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Ein Bett für Rosa von Helme Heine - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing





Ein Bett für Rosa 


von Helme Heine


Familie Piep hat ein wunderschönes Nest auf einem Baum, bis dieser eines Tages gefällt wird. Ganz plötzlich sind sie obdachlos, heimatlos. Auf der Suche nach einem neuen Zuhause erleben sie Beängstigendes und Ermutigendes, und Rosa lernt, dass man manchmal etwas loslassen muss, um sein Glück zu finden.





Die Familie war unbeschwert, doch damit ist es jetzt vorbei. Sie machen sich auf, ein neues Heim zu finden. Opa sagt, er bleibt, ist zu alt, neu anzufangen. Mal nur ein Übergang, mal sind sie nicht gern gesehen, beim Überleben muss man auch schon mal zur List greifen oder als Straßenmusiker arbeiten. Und dann ergibt sich etwas, Mama und Papa können sich damit arrangieren. Doch Rosa gefällt die neue Bleibe nicht, also macht sie sich allein auf den Weg. Sie erlebt einige Dinge, bis auch sie ein neues zu Hause findet. 




Typisch Helme Heine, der in seiner ureigenen witzigen Art sich mit wichtigen Themen beschäftigt, ohne die Triggerworte zu verwenden. Hier geht es um Vertreibung, um Obdachlosigkeit, in welche Richtung auch immer man das interpretieren mag. Die Axt als Symbol, die das Haus zerstört, Lebewesen suchen eine neue Bleibe. Nicht überall sind sie erwünscht, manchmal müssen sie ihr Essen stehlen, oder dafür jobben. Und dann gibt es auch die Guten, die einem die Hand reichen und weiterhelfen. Als Rosa dann allein unterwegs ist, erscheint manches als Lösung – beim Storch einziehen, der nach Süden zieht. Super! Doch dann wird der Kamin im Haus angemacht und Rosa zugequalmt. Auf, ein neues Heim suchen! Sie probiert einiges aus und manches ist gefährlich. Ein Thema, das in die Zeit passt, Szenen, die Raum offen lassen. Die Illustrationen sind wie immer witzig und hintergründig, prägnant zeichnet Heine nur das Wesentliche. Der Diogenes Verlag gibt eine Altersempfehlung ab 4 Jahren – aber natürlich ist Helme Heime Allage! Wieder ein gelungenes Kinderbuch, Empfehlung!





Helme Heine, geboren 1941 in Berlin, ist Autor von mehr als dreißig Kinderbüchern, die weltweit in Millionenauflage erscheinen. Er erhielt u.a. den Europäischen Jugendbuchpreis sowie den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur für sein Gesamtwerk.




Helme Heine
Ein Bett für Rosa
Bilderbuch, Obdachlosigkeit, Vertreibung, Kinderbuch, Kinder- und Jugendliteratur
Hardcover, 32 Seiten, 22.5 x 27.9 cm
Diogenes Verlag
Altersempfehlung: ab 4 Jahren










Kinder- und Jugendliteratur

Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! Hier geht es zu den Rezensionen.
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