Direkt zum Hauptbereich

Wenn ich euch verraten könnte von Lea Draeger - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Wenn ich euch verraten könnte 


von Lea Draeger


Der Anfang: 

Als mein Großvater zwölf Jahre alt war, erhängte sich mein Urgroßvater am Deckenbalken seiner Backstube mit einer Hundeleine. Die Füße schwebten über dem Arbeitstisch. Er schaute starr von oben hinunter auf sein Kind.


Triggerwarnung: Dies ist ein sehr düsterer Roman, der die Essstörung einer 13-Jährigen beschreibt, die zunächst in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie künstlich ernährt wird, sich später stabilisiert. Sie weigert sich, zu essen, zu sprechen – in der Klinik Familienmitglieder zu empfangen. Der Großvater steht übermächtig über der Familie, auch die Großmutter und deren Vater. Die Urgroßväter, Despoten und üble Schläger – so wie sie die Großeltern schildern. Geschwister, die sich heute spinnefeind ist, eine Familie voller Brüche. Die Großeltern hatte mit ihren kleinen Töchtern Tschechien verlassen, waren nach Deutschland ausgewandert, wo sie von vorn anfangen mussten. Der Großvater, der Bücher schreibt, die niemand verlegen will, aus denen er ständig der Familie vorliest, auf die Kommunistenschweine schimpft. Überhaupt sitzen die Großeltern mit patriarchaler Härte wie ein großer Dämon über der Familie, die sich davon nicht befreien kann. Die Eltern und die Mutter sprechen viel Tschechisch miteinander – die Protagonistin spricht die Sprache nicht, denn man wollte sich eigentlich von allem Tschechischen befreien. Einerseits ja – andererseits nein, denn jeden Sonntag bereitet die Großmutter Gulasch mit Klößen zu, vorweg eine Suppe, ganz traditionell. Danach hat der Großvater (der übrigens von der Protagonistin der Vater genannt wird) seinen langen Auftritt mit Lesungen aus den Manuskripten. Die Sprache werden sie nicht los, wenn sie aus dem Herzen sprechen wollen. Der Vater der Protagonistin ist einfach abgehauen, hat diese Familie hinter sich gelassen. Die Mutter scheint ihre Eltern schlicht zu ignorieren – es ist so, wie es ist. Die Mädchen reagieren mit Essstörung: Die eine frisst Unmengen in sich hinein, die andere verweigert Nahrung und Sprache. 


Diese Frauenfiguren haben Männer geheiratet, die sie zufällig gewählt haben


Ich sitze in seinem Zimmer. Nach wie vor komme ich zu ihm. Nach wie vor schlage ich meine nackten Beine übereinander und spiele mit den feinen Härchen auf meinen Schenkeln. Ich trage kurze enge Shorts. Meine Beine sehen mittlerweile wieder aus wie Beine und nicht wie mit Haut überzogene Knochen. Sie sind schlank und leicht gebräunt von der Sonne im Garten.


Die Protagonistin wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, bringt uns die Familie näher. Sie beginnt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie durch Einträge in ihr kariertes Buch sich mit sich selbst und ihrer Familie auseinanderzusetzen. Die Gegenwart ist im Präsens geschrieben – was mir wieder Zahnschmerzen verursachte. Solange ein Ich sich im Präsens mit seinem Inneren, seinen Gedanken befasst, kann ich folgen. Wenn das Ich aber dem Leser erklärt, wohin es geht, was es für Kleidung trägt, wie sie aussieht usw., dann komme ich nicht mehr mit. Ein Ich weiß das, macht sich darüber keine Gedanken und erzählt sich genau das nicht selbst. Das ist alles Geschmackssache – mir rollen sich beim Lesen einer solchen Perspektive die Fußnägel hoch. Diese Frauenfiguren haben Männer geheiratet, die sie zufällig gewählt haben, nicht aus Liebe. Und darum brauchen sie einen Fetisch. Bei der Großmutter ist es die Heilige Jungfrau Maria und bei der Mutter ist sie es selbst, die Pflege ihres Aussehens. Eine schöne Frau, die sich absichtlich Kleidung und Schminke aussucht, die aus dem Rahmen fällt: auffällig, altmodisch, im ausgeprägt östlichen Modestil, bis hin zum Pelzmantel mit halben Tieren am Kragen. Denn sie hängt an ihrer Herkunft, an der Sprache – an allem, was von den Eltern verboten ist. Die Protagonistin und ihre Schwester fühlen sich ausgeschlossen, wenn die anderen in der Sprache sprechen, die sie lieben und hassen – weil sie zum alten Leben dazugehörte, zur Identität. Und genau das wirft die Protagonistin ihnen vor, man habe: «mich nie in die die Seele meiner Familie hineingelassen». Horrorgeschichten aus alten Zeiten, über die grausamen Urgroßeltern, immer wieder und über das schlechte Land ihrer Herkunft. Verbitterte Großeltern, die nicht mit den Kindern zufrieden sind, weil sie den «falschen» beruflichen Weg gingen, nicht in die Erwartung passen, obendrauf die falschen Partner suchten. Die Schwester kommt komischerweise nicht vor, lediglich werden die Fressattacken beschrieben. Die Protagonistin beschreibt die Wut im Bauch der Frauen ihrer Familie, die sie nie herausgelassen haben – die Wut der Männer ertrugen. Auch sie hat Wut.


Ein düsterer Roman, der herunterzieht


Ehe ich aufhörte zu essen, habe ich aufgehört, mit meiner Mutter zu sprechen. Über ein Jahr habe ich nicht mit ihr gesprochen. Auch sonst spreche ich nicht gern.


Kinder, sie sich entfremden, die in einer grausamen Atmosphäre aufwachsen. Ein düsteres Buch durch und durch bis zur letzten Seite! Und ich hatte beim Lesen das innere Gefühl, es wird von Seite zu Seite schlimmer, denn die Reise geht bergab. Der klitzekleine Hoffnungsschimmer, dass dieses Mädchen einen Weg aus der Finsternis findet, hat mich persönlich nicht hoffen lassen. Praxiserfahren denke ich in diesem Fall: Die Hoffnung stirbt zuletzt; also wupp es! Wie gesagt, Präteritum und die Perspektive Ich hat für mich seine Grenzen, wie hier. 


Die Stimme passt nicht zur Perspektive

Eine Coming-of-Age-Geschichte der brutalen Art und Weise. «Ich traue der Sprache nicht. Ich werde sie finden, meine Geschichte. Auch wenn ich uns verraten muss.», sagt die Protagonistin am Ende, die Hoffnung sich selbst zu finden und ihren Weg zu gehen. Ich konnte den Roman nicht am Stück lesen – zu schwer lag die Geschichte im Magen; dazu noch das Präsens: Hier spricht eine 13-Jährige mit der Stimme und Tonalität, den Gedanken einer reifen Frau, mit den Worten einer ausgereiften Autorin. Und genau das passt nicht! Insgesamt zieht mich dieses Buch extrem runter – einschließlich meines Daumens. Es ist garantiert kein Jugendroman, auch wenn die Geschichte von einer 13-Jährigen erzählt wird und er bei hansablau erschienen ist.


Lea Draeger studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Sie arbeitet als Schauspielerin, Autorin und bildende Künstlerin. Seit 2015 spielt sie im Ensemble des Berliner Maxim Gorki Theaters, davor unter anderem am Schauspielhaus Bochum und der Schaubühne Berlin. Ihre bildnerischen Arbeiten wurden im 4. Berliner Herbstsalon, der Sammlung Friedrichshof und im Van Abbemuseum Eindhoven ausgestellt.


Lea Draeger
Wenn ich euch verraten könnte 
Zeitgenössische Literatur, Psychogramm, Essstörung, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Coming-of-Age-Geschichte 
Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten
hanserblau Verlag, 2022



Zeitgenössische Literatur

Hier verbirgt sich manche Perle der Literatur. Ich lese auch mal einen Bestseller, natürlich, aber mein Blick ruht  immer auf den kleinen Verlagen, auf den freien Verlagen. Sie trauen sich was - und diese Werke sind in der Regel besser als der Mainstream der meistgekauften Bücher …
Zeitgenössische Romane

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Rezension - Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler

  Mischa und Nits sind beste Freunde. Mischa liebt die Poems von Nits. Und der bewundert Mischa, weil er schlau ist und ein wandelndes Lexikon über Tiere zu sein scheint. Lügen geht gar nicht, so Nits Überzeugung. Darum fragt er sich, warum Mischa dem Lehrer weismachen will, er hätte eine Chlorallergie, als der Schwimmunterricht beginnt – Nits erzählt er, die Badehose sei von Mäusen angefressen worden. Überhaupt scheint Mischa in Schwierigkeiten zu stecken – doch wohl eher sein Vater ... Nits betritt in dieser Familie plötzlich eine völlig andere Welt – die der Armut. Aber das ist ein Unterthema – Mischas Vater ist untergetaucht; Mischa und Nits werden ihn nicht im Stich lassen – aber das könnte gefährlich werden ... Spannung, Humor und ein wenig Tragik machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Meine Empfehlung ab 11 Jahren für diesen exzellenten Kinderroman.  Weiter zur Rezension:    Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler 

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Chronisch gesund statt chronisch krank von Dr. med. Bernhard Dickreiter

Von der Schulmedizin bis heute ignoriert: Die wahren Ursachen der chronischen Zivilisationskrankheiten – und was man dagegen tun kann Noch nie hat es so viele chronisch Kranke gegeben wie heute: Arthrose, Diabetes, Alzheimer, Rückenleiden, Krebs, Burnout usw. Der Internist, Reha-Experte und Ganzheitsmediziner Dr. med. Bernhard Dickreiter ist überzeugt, dass diese Patienten selbst aktiv etwas dagegen unternehmen können. Sein Standpunkt: Wir müssen alles dafür tun, damit es den Zellen in unserem Organismus gut geht. Jede Zelle ist von einer organtypischen Umgebung eingeschlossen, in die sogenannte extrazelluläre Matrix (EZM). Dort zieht die Zelle ihre Nährstoffe, den Sauerstoff, und hier entsorgt sie ihre Abfallstoffe. Ist die Zellumgebung nicht gesund, werden wir krank. Die Schulmedizin bekämpft meist nur Symptome: Schmerzen – Schmerztablette. Die Ursachen werden oft nicht hinterfragt, bzw. operabel versucht zu beheben: neues Knie, neue Hüfte usw. Dickreiter geht ganzheitlich vor. ...

Rezension - Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

  Der Sommer, in dem Motte ein U-Boot fand, fing ziemlich normal an. Langweilig sogar. Doch auf einmal liegt das Schicksal der ganzen Stadt in ihren Händen. Es sind Ferien, aber Mottes Mutter muss arbeiten, einen Urlaub könnten sie sich nicht leisten. Sie ist als Personalcoach unterwegs: Mode, Schminke, Sport, Gesundheit, Ernährung. Und genau das interessiert Motte so gar nicht. Am Kai zeigt ihr Lukas das Metallfischen – ein perfektes Hobby für Motte, die neben schwarzer Kleidung das Unperfekte an Dingen liebt. Sie kauft sich einen Magneten zum Metallangeln. Vielleicht kann man sich etwas verdienen, wenn man Altmetall zur Altmetallhändlerin bringt; sie sammelt ihre ersten Schätze, die die Mutter eklig findet. Plötzlich hängt etwas ganz Großes an der Angel! Spannender Kinderroman ab 9/10 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

Rezension - Inspektor Mouse und der Gang in die Tiefe von Caroline Ronnefeldt

  Der Miezcedes steht unter der Katzanie. Sekretärin Mimi Stubenrein, Prokurist Kralle, Syndikus Tigerius Seidig, Kasimir Bart, Präsident Puschel, Sergeant Fischgrät … die Karthäuser Bank, ein mit Kratzbaumholz getäfelter Flur, ein von schweren rauchgrauen Samtportieren umrahmtes Bogenfenster, ein Tresor der Firma Schleicher & Söhne … Der Jugendkrimi ab 14 Jahren hat mich in seiner Wortspielerei und Atmosphäre anfänglich beeindruckt. Mit viel Humor, gespickt mit literarischen Anspielungen, ermitteln in Kratzburg Katzen mit krallenscharfem Verstand! So der erste Eindruck. Leider konnte mich der Katzenkrimi trotz allem nicht ganz begeistern, schon gar nicht als Jugendliteratur.  Weiter zur Rezension:    Inspektor Mouse und der Gang in die Tiefe von Caroline Ronnefeldt

Rezension - Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi

Die kleine Spitzmaus lebt ganz allein ein ziemlich strukturiertes Leben, funktioniert wie ein Uhrwerk. Jeden Morgen dieselben Rituale: Frühstück, ab zur Arbeit, wo die fleißige Angestellte ihren Job macht. Vom Morgen bis zum Abend ein strenger Zeitplan. Es gibt nur wenig Abwechselung. Die Maus ist mit diesem Leben zufrieden, lebt im Einklang mit ihrem Rhythmus. Die Geschichte beschreibt die japanische Lebensphilosophie Ikigai , die das Glück im Kleinen sucht und findet. Bilderbuch ab 5 Jahren, Empfehlung. Weiter zur Rezension:    Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi 

Rezension - Was uns Angst macht: Bilderbuch von Fran Pintadera und Ana Sender

  Wie man die Angst loswird, indem man sie annimmt - ein zartes Bilderbuch, das zum gemeinsamen Gespräch über Angst als Teil des Lebens einlädt. Der Vater erklärt, dass wir alle manchmal Angst haben. Zum Beispiel vor dem, was wir nicht kennen, oder vor dem Alleinsein, vor der Dunkelheit, in Höhen …Angst umgiebt uns, wir müssen nur lernen, damit umzugehen. Klasse Bilderbuch ab 4 Jahren, das zu Gesprächen anregt.  Weiter zur Rezension:   Was uns Angst macht: Bilderbuch von Fran Pintadera und Ana Sender

Rezension - Balaclava von Campbell Jefferys

  Mara, eine Polizistin aus Berlin ist jeden Tag mit Gewalt konfrontiert. Die meisten ihrer Kollegen sind diszipliniert, korrekt. Aber es gibt auch gewaltbereite Typen mit rechten Sprüchen, die sich feindlich gegenüber Ausländern und Frauen verhalten. Mara stammt allerdings aus Hamburg und so liegt es nahe, dass man sie undercover nach Hamburg sendet, damit sie sich unter die linken Gruppen mischt, herauszufinden, wer bei einer Demo den einen Polizisten ermordet hat. Mara hat das Video gesehen – der Polizist sackt zusammen, neben ihm ein junger Mann, dessen Gesicht mit einer Balaclava verdeckt ist. Mara hat ihn erkannt! Diese Augen gehören ihrem Bruder! Und der würde niemanden umbringen. Ein Thriller mit Potential, allerdings zu aufgeblasen, zu viele handwerkliche Fehler. Weiter zur Rezension:     Balaclava von Campbell Jefferys

Rezension - Urknall: Livs und Iggys unglaubliche Reise durch die Evolution von Reidar Müller, Sigbjørn Lilleeng

  Die Geschichte des Lebens als Comic-Abenteuer Wie begann das Leben auf der Erde ? Welche Tiere lebten vor den Dinosauriern ? Und wie entstand der Mensch ? Diese großformatige Graphic Novel nimmt junge Leser mit auf eine faszinierende Zeitreise durch die Geschichte des Lebens . Liv fährt mit dem kleinen Saurier Iggy ungefähr 4.567 Millionen Jahre zurück in die Vergangenheit, zum Urknall, zur Ursuppe – und Iggy erklärt Liv die Evolution und sie reisen zurück Step by Step. Komplexen Fragen werden in der Graphic Novel kindgerecht erklärt. So lernen schon kleine Weltentdecker, dass das Leben aus vielen Facetten besteht. Wissens-Comic ab 8 Jahren. Klare Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Urknall: Livs und Iggys unglaubliche Reise durch die Evolution von Reidar Müller, Sigbjørn Lilleeng