Direkt zum Hauptbereich

Die blaue Mauer von Louis-Philippe Dalembert - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Die blaue Mauer 


von Louis-Philippe Dalembert


Der Anfang: 

Als der Kerkermeister das Lager betrat, brach über Sabratha gerade die Nacht herein. ... Als die Frauen hörten, wie der Schlüssel ins Schloss gesteckt wurde, rückten sie trotz der Schwüle noch enger zusammen. Als wollten sie sich vor einer Gefahr schützen, die nur von außen kommen konnte.


Ein Roman, der unter die Haut geht, den man nicht aufhören mag zu lesen, obwohl dies alles grusliger ist als jeder Horrorfilm – denn es ist Realität. Ein Buch, das die Ursachen von Flucht und Migration erklärt, den blutigen Weg bis zur Küste in der Hand von Schlepperbanden, eine grausame Überfahrt im Boot nach Europa - die lockende Zukunft, aber nur für die Menschen, die es überhaupt bis hierher geschafft haben. Ein Roman, der bewegt. Der Überfahrt liegt ein wahres Ereignis zugrunde, das den Autorn zu diesem Roman inspirierte: Ein tunesischer Fischtrawler, mit mehr als 700 Flüchtlingen aus verschiedenen vorderasiatischen und afrikanischen Ländern beladen, geriet in schlechtes Wetter, als er am 17. Juli 2014 von Libyen nach Italien übersetzte und auf Grund der Bedingungen sich ein Massaker an Bord ereignete. Der dänische Öltanker Torm Lotte rette den Fischtrawler aus Seenot, und was die italienische Küstenwache unter Deck erblickte, erschütterte auch hartgesottene Polizisten. Aber das ist nur ein Teil von diesem Roman, alles, was vorher an Land passiert, ist auch nicht besser. 


Die Nigerianerin brauchte fast ein Jahr, um die richtigen Kontakte herzustellen. Sie wollte schliesslich keinen Gaunern auf den Leim gehen. Von denen es im Land genug gab. Jeder suchte für sich irgendwie einen Ausweg, also einen Dummen, den man schröpfen konnte.


Dima aus Aleppo, Chochana aus Nigeria und Semhar aus Eritrea – drei grundverschiedene Frauen, die aber eins gemeinsam haben: Ihre Lebensbedingungen sind katastrophal und sie entschließen sich nach Europa zu gehen, um ein besseres Leben zu finden – für sich (und ihre Familie). Nicht jeder, der mit ihnen zusammen aufbricht, wird ankommen. Chochana ist eine Jüdin aus Nigeria – eigentlich sollte sie Jura studieren. Eine gläubige, stolze Familie, der es gut ging, bis Einschnitte in die Region sie in Armut stürzte, jedes Jahr immer weiter. Perspektivlosigkeit für junge Menschen. Chochana macht sich einer Gruppe von fünf jungen Menschen aus dem Dorf auf dem Weg, ihr Bruder ist auch dabei. Die Christin Semhar hat den erzwungenen Militärdienst in Eritrea satt, sie flieht mit einer Freundin und deren Freund, der die Flucht organisiert. Die wohlhabende Muslima Dima ist mit ihrer Familie aus dem syrischen Aleppo geflohen, sie sind Bürgerkriegsflüchtlinge. Ihre Einstellung gegenüber den schwarzen «schnudsch» lässt tief blicken. Sie ist privilegiert und hatte gegenüber den beiden anderen Frauen fast eine angenehme Anreise. Wer gut zahlt, reist gut – auch auf dem Boot, an Deck die teuren Plätze, eingepfercht mit geschlossener Luke die «billigen» Plätze unter Deck. Die Perspektive dieser drei Frauen wechselt, aber ebenso pendelt der Plot von dem Jetzt in die Vergangenheit, in die Erinnerung der Lebensläufe. 


Hör mal, jeder muss sehen, wo er bleibt. Und du, du willst, dass diese Horde snudsch an Deck stürmt, mitten unter uns landet und unseren Töchtern an die Kehle geht? Ich nicht. Du und deine miesen großen Ideen!


Louis-Philippe Dalembert verleiht den Flüchtlingen durch ihre Lebensläufe Gesichter und Stimmen – Menschen, die eine Tortur hinter sich haben, bevor sie das Boot besteigen und eine Überfahrt, bei der jedem bewusst ist, dass er vielleicht nicht überlebt. Diese Menschen vertrauen den Schleppern, die ihnen aber das Schlimmste antun, was man einem Menschen antun kann. Der Roman ist letztendlich auch eine Anklage an uns, an die westlichen Staaten: Warum lassen wir das zu? Ich würde sogar noch weiter gehen: Warum lassen wir diese Ausbeutung in Afrika zu und warum zündeln wir, fachen Kriege an? Ein Höllenritt bis zur Küste, beim Teufel persönlich in langer Gefangenschaft und zum Schluss eine Höllenfahrt auf dem Meer. So hatte sich niemand seine Flucht ausgemalt. Doch so sieht die Realität aus. Auch realistisch dargestellt ist die Darstellung der Beziehung zwischen Arabern und Schwarzen. Wie verhält sich der Mensch in Ausnahmesituationen? Was kann er alles einstecken? Ich finde, jeder sollte dieses Buch lesen, denn es verdeutlicht, was Menschen durchmachen, bevor sie Europa erreichen. Man hört immer wieder von Flüchtlingen, die psychische Probleme haben, sagte mir kürzlich jemand. Warum sind so viele gestört?, fragte er mich. Ich habe geantwortet, dass ich mich eher frage, warum so viele von ihnen gesund sind – zumindest auf den ersten Blick. Es wäre ein zweites Buch wert, darüber zu schreiben, was nach der Ankunft in Europa passiert – denn das Martyrium hat mit der Ankunft noch lange kein Ende.


Louis-Philippe Dalembert wurde in Port-au-Prince, Haiti, geboren. Nach einer journalistischen Ausbildung und einem Literaturstudium in Haiti setzte er 1986 sein Studium in Paris fort und schloss an der Sorbonne ab. Nach Stationen in Nancy, Rom, Jerusalem und Kinshasa lebt Dalembert heute in Paris und Port-au-Prince. Im deutschsprachigen Raum war er zweimal als Gastprofessor tätig, an der Universität Bern 2015 und in Berlin an der FU 2018/2019. Seit 1993 veröffentlichte er Kurzgeschichten, Gedichte, Essays und Romane. Die jüngste, »Avant que les ombres s’effacent«, die im März 2017 von Sabine Wespieser éditeur veröffentlicht wurde, gewann den Preis Orange du Livre und den Preis France Bleu/Page des libraires. »Die blaue Mauer« war nominiert für den Prix Goncourt 2019.



Louis-Philippe Dalembert 
Die blaue Mauer 
Originaltitel: Mur Méditerranée
Aus dem Französischen übersetzt von Christine Ammann
Roman, Flüchtlingsdrama, Bildungsroman
Hardcover mit Schutzumschlag, 319 Seiten
Nagel & Kimche Verlag 2021





Mehr zum Thema

Der Schleuser von Stéphanie Coste

Der erste Satz: 

Ich habe die Hoffnung zu meiner Handelsware gemacht.

Ein schmales Buch, das mit großer Kraft einschlägt, bitterböser Noir! – Der Eritreer Seyoum ist einer der wichtigsten Schlepper an der Küste Libyens und er schickt verzweifelte Menschen, die den schweren Weg durch die Sahara geschafft haben, aufs offene Meer, mit dem Bewusstsein, dass von ihnen nur ein Teil die italienische Küste erreicht. 100.000 Dollar Gewinn verdienen sie pro Bootsüberfahrt nach Italien. Ein eindriglicher Roman zum Thema Flucht, Flüchtlinge … ein schmales Buch, das man unbedingt lesen sollte!

Weiter zur Rezension:   Der Schleuser von Stéphanie Coste


Die Odyssee der Vergessenen von Khalil Diallo

Zwei junge Männer aus Guinea, die auf ihrer Fluchteinen Schriftsteller kennenlernen und eine Feministin. Auf ihrer langen Reise wird die Gruppe vielen Menschen begegnen. Sehr viele werden es nicht überleben, nicht bis nach Libyen zu kommen. Und wer es bis hierhin geschafft hat, die Wüste zu durchqueren, über das Feuer zu laufen, steht nun vor dem Höllentor. Die Etappen der Fluchtroute kann man auf einer Karte vorn im Buch nachverfolgen: Forédougou (Guinea), Sébékoro (Mali), Agadez, Dirkou (Niger) – mehrere Hundert Kilometer lange Dünenzüge durchziehen das Tschadbeckens und Sami fährt den Wagen zwei Tage und eine Nacht ohne Halt – Murzuk, Ghadames (Libyen) - gefangen und auf dem Sklavenmarkt verkauft, weiter durch Algerien nach Tanger (Marokko) gebracht. Wer von ihnen wird es auf der Mittelmeerroute von Afrika bis nach Europa schaffen? Flucht und Migration – Empfehlung!

Weiter zur Rezension:   Die Odyssee der Vergessenen von Khalil Diallo


Die Hungrigen und die Satten von Timur Vermes 

Diese Satire, Groteske, kann ich als Hörbuch extrem empfehlen. Der Roman ist bitter-bitter-böse, schon auf Papier. Aber was Christoph Maria Herbst daraus macht, ist einfach genial. Soll man lachen – oder bleibt einem das im Halse stecken? Manchmal habe ich brüllend gelacht, ein anderes Mal gallig geschluckt. «Er ist wieder da» – Timur Vermes, man kennt seinen beißenden Humor. Er schreibt über Dinge, über die man keine Witze machen darf, bricht Tabus – und er hat es wieder getan! Diesmal geht es um das Thema Flüchtlinge und unseren verlogenen Umgang mit diesem Thema. Was wäre, wenn 150.000 Flüchtlinge sich zu Fuß auf den Weg nach Deutschland machen – organisiert – und unser TV wäre mittendrin …

Vor uns das Meer von Alan Gratz

Drei völlig verschiedene Geschichten, die letztendlich das Gleiche erzählen: Drei Kinder mit ihren Familien auf der Flucht aus ihrer Heimat, in dem Vertrauen, ein besseres Leben zu finden. Drei Jahrzehnte, drei Mal Hoffnung. Der jüdische Junge Josef ist 11 Jahre alt, als er 1939 mit seiner Familie aus Deutschland vor den Nazis auf der St. Louis nach Kuba fliehen muss. Isabel lebt im Jahr 1994 in Kuba, Hunger und Armut lassen den Vater gegen Castro demonstrieren – und nun bleibt nur noch die Flucht in einer Walnussschale Richtung Miami. Der 12-jährige Mahmoud wird im Jahr 2015 nach einem Bombenangriff obdachlos und die Familie verlässt das zerbombte Aleppo in Syrien, um nach Deutschland zu gelangen. Ein Buch, das zwischendurch die Luft zum Atmen nimmt. Dieses Jugendbuch empfehle ich unbedingt als Schullektüre ab 13 Jahren!

Weiter zur Rezension:   Vor uns das Meer von Alan Gratz



Zeitgenössische Literatur

Hier verbirgt sich manche Perle der Literatur. Ich lese auch mal einen Bestseller, natürlich, aber mein Blick ruht  immer auf den kleinen Verlagen, auf den freien Verlagen. Sie trauen sich was - und diese Werke sind in der Regel besser als der Mainstream der meistgekauften Bücher …
Zeitgenössische Romane

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Königin der Nacht – Ein kurzes Buch über meine Mutter von Lukas Bärfuss

Nach «Vaters  Kiste» hat Lukas Bärfuss nun in einem autobiografischen Essay mit dem Leben seiner Mutter abgerechnet. «Eine Mutter ist, was man nicht loswird. Auch nicht mit dem Tod.» 1971 in Thun geboren, die Mutter wohnt eher allein mit ihrem Sohn, bzw. mit vielen Männern. Lukas Bärfuss wächst im Rotlichtmilleu auf; seine Mutter war eine Frau ohne Bildung, die von ihrem Freiheitsverlangen getrieben wurde, in das der Sohn nicht hineinpasste. Tagsüber reinigte sie in einem Autohaus die Wagen, die aus der Reparatur kamen, am Abend stand sie an einer Rotlicht-Bar. Als sie älter war, arbeitete sie als Putzfrau und in einer Wäscherei. Der Junge war nie gewollt, so wurde er auch behandelt – als Rabenmutter titulierte sie sich sogar selbst. Eine Mutter, die ihn hat sitzen lassen in seiner Kindheit und ein System, das dieses Kind hängenließ. Ein wundervolles Buch, schnörkellos geschrieben, das sehr zu Herzen geht. Weiter zur Rezension:    Königin der Nacht – Ein kurzes Buch ...

Rezension - Doppeltes Spiel von K.L. Slater

  Ein luxuriöser Wolkenkratzer mit dem Namen Orbit, in dem die Reichsten der Reichen zusammenkommen: hier arbeitet die attraktive Alicia als Kellnerin. Als der charismatische Eigentümer des Orbit ihr das Angebot macht seine Freundin zu spielen und dafür ein großzügiges Gehalt zu erhalten, in seinem riesigen Apartment im Orbit zu wohnen, nimmt sie an. Immerhin ist es nur ein Spiel, denn er braucht eine Begleitung, will sich vor den vielen Frauen schützen … bis das Spiel plötzlich mehr zu sein scheint. Langweilig, uninteressant, voller Klischees, sprachlich kraftlos – mehr muss ich nicht sagen.  Weiter zur Rezension:   Doppeltes Spiel von K.L. Slater 

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Recherche - Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton

  Die 12-jährige Bo Delafort ist eine «Schlammschwalbe» – Menschen die an der Themse leben, arbeiten als Schlammsucher, sie graben im Schlamm nach kleinen Schätzen und Angeschwemmtem, was man verwerten kann. Als Bo eine schimmernde Münze im Schlamm des Flusses findet, meint sie, der Fluss würde mit ihr sprechen. «Du wirst nicht verlieren …» raunt er ihr zu. Aber was bedeuten die Worte? Eine insgesamt spannende Fantasy ab 12 Jahren mit Tiefgang. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton

Rezension - Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler

  Mischa und Nits sind beste Freunde. Mischa liebt die Poems von Nits. Und der bewundert Mischa, weil er schlau ist und ein wandelndes Lexikon über Tiere zu sein scheint. Lügen geht gar nicht, so Nits Überzeugung. Darum fragt er sich, warum Mischa dem Lehrer weismachen will, er hätte eine Chlorallergie, als der Schwimmunterricht beginnt – Nits erzählt er, die Badehose sei von Mäusen angefressen worden. Überhaupt scheint Mischa in Schwierigkeiten zu stecken – doch wohl eher sein Vater ... Nits betritt in dieser Familie plötzlich eine völlig andere Welt – die der Armut. Aber das ist ein Unterthema – Mischas Vater ist untergetaucht; Mischa und Nits werden ihn nicht im Stich lassen – aber das könnte gefährlich werden ... Spannung, Humor und ein wenig Tragik machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Meine Empfehlung ab 11 Jahren für diesen exzellenten Kinderroman.  Weiter zur Rezension:    Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler 

Rezension - Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling

  Gesprochen von Marc-Uwe Kling Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer, 6 Std. und 27 Min. Die Känguru-Werke, Band 5  Neues vom Känguru! Der Kinderbuchautor (Kleinkünstler Richtung Comedy im Zweitberuf ;-) ), Marc-Uwe Kling und das Känguru rebellieren: bissig, politisch und brandaktuell. Scharfzüngiger Humor, pointierte Gesellschaftskritik und jede Menge Lacher mit dem Aufruf zur Rebellion. Scharf auf die aktuelle Politik geschaut und analysiert – Comedy mit Niveau und mit Haltung. Empfehlung! Weiter zum Verlag:    Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling 

Rezension - Der unaufhaltsame Aufstieg des Ministers Karsten Richter von Wolfgang Schorlau

  Die Gasbranche lässt die Korken knallen. Einer von ihnen soll zum Minister ernannt werden! Besser könnte es nicht laufen. Und sein Sekretär bekommt gleich zu spüren, welch eine Atmosphäre nun im Ministerium herrscht. Karsten Richter hat die Aufgabe, das ganze Grüngeschwafel zur Klimakatastrophe wegzuwischen und die Gesetze abzuschaffen, die die Gasbranche hindern, weiterhin dicke Geschäfte zu machen. Dummerweise berichtet er seiner Mutter davon, was er vorhat. Anstatt stolz auf ihren Sohn zu sein, geht die grüne Aktivistin auf die Barrikaden. Hier geht es um die Rettung des Klimas , der Erde. Sie beraumt eine Pressekonferenz ein und will veröffentlichen, welche Schweinereien ihr Sohn plant. Klasse Satire! Weiter zur Rezension:    Der unaufhaltsame Aufstieg des Ministers Karsten Richter von Wolfgang Schorlau

Rezension - Generation Glücklich: Dein Handbuch für mehr Spaß und Freiheit in einer Welt voller Bildschirme von Jonathan Haidt und Catherine Price

Stell dir vor, du wächst auf in einer Welt voller Smartphones , Likes und endlosem Scrollen, als wäre das Handy an der Hand festgewachsen. Das Handy ist das Erste, was du morgens, und das Letzte, was du abends anschaust – ganz schön viel für ein Kind, oder? «Generation Glücklich» richtet sich an Kinder zwischen 9 und 12 Jahren, die genau in dieser Welt ihren eigenen Platz finden wollen – ohne sich dabei virtuell selbst zu verlieren. Medienkompetenz , Selbstsicherheit, Selbstständigkeit im Umgang mit Medien – Fallstricke kennenlernen, Mechanismen auf Social Media verstehen an Hand von Comics und Übungen. Zu verstehen, wie Social Media funktioniert und wie sie das Gehirn verändert . Empfehlung!  Weiter zur Rezension:     Generation Glücklich: Dein Handbuch für mehr Spaß und Freiheit in einer Welt voller Bildschirme von Jonathan Haidt und Catherine Price

Rezension - Simone von Nikolaus Heidelbach

  Wally und ihre Mutter gehen zum Babyschwimmen und lernen Simone kennen. Man findet sich sympathisch, und so wird das Flusspferd als Babysitter engagiert, wird die engste Vertraute von Wally. Bevor das Mädchen in die Schule kommt, keinen Babysitter mehr benötigt, begeben sich die beiden auf eine letzte abenteuerliche Flussreise . Sie erleben Wasserfälle , wilde Picknicks und ein fröhliches Schlammbad mit Simones Familie. Ein liebevoll, atmosphärisches Bilderbuch ab 4 Jahren, Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Simone von Nikolaus Heidelbach

Rezension - Die Kathedrale der Vögel von Wieland Freund

  Er hat das Haar eines Raben und die Augen eines Uhus: Munk. Und in seinen Träumen sieht er die Toten. Munk lebt mit seiner Schwester Enna auf der kleinen Insel Nyt. Eines Tages holen ihn die Schergen des tyrannischen Greifen von Amser ab, bringen ihn auf die Burg, wo er als Falkner arbeiten muss. Die Greifenkriegerin Magwit ist sehr interessiert an dem Jungen. Munk besitzt besondere Fähigkeiten, er ist einer der wenigen, die die Vogel- und Menschenwelt vereinigt. Während seine Schwester sich trotz Warnung von Magwit auf die Suche nach ihm macht, entdeckt Munk tief im Burgberg ein grauenvolles Geheimnis ... Weiter zur Rezension:    Die Kathedrale der Vögel von Wieland Freund