Direkt zum Hauptbereich

Lebensgroß: Tiere der Meere und Ozeane von Holger Haag und Lars Baus - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing





Lebensgroß: Tiere der Meere und Ozeane 


von Holger Haag und Lars Baus


An einem Pottwal vorbeischwimmen? Wie würde das aussehen? Einem See-Elefanten von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen? Einem Weißen Hai tief in die Augen blicken? Das wäre in freier Wildbahn viel zu gefährlich. Doch in diesem Buch kommen wir den Tieren der Ozeane ganz nah. Details zeigen uns 15 wilde Tiere so groß, wie sie wirklich sind. Lebensgroß!






Neben den großartigen Illustrationen gibt es natürlich ein kleineres Foto vom gesamten Tier. Der Steckbrief informiert über Aussehen, Lebensraum, Verhalten, Nahrung und Nachwuchs. Auch das Thema Schutz oder Überleben wird angesprochen und Eigenarten, Besonderheiten werden aufgezeigt. Die Zähne, das Echo, das Parfüm des Pottwals, oder das Männchens des Anglerfisches, das ziemlich klein ist, beißt sich im Weibchen fest und sie wachsen zusammen. Das schillernde Perlboot hat besonders gute Augen, die Riesenklamar haben einen Düsenantrieb. Ein klasse Bilderbuch, dass und Meerestiere hautnah zeigt, wie wir sie im Original wahrscheinlich nie sehen werden. Am Ende finden wir eine Landkarte, um zu sehen, wo die Tiere leben. Der Coppenrath Verlag gibt eine Altersempfehlung ab 5 Jahren. Das passt für mich. Empfehlung!




Lars Baus, 1981 geboren, aufgewachsen in Unterfranken, studierte in Münster Design und lebt und arbeitet heute in Leipzig. Mit seinem Talent widmet er sich der Bühne, der Musik, dem Bild, dem Buch. Als Illustrator reizen ihn vor allem Kinderbuch- und Sachthemen. Bei Coppenrath ist, von ihm bebildert, unter anderem «Das Wendebilderbuch» und «Mein Herbarium Blütenzauber» erschienen.




Lars Baus, Holger Haag
Lebensgroß: Tiere der Meere und Ozeane
Bilderbuch, Kinderbuch, Meerestiere
Hardcover, ‎ 56 Seiten, 25.2 x 35.4 cm
Coppenrath Verlag, 2023
Altersempfehlung: ab 5 Jahren





Kinder- und Jugendbücher zum Thema Natur

Die Natur fasziniert uns jeden Tag auf Neue. Es gibt so viel zu lernen. Pflanzen, Tiere, Landschaften. Viele Orte, Pflanzen oder Tiere werden wir nie kennenlernen. Aber zum Glück gibt es Bücher, die uns die Schönheiten und Besonderheiten unserer Welt erklären und zeigen. Hier meine Tipps zu Kinder- und Jugendbüchern, die sich mit der Natur beschäftigen:   Kinder- und Jugendbücher zum Thema Natur







Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Im Fallen lernt die Feder fliegen von Usama Al Shahmani

  Die Bibliothekarin Aida hat seit neun Jahren eine feste Beziehung mit Daniel, sie wohnen zusammen. Doch Daniel weiß nichts über sie – klar, sie stammt aus dem Irak. Kein Wort über ihre Vergangenheit kommt über die Lippen. So sehr Daniel auch stichelt und fordert. Aida will darüber nicht reden – eine Sache, die diese Beziehung belastet. Als Daniel auf einer Alm den Rest seines Zivildienstes ableisten muss, setzt sich Aida hin und schreibt ihre Geschichte auf. Heimat, Identität, was ist das? Der Ort, an dem man geboren wird? Oder der, den man adaptiert hat, oder die Herkunft oder auch beides? Kann man nicht zwei, drei, vier oder mehr Heimaten haben? Aida konfrontiert sich mit ihrem Schmerz und ihrer Trauer, dem Verlust – schreiben hat ihr schon einmal geholfen … Ein empathischer Roman über Migration, Exil, Sprache und Sprachlosigkeit. Weiter zur Rezension:    Fallen lernt die Feder fliegen von Usama Al Shahmani

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Der Schriftsteller und die Katze von Nabiha Mheidly und Walid Taher

  Ein Buch über das Schreiben, die Entwicklung einer Geschichte, von Figuren. und der Beziehung des Schriftstellers zu seinen Charakteren. Am Anfang sucht man eine Idee, überlegt, verwirft und endlich passt eine … Ein Bilderbuch, eine gute Geschichte, ein Kindersachbuch über das Schreiben – aber nicht nur für Kinder! Weiter zur Rezension:    Der Schriftsteller und die Katze von Nabiha Mheidly und Walid Taher

Rezension - Japanisch kochen ganz einfach von Saori Laurent

  Die YouTuberin Saori Laurent ist Japanerin, lebt in Frankreich und zeigt in diesem kleinen Kochbuch Rezepte der japanischen Alltagsküche, die mit leicht erhältlichen Zutaten hergerichtet werden können. Einfache Menüs, für Anfänger mühelos nachzukochen. Mit 18 Grundzutaten, wie Dashi, Mirin, Miso, Koji, Matcha, Nori, die beschrieben werden, kommt man gut zurecht. Hier werden keine lange Brühen vorgekocht, sondern mit den typischen Zusammenstellungen schnell ein Menü bereitet, wie z. B. Ramen, Tempuras, Makis, Gyozas, Katsudon, Mochis, Dorayakis. Weiter zur Rezension:    Japanisch kochen ganz einfach von Saori Laurent

Rezension - Ein Esel ist ein Zebra ohne Streifen von Martin Ebbertz

  Onkel Theo erzählt 44 fast wahre Geschichten Der Beginn einer jeden Geschichte, ein prima Vorleseritual. – «So ein Quatsch!», rufen die Kinder … wenn Onkel Theo seine lustigen Lügengeschichten auf seinem grünen Sofa erzählt. Baron von Münchhausen.2! Witzig, spritzig, fantasievoll – ein klasse Kinderbuch mit lustigen Kurzgeschichten. Die Banane kommt aus der Fabrik, in der sie auch krummgebogen wird, und sie hat an einem Ende einen Bananenöffner, auf der anderen einen Bananenhalter, damit man keine schmutzigen Hände bekommt. Spaghetti gehören zur Gattung Gemüse und man kann aus ihnen Pullover stricken, sie als Lametta an den Weihnachtsbaum hängen und vieles mehr. Vorlesen, weiterspinnen, Kurzgeschichten ab 5 Jahren – Empfehlung. Weiter zur Rezension:    Ein Esel ist ein Zebra ohne Streifen von Martin Ebbertz

Rezension - Tomate, Olivenöl, Feta & Zitrone von Loulou Kitchen

  Die leichte mediterrane Küche 80 Frische und leichte mediterrane Sommerrezepte werden in diesem Kochbuch präsentiert, simpel, geschmacksintensiv. Mit den Basics Tomate, Olivenöl, Feta und Zitrone lassen sich schnell originelle Rezepte kreieren. Das Buch beginnt mit Tartes & Aufläufe, die mit fertigem Blätterteig oder Mürbeteig arrangiert werden: Tarte-Tatin mit roten Zwiebeln; Auberginen-Tarte-Tatin; Tarte-Tatin mit gegrillter Zitrone und Burrata; Zucchini-Ziegenkäse-Tarte mit Basilikum und Honig – ganz auf die französische Art. Gute Ideen für die Sommerküche, die man zum Teil in die Winterküche übernehmen kann, recht deftig und gehaltvoll. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Tomate, Olivenöl, Feta & Zitrone von Loulou Kitchen

Rezension - Der Retter von Mathijs Deen

Bei einem Spaziergang an der Küste Northumberlands stoßen niederländische Urlauber auf die Überreste einer Leiche. Eine alte Schwimmweste deutet auf eine Verbindung zu einem 21 Jahre zuvor geschehenen Unglück hin. Damals sank der Seeschlepper Pollux nördlich der Düneninsel Rottumerplaat. In einer komplizierten Mission der Seenotretter von Ameland und Norderney konnten alle Besatzungsmitglieder gerettet werden – bis auf den Kapitän. Kommissar Liewe Cupido der Bundespolizei, genannt «der Holländer» wird gerade von seinen eigenen Dämonen eingeholt, er fährt zu einer Beerdigung. Ein ruhiger, athmosphärischer Krimi, wendungsreich, zum Thema Rettung, dem Verlust und den Gefühlen, die entstehen, wenn man glaubt, falsch gehandelt zu haben, dem bedingungslosen Zusammenhalt der Mannschaft. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Der Retter von Mathijs Deen

Rezension - Der gelbe Elefant von Heinz Strunk

  Abgründe – das Thema von Heinz Strunk. Früher mit jungem Gemüse mit mehr Humor, heute Themen zum alternden Mann, noch scharfzüngiger, noch abgründiger. Und nun legt er einen Band mit Kurzgeschichten vor. Männer waren immer das Thema. Armselige Gestalten, profunde männliche Vereinsamung, Charaktere, bei denen man zwischen Ekel und Mitleid schwankt. Alkohol und Frauen, «Luder steht in der Jägersprache für ein totes Tier, das als Lockmittel für Raubtiere benutzt wird», Beziehungskrisen, Alte, denen der Lebenssinn abhandengekommen ist. So banal, wie manches klingt in diesen verknappten Kurzgeschichten, so traurig und tiefsinnig ist die Message. Strunkige Geschichten, strunkige Worterfindungen, bitterböser Humor. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Der gelbe Elefant von Heinz Strunk

Rezension - Der Geruch von Ruß und Rosen von Julya Rabinowich

  Bereits die ersten Seiten ziehen ins Buch, sind berührend, sprachlich kraftvoll und hervorragend. Madina und ihre Familie haben es geschafft, sie konnten vor dem Krieg ins Ausland fliehen. Sie wohnen im Haus von Lauras Eltern, Madina und Laura sind beste Freundinnen. Papa hat sie da herausgeholt, sogar Oma hat es geschafft und Tante Amina. Die erste Zeit war hart; eine neue Sprache lernen, sich in Österreich eingewöhnen. Doch dann ist Papa zurück in die Heimat, um zu helfen, denn er ist Arzt. Der Krieg ist beendet, doch wo bleibt Papa? Komplexe Figuren, die allesamt ans Herz wachsen, eine spannende Geschichte, die berührt. Ein starkes Jugendbuch ab 14 Jahren, das ich unbedingt empfehle!  Weiter zur Rezension:    Der Geruch von Ruß und Rosen von Julya Rabinowich