Direkt zum Hauptbereich

Du hast das Leben vor dir von Romain Gary - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing






Du hast das Leben vor dir 

von Romain Gary


Der erste Satz: Als allererstes kann ich Ihnen sagen, dass wir immer 6 Treppen rauf mussten, und zwar zu Fuß, und für Madam Rosa mit ihren ganzen Kilos und nur zwei Beinen fing da der Alltag mit Kummer und Sorgen schon an.

Eine wundervolle Geschichte von 1975 aus der Sicht eines illegalen Jugendlichen, der in ärmsten Verhältnissen in Paris lebt. Der Roman von Romain Gary, der ihn unter dem Pseudonym Émile Ajar veröffentlichte, hat damals den Prix Goncourt gewonnen. Ein Skandal, denn diesen Preis darf man nur einmal im Leben gewinnen, und Romain Gary hatte ihn bereits mit »Die Wurzeln des Himmels« 1956 erhalten. Er gab den Preis nach einer saftigen Trickserei zurück. Dieser französische Bestseller, wurde mit Simone Signoret in der Rolle der Madame Rosa verfilmt. Auch in Deutschland war der Roman zu jener Zeit ein Bestseller. Ein Buch in der Neuauflage, mit Recht, Romain Gary, ein Schriftsteller, den man nicht vergessen sollte.

Lange Zeit wusste ich gar nicht, dass ich Araber war, weil mich niemand beleidigte. Erst in der Schule hat man es mir beigebracht. Aber ich hab mich nie geprügelt, es tut immer weh, wenn man jemand schlägt.

Eine tragische Geschichte mit bitter-bösem Humor

Selten habe ich mich so traurig amüsiert. Denn die Geschichte ist traurig, allerdings mit so tiefgehendem schwarzen Humor geschrieben, dass man die inneren Tränen wegschmunzelt. Es ist die Erzählung über eine Liebe, die Liebe zwischen dem Jungen Momo, der eigentlich Mohamed heißt, und Rosa, einer alternden jüdischen Hure, die seine Ziehmutter ist. Rosa hat früher einmal ihren Arsch hingehalten, wie sie sich ausdrückt, sie wurde während der Hitlerzeit ins KZ verschleppt, überlebte und ging zunächst wieder auf den Strich. Irgendwann hat sie eine Pflegestelle für Hurenkinder aufgemacht. Damals wurden Prostituierten vom Jugendamt die Kinder weggenommen und ins Heim gesteckt. Die Frauen wollen ihre Kinder nicht verlieren und so werden sie bei Madame Rosa geparkt, gegen Entgelt. Aber auch andere, wie ein verwitweter Müllwerker, die nicht wissen, wo sie die Sprösslinge tagsüber lassen sollen, bringen sie zu Rosa. Manche der Kleinen werden täglich abgeholt, einige wohnen bei Rosa. Manche kann sie in eine gute Familie vermitteln, die sich Kinder wünschen. Momo lebt bei ihr, seit er drei Jahre ist. Er weiß nichts über seine Eltern, nur dass er Araber ist, hofft, irgendwann herauszufinden, wer seine Erzeuger sind. Rosa wohnt in der Rue Bisson in Paris, ein Viertel das Farbige, Araber und Juden beherbergt, sogar ein waschechter Franzose ist dort zu Hause.

Ich bin noch eine ganze Weile dageblieben und hab die Zeit verrieseln lassen, die immer so langsam unterwegs ist und sicher nicht aus Frankreich kommt. Monsieur Hamil sagte mir oft, die Zeit kommt langsam aus der Wüste mit ihren Kamelkarawanen und hats nicht eilig, weil sie die Ewigkeit im Gepäck hat.

Poetisch - mit feinem Gefühl für Menschen

Lesen und schreiben lernt Momo bei dem arabischen Teppichhändler Monsieur Hamil, der gern Victor Hugo zitiert, von dem er einen Roman zusammen mit dem Koran in der Tasche trägt, später, leicht dement, die Passagen aus den Büchern beim Zitieren verwechselt. Momo ist illegal, wie meisten im Viertel. Für Madame Rosa ist er etwas Besonderes, denn Momo ist schlauer als der Rest der Bande. Und er glaubt, er sei zehn Jahre alt, denn das behauptet Rosa. Später wird er erfahren, dass er bereits vierzehn ist, denn Rosa hat Angst, er würde abhauen, wenn er alt genug sei. Die Frau hat es nicht einfach mit den Kindern, immer wieder geben Frauen ihre Sprösslinge ab, zahlen nicht die monatliche Betreuung, die Mütter sind unauffindbar. Und Rosa ist in die Jahre gekommen, ebenso Monsieur Hamil. Körperliche Schwächen, erste Zeichen von Demenz, Rosa kann das alles nicht mehr schaffen. Nun bleiben außerdem die monatlichen Raten für Momo aus nach all den Jahren. Aber sie behält ihn, denn die beiden verbindet eine tiefe Zuneigung. Und wo soll der Junge auch hin? Mit Rosas Gesundheit geht es weiter bergab, sie kann nicht mehr die Treppen gehen und ihr Köper versagt gleichermaßen an anderen Stellen - demente Zustände, komatöse Zustände. Ohne die bezahlenden Mütter geraten Rosa und Momo ins Elend – wären da nicht die vielen hilfreichen Seelen aus dem Viertel. Eins muss Momo Rosa versprechen: Nie im Leben will sie ins Krankenhaus gehen, egal was Doktor Katz auch erzählen wird, traumatische KZ-Erlebnisse dringen immer wieder in Rosas Alltagsleben ein.


Ich bin so lang neben ihr sitzen geblieben, wie es ohne Schiffen oder Essen ging. Ich wollte da sein, wenn sie wiederkommt, damit ich das Erste bin, was sie sieht. 

Ein sprachliches Meisterwerk

Wir tauchen in diesem Roman tief in die damaligen Stadtteile der Einwanderer ein, ein geordnetes Chaos der Illegalität. Menschen die sich durch das Leben kämpfen, fein beschriebene Charaktere legt Romain Gary hier vor. Juden, Araber, Christen, Nutten, Händler, Transvestiten, Illegale, Legale, Schwarze, Weiße, Bunte, Menschen wie du und ich mit einer Hoffnung im Herzen. Eine Gemeinschaft, die sich gegenseitig schützt und stützt, und natürlich gibt es auch solche, die andere verpfeifen. Ein Drama, so böse und doch so humorvoll, scharf hingesehen auf die gesellschaftlichen Details. Ein Erwachsener, der aus der Sicht eines Kindes für Erwachsene erzählt, für die meisten Schriftsteller ein sprachlicher Akt, der nicht zu schaffen ist. In der Regel wird das nichts, es klingt kitschig-trivial, naseweis oder unecht. Romain Gary gelingt es mit diesem Roman, sich empathisch in die Gedanken und Sprache von Momo hineinzuversetzen, die Welt mit seinen Augen zu sehen, ganz ohne Kitsch - Gefühle mit voller Breitseite, ein Staunen über die Welt.



Eine schillernde Persönlichkeit 

Romain Gary wurde als Roman Kacew in Wilna, damals Polen, heutigen Litauen, geboren. Seine jüdische Mutter war ehrgeizig mit ihrem Sohn, hatte viel vor mit dem kleinen Roman. Sie war zeitlebens sein Antreiber. Violinenspieler, Dichter, Diplomat, ein berühmter Maler oder Tänzer, solche Vorstellungen spukten in ihrem Kopf. Darum wanderte sie mit ihrem Sohn nach Frankreich aus, er war damals dreizehn, der Vater verließ die Familie, als Roman elf war. Er machte sein Abitur in Nizza und studierte Jura, wurde 1938 Pilot bei der französischen Luftwaffe. Als die Deutschen Frankreich besetzten, floh der junge Mann 1940 nach England und wurde Pilot der englischen Luftwaffe unter dem Decknamen Romain Gary. Der Traum der Mutter ging letztendlich auf. Roman Kacew arbeitete nach dem Krieg als Diplomat, war gezwungen wieder den jüdischen Namen anzunehmen, und konnte dann aber doch Romain Gary als Namen legalisieren, unter dem (und 5 Pseudonymen) er über 30 Romane mit großem Erfolg schrieb, und er war nebenbei Filmregisseur und Übersetzer. Er war ein Lebemann und Frauenheld, war zweimal verheiratet, in zweiter Ehe mit der berühmten Schauspielerin Jean Seberg, die Ehe ging nicht gut.

Der größte Skandal der französischen Literaturgeschichte

Für dieses Buch, »Du hast das Leben vor dir«, erhielt er unter dem Pseudonym Émile Ajar das zweite Mal den Prix Goncourt. Die Presse wollte natürlich wissen, wer dieser Schriftsteller ist, war ihm auf der Spur. Er schob geschickt einen entfernten Verwandten vor, Paul Pavlowitch, der zurückgezogen in Südfrankreich lebte. Die Kritiker ließen sich aber nicht täuschen und Pavlowitch hatte nicht das Format, sich zu verstellen und in Szene zu setzen, also gestand er seine Lüge. Der größte Skandal der französischen Literaturgeschichte lief zur Hochform auf und der wahre Verfasser wurde enttarnt. 1980 nahm sich Gary das Leben, indem er sich in seinem Auto erschoss. Zwei Jahre zuvor hatte bereits Jean Seberg Selbstmord verübt.

Auch nach seinem Tod wirbelte Gary Staub auf

Er hinterließ einen Abschiedsbrief: »Für die Presse. D-Day. Kein Zusammenhang mit Jean Seberg. Die Anhänger des gebrochenen Herzens mögen sich woanders hinwenden. Offensichtlich kann man dies einer nervösen Depression anlasten. Allerdings muss man dann zugeben, dass sie andauert, seitdem ich das Mannesalter erreicht habe, und dass sie mir erlaubt hat, mein literarisches Gesamtwerk zu vollenden. Warum also? Vielleicht muss man die Antwort im Titel meines autobiographischen Werkes suchen: ›Ruhig wird die Nacht sein,‹ und in den letzten Worten meines letzten Romans: ›Man könnte es nicht besser sagen.‹ Ich habe mich endlich vollständig ausgedrückt.«


Der Skandal um das Buch geht aber auch nach Garys Tod weiter. Der Roman »Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran«, von dem französischen Schriftsteller Eric-Emmanuel Schmitt geschrieben, wurde 2001 nicht nur ein Bestseller. Schmitt wurde mit Plagiatsvorwürfen überschüttet, denn sein Roman ähnelt auffällig dem von Romain Gary. Nur Gary konnte es eindeutig besser, ganz ohne
Kitsch.




Er hat in der Tat etwas von einem Virtuosen, der sich seines Publikums bewusst ist und die Effekte anstrebt mit Mitteln, die vom Purzelbaum bis zur Sentimentalität reichen – ein Stück Clown, ein Stück Held, ein Stück geigender Zigeuner. Was ihn als Schriftsteller vor seinen Gefahren und seiner eigenen Geschicklichkeit immer wieder rettet, das ist sein Gefühl für das Absurde der eigenen Existenz, sein paradoxaler Humor. (François Bondy)


Romain Gary 
Du hast das Leben vor dir
Originaltitel: La vie devant soi
Frankreich, Paris, Stadtviertel Belleville, Zeitgenössische Literatur, Französische Literatur
Hardcover, 248 Seiten
Rotpunktverlag, 2017



Zeitgenössische Literatur

Hier verbirgt sich manche Perle der Literatur. Ich lese auch mal einen Bestseller, natürlich, aber mein Blick ruht  immer auf den kleinen Verlagen, auf den freien Verlagen. Sie trauen sich was - und diese Werke sind in der Regel besser als der Mainstream der meistgekauften Bücher …
Zeitgenössische Roman

Kommentare

  1. Was für eine tolle Geschichte, das Buch bzw so, wie du den Inhalt beschreibst, fesselt von Anfang bis Ende... ich finde es be-rührend, wie Momo sich um Rosa kümmert, auch als sie krank ist, dass er nicht weg geht. ☺️ Wenn ich Zeit hätte ich würde das Buch sofort lesen. Wie bist du an den Autor gekommen? Zufall? Ich kannte Romain Gary bisher nicht ... Liebe Grüße Bettina

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Bettina, ich krame in Neuerscheinungen und suche gezielt auch bei kleinen Verlagen, insbesondere bei den freien Verlagen. 1. Die trauen sich was - produzieren nicht unbedingt Mainstream. 2. Diese Verlage suchen nach vergessenen Autoren, putzen Perlen, damit sie wieder glänzen. Meine Erfahrung: die besten Romane finden sich bei den Freien.

    AntwortenLöschen
  3. Guten Abend. Ich lese gern R. Gary. Kennen Sie sein Buch Engel ohne Himmel? Ich habe 4 Bücher gelesen und bin gefesselt. Was sagen Sie zu dem Buch? Danke im Voraus. LG Lela

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Doppeltes Spiel von K.L. Slater

  Ein luxuriöser Wolkenkratzer mit dem Namen Orbit, in dem die Reichsten der Reichen zusammenkommen: hier arbeitet die attraktive Alicia als Kellnerin. Als der charismatische Eigentümer des Orbit ihr das Angebot macht seine Freundin zu spielen und dafür ein großzügiges Gehalt zu erhalten, in seinem riesigen Apartment im Orbit zu wohnen, nimmt sie an. Immerhin ist es nur ein Spiel, denn er braucht eine Begleitung, will sich vor den vielen Frauen schützen … bis das Spiel plötzlich mehr zu sein scheint. Langweilig, uninteressant, voller Klischees, sprachlich kraftlos – mehr muss ich nicht sagen.  Weiter zur Rezension:   Doppeltes Spiel von K.L. Slater 

Rezension - Königin der Nacht – Ein kurzes Buch über meine Mutter von Lukas Bärfuss

Nach «Vaters  Kiste» hat Lukas Bärfuss nun in einem autobiografischen Essay mit dem Leben seiner Mutter abgerechnet. «Eine Mutter ist, was man nicht loswird. Auch nicht mit dem Tod.» 1971 in Thun geboren, die Mutter wohnt eher allein mit ihrem Sohn, bzw. mit vielen Männern. Lukas Bärfuss wächst im Rotlichtmilleu auf; seine Mutter war eine Frau ohne Bildung, die von ihrem Freiheitsverlangen getrieben wurde, in das der Sohn nicht hineinpasste. Tagsüber reinigte sie in einem Autohaus die Wagen, die aus der Reparatur kamen, am Abend stand sie an einer Rotlicht-Bar. Als sie älter war, arbeitete sie als Putzfrau und in einer Wäscherei. Der Junge war nie gewollt, so wurde er auch behandelt – als Rabenmutter titulierte sie sich sogar selbst. Eine Mutter, die ihn hat sitzen lassen in seiner Kindheit und ein System, das dieses Kind hängenließ. Ein wundervolles Buch, schnörkellos geschrieben, das sehr zu Herzen geht. Weiter zur Rezension:    Königin der Nacht – Ein kurzes Buch ...

Rezension - Lázár von Nelio Biedermann

  «Ein wirklich großer Schriftsteller betritt die Bühne, im Vollbesitz seiner Fähigkeiten.», so wird von ihm geschrieben. Nelio Biedermann schreibt mit 20 Jahren sein erstes Buch und das Manuskript geht in die Versteigerung – die Verlage überbieten sich, es wird in 20 Sprachen verkauft, man redet über ein sechsstelliges Vorschusshonorar – über den neuen Thomas Mann . Uff. Ich war gespannt. Mich konnte der Familienroman nicht überzeugen – leider. Weiter zur Rezension:    Lázár von Nelio Biedermann

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Rezension - Generation Glücklich: Dein Handbuch für mehr Spaß und Freiheit in einer Welt voller Bildschirme von Jonathan Haidt und Catherine Price

Stell dir vor, du wächst auf in einer Welt voller Smartphones , Likes und endlosem Scrollen, als wäre das Handy an der Hand festgewachsen. Das Handy ist das Erste, was du morgens, und das Letzte, was du abends anschaust – ganz schön viel für ein Kind, oder? «Generation Glücklich» richtet sich an Kinder zwischen 9 und 12 Jahren, die genau in dieser Welt ihren eigenen Platz finden wollen – ohne sich dabei virtuell selbst zu verlieren. Medienkompetenz , Selbstsicherheit, Selbstständigkeit im Umgang mit Medien – Fallstricke kennenlernen, Mechanismen auf Social Media verstehen an Hand von Comics und Übungen. Zu verstehen, wie Social Media funktioniert und wie sie das Gehirn verändert . Empfehlung!  Weiter zur Rezension:     Generation Glücklich: Dein Handbuch für mehr Spaß und Freiheit in einer Welt voller Bildschirme von Jonathan Haidt und Catherine Price

Rezension - Die Unbehausten von Barbara Kingsolver

  Gesprochen von Vera Teltz Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 16 Std. und 23 Min. Die amerikanische Mittelschicht geht am Krückstock – sehr fein beschrieben in diesem Roman. Alles scheint herum um Willa Knox zusammenzubrechen: Als freie Journalistin steht sie ohne Aufträge da. Ihren Job hatte sie verloren, weil kaum noch Zeitungen gekauft werden. Ihr Mann Iano verliert seine Professur, Sohn Zeke, als Absolvent der Harvard Business School der große Hoffnungsträger der Familie, ist gerade Vater geworden; seine Frau jedoch kurz nach der Geburt Suizid verübt hat. Und ihr schwerkranker Schwiegervater schwärmt vom «Megafon», der gerne Präsident werden möchte, dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Doch dann erbt Willa von ihrer Tante ein Haus, und das Haus könnte ihre Rettung sein. Weiter zur Rezension:   Die Unbehausten von Barbara Kingsolver

Rezension - Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling

  Gesprochen von Marc-Uwe Kling Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer, 6 Std. und 27 Min. Die Känguru-Werke, Band 5  Neues vom Känguru! Der Kinderbuchautor (Kleinkünstler Richtung Comedy im Zweitberuf ;-) ), Marc-Uwe Kling und das Känguru rebellieren: bissig, politisch und brandaktuell. Scharfzüngiger Humor, pointierte Gesellschaftskritik und jede Menge Lacher mit dem Aufruf zur Rebellion. Scharf auf die aktuelle Politik geschaut und analysiert – Comedy mit Niveau und mit Haltung. Empfehlung! Weiter zum Verlag:    Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling 

Recherche - Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton

  Die 12-jährige Bo Delafort ist eine «Schlammschwalbe» – Menschen die an der Themse leben, arbeiten als Schlammsucher, sie graben im Schlamm nach kleinen Schätzen und Angeschwemmtem, was man verwerten kann. Als Bo eine schimmernde Münze im Schlamm des Flusses findet, meint sie, der Fluss würde mit ihr sprechen. «Du wirst nicht verlieren …» raunt er ihr zu. Aber was bedeuten die Worte? Eine insgesamt spannende Fantasy ab 12 Jahren mit Tiefgang. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton

Rezension - Meine Geschichten von Mutter und Tochter von Katharina Greve

  Woran ich zuerst bei der ersten Geschichte denken musste, war « Vater und Sohn » von Erich Ohser , der Comicstrip-Klassiker   – und richtig, Mutter und Tochter lesen eins dieser Bücher, amüsieren sich köstlich. Kleine witzige Alltagsgeschichten als Comic, Bilder ganz ohne Worte. Das Geld ist knapp und ein Restaurantbesuch ein Fest. Blöd, wenn der arrogante Kellner einen dann beharrlich ignoriert. Mutter und Tochter geben nicht klein bei, sondern lassen sich kurzerhand von einem Boten Pizzen ins Restaurant liefern. Der Abend ist gerettet – und der Kellner ziemlich sauer. Eine alleinerziehende Mutter hat es nicht leicht, weil sie nicht viel Geld hat. Aber dieses Team hat trotzdem viel Spaß, dank Kreativität – und mit ihnen der Lesende. Ich hatte jedenfalls genauso viel Freude wie damals bei den Jungs. Der Comic ist Allage – aber bereits ab 12 Jahren sich ein Vergnügen! Weiter zur Rezension:    Meine Geschichten von Mutter und Tochter von Katharina Greve 

Rezension - Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie, Pascal Davoz und Callixte

Agatha Christie Classics Der Klassiker schlechthin! Der meistverkaufte Krimi von Agatha Christie als Grafic Novel . Zehn Menschen werden von einer Familie, die sie nicht kennen, aus unterschiedlichen Gründen auf eine kleine abgelegene Insel eingeladen. Entweder sollen sie dort arbeiten oder sich vergnügen. Einige von ihnen lernt der Lesende bereits auf der Anfahrt kennen. Acht Menschen treffen vergnügt im Hafen aufeinander, sechs Männer, zwei Frauen. Auf der Insel empfängt sie ein Dienerpärchen, von dem sie erfahren, der Gastgeber wird erst erst am nächsten Tag eintreffen. Doch gleich zum Begrüßungscocktail wird ihnen offenbart, wozu sie angereist sind: Alle Anwesenden werden sterben! Klasse umgesetzt als Comicadaption, Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie, Pascal Davoz und Callixte