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Zwei weibliche Halbakte von Luz - Rezension

Rezension
von Sabine Ibing




Zwei weibliche Halbakte von Luz 

Ein Jahrhundert Geschichte aus Sicht eines Gemäldes erzählt. 1919, Otto Mueller malt «Zwei weibliche Halbakte». Das Bild wird verkauft, gerät aber im Zuge der Machtübernahme der Nationalsozialisten, wie alle Werke der modernen Kunst, unter die Zensur der sogenannten «entarteten Kunst». Mit «Zwei weibliche Halbakte» gelingt Luz ein außergewöhnlicher Comic: Als Lesender sieht und hört man einzig, was sich unmittelbar vor Otto Muellers Gemälde abspielt. Eine interessante Perspektive, die die NS-Zeit beleuchtet.




Die NS-Kulturpolitik verbannte alles, was nicht in ihr Idealbild passte, ebenso jegliche Kritik, beginnend mit der Bücherverbrennung im Mai 1933 in Berlin. «Entartete Kunst» galt als zentraler Kampfbegriff des NS-Regimes zur Diffamierung moderner Kunst (Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus, Kubismus oder Fauvismus) sowie Werke jüdischer Künstler. Als entartet galt alles, was nicht dem NS-Schönheitsideal entgegenkam oder von jüdischen Künstlern war. Schlicht wurden diese Werke als jüdisch-bolschewistisch und krank bezeichnet. In 1937 begann eine deutschlandweite Aktion, die «Ziegler-Kommission» holte auf Befehl alle «entarteten» Werke aus den Museen heraus, um die Häuser zu säubern. 20.000 Gemälde wurden beschlagnahmt, sodann verkauft oder zerstört, um die arische, die «deutsche Kunst» zu heroisieren. Da nützte es Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde nichts, in die NSDAP eingetreten zu sein; sie wurden genauso wie Paul Klee, Marc Chagall, Max Beckmann, Max Ernst, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Otto Griebel, Ernst Barlach usw. aussortiert. 




Einige Werke wurden für eine Propagandaausstellung in München ausgewählt, die zeigen sollte, wie widerwärtig die moderne Kunst sei. «Zwei weibliche Halbakte» war mit dabei. Am 19. Juli 1937 eröffnete Joseph Goebbels die Vernissage, die über 600 Werke von ca. 120 Künstlern zeigte. Viele dieser Bilder wurden 1939 ins Ausland verkauft, sehr viel nach Luzern. Der Vernichtungsangriff auf die Moderne widerfuhr allen Sparten der Kultur, auch die Filmkunst, Theater, Architektur oder Musik wurden «gesäubert». Moderne Musik wie der Swing oder der Jazz wurden als «Musikbolschewismus» bezeichnet.  Musik, von Juden geschrieben, wurde eliminiert, 1940 zusammengefasst im berüchtigten Lexikon der Juden in der Musik. Das Bild von dem Brücke-Künstler Otto Mueller erzählt uns seine Geschichte. Otto Mueller gilt als Hauptvertreter des deutschen Expressionismus. 




Wir erfahren von dem Bild in dieser Graphic Novel, es entsteht in Berlin, Mueller malte es kurz vor der Scheidung von seiner ersten Frau Mascha, die später nach Berlin zurückgeht. Hier überredet ein Galerist aus Breslau Otto Mueller, eine Professur in Breslau anzunehmen. Der jüdische Anwalt und Sammler Ismar Littmann kauft es für seine große Sammlung. Wir sehen, wie bald, wie der Jude nicht mehr als Anwalt arbeiten darf, Juden deportiert werden und Littmann 1934 Suizid begeht wegen der NS-Repressalien. Vorher verkauft er seine Sammlung von 6.000 Kunstwerken zu Schleuderpreisen, damit seine Familie in die USA emigrieren kann. «Zwei weibliche Halbakte» soll zunächst zerstört werden, wird gerade noch gerettet. Der Kölner Kunstsammler Josef Haubrich rettete viele der Werke während und nach dem Zweiten Weltkrieg, die er später an der Stadt Köln schenkt, für das Wallraff-Richartz-Museum. Von dort wandert unser Bild weiter ins Museum Ludwig. Hier recherchiert man, findet heraus, wem das Bild gehört, gibt es Littmanns Tochter Ruth zurück. Wir Lesenden wissen, wer die beiden Damen auf dem Bild sind, und es wird berichtet, wie nach dem Zweiten Weltkrieg engagiert versucht wird, die entarteten Bilder zurückzukaufen, und wie Eigentümer gesucht werden, einige bekannte Persönlichkeiten werden erwähnt. Ein interessanter Comic, der sich mit einem Stück deutscher Geschichte befasst, der heute wieder aktuell ist, weil wieder alles von vorn beginnt, Bücher verboten werden … Dieser Comic ist ein Zeit- und Gesellschaftspanorama und Luz ruft damit zur Wachsamkeit gegenüber dem Aufstieg der extremen Rechten und allen Formen der politischen und kulturellen Zensur auf.




Die Graphic Novel beginnt mit weißen Seiten, die lediglich mit Sprechblasen besetzt sind und winzigen Farbtupfern, die von Seite zu Seite zu größeren Farbflächen wachsen — das Bild entfaltet sich  – es wird gemalt. Eine Story aus der Perspektive eines Gemäldes ohne klassische Panels. Zarte Beigetöne, gedämpfte, stimmige Nuancen, der Strich scheint bewusst reduziert, um die historische Atmosphäre fühlbar zu machen. Der Reprodukt Verlag gibt keine Altersempfehlung – denn selbstverständlich ist der Comic als Allage einzuordnen. Ich würde das Buch ab 14 Jahren empfehlen.




Luz heißt eigentlich Rénald Luzier und wurde 1972 in Tours geboren. Ab 1992 war er festes Redaktionsmitglied der Satirezeitung “Charlie Hebdo”. Bei dem islamistischen Anschlag auf die Redaktion von “Charlie Hebdo” am 7. Januar 2015 wurden einige der wichtigsten Köpfe der Zeitung ermordet, darunter der Herausgeber und Zeichner Stéphane Charbonnier (“Charb“), die Zeichner und Redakteure Jean Cabut (“Cabu”), Bernard Verlhac (“Tignous”), Philippe Honoré und Georges Wolinski. Luz selbst überlebte das Attentat, da er am 7. Januar, seinem Geburtstag, verschlafen hatte und zu spät zur Redaktionssitzung kam. Wenige Monate nach dem Massaker veröffentlichte er “Katharsis” (deutsch bei S. Fischer), ein erschütterndes und bewegendes Zeugnis von der Zeit nach dem Anschlag. Im September 2015 verließ Luz, der nach dem Attentat Interims-Chefredakteur von “Charlie Hebdo” war, das Blatt. Er lebt bis heute unter Polizeischutz.

Der Maler Otto Mueller gehört zu den wichtigsten deutschen Expressionisten – doch stilistisch unterschied er sich von seinen Künstlerkollegen. Seine Bilder sind weniger explosiv, eher geometrisch. Sein Lebensthema: der Mensch in der Natur. Seine Zigeuner-Mappe mit neun farbigen Lithografien, die er erst wenige Jahre vor seinem Tod anfertigte, gilt heute als Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens. Die Mappe entstand während einer Sarajevo-Reise, bei der er von Zigeunern aufgenommen wurde, um einige Zeit mit ihnen zu leben. Otto wurde 1874 geboren. Bereits früh zeigten sich seine rebellischen Charakterzüge. Vor seinem Studium begann er zunächst eine Ausbildung als Lithograf, wechselte jedoch bald darauf an die Dresdner Kunstakademie. Es dauerte nicht lange, bis sich der eigensinnige Maler mit einem seiner Professoren überwarf. Er missachtete immer wieder Anweisungen. Nach zwei Jahren in Dresden zieht Otto Mueller nach München und führt sein Studium an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste fort. Doch auch hier wird er schnell wieder entlassen. Er arbeitet als freischaffender Aktmaler und heiratet eines seiner Modelle, Maria Mayerhofer. Gemeinsam zieht das junge Paar von München nach Berlin. Nach einer Ausstellung schließt er sich der Berliner Künstlergemeinschaft «Die Brücke» an, da die Mitglieder einen ähnlichen Stil und die Vorliebe für gedämpfte Farbgebung haben. 1915 wird der Maler zum Kriegsdienst eingezogen. Nach dem Krieg arbeitet er als Professor an der Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau. Seine Frau lässt sich 1921 scheiden und zieht nach Berlin zurück. Zwei weitere Ehen, werden schnell wieder geschieden. 1930 erkrankt Otto Mueller an Tuberkulose und stirbt. Seine Werke werden auch nach seinem Tod in vielen Museen ausgestellt, dann durch die Nationalsozialisten als entartete Kunst eingestuft; sie beschlagnahmen 357 seiner Gemälde.




Luz 
Zwei weibliche Halbakte 
Aus dem Französischen übersetzt von Lilian Pithan
Graphic Novel , Comic, Zweiter Weltkrieg, Nazis, Entartete Kunst, Kunst, Otto Mueller
Hardcover, 192 Seiten, 21.2 x 26.1 cm
Reprodukt Verlag, 2025
Altersempfehlung von mir: Allage, ab 14 Jahren




Graphic Novel, Comic, Grafisches  

Für die Fans von Comis / Graphic Novels und sonstigem Gezeichneten, wie Satire. Hier auf dieser Seite zusammengefasst.  Alle Altersgruppen. Graphic Novel, Comic, Grafisches

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