Direkt zum Hauptbereich

Fliegen von Matt Ralphs, Dieter Braun - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing





Fliegen 


von Matt Ralphs, Dieter Braun

Alles über Flugzeuge, Heißluftballons, Hubschrauber & Co.


Eine Reise durch die Geschichte der Luftfahrt: Von den ersten Flugzeug-Prototypen, über die frühen Propellerflugzeuge und Verkehrsflugzeuge, Hubschrauber bis zu den modernen Jets wird in diesem Bilderbuch die Geschichte der Luftfahrt und die Entwicklung des Fliegens unter die Lupe genommen. Wir lernen Flugzeugmodelle kennen, die die Luftfahrt geprägt haben, darunter die Concorde oder die berühmte Air Force One. Außerdem blicken wir auf die beeindruckendsten Pionier:innen der Luftfahrt wie die Gebrüder Wright, Charles Lindbergh oder Amelia Earhart und verfolgen die Entwicklung der Luftfahrt von ihren Anfängen bis in die Zukunft.




Ein wundervolles Kinderbuch für alle die, die sich für das Fliegen interessieren. Denn das Fliegen beschäftigte die Menschen seit Jahrhunderten. «Leonardo da Vinci entwarf im 15. Jahrhundert als Erster einen Flugapparat.» Viele Konstrukte und Versuche, viele Tote. Gut, es gab ab 1793 Heißluftballons, aber das war ja nicht das Objekt, was man suchte, man war auf den Wind angewiesen. Denn erst 1903 gelang es den Amerikanern Wilbur und Orville Wright, ein Flugzeug zu bauen, das man steuern konnte. Der «Flyer» hatte zwar nur eine Reichweite von 260 Metern und war 59 Sekunden in der Luft, doch von nun an ging es bergauf, das die Ingenieure das Prinzip des Fliegens verstanden hatte. 




Und wie es oft den Erfindungen ergeht: Sie werden zunächst für Kriegszwecke genutzt. 1914 wurden die ersten Flugzeuge als sogenannte Aufklärer benutzt. Ein paar davon werden vorgestellt. Die ersten Passagierflugzeuge im Langstreckenflug waren die Zeppeline – gasgefüllt. Und genau das machte sie so gefährlich. Nach dem Unglück mit der Hindenburg wurde diese Art Flugobjekt nicht weiter verfolgt. Wie lernen berühmte Pilot:innen kennen, den Luftkrieg und ihre Held:innen. Es werden namhafte Flugzeuge vorgestellt, verschiedene Flugzeugtypen wie Wasserflugzeug, Frachtflugzeug oder Leichtflugzeug, Jets und Raketen, Hubschrauber. Am Ende wird gezeigt, wie möglicherweise die Zunkunft des Fliegens aussehen mag: Neue Treibstoffe, die Rochenform. Hier fehlte mir die Drohne und das Flugtaxi. Ein Zeitstrahl rundet als guter Überblick die Geschichte ab; Weltrecorde des Fliegens und ein Fachwortverzeichnis runden das Buch ab.




Die Technik der Flugmaschinen, die Physik die dahintersteckt, werden verständlich erklärt. Ein prima Überblick über die Geschichte des Fliegens, bis hin zu verrückten Flugzeugmodellen. Dieter Braun hat das Sachbilderbuch anschaulich illustriert, die Texte sind in kurzen Vignetten dazwischengesetzt, erklären prägnant und altersgerecht die wichtigen Eckdaten. Der Knesebeck Verlag gibt eine Altersempfehlung ab 10 Jahren. Das passt für mich. Ein buntes Nachschlagwerk für alle, die sich für Flugzeuge begeistern und mehr über die Geschichte der Luftfahrt erfahren möchten! Empfehlung!





Matt Ralphs war schon von Kindesbeinen an von Hexen, Geistern und allem, was einem einen Schauer über den Rücken laufen lässt, fasziniert. Er ist Bestsellerautor und lebt in London auf einem Hausboot.

Dieter Braun arbeitet als freiberuflicher Illustrator und Kinderbuchautor in Hamburg. Er studierte Kommunikationsdesign an der Folkwangschule in Essen. Zu seinen Kunden gehören Time Magazine, New York Times, Newsweek, Stern, Geo, Süddeutsche Zeitung, Zeit, WWF und und und ... Seine Tiersachbücher Die Welt der wilden Tiere wurden in 11 Sprachen übersetzt. Bei Knesebeck ist zuletzt von ihm erschienen Die Welt der Meere.




Matt Ralphs, Dieter Braun
Fliegen
Übersetzt aus dem Englischen von Beatrice le Coutre
Alles über Flugzeuge, Heißluftballons, Hubschrauber & Co.
Hardcover, 64 Seiten, 23.5 x 30.0 cm,
Sachbilderbuch, Kinderbuch, Nachschlagwerk, Geschichte des Fliegens, Kinder- und Jugendliteratur
Knesebeck Verlag, 2024
Altersempfehlung: ab 10 Jahren









Kinder- und Jugendliteratur

Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! Hier geht es zu den Rezensionen.
Kinder- und Jugendliteratur


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Ethnobotanik von Sarah Edwards

  Intro mit KI entwickelt Eine Pflanze ist niemals nur eine Pflanze! Hamamelis , die Zaubernuss, wird beispielsweise bei Hautreizungen und Entzündungen eingesetzt. Ihre Wirkstoffe finden sich heute weltweit in Salben und anderen Arzneimitteln. Das Wissen darüber ist allerdings sehr viel älter als die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Pflanze. Oder die Alraune , die in fast jedem Fantasy-Schmöker eingesetzt wird.  Und damit kommt Edwards zu einem Aspekt, den ich besonders interessant finde: Wem gehört dieses Wissen? Weiter zur Rezension:    Ethnobotanik von Sarah Edwards

Rezension - Schranken gehen auf von Eva Opitz

  Intro mit KI erstellt Bei diesem historischen Roman hatte ich nach dem Klappentext eine ziemlich klare Vorstellung davon, was mich erwartet: Die Geschichte einer Jüdin , die unter dem NS-Regime ihre Heimat verlassen muss – da denkt man unweigerlich an Verfolgung, Angst, eine gefährliche Flucht und an ein Leben, das von einem Tag auf den anderen aus den Fugen gerät. Genau diese Geschichte habe ich nicht erhalten. Natürlich hatte Elisabeth kein leichtes Leben, aber im Ausland war sie nicht den Repressalien ausgesetzt, die ich erwartet hatte. Zudem fehlt sie erzählerische Kraft der Geschichte.  Weiter zur Rezension:    Schranken gehen auf von Eva Opitz

Rezension - Reservoir Bitches von Dahlia de la Cerda

Intro erstellt mit KI Wütend, laut, brutal – und verdammt gut. Schon der Titel macht klar, dass dies kein Buch ist, das es sich nicht um einen romantischen Liebesroman handelt. Dahlia de la Cerda schreibt über Frauen in Mexiko , über Gewalt, Armut, Klasse, Abtreibung, Drogen und Femizide – und über eine Gesellschaft, in der es einen gewaltigen Unterschied macht, auf welcher Seite der Gesellschaft man geboren wird. Kurzgeschichten, die ein Geflecht bilden. Ein Noir , Kriminalliteratur , Gesellschaftsroman , nichts für schwache Nerven. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Reservoir Bitches von Dahlia de la Cerda

Rezension - Viper‘s Dream von Jake Lamar

Intro erstellt mit KI New York , 1961. Clyde Morton , genannt Viper, hat gerade seinen dritten Mord begangen, den ersten, den er bereut. Doch anstatt zu fliehen – sein Kontaktmann bei der Polizei hat ihm drei Stunden gegeben –, besucht er im Cathouse  Nica, die Baroness Pannonica de Koenigswarter . Hier denkt er über sein Leben nach, seine drei Wünsche, die Schutzpatronin der New Yorker Jazzszene ihm aufgetragen, aufzuschreiben, wie allen Jazzmusikern, die bei ihr ein- und ausgehen. ein Noir Kriminalroman , ein Gangsterroman , Kriminalliteratur, im Rhythmus des Jazz und im Rauch von Marihuana - ein Harlem , das mit dem Heroin abstürzt. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Viper‘s Dream von Jake Lamar

Rezension - Guten Morgen - Gute Nacht von Johanna Schaible

Intro erstellt mit KI   Die Reise von Sonne und Mond – 24 Stunden, die alle Menschen verbinden. Ein Wendebuch mit atmosphärischer Gestaltung. Eine Geschichte über das, was uns alle auf der Welt verbindet – die Dämmerung am Morgen die am Abend; die Veränderung des Lebens im Tageszyklus . Dieses Bilderbuch zeigt uns, was in 24 Stunden überall auf der Welt passiert: Die Sonne geht auf, ein neuer Tag beginnt, und wir stehen auf. Am Abend beginnt es zu dämmern und wir bereiten uns für die Nacht vor. Ein wundervolles atmösphärisches Bilderbuch ab 4 Jahren zum Schauen, fühlen und sprechen. Empfehlung – ein Kinderbuch zum Entspannen! Weiter zur Rezension:    Guten Morgen - Gute Nacht von Johanna Schaible

Rezension - Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos

  Intro mit KI erstellt Christelle Dabos entwirft in in diesem Jugendroman eine Gesellschaft, in der nicht das Ich, sondern das Wir zählt. Jeder Mensch besitzt einen Instinkt, eine angeborene Bestimmung, mit der er der Gemeinschaft dient. Es gibt Beschützer, Vertraute, Reparierer und zahlreiche weitere Funktionen. Persönliche Wünsche haben sich diesem System unterzuordnen, Individualität ist nicht vorgesehen. Ich habe mich durch den Wälzer hindurchgequält, der in Komplexität, Sprache und und Auswälzug sehr anstrengend ist. Daher von mir für das Jugendbuch, eine Dystopie, die Empfehlung: ab 16 Jahren, vom Verlag ab 14 Jahren. Weiter zur Rezension:    Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos 

Rezension - Das Glück liegt hinter der Hecke von Sara Pennypacker

Intro erstellt mit KI   Leeva  lebt in einem Haus mit ihren profitüchtigen Eltern zusammen, für die nur Geld und Ruhm etwas bedeuten. Sie darf das Haus, bzw. den Garten nicht verlassen, wächst völlig vernachlässigt auf. Ihre Neugier und ihr Wunsch auf den Blick hinter die Gartenhecke lässt sie die Verbote vergessen und sie büchst aus, schleicht ins nächstgelegene Haus: die Stadtbibliothek . Welch wundersame Welt sie draußen findet! Menschen, die sie mögen, mit denen sie Freundschaft schließt. Davon handelt dieses herrliche Kinderbuch, begleitet vom Duft von Ingwerkeksen – eine Befreiung aus der Zwangswelt. Ein charmantes Buch, witzig, eine zärtliche Hommage an die Kraft von Beharrlichkeit, Gemeinschaft und Freundschaft. Weiter zur Rezension:    Das Glück liegt hinter der Hecke von Sara Pennypacker

Rezension - Die Frau als Mensch von Ulli Lust

  Intro mit KI erstellt Wie viel können wir über Menschen wissen, die vor 30.000 Jahren gelebt haben? Wir finden ihre Werkzeuge, ihre Gräber, ihre Kunst und einige wenige Spuren ihres Alltags. Aber wir wissen nicht, was sie glaubten, welche Geschichten sie sich erzählten und welche Bedeutung sie den Dingen gaben, die sie hinterlassen haben. Genau in diesen Zwischenraum zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und dem, was wir nur vermuten können, begibt sich Ulli Lust in Sachcomic . Weiter zur Rezension:    Die Frau als Mensch von Ulli Lust

Rezension - I Don’t Know How to Draw a Tree von Carmen José

  Intro mit KI erstellt Wie zeichnet man eigentlich einen Baum? Ein Stamm, ein paar Äste, eine grüne Krone – fertig ist der Baum. So ungefähr haben vermutlich die meisten von uns als Kinder angefangen. Später lernen wir Perspektive , Proportionen , Licht und Schatten . Wir lernen, genauer hinzusehen und möglichst genau zu zeichnen. Aber was passiert dabei mit dem eigenen Blick? Carmen José stellt in diesem Buch eine wunderbar einfache Frage, die sich letztendlich als nicht so einfach erweist: Das Bilderbuch ist gleichzeitig ein Gedichtband, ein Künstlerbuch und kleines philosophisches Experiment . Ein ungewöhnliches, wunderschön gestaltetes kleines Buch, das sich mit Kreativität , Wahrnehmung und die Freiheit, etwas nicht zu wissen beschäftigt. Empfehlung - Allage! Weiter zur Rezension:      I Don’t Know How to Draw a Tree  von Carmen José

Rezension - Endzeit von Frauke Buchholz

  Intro erstellt mit KI Ein grausamer Mord erschüttert die kanadische Kleinstadt Moose Jaw . Eine Mutter und ihre beiden Töchter wurden mit einer Axt erschlagen, der Vater und sein dreijähriger Sohn sind verschwunden. Am Tatort findet die Polizei eine Adlerfeder . Was hat sie zu bedeuten? Der ehemalige Profiler Ted Garner soll bei den Ermittlungen helfen und glaubt schon bald, den Täter ausfindig gemacht zu haben. Ein junger Indigener , der bereits wegen eines ähnlichen Verbrechens verurteilt wurde, gerät in seinen Fokus. Doch Garner verrennt sich in seine eigenen Vermutungen. Ein wirklich guter Krimi: Kanada, Indigene Stämme , Prepper , Verschwörungstheorien – Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Endzeit von Frauke Buchholz