das Böse hat eine Wurzel, Hass der sie umhüllt, ihre Eingeweide füllt und ihre Köpfe zerfrisst. Wut aus ihrem Leben heraus, denn gibt es einen Grund für ihr Verhalten. Wenn man nie etwas hatte, nicht die Chance, etwas zu besitzen, dann man zumindest die Wut, sich gegen die zu wehren, die einen kleinhalten wollen. An manchen Stellen agiert die Autorin atemlos in langen Sätzen ohne Zeichensetzung, was die Intensität unterstreicht. Ein Gesellschaftsroman, ein Familienroman, ein Kriminalroman, ein leiser Thriller mit krachendem Ende – einfach klasse! 



Layla Martínez, geboren 1987 in Madrid, ist Autorin zahlreicher Erzählungen und Artikel, die in diversen Anthologien erschienen sind. Sie arbeitet als Übersetzerin und schreibt über Musik in EL SALTO und über Serien und das Fernsehen in LA ÚLTIMA HORA. Seit 2014 ist sie Teil des Leitungsteams des Indie-Verlags Antipersona.



Layla Martínez
Heiligenbilder und Heuschrecken 
Originaltitel: Carcoma
Übersetzt von Christiane Quandt
Zeitgenössische Literatur, Gesellschaftsroman, Familienroman, Kriminalroman, Thriller, Spanische Literatur
Hardcover, Pocketformat, 159 Seiten
Eichborn Verlag, 2024







Spanische Literatur

Interesse an Literatur aus Spanien? Hier findet ihr Bücher von spanischen Autor:innen mit Links zu den Rezensionen
Gastland Frankfurter Buchmesse 2022




Zeitgenössische Literatur

Hier verbirgt sich manche Perle der Literatur. Ich lese auch mal einen Bestseller, natürlich, aber mein Blick ruht  immer auf den kleinen Verlagen, auf den freien Verlagen. Sie trauen sich was - und diese Werke sind in der Regel besser als der Mainstream der meistgekauften Bücher …
Zeitgenössische Romane


Krimis und Thriller

Ich liebe Krimis und Thriller. Natürlich. Spannend, realistisch, gesellschaftskritisch oder literarisch, einfach gut … so stelle ich mir einen Krimi vor. Was ihr nicht oder nur geringfügig bei mir findet: einfach gestrickte Krimis und blutrünstige Augenpuler.
Krinis und Thriller










Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler

  Mischa und Nits sind beste Freunde. Mischa liebt die Poems von Nits. Und der bewundert Mischa, weil er schlau ist und ein wandelndes Lexikon über Tiere zu sein scheint. Lügen geht gar nicht, so Nits Überzeugung. Darum fragt er sich, warum Mischa dem Lehrer weismachen will, er hätte eine Chlorallergie, als der Schwimmunterricht beginnt – Nits erzählt er, die Badehose sei von Mäusen angefressen worden. Überhaupt scheint Mischa in Schwierigkeiten zu stecken – doch wohl eher sein Vater ... Nits betritt in dieser Familie plötzlich eine völlig andere Welt – die der Armut. Aber das ist ein Unterthema – Mischas Vater ist untergetaucht; Mischa und Nits werden ihn nicht im Stich lassen – aber das könnte gefährlich werden ... Spannung, Humor und ein wenig Tragik machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Meine Empfehlung ab 11 Jahren für diesen exzellenten Kinderroman.  Weiter zur Rezension:    Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler 

Rezension - Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen von Katherine Rundell

Die Archipel-Serie, Band 1 Tiere werden von Christopher magisch angezogen, und durch Zufall findet er bei einem Besuch von seinem Großvater heraus, dass dies seinen Grund hat. Er ist der Hüter des Weges zwischen den Welten , und Christopher soll später seinen Job übernehmen. Der Junge hatte einen jungen Greif gerettet. Mit dem Greif gelangte auch Mal in die Welt der Menschen. Irgendetwas verändert sich auf der magischen Seite , sagt Mal. Der Greif muss zurück und die Kinder wollen herausfinden, was vor sich geht. So reist Christopher in einen verborgenen Lebensraum, in dem mystische Kreaturen real sind. Ein Jugendbuch ab 10 Jahren, das emotional mitnimmt, das die Mythen der gesamten Welt aufnimmt in den Kreaturen – endlich wieder ein Fantasybuch , das auf allen Ebenen voll überzeugt.  Weiter zur Rezension:     Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen von Katherine Rundell

Rezension - Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

  Der Sommer, in dem Motte ein U-Boot fand, fing ziemlich normal an. Langweilig sogar. Doch auf einmal liegt das Schicksal der ganzen Stadt in ihren Händen. Es sind Ferien, aber Mottes Mutter muss arbeiten, einen Urlaub könnten sie sich nicht leisten. Sie ist als Personalcoach unterwegs: Mode, Schminke, Sport, Gesundheit, Ernährung. Und genau das interessiert Motte so gar nicht. Am Kai zeigt ihr Lukas das Metallfischen – ein perfektes Hobby für Motte, die neben schwarzer Kleidung das Unperfekte an Dingen liebt. Sie kauft sich einen Magneten zum Metallangeln. Vielleicht kann man sich etwas verdienen, wenn man Altmetall zur Altmetallhändlerin bringt; sie sammelt ihre ersten Schätze, die die Mutter eklig findet. Plötzlich hängt etwas ganz Großes an der Angel! Spannender Kinderroman ab 9/10 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

Rezension - Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi

Die kleine Spitzmaus lebt ganz allein ein ziemlich strukturiertes Leben, funktioniert wie ein Uhrwerk. Jeden Morgen dieselben Rituale: Frühstück, ab zur Arbeit, wo die fleißige Angestellte ihren Job macht. Vom Morgen bis zum Abend ein strenger Zeitplan. Es gibt nur wenig Abwechselung. Die Maus ist mit diesem Leben zufrieden, lebt im Einklang mit ihrem Rhythmus. Die Geschichte beschreibt die japanische Lebensphilosophie Ikigai , die das Glück im Kleinen sucht und findet. Bilderbuch ab 5 Jahren, Empfehlung. Weiter zur Rezension:    Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi 

Rezension - Genial! von Gareth Harmer, Katja Spitzer

  16 Erfinderinnen und ihre Geschichten Frauen, was haben sie erfunden? Viele kluge Frauen haben praktische Utensilien  erfunden, die wir noch heute nutzen, wie das zusammenklappbare Bügelbrett , Kaffeefilter , Eismaschine , Klappbett , Geschirrspüler , Papiertüte . Klar, Haushaltskram. Eben nicht nur, sondern auch Dinge wie das Frequenzsprungverfahren , elektrische Lampen , faltbarer Fallschirm , das erste Computerprogramm , die Nutzung von Sonnenenergie , das Aquarium und die Currywurst . Ein unterhaltsames und interessantes Sachkinderbuch ab 8 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Genial! von Gareth Harmer, Katja Spitzer

Rezension - Chronisch gesund statt chronisch krank von Dr. med. Bernhard Dickreiter

Von der Schulmedizin bis heute ignoriert: Die wahren Ursachen der chronischen Zivilisationskrankheiten – und was man dagegen tun kann Noch nie hat es so viele chronisch Kranke gegeben wie heute: Arthrose, Diabetes, Alzheimer, Rückenleiden, Krebs, Burnout usw. Der Internist, Reha-Experte und Ganzheitsmediziner Dr. med. Bernhard Dickreiter ist überzeugt, dass diese Patienten selbst aktiv etwas dagegen unternehmen können. Sein Standpunkt: Wir müssen alles dafür tun, damit es den Zellen in unserem Organismus gut geht. Jede Zelle ist von einer organtypischen Umgebung eingeschlossen, in die sogenannte extrazelluläre Matrix (EZM). Dort zieht die Zelle ihre Nährstoffe, den Sauerstoff, und hier entsorgt sie ihre Abfallstoffe. Ist die Zellumgebung nicht gesund, werden wir krank. Die Schulmedizin bekämpft meist nur Symptome: Schmerzen – Schmerztablette. Die Ursachen werden oft nicht hinterfragt, bzw. operabel versucht zu beheben: neues Knie, neue Hüfte usw. Dickreiter geht ganzheitlich vor. ...

Rezension - Urknall: Livs und Iggys unglaubliche Reise durch die Evolution von Reidar Müller, Sigbjørn Lilleeng

  Die Geschichte des Lebens als Comic-Abenteuer Wie begann das Leben auf der Erde ? Welche Tiere lebten vor den Dinosauriern ? Und wie entstand der Mensch ? Diese großformatige Graphic Novel nimmt junge Leser mit auf eine faszinierende Zeitreise durch die Geschichte des Lebens . Liv fährt mit dem kleinen Saurier Iggy ungefähr 4.567 Millionen Jahre zurück in die Vergangenheit, zum Urknall, zur Ursuppe – und Iggy erklärt Liv die Evolution und sie reisen zurück Step by Step. Komplexen Fragen werden in der Graphic Novel kindgerecht erklärt. So lernen schon kleine Weltentdecker, dass das Leben aus vielen Facetten besteht. Wissens-Comic ab 8 Jahren. Klare Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Urknall: Livs und Iggys unglaubliche Reise durch die Evolution von Reidar Müller, Sigbjørn Lilleeng

Rezension - Inspektor Mouse und der Gang in die Tiefe von Caroline Ronnefeldt

  Der Miezcedes steht unter der Katzanie. Sekretärin Mimi Stubenrein, Prokurist Kralle, Syndikus Tigerius Seidig, Kasimir Bart, Präsident Puschel, Sergeant Fischgrät … die Karthäuser Bank, ein mit Kratzbaumholz getäfelter Flur, ein von schweren rauchgrauen Samtportieren umrahmtes Bogenfenster, ein Tresor der Firma Schleicher & Söhne … Der Jugendkrimi ab 14 Jahren hat mich in seiner Wortspielerei und Atmosphäre anfänglich beeindruckt. Mit viel Humor, gespickt mit literarischen Anspielungen, ermitteln in Kratzburg Katzen mit krallenscharfem Verstand! So der erste Eindruck. Leider konnte mich der Katzenkrimi trotz allem nicht ganz begeistern, schon gar nicht als Jugendliteratur.  Weiter zur Rezension:    Inspektor Mouse und der Gang in die Tiefe von Caroline Ronnefeldt