Direkt zum Hauptbereich

Der Hipster von der traurigen Gestalt von Daniel Gascón - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing





Der Anfang: 

Wie schön, hier aufzuwachen. Kurz vor sechs kräht der Hahn sein Lied. Wenig später dringen die ersten Klänge des erwachenden Dorfes an mein Ohr: Tomás mit dem Motorpflug, Javier mit dem Motorpflug, Rogelio mit dem Traktor, Paco mit dem Motorpflug.

Enrique, ein woker Stadt-Hipster, zieht zu seiner Tante nach La Cañada, in ein 200-Seelen-Dorf im Osten von Spanien, um dem Stadtleben zu entfliehen, einen biologischen Gemeinschaftsgarten anzulegen und seine Ex-Freundin zu vergessen. Er hat «Leeres Spanien» gelesen und will etwas dafür tun, es wieder zu bevölkern, will Freunde überreden, mit ihm eine Art Landkommune zu eröffnen. Morgens macht er Yoga im Hof; der Dorfladen ist kein Carrefour und er sucht vergebens nach Quinoa, Fair-Kaffee einem Moleskine. Die Bar hat keine Sojamilch für den Café con leche, es gibt keine Veggie-Burger und Handyempfang gibt es leider nur außerhalb vom Dorf auf einer Anhöhe. Hier muss sich etwas ändern! Auch wenn sich zu seinem Workshop zum Thema «Neue Männlichkeit» vorerst nur seine Tante und vier weitere Frauen einfinden und die Drohne, die seine Amazon-Bestellung liefert, in der Folge eine Scheune vom Sägewerk in Brand setzt - kämpft Enrique weiter tapfer dafür, die Landbevölkerung in der Moderne zu verorten. 


Eine feine Satire voller Sarkasmus und respektvoller Ironie


Ich habe beschlossen, mich ans Werk zu machen. Ich kann nicht warten, bis der Bürgermeister sich pro oder contra äußert. Ich habe mir gedacht, ich muss bei null anfangen, und werde einen Workshop zur neuen Männlichkeit anbieten. Ich bin zur Sekretärin gegangen und habe sie gebeten, über die Lautsprecheranlage des Rathauses Folgendes zu verbreiten: Hiermit wird bekannt gegeben, dass für alle, die Lust haben, ab jetzt immer dienstags ein didaktisch-lebenspraktischer Workshop zur neuen Männlichkeit aus genderkritischer Sicht stattfindet.

Stadtkind trifft auf Landeier, versucht, ihnen zu erklären, wie die Welt funktioniert, möchte sie zu besseren Menschen zu machen. Ist Melken nicht eine Form sexueller Belästigung? Der Marokkaner hilft Enrique, sein Feld einzurichten, und als an einem Felsen am Rain jemand «Fremde raus!» geschmiert hat, hält er in der Kneipe einen Vortrag über Fremdenfeindlichkeit, die Akzeptanz anderer Religionen – bis ihm einer steckt: Mohamed ist gar nicht gemeint. Enrique entpuppt sich als heldenhafter Stierflüsterer und wird schließlich sogar zum Bürgermeister gewählt. Ein Buch über den Spanischen Bürgerkrieg, ein amerikanischer Sänger, der der kulturellen Aneignung beschuldigt wird, weil er in der traditionellen Tracht von La Cañada auftritt, und einige Gefallen in diesem Zusammenhang, die er Freunden und Verwandten leisten muss, ringen Enrique einiges ab. Er ist jetzt einer von ihnen! Eine feine Satire voller Sarkasmus und respektvoller Ironie die von den Abenteuern eines Hipsters aus Madrid in einem Dorf in Aragonien, in der Provinz Teruel, berichtet, beleuchtet Feminismus, Ökologie oder kulturelle Vielfalt aus einem anderen Blickwinkel, dem ländlichen. Eine eine Karikatur auf unsere Gesellschaft.


Nachhaltigkeit, Identitätspolitik und Wokeness 


«WORKSHOP-GRUPPE NEUE MANNLICHKEIT ROSARIO LAFAJA, HAUSFRAU: Also ich fand den Workshop wirklich sehr interessant. 
ADORACIÓN TENA, HAUSFRAU: Und wie er geredet hat! 
ROSARIO: Besser als der Pfarrer. 
ASCENCIÓN TENA, HAUSFRAU: Etwas anstrengend war das mit dem ständigen ‹Männlein› und ‹Weiblein›»

Eine herrliche Satire auf die Arroganz, alles besser zu wissen und anderen seinen Lebensstil aufzudrücken. Die abenteuerliche Geschichte eines modernen Don Quijote, der voller Zuversicht und Tatendrang die Mission verfolgt, Nachhaltigkeit, Identitätspolitik und Wokeness in die Provinz zu tragen. Er hält Reden über den Spätkapitalismus, die wahrscheinlich nur er versteht. Klingt aber unheimlich gebildet. Und er trifft auf Greta Thunberg. Das Buch ist auch insofern lesenswert, weil es eine Menge über die spanische Mentalität aussagt, die Gelassenheit, Offenheit gegenüber Fremden und neuen Ideen. Und der spanische Humor liebt die Satire!


Ein Hipster im leeren Spanien

 

Manchmal kommt der Pfarrer nachmittags in die Bar, Alejandro, der für mehrere Dörfer zuständig ist. Er parkt den Wagen in der Garage gegenüber der Schule. Man nennt ihn hier die 113, weil er immer dann kommt, wenn die 112, der Krankenwagen, nicht rechtzeitig eingetroffen ist. Er erzählt, er sei kürzlich bei einer Verkehrskontrolle von der Guardia Civil angehalten worden, nachdem er in mehreren Dörfern den Gottesdienst gehalten hatte. Bevor er ins Röhrchen blies, sagte er: ‹Jetzt werden wir sehen, ob das mit der Wandlung funktioniert.›

Der Roman ist eine scharfsinnige Glosse auf die Debatten unserer Zeit. Daniel Gascón schreibt ein bisschen chaotisch, passend zu seinem Protagonisten, mal der ersten Person und manchmal in der dritten. Ein wenig Tagebuch, mal Notizen mit vielen Zitaten, dann journalistische Interviews mit den Dorfbewohnern, um zu zeigen, was sie von ihm halten, ebenso Zeitungsberichte. Bis zur Mitte ist das Buch ein Kracher, dann flacht es leider ein wenig ab und es kippt in einen anderen Stil. Letztendlich definieren sich nun die verschiedenen Kapitel als eine Ansammlung von Kurzgeschichten. Manchmal ist es etwas übertrieben bis belanglos und andere sind zum Brüllen, wie die Sache mit dem historischen Buch, bei dem man ein wenig schummeln muss, auch das Felsenkloster mit einbezogen wird. Ich habe selten so viel gelacht beim Lesen. Schade dass man den Originaltitel nicht übernommen hat. Un Hipster en la España vacía – Ein Hipster im leeren Spanien (wie man das Landesinnere bezeichnet) – das hätte besser gepasst. Unter gleichnamigen Titel ist das Buch verfilmt worden, unter Prime zu streamen. Auf jeden Fall eine Empfehlung für Freunde von böser Satire.


Es macht schon Sinn, dass es so ist, wie es ist. Du kannst nicht irgendwohin kommen und verlangen, dass alles bitte schön so zu laufen hat, wie du es dir vorstellst oder wie es sich ein Philosoph 1977 in Paris vorgestellt hat. Auch der Philosoph ist das Produkt eines bestimmten Umfelds, eines Geflechts von interagierenden Einflüssen …
Oder einfacher formuliert: Wer woanders hinkommt, sollte erst einmal zuhören, zusehen und Respekt zeigen, ehe er alles ändern will, was seit Jahrhunderten leidlich funktioniert.


Daniel Gascón, geboren 1981 in Saragossa, ist ein spanischer Übersetzer, Schriftsteller sowie Drehbuchautor und Herausgeber. Für gewöhnlich wirkt er als Kolumnist in der größten Tageszeitung Spaniens El País mit und leitet die spanische Ausgabe der mexikanischen Kulturzeitschrift Letras libres.




Daniel Gascón 
Der Hipster von der traurigen Gestalt
Originaltitel: Un Hipster en la España vacía
Aus dem Spanischen von Christian Hansen
Satire, Zeitgenössische Literatur, Gesellschaftssatire, Spanische Literatur
Kartoniert, 191 Seiten
Antje Kunstmann Verlag, 2023





Leeres Spanien von Sergio Del Molino

75 Prozent der spanischen Gesamtbevölkerung lebt in Großstädten und an der Küste. Das Landesinnere hinterlässt den Eindruck gähnender Leere. Wenige verstreute Dörfer. Geister-Dörfer – über 3000 Dörfer sind heute in Spanien komplett verlassen. Wie kam es zu dieser ungeheuren Landflucht? Was sind die Auswirkungen? Wann hat das begonnen? Oder war das schon immer so? Sergio Del Molino erzählt von einer urbanen Revolution, die unter der Industrialisierung im faschistischen Franco begann. Doch er blickt viel weiter zurück, beschreibt, wie verächtlich die Landbevölkerung von den Bürgern der Stadtbevölkerung schon immer gesehen wurde. Es geht in diesem erzählerischen Sachbuch nicht um Anklagen, auch nicht um Klagegesang, sondern um Offenlegung der Tatsachen und Ursachenforschung. Genau das macht es sympathisch. Wer Spanien verstehen möchte, kommt um dieses Buch nicht herum. Empfehlung!


Spanische Literatur

Interesse an Literatur aus Spanien? Hier findet ihr Bücher von spanischen Autor:innen mit Links zu den Rezensionen
Gastland Frankfurter Buchmesse 2022und mehr ...




Zeitgenössische Literatur

Hier verbirgt sich manche Perle der Literatur. Ich lese auch mal einen Bestseller, natürlich, aber mein Blick ruht  immer auf den kleinen Verlagen, auf den freien Verlagen. Sie trauen sich was - und diese Werke sind in der Regel besser als der Mainstream der meistgekauften Bücher …
Zeitgenössische Roman

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Rezension - Drainting: Die Kunst, malen und zeichnen zu verbinden von Felix Scheinberger

  Als Drainting bezeichnet Felix Scheinberger die intuitive Kombination von Malen und Zeichnen. Damit hebt er die jahrhundertealte heute vollkommen unnötige Trennung zwischen Flächen malen und Linien zeichnen auf und verbindet das Beste aus beiden Welten. Früher machten wir einen Unterschied zwischen Zeichnen und Malen und damit fingen die Schwierigkeiten an. Wo es nämlich gar keine Umrisslinien gibt, gilt es, diese abstrakt zu (er)finden. Die intuitive Kombination aus Zeichnen (Drawing) und Malen (Painting) garantiert gute Ergebnisse und unendlichen Spaß! Eine gute Einführung erklärt das Knowhow und Grundsätzliches zum Malen und Zeichnen – gute Ideen, die man selbst umsetzen kann. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Kunst, malen und zeichnen zu verbinden von Felix Scheinberger 

Rezension - Lügen, die wir uns erzählen von Anne Freytag

  Helene hätte ihren Mann, Georg, verlassen können – damals – für Alex. Aber sie hat es nicht getan. Und jetzt hat ihr Mann sie verlassen – weil er sich in eine andere verliebt hat. ‹Es ist einfach passiert.›, sagt er, zieht bei Mariam ein. Aber vielleicht ist das Ende gar kein Ende? Vielleicht ist es ein Anfang für die Mittvierzigerin. Vielleicht ist sie gekränkt weil Georg einfach ging – eifersüchtig, eben auch, weil die Kinder diese junge Yogalehrerin mögen. Doch gleichzeitig ist sie jetzt frei – vielleicht für Alex, denn die beiden haben sich seit ihrer Studienzeit in Paris nie aus den Augen verloren. Eine verdammt gut geschriebene Familiengeschichte. Empfehlung!  Weiter zur Rezension:     Lügen, die wir uns erzählen von Anne Freytag

Rezension - Alt, fit, selbstbestimmt: Warum wir Alter ganz neu denken müssen von Lutz Karnauchow und Petra Thees

  Alter könnte so schön sein. Doch ältere Menschen werden in unserer Gesellschaft diskriminiert. Schlimmer noch, sie denken sich alt und grenzen sich selbst aus, sagen die Autor:innen. Das hat Folgen: Krankheit und Gebrechlichkeit im Alter gelten als normal. Altenpflege folgt daher dem Prinzip «satt, sauber, trocken». Und genau dieses Prinzip kritisieren Dr. Petra Thees und Lutz Karnauchow und gehen mit ihrem Ansatz neue Wege. Dieses Buch stellt einen neuen Blick auf das Alter vor - und ein radikal anderes Instrument in der Altenpflege. «Coaching statt Pflege» lautet die Formel für mehr Lebensglück im Alter. Ältere Menschen werden nicht nur versorgt, sondern systematisch gefördert. Das Ziel: ein selbstbestimmtes Leben. Bewegung, Physiotherapie und Sport statt herumsitzen! Ein interessantes Sachbuch, logisch in der Erklärung, ein mittlerweile erfolgreiches, erprobtes Konzept. Weiter zur Rezension:    Alt, fit, selbstbestimmt: Warum wir Alter ganz neu denken müssen von Lutz...

Rezension - Der Kaffeedieb von Tom Hillenbrand

  Gesprochen von Hans Jürgen Stockerl Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 12 Std. und 7 Min. Wir schreiben das Jahr 1683. Der junge Engländer Obediah Chalon, Spekulant, Händler und Filou, hat sich in London gerade mit der Investition von Nelken verspekuliert und eine Menge Leute um ihr Geld gebracht, das mit gefälschten Wechseln. Conrad de Grebber, Direktoriumsmitglied der Vereinigten Ostindischen Compagnie bietet Obediah  die Möglichkeit, der Todesstrafe zu entgehen: Er wird auf eine geheime Reise geschickt, um etwas zu stehlen: Kaffeepflanzen. Spannender Abenteuerroman rund um den Kaffee. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Der Kaffeedieb von Tom Hillenbrand

Helisee - Der Ruf der Feenkönigin von Andreas Sommer

  Im 10. Jahrhundert gehört der westliche Teil der heutigen Schweiz zum Königreich Birgunt, erzählt uns diese Geschichte. Es ist eine wilde Gegend voller Wälder und Sümpfe, wo viele Menschen noch im Glauben an die alten Götter und Geister leben. Die Mauren greifen das Land an. Die Königin Bertha schützt das Land tapfer gegen räuberische Einfälle der mediterranen Mauren. Als der Hirtenjunge Ernestus, den die Leute im Dorf Erni nennen, einer ausgerissenen Ziege in den Wald folgt, überschreitet er unabsichtlich die Grenze des verrufenen Landstriches Nuithônia, dem Land der Feen. Seit Menschengedenken ist es verboten, dieses Gebiet am Fuß der Alpen zu betreten. Und er findet dort einen besonderen weißen Kiesel … Ein epischer Roman der High Fantasy, ein wenig Schweizer Sagenwelt, gut zu lesen. Weiter zur Rezension:    Der Ruf der Feenkönigin von Andreas Sommer

Rezension - Lindis und der verschwundene Honigtopf von Viola Eigenbrodt

Bendix, der Häuptling des Keltendorfs Taigh, ist außer sich: Jemand hat seinen Honigtopf gestohlen! Lindis, der Ziehsohn der Dorfdruidin Kundra und dessen Freunde Finn und Veda wollen der Sache auf den Grund gehen. War der Dieb hinter der wertvollen Amphore her oder hinter deren speziellem Inhalt? War es einer der fahrenden Händler? Und dann ist auch noch die kleine Tochter der Sklavin verschwunden! Unter dem Vorwand, fischen gehen zu wollen, machen sich die drei Jugendlichen heimlich auf die Suche nach den Händlern und kommen dabei einem Geheimnis auf die Spur … Weiter zur Rezension:    Lindis und der verschwundene Honigtopf von Viola Eigenbrodt 

Rezension - So weit der Fluss uns trägt von Shelley Read

  Am Fuße der Elk Mountains in Colorados strömt der Gunnison River an einer alten Pfirsichfarm vorbei. Hier lebt in fünfter Generation in den 1940ern die 17-jährige Victoria mit ihrem Vater, dem Onkel und ihrem Bruder Seth. In der Stadt begegnet sie Wilson Moon, und beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Dramatische Ereignisse zwingen Victoria, selbst das Leben in die Hand zu nehmen. Ein wenig schwülstig, doch gut lesbar, atmosphärisch, ein Familienroman, ein Coming-of-age – gute Unterhaltung … eine Hollywood-Geschichte. Die Pilcher-Fraktion wird begeistert sein!  Weiter zur Rezension:    So weit der Fluss uns trägt von Shelley Read

Rezension - Der Gott des Waldes von Liz Moore

Im August 1975 findet wie jedes Jahr ein Sommercamp in den Adirondack Mountains für Kinder und Jugendliche statt. Als Barbara eines Morgens nicht wie sonst in ihrer Koje liegt, beginnt eine großangelegte Suche nach der 13-Jährigen. Barbara ist keine gewöhnliche Teilnehmerin: Sie ist die Tochter der reichen Familie Van Laar, der das Camp und das umliegende Land in den Wäldern gehören. Viele Jahre zuvor verschwand hier der achtjährige Bear, ihr Bruder, der seit 14 Jahren vermisst wird. Hängen die Vermisstenfälle zusammen? Liz Moore zeigt mit ihrem literarischen Krimi ein Gesellschaftsbild, bei dem Frauen nichts zu sagen haben. Spannender Gesellschaftsroman, ein komplexer Kriminalroman. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Der Gott des Waldes von Liz Moore