Direkt zum Hauptbereich

Die Geschichte der Israelis und Palästinenser von Martin Schäuble - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Die Geschichte der Israelis und Palästinenser 


von Martin Schäuble


Die jüdischen Einwanderer hatten einen schweren Anfang im neu gegründeten Staat Israel. Auf die massenhafte Einwanderung konnten die Gründungsväter so schnell nicht reagieren. Die Staatskassen waren leer - der Arabisch-Israelische Krieg machte deutlich, dass beim Verteidigungshaushalt nicht gespart werden durfte. Die Folgen der schlechten wirtschaftlichen Situation betrafen fast jeden. Es fehlte an Arbeitsplätzen, an Wohnungen und an gut ausgebauten Straßen. Karla Pilpel reiste mit einer zionistischen Bewegung nach Israel. ‹Durch die Organisation kam ich zu einem Kibbuz im Norden Israels. Ich weinte mich über ein Jahr jede Nacht in den Schlaf. Uns wurde in England ein wunderschönes Bild von Israel gemalt, demnach war das Land ein Garten Eden. Niemand erzählte mir, dass es im Kibbuz keine Elektrizität, kein Badezimmer, keine Toiletten gibt. Ich lebte mit drei anderen Mädchen in einer Hütte. Es gab Besteck und Teller aus Plastik.›



Das Flüchtlingsschiff "Exodus" - die Briten verweigerten 1047 den jüdischen Einwanderern die Einreise in Paästina, schickten sie zurück nach Hamburg


Der Nahost-Konflikt aus Sicht derer, die ihn erleben, ein Sachbuch für Jugendliche und Erwachsene, neu überarbeitet, das von der Gründung Israel bis heute den Konflikt verdeutlicht. Das Standardwerk beginnt mit einem kurzen Überblick über die letzten 3000 Jahre, steigt sofort mit dem Ersten Weltkrieg ein, als Palästina zum türkischen Reich gehörte, von den Briten besetzt, die Hussein ibn Ali versprachen, hier ein arabisches Reich zu gründen. Das kam nicht zu Stande, als Entschädigung erhielt er das heutige Saudi Arabien. Die Briten hatten heimlich mit den Franzosen verhandelt, den jüdischen Einwandern Gehör geschenkt, die zu dieser Zeit zu Hauff das Land besiedelten – viele russische Juden waren nach Palästina geflüchtet – man wollte im «Heiligen Land» den Staat Israel gründen. Von den ersten jüdischen Siedlern zur Staatsgründung Israels, über den ersten arabisch-israelischen Krieg, den Suez-Krieg, 1960 dem Sechs-Tage-Krieg, die nationale Bewegung unter Arafat, 1973 der Jom-Kippur-Krieg (oder Ramadan-Krieg für die Palästinenser), erste und zweite Infada bis zum Hamas-Angriff im Oktober 2023, der den Gaza-Israel-Krieg auslöste lässt Martin Schäuble chronologisch über Zeitzeugen über den Nahost-Konflikt berichten.


Wieso unterstützte die US-Regierung den israelischen Staat? Weil ein starkes Israel in ihrem eigenen Interesse war. Der Kalte Krieg bestimmte damals das weltpolitische Handeln. Der große Feind der USA war die Sowjetunion. Der Chef der Kommunistischen Partei, Leonid Breschnew, ließ die ägyptischen Munitionslager und Kasernen mit Rüstungsgütern auffüllen. Ein Sieg Ägyptens über Israel würde die Macht der Sowjetunion weiter vergrößern, den von den Vereinigten Staaten gefürchteten Kommunismus weiter stärken. Wie bei einem Dominospiel würde ein Stein den nächsten umstürzen - in der US-Administration war bereits seit dem Beginn des Kalten Krieges von der Domino-Theorie die Rede.



Kenntnisreich und vor Ort recherchiert: Wer den Nahost-Konflikt verstehen will, muss die Geschichte der Israelis und Palästinenser kennen – und den Menschen zuhören, die sie erlebt haben. Martin Schäuble hat über viele Jahre mit Israelis und Palästinensern gesprochen. Sie berichten von einem Leben im Ausnahmezustand, von langen, erbitterten Kämpfen. Was sie aus dem Alltag erzählen, macht überdeutlich, dass es nicht die eine gültige Wahrheit gibt und dass der andauernde Konflikt keinen Raum mehr lässt, die Stimmen der anderen Seite zu hören. Mit Karten, Zeittafel, vielen Medientipps und Originalquellen, Reden, Vereinbarungen, Pamphleten ist dieses Buch nicht nur für Jugendliche interessant. Chronologisch, historisch, die Ereignisse von beiden Seiten beleuchtet, ist dieses Jugendbuch ein außerordentlich guter Beitrag, den Nahost-Konflikt zu verstehen.


Entschädigung. Eines von beidem steht nach Ansicht der Vereinten Nationen den Palästinensern zu. Israels damaliger Außenminister Mosche Scharett erklärte dazu im Juni 1949 vor der Knesset, dem israelischen Parlament: »An allererster Stelle steht die Sicherheit. Eine große Welle von [palästinensischen] Rückkehrern würde den Staat erneut von innen heraus zerstören. Auch wenn die Rückkehrer heute für den Frieden wären, kann man auf sie in der Stunde einer neuen Katastrophe nicht setzen.« Die israelische Regierung traf die Entscheidung, eine Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge grundsätzlich zu verhindern. Auf den Flächen der arabischen Dörfer wurden neue Siedlungen für jüdische Einwanderer errichtet.


Das Buch zeigt auch die verschiedenen Sichtweisen zu gleichen Ereignissen. «Was für Aiyub Fakten sind, sind für mich keine, und umgekehrt», sagt 1990 Elad Schachar, der in einem israelischen Kibbutz geboren wurde nach einem Gespräch mit einem gleichaltrigen Palästinenser. Der Pudels Kern – keiner macht sich die Mühe, die andere Seite auch nur ansatzweise zu verstehen. So lange es kein gegenseitiges Verstehen gibt, den Willen, einen Abschluss zu finden, wird dieser Krieg nie beendet sein. Schäuble stellt die Fakten sachlich, historisch neutral dar und lässt dann Augenzeugen zu Wort kommen, wobei er oft konträre Positionen gegenüberstellt. Genau das und die erlebten Berichte geben dem Sachbuch eine Leichtigkeit, die es zu lesen macht, das Erlebte neugierig macht, die Diskussionen zum Nachdenken animieren. Neben Fotodokumenten gibt es am Ende eines jeden Kapitels Medientipps: Sachbücher, Romane, Internet. Am Ende vom Buch finden wir eine Zeittafel und Kartenmaterial. Ein Buch, das sich sowohl für den Geschichtsunterricht als auch für den Politikunterricht gut als Unterrichtsmaterial eignet. Der Carl Hanser Verlag gibt eine Altersempfehlung ab 14 Jahren. Das ist für mich passend - erweitert auf Allage. Empfehlung!


Die christlichen Milizen im Libanon nutzten den israelischen Einmarsch, um ihrer Wut gegen die Palästinenser freien Lauf zu lassen. Ihnen gaben sie die Mitschuld am Ausbruch des libanesischen Bürgerkrieges. Die christlichen Milizen richteten in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila vom 16. bis 18. September 1982 ein Massaker an. Der israelische Soldat Dror Schachar sah, mit welcher Brutalität die christlichen Kämpfer vorgingen. ‹Sie töteten mit dem Messer, nicht mit dem Gewehr. Das habe ich selbst gesehen in einem Ort an der Straße von Beirut nach Damaskus. Einen angesehenen Drusenführer hatten sie an einem Strommast aufgehängt. Sein Geschlechtsteil hatten sie ihm in seinen Mund gesteckt.›


Martin Schäuble, geboren 1978, studierte in Berlin, Israel und Palästina Politik und promovierte über zwei Dschihadisten. Als Journalist bereist er seit 20 Jahren immer wieder den Nahen Osten. Aus seinen Recherchen entstand 2011 das Buch Black Box Dschihad. Außerdem erschienen bei Hanser Zwischen den Grenzen. Zu Fuß und per Anhalter durch Israel und Palästina (2013) sowie sein Jugendroman Endland (2017). 2024 folgte eine aktualisierte und ergänzte Neuausgabe von Die Geschichte der Israelis und Palästinenser - Der Nahost-Konflikt aus Sicht derer, die ihn erleben.



Martin Schäuble
Die Geschichte der Israelis und Palästinenser 
Jugendbuch, Jugendsachbuch, Nahost-Konflikt, Israel, Hamas, Palästina, Kinder- und Jugendliteratur, Historisches
Hardcover, 240 Seiten, 16.9 x 24.5 cm
Carl Hanser Verlag, 2024
Altersempfehlung: ab 14 Jahren; Allage




Über den Dächern von Jerusalem von Anja Reumschüssel

Dieser Jugendroman hat mich begeistert. Zwei Geschichten, die zusammenhängen. 1947/1948: Tessa kommt als Halbwaise nach Palästina und begegnet in Jerusalem Mo und sie freunden sich an. Mos Familie wird im Verlauf aus der Stadt vertrieben, so trennen sich ihre Wege nach der Staatsgründung Israels. 2023: Anat hat den Wehrdienst angetreten und verläuft sich bei einer Übung im Westjordanland, trifft auf Karim, einen jungen Palästinenser, der sie im Schutz der Dunkelheit zurück nach Jerusalem bringt. Als er selbst bei einer Demonstration festgenommen wird, hilft Anat. Zwei Freundschaften zwischen zwei verfeindeten Parteien. Der Konflikt zwischen Juden und Palästinensern – Yerushalayim oder Al-Quds – ist in diesem Jugendbuch gut recherchiert und berührt, weil sie lebendig und einfühlsam aus je zwei Perspektiven geschildert wird. Ab 14 Jahren – Allage, unbedingt lesen!

Weiter zur Rezension:   Über den Dächern von Jerusalem von Anja Reumschüssel


Paula oder Die sieben Farben der Einsamkeit von Stephan Abarbanell

Sie wollte einen Mann heiraten und bekam einen Staat. Paula Munweis wurde in Minsk geboren, von ihren Eltern ausgesucht unter ihren Kindern, als Zwölfjährige zu Verwandten nach New York zu gehen, um die Schule zu besuchen, Medizin zu studieren. Die Zeiten in Weißrussland waren schlecht, insbesondere für Juden. Die Eltern hofften, sie würde Erfolg haben und Stück für Stück die Familie nachholen. Der Zusammenbruch ging schneller als gedacht, die russischen Pogrome und der Tod des Vaters ließen die finanzielle Unterstützung von zu Hause stoppen – der Traum vom Studium geplatzt. Die Krankenschwester Penina (nun Paula) und überzeugte Anarchistin trifft auf David Ben-Gurion und heiratet ihn. Der träumt vom Staat Israel. Eine Innenansicht der Paula Ben-Gurion, eine starke, einsame Frau. Literarisch ist das Buch hervorragend, dicht und atmosphärisch geschrieben, Empfehlung!

Weiter zur Rezension:   Paula oder Die sieben Farben der Einsamkeit von Stephan Abarbanell



Die Netanjahus von Joshua Cohen

Dieser herrlich satirische Roman basiert auf eine wahre Begebenheit der berühmten Politikerfamilie Netanjahu. Winter 1959–1960: Ruben Blum ist Historiker und der einzige Jude am nördlich von New York gelegenen fiktiven Corbin College. Er bekommt die Aufgabe, einen jüdischen Bewerber auf eine Dozentenstelle während der Phase des Vorstellungsgesprächs zu betreuen. Da Dr. Ben-Zion Netanjahu im schrottreifen Leihwagen gleich seine ganze Familie mit anschleppt, wird Blum auch noch unfreiwillig zum Gastgeber. Die respektlosen Netanjahus fallen mit ihren drei verzogenen Söhnen in sein Haus ein wie eine Plage; einer davon ist Bibi, der heutige Ministerpräsident von Israel. Der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Campusroman nähert sich dem Thema jüdische Identität erstklassig in wilder Komik.

Weiter zur Rezension:   Die Netanjahus von Joshua Cohen


Kinder- und Jugendliteratur

Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! Hier geht es zu den Rezensionen.
Kinder- und Jugendliteratur






Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Doppeltes Spiel von K.L. Slater

  Ein luxuriöser Wolkenkratzer mit dem Namen Orbit, in dem die Reichsten der Reichen zusammenkommen: hier arbeitet die attraktive Alicia als Kellnerin. Als der charismatische Eigentümer des Orbit ihr das Angebot macht seine Freundin zu spielen und dafür ein großzügiges Gehalt zu erhalten, in seinem riesigen Apartment im Orbit zu wohnen, nimmt sie an. Immerhin ist es nur ein Spiel, denn er braucht eine Begleitung, will sich vor den vielen Frauen schützen … bis das Spiel plötzlich mehr zu sein scheint. Langweilig, uninteressant, voller Klischees, sprachlich kraftlos – mehr muss ich nicht sagen.  Weiter zur Rezension:   Doppeltes Spiel von K.L. Slater 

Rezension - Königin der Nacht – Ein kurzes Buch über meine Mutter von Lukas Bärfuss

Nach «Vaters  Kiste» hat Lukas Bärfuss nun in einem autobiografischen Essay mit dem Leben seiner Mutter abgerechnet. «Eine Mutter ist, was man nicht loswird. Auch nicht mit dem Tod.» 1971 in Thun geboren, die Mutter wohnt eher allein mit ihrem Sohn, bzw. mit vielen Männern. Lukas Bärfuss wächst im Rotlichtmilleu auf; seine Mutter war eine Frau ohne Bildung, die von ihrem Freiheitsverlangen getrieben wurde, in das der Sohn nicht hineinpasste. Tagsüber reinigte sie in einem Autohaus die Wagen, die aus der Reparatur kamen, am Abend stand sie an einer Rotlicht-Bar. Als sie älter war, arbeitete sie als Putzfrau und in einer Wäscherei. Der Junge war nie gewollt, so wurde er auch behandelt – als Rabenmutter titulierte sie sich sogar selbst. Eine Mutter, die ihn hat sitzen lassen in seiner Kindheit und ein System, das dieses Kind hängenließ. Ein wundervolles Buch, schnörkellos geschrieben, das sehr zu Herzen geht. Weiter zur Rezension:    Königin der Nacht – Ein kurzes Buch ...

Rezension - Generation Glücklich: Dein Handbuch für mehr Spaß und Freiheit in einer Welt voller Bildschirme von Jonathan Haidt und Catherine Price

Stell dir vor, du wächst auf in einer Welt voller Smartphones , Likes und endlosem Scrollen, als wäre das Handy an der Hand festgewachsen. Das Handy ist das Erste, was du morgens, und das Letzte, was du abends anschaust – ganz schön viel für ein Kind, oder? «Generation Glücklich» richtet sich an Kinder zwischen 9 und 12 Jahren, die genau in dieser Welt ihren eigenen Platz finden wollen – ohne sich dabei virtuell selbst zu verlieren. Medienkompetenz , Selbstsicherheit, Selbstständigkeit im Umgang mit Medien – Fallstricke kennenlernen, Mechanismen auf Social Media verstehen an Hand von Comics und Übungen. Zu verstehen, wie Social Media funktioniert und wie sie das Gehirn verändert . Empfehlung!  Weiter zur Rezension:     Generation Glücklich: Dein Handbuch für mehr Spaß und Freiheit in einer Welt voller Bildschirme von Jonathan Haidt und Catherine Price

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Recherche - Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton

  Die 12-jährige Bo Delafort ist eine «Schlammschwalbe» – Menschen die an der Themse leben, arbeiten als Schlammsucher, sie graben im Schlamm nach kleinen Schätzen und Angeschwemmtem, was man verwerten kann. Als Bo eine schimmernde Münze im Schlamm des Flusses findet, meint sie, der Fluss würde mit ihr sprechen. «Du wirst nicht verlieren …» raunt er ihr zu. Aber was bedeuten die Worte? Eine insgesamt spannende Fantasy ab 12 Jahren mit Tiefgang. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton

Rezension - Simone von Nikolaus Heidelbach

  Wally und ihre Mutter gehen zum Babyschwimmen und lernen Simone kennen. Man findet sich sympathisch, und so wird das Flusspferd als Babysitter engagiert, wird die engste Vertraute von Wally. Bevor das Mädchen in die Schule kommt, keinen Babysitter mehr benötigt, begeben sich die beiden auf eine letzte abenteuerliche Flussreise . Sie erleben Wasserfälle , wilde Picknicks und ein fröhliches Schlammbad mit Simones Familie. Ein liebevoll, atmosphärisches Bilderbuch ab 4 Jahren, Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Simone von Nikolaus Heidelbach

Rezension - Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler

  Mischa und Nits sind beste Freunde. Mischa liebt die Poems von Nits. Und der bewundert Mischa, weil er schlau ist und ein wandelndes Lexikon über Tiere zu sein scheint. Lügen geht gar nicht, so Nits Überzeugung. Darum fragt er sich, warum Mischa dem Lehrer weismachen will, er hätte eine Chlorallergie, als der Schwimmunterricht beginnt – Nits erzählt er, die Badehose sei von Mäusen angefressen worden. Überhaupt scheint Mischa in Schwierigkeiten zu stecken – doch wohl eher sein Vater ... Nits betritt in dieser Familie plötzlich eine völlig andere Welt – die der Armut. Aber das ist ein Unterthema – Mischas Vater ist untergetaucht; Mischa und Nits werden ihn nicht im Stich lassen – aber das könnte gefährlich werden ... Spannung, Humor und ein wenig Tragik machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Meine Empfehlung ab 11 Jahren für diesen exzellenten Kinderroman.  Weiter zur Rezension:    Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler 

Rezension - Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan
 von Alex T.
 Smith

  Kennst du den Grumpel? Und seinen furchtbar fiesen Weihnachtsplan? Und weißt du von der fürchterlichen Sache, die am Weihnachtsabend am Nordpol passiert ist? Vielleicht sollte ich dir davon erzählen ... Wer ist eigentlich dieser Grumpel? Ein zottliger Typ, stets, grantig, eben unausstehlich – ein Kerl, der sich nicht benehmen kann. Die Leute verstummen und ziehen die Schultern ein, wenn er den Laden betritt. Und er hat eine lange Liste von Dingen, die er nicht mag. Sein Plan, Weihnachten zu vernichten, wird umgesetzt. Er reist zum Nordpol, um Weihnachten zu verhindern! Auf dem Weg dorthin begegnen ihm nette Wesen. Wird er seinen Plan verwirklichen? Spannende Weihnachtsgeschichte in 24 Kapiteln ab 6 Jahren – Allage.  Weiter zur Rezension:    Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan
 von Alex T.
 Smith

Rezension - Lázár von Nelio Biedermann

  «Ein wirklich großer Schriftsteller betritt die Bühne, im Vollbesitz seiner Fähigkeiten.», so wird von ihm geschrieben. Nelio Biedermann schreibt mit 20 Jahren sein erstes Buch und das Manuskript geht in die Versteigerung – die Verlage überbieten sich, es wird in 20 Sprachen verkauft, man redet über ein sechsstelliges Vorschusshonorar – über den neuen Thomas Mann . Uff. Ich war gespannt. Mich konnte der Familienroman nicht überzeugen – leider. Weiter zur Rezension:    Lázár von Nelio Biedermann

Rezension - Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie, Pascal Davoz und Callixte

Agatha Christie Classics Der Klassiker schlechthin! Der meistverkaufte Krimi von Agatha Christie als Grafic Novel . Zehn Menschen werden von einer Familie, die sie nicht kennen, aus unterschiedlichen Gründen auf eine kleine abgelegene Insel eingeladen. Entweder sollen sie dort arbeiten oder sich vergnügen. Einige von ihnen lernt der Lesende bereits auf der Anfahrt kennen. Acht Menschen treffen vergnügt im Hafen aufeinander, sechs Männer, zwei Frauen. Auf der Insel empfängt sie ein Dienerpärchen, von dem sie erfahren, der Gastgeber wird erst erst am nächsten Tag eintreffen. Doch gleich zum Begrüßungscocktail wird ihnen offenbart, wozu sie angereist sind: Alle Anwesenden werden sterben! Klasse umgesetzt als Comicadaption, Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie, Pascal Davoz und Callixte