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Ich bin Circe von Madeline Miller - Rezension

Rezension

Sabine Ibing



Ich bin Circe 

von Madeline Miller


Der Anfang: ALS ICH GEBOREN WURDE, gab es für das, was ich war, keinen Namen. Deshalb war ich für die anderen eine Nymphe, denn man ging davon aus, dass ich mich wie meine Mutter und Tanten und meine unzähligen Cousinen entwickeln würde. Da wir zu den niedrigsten unter den niederen Gottheiten zählten, waren unsere Kräfte so armselig, dass wir uns damit kaum die Unsterblichkeit zu bewahren vermochten.

Die griechischen Göttersagen waren uns Menschen schon immer sympathisch: Spannende Geschichten, Abenteuer, Heldensagen, wobei oft genug die Helden Menschen, die Antagonisten Götter sind. Die griechischen Götter sind allesamt Narzissten, immer nur auf ihren Vorteil bedacht, eitel, eifersüchtig, neidisch, rachsüchtig, zornig, gnadenlos. In diesem Roman erzählt uns Circe ihre Lebensgeschichte, und sie hat mich auf jeden Fall mit ihrer Stimme bezirzt.

Worum ging es bei dem Kampf?‹
›Mal sehen, ob ich mich an alles erinnern kann.‹ Er zählte mit den Fingern. ›Rache. Wollust. Hochmut. Habgier. Macht. Habe ich noch was vergessen? Ach ja, Eitelkeit und Kränkungen.‹
›Klingt nach einem ganz normalen Tag unter Göttern‹, sagte ich.
Er lachte und hob abwehrend eine Hand. ›Dies auszusprechen ist dein göttliches Privileg, verehrte Herrin. Ich bin nur dankbar, dass viele dieser Götter an unserer Seite gekämpft haben.‹
Göttliches Privileg. Er wusste also, dass ich eine Göttin war. Aber er zeigte keinerlei Ehrfurcht. Ich hätte seine Nachbarin sein können, über deren Zaun er sich lehnte, um die Feigenernte zu besprechen.

Die Geschichte der Circe

Circe ist Tochter des mächtigen Sonnengotts Helios und der Nymphe Perse. Sie gilt als hässlich, insbesondere ihre Stimme klingt eher wie Gekrächz, so wie eine Menschenstimme. Obendrein besitzt sie keine außergewöhnlichen Fähigkeiten, damit keine Macht. Einer Göttin entsprechend muss sie mit einem Gott verheiratet werden, bestimmt ihr Vater. Aber wer nimmt schon ein unbedeutendes, hässliches Entchen? Circe verliebt sich in den Fischer Glaukos, einen Menschen, überlegt, ob man ihn in einen Gott verwandeln könne. Sie experimentiert sie mit Pflanzen auf der Basis einer alten Überlieferung und hat Erfolg. Ein neuer Gott steigt in den Olymp. Doch der interessiert sich nun nicht mehr für Circe, sein wahrer Charakter tritt hervor, er entwickelt sich zum Macho, zum partyverrückten Playboy. Besonders ist er an der hübschen Nymphe Scylla interessiert. Von Wut und Eifersucht zerfressen verzaubert Circe Scylla in ein Ungeheuer, das fortan in einem Felsen an der Meerenge zwischen Sizilien und Italien sitzt und sechsköpfig alles frisst, was sich bewegt. Circe gesteht ihrem Vater und den Onkeln, was sie angestellt hat. Erst lacht man sie aus, alles Zufall, das wäre göttliche Bestimmung für Glaukos und Scylla gewesen, sie sei dazu nicht in der Lage und alle Götter bestrafen in Eifersucht und Zorn ihre Gegner. Ihr Bruder steht Circe zur Seite, auch er hatte sich heimlich mit Kräutern beschäftigt und ist zu einem mächtigen Zauberer herangewachsen. Nun wird Circe Glauben geschenkt und ihr Vater bestraft sie, indem er sie auf ewig auf die Insel Aiaia verbannt.

Und dort standen sie beisammen: Apollon, Gott der Dichtkunst und der Bogenschützen. Seine Zwillingsschwester, die vom Mond erhellte Artemis, erbarmungslose Jägerin. Hephaistos, der Schmied der Götter, der auch die Ketten angefertigt hatte, in denen Prometheus noch immer lag. Der grüblerische Poseidon, dessen Dreizack die Wellen befehligt, und Demeter, Göttin der Fruchtbarkeit, deren Ernte die ganze Welt ernährt. Ich konnte den Blick nicht von ihnen lassen, von der Geschmeidigkeit, der Strahlkraft, die von ihnen ausging. Selbst die Luft schien ihnen Platz zu machen, da, wo sie entlangschritten.

Circe und Odysseus 

Die Telegonie ist ein sehr altes griechisches Epos, das zum trojanischen Sagenkreis gerechnet wird und an dem sich Homer schon in Teilen bedient hat. Hiernach landete Odysseus auf  der Insel Aiaia, auf die die Zauberin Kirke oder auch Circe genannt, verbannt war (man nimmt an, die Insel liege an der Westküste Italiens, heute Monte Circeo, aber es gibt auch andere Vermutungen). Ein Teil der Geschichte wird auch von Homer erzählt: Circe verwandelt die Vorhut von Odysseus Männern auf Aiaia in Schweine. Odysseus kann Circe überzeugen, das rückgängig zu machen und nach guter Betreuung durch die Nymphen verlassen sie die Insel nach einem Jahr. Circe gibt Odysseus Verhaltenstipps für die weiteren Abenteuer … Die Telegonie befasst sich eher mit der Geschichte um Circe und ihren Sohn Telegonos, der später Schuld am Tod seines Vaters Odysseus trägt.

Aber was mir am deutlichsten im Gedächtnis geblieben war, war der Ausdruck auf dem Gesicht meiner Großmutter, als ich das Wort Pharmaka ausgesprochen hatte. Diesen Ausdruck hatte ich noch nicht oft gehört, zumindest nicht unter Göttern, aber oft genug bei Glaukos, wenn er von den zu verrichtenden Abgaben und den leeren Netzen und den Drohungen seines Vaters gesprochen hatte. Langsam verstand ich, was es bedeutete, Angst zu haben. Doch was sollte einem Gott Angst einjagen? Auch diese Antwort kannte ich jetzt. Eine Macht, die größer war als seine.

Die Macht der Hexe Circe 

Circe ist fleißig, sie züchtet auf ihrer Insel Pflanzen, sammelt sie, experimentiert. Sie wächst zu einer mächtigen Zauberin heran, die den Göttern trotzt. Sie versteht, zur Zauberin wird man nicht geboren, wie mit der Macht einer Göttergabe. Zaubern muss man sich erarbeiten, Wissen erlangt man durch zuhören, Bücherstudium, experimentieren. Und Wissen bedeutet Macht. Aber auch im Olymp geht es recht patriarchalisch zu. Widerspreche keinem Mann, außer du bist eine mächtige Göttin ... Eine mächtige Zauberin durfte es im Olymp nicht geben, die Männer schickten Circe in die Verbannung.

Demütigung von Frauen schien mir ein Hauptanliegen der Dichter zu sein. Als ergäbe es keine Geschichte, wenn wir nicht auf dem Boden herumkröchen und weinten.

Atmosphärisch dicht geschrieben, sehr lebendig und humorvoll

Die ganze Chronik ist süffig geschrieben, voller Humor und mit philosophischen Tiefen an manchen Stellen. Im gesamten Geschehen gibt es eine Reihe integrierter Geschichten denn Circe erinnert sich an alte Mythen und sie ist an der ein oder anderen bösen Sache selbst beteiligt, hört von nahen Verwandten. Odysseus verweilt ein Jahr auf Aiaia, weiß einiges zu berichten.
Aus dem wilden Mädchen Circe wächst eine aufsässige Jugendliche heran, die dem Vater trotzt, dem ganzen Clan. »Du warst immer das grässlichste meiner Kinder«, sagt ihr Vater zu ihr, die Eltern hatten sie das seit Geburt an spüren lassen. Sie rät ihm schlicht, wenn er seine Kinder aufzählt, sie einfach wegzulassen. So ist es nicht verwunderlich, dass sie keine Angst entwickelt und gradlinig ihren eignen Weg geht. Später legt sie sich auch persönlich mit der mächtigen Athene an.
Eine Frau, der es nicht passt, dass sie sich Männern unterordnen muss, Freuden und Leiden des Verliebtseins, Mutterglück, eine Mutter, die alles für ihr Kind wagt, um es zu beschützen, die das Kind wieder frei geben muss, weil auch der Sohn einen eigenen Plan für sein Leben hat, eine Frau, die erst spät die Liebe findet. Das Ganze hört sich ziemlich irdisch an, denn diese Götter sind nicht unfehlbar. Ein Götterleben ist lang, aber diese 500 Seiten fliegen nur so weg, sehr spannend, auch wenn die alten Geschichten bekannt sind. Madeline Miller macht Homer Konkurrenz, erzählt in ihrer eigenen Art die Begebenheiten neu, auch wenn sie am Ende leider die Telegonie in ihrer eigenen Interpretation enden lässt. Ich nehme es ihr nicht krumm, denn die Telegonie ist ja nur eine dieser Sagen, die auch schon Homer adaptierte, und es gibt eine Menge anderer Auslegungen. Die Charaktere sind griffig in den Hauptpersonen angelegt, aus einer wilden, gedankenlosen Jugendlichen wird später eine geduldige, kluge Frau mit Weitblick, eine starke Kämpferin. Eine starke Persönlichkeit mit allen Facetten und Widersprüchen, die versucht, alte Fehler wieder gutzumachen. Und auch Odysseus ist als Charakter gut gelungen, mit all seinen Widersprüchen, von der Innenansicht, sowie der kritischen Außenansicht seines Sohnes Telemach. Atmosphärisch dicht geschrieben, sehr lebendig und humorvoll, ist dieser Roman ein Genuss für alle Fans der griechischen Mythologie. Wem der alte Homer zu verstaubt ist, könnte mit diesem Buch ein Fan der griechischen Götterwelt werden. Wer sich nicht so sehr auskennt, sollte zunächst die letzten Seiten lesen, die handelnden Personen werden kurz zusammengefasst vorgestellt.

Also gut‹, sagte er, ›ich erklär’s dir. Wer bringt bessere Opfergaben, ein unglücklicher oder ein glücklicher Mensch?‹ 
›Ein glücklicher natürlich.‹  
Falsch‹, sagte er. ›Ein glücklicher Mensch ist zu sehr mit seinem Leben beschäftigt. Er glaubt, er sei niemandem verpflichtet. Aber lass ihn zittern, töte seine Frau, mach Krüppel aus seinen Kindern, dann wirst du von ihm hören. Er wird seine Familie einen Monat Hunger leiden lassen, um dir ein reinweißes einjähriges Kalb zu kaufen.

Madeline Miller, 1978 in Boston geboren, wuchs in New York und Philadelphia auf, studierte Altphilologie und unterrichtete in Cambridge Latein und Griechisch. Für ihren Debütroman  »Das Lied des Achill« wurde sie 2012 mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet; er wurde in 25 Sprachen übersetzt.  »Ich bin Circe« ist derzeit ein Weltbestseller.


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