Direkt zum Hauptbereich

Ein Sommer in Niendorf von Heinz Strunk - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Ein Sommer in Niendorf 


von Heinz Strunk

Gesprochen von: Heinz Strunk
Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 4 Std. und 43 Min.


Der ganze lange und hoffentlich schöne Sommer liegt vor ihm. Ohne Arbeit, Verpflichtungen, Aufgaben; sage und schreibe keine einzige Eintragung im Terminkalender, das gab’s seit zwanzig Jahren nicht mehr. Oder fünfundzwanzig, oder dreißig. Bevor Roth im Oktober seinen neuen Posten antritt, kann er tun und lassen, was er will.


Heinz Strunk erzählt eine Art norddeutsches «Tod in Venedig», nur sind die Verlockungen weniger feiner Art als seinerzeit beim Kollegen aus Lübeck, so der Verlag. Aber Strunk ist Strunk, der muss sich mit niemandem vergleichen; und es immer ein Hörgenuss ihn selbst vorlesen zu lassen. Ein bürgerlicher Antiheld, ein Jurist namens Roth, begibt sich für eine längere Auszeit nach Niendorf, um ein Buch zu schreiben. In der Lübecker Bucht will er in der Abgeschiedenheit einen wichtigen Roman auf Papier bringen: eine Abrechnung mit seiner Familie. Dazu dienen jede Menge Tonbandaufnahmen, Interviews mit seinem Vater. Eine bitterböse Gesellschaftssatire, eine Spezialität von Heinz Strunk, der es immer wieder schafft, die ekligsten Typen und Situationen in Szene zu setzen, gescheiterte Existenzen, Lebenslügen, Abstürze und peinliche Männer. Ein alternder Intellektueller in der Midlifecrisis, geschieden, missratene Tochter, beruflich abgearbeitet, eine bourgeoise Type – noch ganz auf seinem Ross.


Gruppe 47, denkt Roth, aha. Ein Literatentreffen in Niendorf ist schwer vorstellbar. Na ja, 1952, lange her, vielleicht wehte damals ein anderer Wind. Könnte man mal im Netz recherchieren. Er wechselt von der Strandpromenade zur Strandstraße, wo er ein Ladengeschäft entdeckt, das er auf dem Hinweg übersehen haben muss: LIKÖRDEPOT. Feine Weine und Spirituosen. Inhaber M. Breda.

Das gibt’s doch nicht! Verstohlen linst er durch die Scheibe, und tatsächlich hält hinter dem Verkaufstresen Breda die Stellung. Kunden sind keine zu sehen. Da hat einer sein Hobby zum Beruf gemacht, denkt Roth und will weitergehen, doch zu spät, Breda hat ihn entdeckt und winkt ihn energisch herein.


Apartmentverwalter Breda empfängt den Herrn Doktor ehrfürchtig und übergibt ihm den Apartmentschlüssel. Schon bald läuft er dem Mann wieder über den Weg, der auch Besitzer eines Schnapsladens ist und noch einige andere kleine Jobs ausübt. Breda zeigt sich als aufdringlich bis hin zur Übergriffigkeit. Roth ist diszipliniert, schon von Berufswegen. So schwer kann es nicht sein, ein Buch zu schreiben. Er hat es ausgerechnet für die geplanten drei Monate: «eine Stunde gleich eine halbe Seite mal 5 (Tagespensum) mal 90 (Tage) gleich 225 Seiten.» Doch aller Anfang ist schwer. Roth kommt nicht vorwärts, muss sich ablenken. Zur Ablenkung beobachtet er nun dieses trostlose Kaff mit den nervenden Rentnern und geistlosen Einwohnern, lauter hässliche Menschen passieren seinen Weg ... Von oben herab, empathielos, blickt Roth auf alles herab. Und weil dieses Kuhdorf so langweilig ist, lässt er sich auf Breda ein, der ihm nachzustellen scheint. «Breda sieht aus wie eine Schnecke, die jemand gegen die Wand geworfen hat.» Der hat vielleicht den ein oder anderen Tipp für Roth; und schon wieder landet er im Schnapsladen. Der erste Absturz liegt auf der Hand. Roth ist die Sache peinlich. Breda ist ein Looser, muss in seinem Alter noch arbeiten, und wie der wohnt: «Wohnung vierter Klasse; als wären irgendwann mal überzählige Abstell- und Kellerräume zusammengelegt worden.» Er sabbelt den ganzen Tag dummes Zeug, ist ständig breit – keine passende Gesellschaft für Roth.


Roth schiebt sich im Stotterschritt über die menschenleere Promenade, seine Knie klappen wie alte Türangeln. Er tritt in etwas und ist sich sicher, dass es Aas war, obwohl er noch nie in Aas getreten ist. Er stolpert, fängt sich mit einer Hand ab, greift in etwas Weiches, Feuchtes; die Hand rutscht ab, und er schlägt mit voller Wucht aufs Gesicht.


Roth und Breda, eine Hassliebe entwickelt sich. Später gesellt sich Bredas Freundin Simone dazu, eine fette, dumme, hässliche Frau für Roth. Denn der ist verliebt in die junge Bedienung eines Restaurants, die sein vorsichtiges Werben nicht zu bemerken scheint. Zum Glück ruft eine Studentin an, mit der er einmal eine Nacht verbracht hat. Nichts Dolles, er kann sich kaum erinnern – besser als nichts. Er bestellt sie nach Niendorf, sagt wieder ab, immer hin und her, bis sie am Ende ein trostloses Wochenende verbringen. Das Schreibexil nimmt seinen Absturz mit zunehmender Unfähigkeit, etwas zu Papier zu bringen, und zunehmendem Alkoholkonsum. Die peinlichen Situationen steigern sich für Roth in gleicher Kurve. Jetzt ist er es, der Breda verfolgt. Der intellektuell erhabene Jurist mutiert zum einsamen, versoffenen Elendshaufen, der sich wie ein Kleinkind an ein Rentnerpaar klemmt; das bald wieder abreist. Der treue Breda und die liebe Simone sind sein letzter Halt. Das Ende ist überraschend, doch folgerichtig.


Es fehlt ein einziger initialer Satz, der Schlüsselsatz, Urknallsatz. Unter den Milliarden und Abermilliarden Sätzen gibt es ein Sesam, öffne dich!, und wenn er das gefunden hat, schreibt sich das Buch von selbst. Die Ader an seinem Halsansatz pocht vor Erregung. Der Satz ist ganz tief in seinem Kopf vergraben, er braucht diesen wertvollen Schatz nur zu heben. 


Slapstik, Heinz Strunk ist Meister der skurrilen Szenen und des menschlichen Ekels, ein Hieronymus Bosch mit dem Stift in der Hand. Das ist wie immer nicht schlicht bitterböse geschrieben, sondern mit tiefem Humor in Szene gesetzt. Dem alternden Mann den Spiegel vorgehalten. Die Falten der Frauen zählend, die hängenden Brüste, Bäuche und Hintern verachtend kommentierend, sich selbst als unwiderstehlich für junge Frauen haltend, kommt Roth Schritt für Schritt der Wahrheit näher: Schreiben kann er auch nicht. Der Roman schließt sich an «Es war immer so schön mit dir» an, ein ähnliches Thema, nur mit einer anderen Perspektive – noch einen obendrauf. Auch dieses Jahr landete Stunk mit seinem neuen Roman wieder auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Hoffentlich schafft er irgendwann auf die Shortlist. Er hätte es verdient. Empfehlung!


Der Schriftsteller, Musiker und Schauspieler Heinz Strunk wurde 1962 in Hamburg geboren. Seit seinem ersten Roman «Fleisch ist mein Gemüse» hat er zehn weitere Bücher veröffentlicht. «Der goldene Handschuh» stand monatelang auf der Bestsellerliste; die Verfilmung durch Fatih Akin lief im Wettbewerb der Berlinale. 2016 wurde der Autor mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis geehrt. Sein letzter Roman «Es ist immer so schön mit dir» war für den Deutschen Buchpreis 2021 nominiert.



Heinz Strunk
Ein Sommer in Niendorf
Gesprochen von: Heinz Strunk
Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 4 Std. und 43 Min.
Zeitgenössische Literatur, Satire
tacheles! / Roof Music, Audible, 2022
Rowohlt Verlag, 2022, 240 Seiten





Es ist immer so schön mit dir von Heinz Strunk

Eine katastrophale Liebesgeschichte, böse ... eine Satire wie man sie von Heinz Strunk kennt. Ein ehemaliger Musiker, Mitte vierzig, der nun Hörbücher in seinem Studio produziert, ist ja eigentlich gar nicht so unzufrieden mit seinem Leben. Freundin Julia geht ihm neuerdings auf die Nerven. Da lernt er Vanessa kennen, Schauspielerin, jung, strahlend schön, blond, kornblumenblaue Augen, magersüchtig, «ein echter Hingucker». Er fühlt sich ziemlich gebauchpinselt, als sie sich für ihn interessiert. Auf der Stelle verliebt hat er nun endlich einen Grund, mit seiner langjährigen Beziehung zu brechen. Nur, hat er jetzt eine Beziehung mit Vanessa? Eine herrliche Gesellschaftssatire zum Thema Midlifecrises.

Weiter zur Rezension:   Es ist immer so schön mit dir von Heinz Strunk


Weitere Rezension zu Heinz Strunk:

Der goldene Handschuh von Heinz Strunk


Zeitgenössische Literatur

Hier verbirgt sich manche Perle der Literatur. Ich lese auch mal einen Bestseller, natürlich, aber mein Blick ruht  immer auf den kleinen Verlagen, auf den freien Verlagen. Sie trauen sich was - und diese Werke sind in der Regel besser als der Mainstream der meistgekauften Bücher …
Zeitgenössische Romane

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Rezension - Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler

  Mischa und Nits sind beste Freunde. Mischa liebt die Poems von Nits. Und der bewundert Mischa, weil er schlau ist und ein wandelndes Lexikon über Tiere zu sein scheint. Lügen geht gar nicht, so Nits Überzeugung. Darum fragt er sich, warum Mischa dem Lehrer weismachen will, er hätte eine Chlorallergie, als der Schwimmunterricht beginnt – Nits erzählt er, die Badehose sei von Mäusen angefressen worden. Überhaupt scheint Mischa in Schwierigkeiten zu stecken – doch wohl eher sein Vater ... Nits betritt in dieser Familie plötzlich eine völlig andere Welt – die der Armut. Aber das ist ein Unterthema – Mischas Vater ist untergetaucht; Mischa und Nits werden ihn nicht im Stich lassen – aber das könnte gefährlich werden ... Spannung, Humor und ein wenig Tragik machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Meine Empfehlung ab 11 Jahren für diesen exzellenten Kinderroman.  Weiter zur Rezension:    Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler 

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

  Der Sommer, in dem Motte ein U-Boot fand, fing ziemlich normal an. Langweilig sogar. Doch auf einmal liegt das Schicksal der ganzen Stadt in ihren Händen. Es sind Ferien, aber Mottes Mutter muss arbeiten, einen Urlaub könnten sie sich nicht leisten. Sie ist als Personalcoach unterwegs: Mode, Schminke, Sport, Gesundheit, Ernährung. Und genau das interessiert Motte so gar nicht. Am Kai zeigt ihr Lukas das Metallfischen – ein perfektes Hobby für Motte, die neben schwarzer Kleidung das Unperfekte an Dingen liebt. Sie kauft sich einen Magneten zum Metallangeln. Vielleicht kann man sich etwas verdienen, wenn man Altmetall zur Altmetallhändlerin bringt; sie sammelt ihre ersten Schätze, die die Mutter eklig findet. Plötzlich hängt etwas ganz Großes an der Angel! Spannender Kinderroman ab 9/10 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

Rezension - Chronisch gesund statt chronisch krank von Dr. med. Bernhard Dickreiter

Von der Schulmedizin bis heute ignoriert: Die wahren Ursachen der chronischen Zivilisationskrankheiten – und was man dagegen tun kann Noch nie hat es so viele chronisch Kranke gegeben wie heute: Arthrose, Diabetes, Alzheimer, Rückenleiden, Krebs, Burnout usw. Der Internist, Reha-Experte und Ganzheitsmediziner Dr. med. Bernhard Dickreiter ist überzeugt, dass diese Patienten selbst aktiv etwas dagegen unternehmen können. Sein Standpunkt: Wir müssen alles dafür tun, damit es den Zellen in unserem Organismus gut geht. Jede Zelle ist von einer organtypischen Umgebung eingeschlossen, in die sogenannte extrazelluläre Matrix (EZM). Dort zieht die Zelle ihre Nährstoffe, den Sauerstoff, und hier entsorgt sie ihre Abfallstoffe. Ist die Zellumgebung nicht gesund, werden wir krank. Die Schulmedizin bekämpft meist nur Symptome: Schmerzen – Schmerztablette. Die Ursachen werden oft nicht hinterfragt, bzw. operabel versucht zu beheben: neues Knie, neue Hüfte usw. Dickreiter geht ganzheitlich vor. ...

Rezension - Inspektor Mouse und der Gang in die Tiefe von Caroline Ronnefeldt

  Der Miezcedes steht unter der Katzanie. Sekretärin Mimi Stubenrein, Prokurist Kralle, Syndikus Tigerius Seidig, Kasimir Bart, Präsident Puschel, Sergeant Fischgrät … die Karthäuser Bank, ein mit Kratzbaumholz getäfelter Flur, ein von schweren rauchgrauen Samtportieren umrahmtes Bogenfenster, ein Tresor der Firma Schleicher & Söhne … Der Jugendkrimi ab 14 Jahren hat mich in seiner Wortspielerei und Atmosphäre anfänglich beeindruckt. Mit viel Humor, gespickt mit literarischen Anspielungen, ermitteln in Kratzburg Katzen mit krallenscharfem Verstand! So der erste Eindruck. Leider konnte mich der Katzenkrimi trotz allem nicht ganz begeistern, schon gar nicht als Jugendliteratur.  Weiter zur Rezension:    Inspektor Mouse und der Gang in die Tiefe von Caroline Ronnefeldt

Rezension - Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi

Die kleine Spitzmaus lebt ganz allein ein ziemlich strukturiertes Leben, funktioniert wie ein Uhrwerk. Jeden Morgen dieselben Rituale: Frühstück, ab zur Arbeit, wo die fleißige Angestellte ihren Job macht. Vom Morgen bis zum Abend ein strenger Zeitplan. Es gibt nur wenig Abwechselung. Die Maus ist mit diesem Leben zufrieden, lebt im Einklang mit ihrem Rhythmus. Die Geschichte beschreibt die japanische Lebensphilosophie Ikigai , die das Glück im Kleinen sucht und findet. Bilderbuch ab 5 Jahren, Empfehlung. Weiter zur Rezension:    Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi 

Rezension - Was uns Angst macht: Bilderbuch von Fran Pintadera und Ana Sender

  Wie man die Angst loswird, indem man sie annimmt - ein zartes Bilderbuch, das zum gemeinsamen Gespräch über Angst als Teil des Lebens einlädt. Der Vater erklärt, dass wir alle manchmal Angst haben. Zum Beispiel vor dem, was wir nicht kennen, oder vor dem Alleinsein, vor der Dunkelheit, in Höhen …Angst umgiebt uns, wir müssen nur lernen, damit umzugehen. Klasse Bilderbuch ab 4 Jahren, das zu Gesprächen anregt.  Weiter zur Rezension:   Was uns Angst macht: Bilderbuch von Fran Pintadera und Ana Sender

Rezension - Urknall: Livs und Iggys unglaubliche Reise durch die Evolution von Reidar Müller, Sigbjørn Lilleeng

  Die Geschichte des Lebens als Comic-Abenteuer Wie begann das Leben auf der Erde ? Welche Tiere lebten vor den Dinosauriern ? Und wie entstand der Mensch ? Diese großformatige Graphic Novel nimmt junge Leser mit auf eine faszinierende Zeitreise durch die Geschichte des Lebens . Liv fährt mit dem kleinen Saurier Iggy ungefähr 4.567 Millionen Jahre zurück in die Vergangenheit, zum Urknall, zur Ursuppe – und Iggy erklärt Liv die Evolution und sie reisen zurück Step by Step. Komplexen Fragen werden in der Graphic Novel kindgerecht erklärt. So lernen schon kleine Weltentdecker, dass das Leben aus vielen Facetten besteht. Wissens-Comic ab 8 Jahren. Klare Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Urknall: Livs und Iggys unglaubliche Reise durch die Evolution von Reidar Müller, Sigbjørn Lilleeng

Rezension - Balaclava von Campbell Jefferys

  Mara, eine Polizistin aus Berlin ist jeden Tag mit Gewalt konfrontiert. Die meisten ihrer Kollegen sind diszipliniert, korrekt. Aber es gibt auch gewaltbereite Typen mit rechten Sprüchen, die sich feindlich gegenüber Ausländern und Frauen verhalten. Mara stammt allerdings aus Hamburg und so liegt es nahe, dass man sie undercover nach Hamburg sendet, damit sie sich unter die linken Gruppen mischt, herauszufinden, wer bei einer Demo den einen Polizisten ermordet hat. Mara hat das Video gesehen – der Polizist sackt zusammen, neben ihm ein junger Mann, dessen Gesicht mit einer Balaclava verdeckt ist. Mara hat ihn erkannt! Diese Augen gehören ihrem Bruder! Und der würde niemanden umbringen. Ein Thriller mit Potential, allerdings zu aufgeblasen, zu viele handwerkliche Fehler. Weiter zur Rezension:     Balaclava von Campbell Jefferys