Rezension
von Sabine Ibing
Die Piraten von Darksea
von Catherine Doyle
Tief im Herzen des Atlantischen Ozeans, wo der Vollmond die _ Wellen silbern färbt und Delfine durch die Gischt springen, liegt jenseits des Horizonts ein verborgenes Königreich namens Darksea. Es wird von einem Piratenkönig beherrscht.
Chris erzählt seinem kleinen Bruder Max die Geschichte vom verborgenen Königreich Darksea, das von Kapitän O’Malley beschützt wird. Er wird mit den guten Piraten in See stechen, Chris ist sich ganz sicher. Zusammen gehen sie zur vereinbarten Stelle. Aber das Schiff kommt nicht. Und nun jetzt liegt Chris im Krankenhaus ohne Aussicht auf Heilung, als ein sprechender Papagei mit einer Einladung des Piratenkönigs an Chris‘ Schlafzimmerfenster klopft. Kapitän O’Malley braucht ein neues Besatzungsmitglied für eine gefährliche Mission. Max packt die Gelegenheit am Schopf und springt ein. Als Belohnung erhofft er sich Magie und Sternenstaub, um seinen Bruder zu retten! Max um seinen Bruder zu retten geht an Bord, und er wird sofort überrascht.
Ein klasse Abenteuer
‹Immer mit der Geduld›, mahnte sie Mauro. ‹In Darksea verbirgt sich nichts, das der Sternenstaub nicht enthüllen könnte.› Vorsichtig nahm er eine weitere Prise Sternenstaub auf, die er diesmal unter leisem Brummeln über die gesamte Karte streute. ‹Monstrum navis, zeige dich.› Auf einmal erschien ein neuer Umriss auf der Karte. Er hatte die Form einer Haifischflosse, war aber nicht schwarz wie alles andere auf der Karte, sondern blutrot. Und es standen keine Worte darunter.
Aber die ruhigen Gewässer von Darksea sind in Gefahr, denn seit einiger Zeit treibt ein Ungeheuer sein Unwesen und droht alles zu verschlingen. Kapitän O’Malley ist tot, seine Schwester hat das Zepter übernommen. Doch die hat ein Problem damit, anerkannt zu werden. Weder die Besatzung, noch die Bewohner von Darkea stehen geschlossen hinter ihr. Sogar das Schwert Schnitter, das von Generation zu Generation weitergereicht wird, will nicht in ihre Hand gleiten. Wird Max es schaffen, Darksea und seinen Bruder zu retten? Ein spannendes Piraten-Fantasy-Abenteuer voller Piraten, Meerjungfrauen mit spitzen Zähnen und Seeungeheuer. Catherine Doyle schafft es, schnell Spannung aufzubauen, die durchgängig bis zum Ende getragen wird. Das Jugendbuch ist atmosphärisch geschrieben, die Autorin schafft es, mit ihren detaillierten Beschreibungen den Lesenden in die Fantasywelt hereinzuholen. Die Figuren sind liebevoll herausgearbeitet und mit viel Humor gestaltet, wie z.B. Kräcker, ein kräckersüchtiger Papagei. Ein klasse Abenteuer, das der Knesebeck Verlag ab 12 Jahren empfiehlt. Von mir gibt es die Altersempfehlung ab 10 Jahren. Empfehlung!
Catherine Doyle wuchs im Westen Irlands auf. Die irischen Mythen und Legenden ihrer Jugend, weckten ihre Liebe zu Büchern und inspirieren heute ihre Werke. Sie hat einen Bachelor in Psychologie und einen Master im Publishing. Ihr preisgekröntes Debut „The Storm Keeper’s Island“ spielt auf Arranmore, wo ihre Großeltern aufwuchsen. Nach zwei Jahren in Dublin, lebt Catherine wieder in Galway.
Catherine Doyle
Originaltitel: Pirates of Darksea
Aus dem irischen Englisch übersetzt von Sarah Heidelberger
Jugendroman, Fantasy, Abenteuer, Piraten, Kinder- und Jugendliteratur, Irische Literatur
Hardcover kartoniert, 320 Seiten
Knesebeck Verlag, 2025
Altersempfehlung: ab 12 Jahren vom Verlag, von mir ab 10 Jahren
Kinder- und Jugendbücher - 10 bis13 Jahre
Kinder- und Jugendliteratur
Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! Hier geht es zu den Rezensionen.

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