Direkt zum Hauptbereich

Hast du uns endlich gefunden von Edgar Selge - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Hast du uns endlich gefunden 


von Edgar Selge

Gesprochen von: Edgar Selge
Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 9 Std. und 5 Min.


Mein Vater übt immer fürs Hauskonzert. Ist eins vorbei, steht das nächste vor der Tür. Wir leben praktisch zwischen zwei Hauskonzerten. Jedes für sich ist wiederum eine Doppelveranstaltung. Am Vormittag kommen die Gefangenen aus der Jugendstrafanstalt von nebenan. Natürlich nicht alle. Das wären ja vierhundert. Aber um die achtzig sind es schon.


Die Autobiografie der Kindheit des bekannten Schauspielers Edgar Selge wurde mir empfohlen: ein literarischer Leckerbissen mit viel Humor. Normalerweise reizen mich gängige Schauspielerautobiografien nicht sehr; aber der Tipp war dann doch ein Glanzstück zur deutschen Nachkriegszeit, und ich gebe ihn gern so weiter. Eine Kindheit und Jugend in den 50ern und 60ern in Herford in Westfalen, in einem  bürgerlichen Bildungshaushalt, in dem viel Musik gemacht wird. Der Vater ist Gefängnisdirektor einer Jugendhaftanstalt und die Famile wohnt in der Dienstwohnung. Der zwölfjährige Edgar berichtet ziemlich humorvoll vom Alltäglichen. Der Krieg ist gerade beendet, und die Braunen sind offiziell verschwunden – doch sie sind immer noch da, agieren leise. Überall spürt der Junge Risse in dieser geordneten Welt. Die älteren Brüder führen mit den Eltern Streitgespräche und Edgar versteht, dass an Papas Socken eine Nazivergangenheit klebt. Der älteste, Rainer, ist beim Spielen mit einer Handgranate ums Leben gekommen. Die Eltern haben es schwer mit der neuen Zeit klarzukommen, verheimlichen eine Menge. Die Musik hält die Familie zusammen, das Musizieren, die Konzerte. Hier sind sie sich nah.


Die Nachkriegszeit haben sie überstanden, mit Ach und Krach


Sie irren umher und suchen mich verzweifelt. Und träumend quält mich der Gedanke, dass sie nicht zurückfinden können, weil sie die Orientierung verloren haben ... Oder sie denken, ich will sie nicht mehr sehen ... Langsam haben sie sich an den Gedanken gewöhnt, dass Kinder irgendwann von ihren Eltern nichts mehr wissen wollen. Das ist wohl der Lauf der Welt, trösten sie sich gegenseitig.


Die Geschichte wird auf zwei Ebenen berichtet: einmal im Präsens geschrieben vom zwölfjährigen Edgar, ein Lausbub, der sich durchs Leben schummelt, und von der zweiten Stimme, dem dreiundsiebzigjährigen Edgar, zurückblickend und resümierend. Die Reflexionen aus der Distanz des Alters vermischet sich auf wunderbare Art mit der Stimme des naiven Jugendlichen, der sehr genau seine Umwelt beobachtet und frech seine Eindrücke und Gefühle wiedergibt. Edgar ist besessen vom Film und von Büchern, flüchtet sich gern in die fantastische Welt. Spannungen im Familienklima, ein schwelender Antisemitismus der Eltern, ein Beschwören, dass doch nicht alles falsch gewesen war, was man damals gemacht hat ... «Die Juden waren immer schon da. Überall haben sie einem vor der Nase gesessen», so der Vater. Und was hat er im Krieg eigentlich wirklich gemacht? Es gibt ein Kriegstagebuch – in Fragmenten – denn die Mutter hat viele Seiten herausgerissen. Die Kinder würden es nicht verstehen. Der ehemalige Oberstaatsanwalt Dr. Selge fristet heute sein Dasein als Gefängnisdirektor; die Familie vertrieben aus Ostpreußen. «Der Krieg ist verloren, der Nationalstolz im Eimer, die Nachkriegszeit haben sie überstanden, mit Ach und Krach, aber die Kultur ist übrig geblieben.» Entnazifiziert, einen Job erhalten, den er wieder verlor,  hierher strafversetzt. Weil er zu milde mit den Gefangenen umgegangen ist, sagt er. Die Mutter, die leidet, weil sie nicht ihren Weg gegangen ist, sondern geheiratet hat, die als Person nicht wahrgenommen wird. Direktor Dr. Selge gibt Konzerte für die Gefangenen in seiner Wohnstube, und während er Beethoven spielt, stellen die Gefangenen fest, dass die Möbel hier allesamt aus ihren Gesellenstücken bestehen. «Genau genommen ist es so, dass die Eingesperrten uns ernähren», berichtet Edgar: die Möbel, die Feldfrüchte, und weil sie dem Vater einen Job geben. Edgar, der immer wieder Prügel kassiert, weil er sich nicht an die Regeln hält, der zum Dieb und Lügner wird, um an Geld für Kinokarten heranzukommen, nachts aus dem Fenster steigt, um die Spätvorstellung zu besuchen, während die Eltern bereits schlafen. Und gern sitzt er im Birnbaum, spielt Fliegerangriff. Als Granaten dient das Obst. Die Mutter, aus einer Offiziersfamilie stammend, behauptet steif und fest, die Wehrmacht sei sauber gewesen, sei ja nicht die SS. Erst spät muss sie feststellen: «Ich kann mein ganzes Leben wegwerfen, waren ihre ersten Worte. Nur Verbrecher um mich herum. Euer Vater. Mein Vater. Unsere Wehrmacht», als sie nach einem Besuch der Wehrmachtausstellung in München fast zusammenbricht.


Eine Geschichte mit «einem Widerspruch, der gezeigt werden möchte»


Er will nicht als Nazi rüberkommen, aber sein ganzes Denk- und Sprachgebäude ist in dieser Zeit errichtet worden, und so schnell findet er kein anderes.


Edgar ist 1948 geboren, ein Nachkriegskind, kein Kriegsleid erlebt hat. Aufbruch in der Nachkriegszeit, alte Zöpfe abschneiden. Das gelingt eben nicht jedem. Und manch einer sitzt wieder fest im Sattel. Man redet eben nicht über die Vergangenheit. Entnazifizierung – wurden die Menschen dadurch besser, hat sich etwas in der Einstellung verändert, oder hält man einfach die Klappe? Die neue Zeit oben draufgesattelt, wabert die alte fleißig darunter. Kinder, die in dieser Zeit aufgewachsen sind, verstehen vieles nicht; Geflüster hinter den Türen oder offene Missachtung gegen die neuen Moden. Ich bin zwar ein bisschen jünger, aber auch ein Nachkriegskind, das in Trümmern spielte, Fliegerangriff war eins unserer liebsten Spiele. Nicht selbst erlebt, doch das Tagesgespräch der Erwachsen. Wenn man fragte, wie es damals war, erhielt man keine Antwort, oder es wurde gesagt, man verstehe das sowieso nicht. Schweigen und Lügen – auf viele Fragen bekamen wir erst 20 – 30 Jahre später eine Antwort; nur, weil einige den Mut hatten, weiterzubohren und offenzulegen. Dieser melancholische Roman hat Tiefe und gleichzeitig eine Menge Humor. Ein paar Mal habe ich laut und herzlich gelacht, denn es ist auch eine Lausbubengeschichte. Denn letztendlich geht es hier nicht um die Autobiografie an sich, sondern um die Auseinandersetzung mit der Zeit und seiner eignen Familie, den Lücken, und dem, was das aus einem macht. Und Edgar Selge sagt, er habe keine Autobiografie geschrieben, einiges sei fiktiv verdichtet oder montiert. Und genau deswegen ist es so gut geworden. Chapeau für dieses literarisch exzellente Werk! Eine Geschichte mit «einem Widerspruch, der gezeigt werden möchte»:


‹Was ist eigentlich los mit Dir, Edgar? Wovor schämst Du Dich? Komm, sag es, spuck es aus.› ... «Ich will keiner sein, der den liebt, der ihn schlägt. So.›


Edgar Selge gehört zu den bedeutendsten Charakterdarstellern Deutschlands. 1948 geboren, wuchs er im ostwestfälischen Herford als Sohn eines Gefängnisdirektors auf. Seine Schauspielausbildung schloss er 1975 an der Otto Falckenberg Schule in München ab. Zuvor studierte er Philosophie und Germanistik in München und Dublin sowie klassisches Klavier in Wien. Für seine Arbeit wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Edgar Selge lebt mit der Schauspielerin Franziska Walser zusammen. Die beiden haben zwei Kinder. «Hast du uns endlich gefunden» ist sein literarisches Debüt.



Edgar Selge
Hast du uns endlich gefunden
Gesprochen von: Edgar Selge
Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 9 Std. und 5 Min.
Zeitgenössische Literatur, Bildungsroman
Argon Verlag, Audible, 2021
Rowohlt Verlag, gebunden, 304 Seiten, 2021



Zeitgenössische Literatur

Hier verbirgt sich manche Perle der Literatur. Ich lese auch mal einen Bestseller, natürlich, aber mein Blick ruht  immer auf den kleinen Verlagen, auf den freien Verlagen. Sie trauen sich was - und diese Werke sind in der Regel besser als der Mainstream der meistgekauften Bücher …
Zeitgenössische Romane

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Rezension - Drainting: Die Kunst, malen und zeichnen zu verbinden von Felix Scheinberger

  Als Drainting bezeichnet Felix Scheinberger die intuitive Kombination von Malen und Zeichnen. Damit hebt er die jahrhundertealte heute vollkommen unnötige Trennung zwischen Flächen malen und Linien zeichnen auf und verbindet das Beste aus beiden Welten. Früher machten wir einen Unterschied zwischen Zeichnen und Malen und damit fingen die Schwierigkeiten an. Wo es nämlich gar keine Umrisslinien gibt, gilt es, diese abstrakt zu (er)finden. Die intuitive Kombination aus Zeichnen (Drawing) und Malen (Painting) garantiert gute Ergebnisse und unendlichen Spaß! Eine gute Einführung erklärt das Knowhow und Grundsätzliches zum Malen und Zeichnen – gute Ideen, die man selbst umsetzen kann. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Kunst, malen und zeichnen zu verbinden von Felix Scheinberger 

Rezension - Lügen, die wir uns erzählen von Anne Freytag

  Helene hätte ihren Mann, Georg, verlassen können – damals – für Alex. Aber sie hat es nicht getan. Und jetzt hat ihr Mann sie verlassen – weil er sich in eine andere verliebt hat. ‹Es ist einfach passiert.›, sagt er, zieht bei Mariam ein. Aber vielleicht ist das Ende gar kein Ende? Vielleicht ist es ein Anfang für die Mittvierzigerin. Vielleicht ist sie gekränkt weil Georg einfach ging – eifersüchtig, eben auch, weil die Kinder diese junge Yogalehrerin mögen. Doch gleichzeitig ist sie jetzt frei – vielleicht für Alex, denn die beiden haben sich seit ihrer Studienzeit in Paris nie aus den Augen verloren. Eine verdammt gut geschriebene Familiengeschichte. Empfehlung!  Weiter zur Rezension:     Lügen, die wir uns erzählen von Anne Freytag

Rezension - Alt, fit, selbstbestimmt: Warum wir Alter ganz neu denken müssen von Lutz Karnauchow und Petra Thees

  Alter könnte so schön sein. Doch ältere Menschen werden in unserer Gesellschaft diskriminiert. Schlimmer noch, sie denken sich alt und grenzen sich selbst aus, sagen die Autor:innen. Das hat Folgen: Krankheit und Gebrechlichkeit im Alter gelten als normal. Altenpflege folgt daher dem Prinzip «satt, sauber, trocken». Und genau dieses Prinzip kritisieren Dr. Petra Thees und Lutz Karnauchow und gehen mit ihrem Ansatz neue Wege. Dieses Buch stellt einen neuen Blick auf das Alter vor - und ein radikal anderes Instrument in der Altenpflege. «Coaching statt Pflege» lautet die Formel für mehr Lebensglück im Alter. Ältere Menschen werden nicht nur versorgt, sondern systematisch gefördert. Das Ziel: ein selbstbestimmtes Leben. Bewegung, Physiotherapie und Sport statt herumsitzen! Ein interessantes Sachbuch, logisch in der Erklärung, ein mittlerweile erfolgreiches, erprobtes Konzept. Weiter zur Rezension:    Alt, fit, selbstbestimmt: Warum wir Alter ganz neu denken müssen von Lutz...

Rezension - Der Kaffeedieb von Tom Hillenbrand

  Gesprochen von Hans Jürgen Stockerl Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer: 12 Std. und 7 Min. Wir schreiben das Jahr 1683. Der junge Engländer Obediah Chalon, Spekulant, Händler und Filou, hat sich in London gerade mit der Investition von Nelken verspekuliert und eine Menge Leute um ihr Geld gebracht, das mit gefälschten Wechseln. Conrad de Grebber, Direktoriumsmitglied der Vereinigten Ostindischen Compagnie bietet Obediah  die Möglichkeit, der Todesstrafe zu entgehen: Er wird auf eine geheime Reise geschickt, um etwas zu stehlen: Kaffeepflanzen. Spannender Abenteuerroman rund um den Kaffee. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Der Kaffeedieb von Tom Hillenbrand

Helisee - Der Ruf der Feenkönigin von Andreas Sommer

  Im 10. Jahrhundert gehört der westliche Teil der heutigen Schweiz zum Königreich Birgunt, erzählt uns diese Geschichte. Es ist eine wilde Gegend voller Wälder und Sümpfe, wo viele Menschen noch im Glauben an die alten Götter und Geister leben. Die Mauren greifen das Land an. Die Königin Bertha schützt das Land tapfer gegen räuberische Einfälle der mediterranen Mauren. Als der Hirtenjunge Ernestus, den die Leute im Dorf Erni nennen, einer ausgerissenen Ziege in den Wald folgt, überschreitet er unabsichtlich die Grenze des verrufenen Landstriches Nuithônia, dem Land der Feen. Seit Menschengedenken ist es verboten, dieses Gebiet am Fuß der Alpen zu betreten. Und er findet dort einen besonderen weißen Kiesel … Ein epischer Roman der High Fantasy, ein wenig Schweizer Sagenwelt, gut zu lesen. Weiter zur Rezension:    Der Ruf der Feenkönigin von Andreas Sommer

Rezension - Lindis und der verschwundene Honigtopf von Viola Eigenbrodt

Bendix, der Häuptling des Keltendorfs Taigh, ist außer sich: Jemand hat seinen Honigtopf gestohlen! Lindis, der Ziehsohn der Dorfdruidin Kundra und dessen Freunde Finn und Veda wollen der Sache auf den Grund gehen. War der Dieb hinter der wertvollen Amphore her oder hinter deren speziellem Inhalt? War es einer der fahrenden Händler? Und dann ist auch noch die kleine Tochter der Sklavin verschwunden! Unter dem Vorwand, fischen gehen zu wollen, machen sich die drei Jugendlichen heimlich auf die Suche nach den Händlern und kommen dabei einem Geheimnis auf die Spur … Weiter zur Rezension:    Lindis und der verschwundene Honigtopf von Viola Eigenbrodt 

Rezension - So weit der Fluss uns trägt von Shelley Read

  Am Fuße der Elk Mountains in Colorados strömt der Gunnison River an einer alten Pfirsichfarm vorbei. Hier lebt in fünfter Generation in den 1940ern die 17-jährige Victoria mit ihrem Vater, dem Onkel und ihrem Bruder Seth. In der Stadt begegnet sie Wilson Moon, und beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Dramatische Ereignisse zwingen Victoria, selbst das Leben in die Hand zu nehmen. Ein wenig schwülstig, doch gut lesbar, atmosphärisch, ein Familienroman, ein Coming-of-age – gute Unterhaltung … eine Hollywood-Geschichte. Die Pilcher-Fraktion wird begeistert sein!  Weiter zur Rezension:    So weit der Fluss uns trägt von Shelley Read

Rezension - Der Gott des Waldes von Liz Moore

Im August 1975 findet wie jedes Jahr ein Sommercamp in den Adirondack Mountains für Kinder und Jugendliche statt. Als Barbara eines Morgens nicht wie sonst in ihrer Koje liegt, beginnt eine großangelegte Suche nach der 13-Jährigen. Barbara ist keine gewöhnliche Teilnehmerin: Sie ist die Tochter der reichen Familie Van Laar, der das Camp und das umliegende Land in den Wäldern gehören. Viele Jahre zuvor verschwand hier der achtjährige Bear, ihr Bruder, der seit 14 Jahren vermisst wird. Hängen die Vermisstenfälle zusammen? Liz Moore zeigt mit ihrem literarischen Krimi ein Gesellschaftsbild, bei dem Frauen nichts zu sagen haben. Spannender Gesellschaftsroman, ein komplexer Kriminalroman. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Der Gott des Waldes von Liz Moore