Direkt zum Hauptbereich

Nacht der Verräter von Horst Eckert - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing





Nacht der Verräter 


von Horst Eckert


Anfang: 
Drei Tage vor ihrem Verschwinden machte seine Frau eine Bemerkung, die Max Bauer danach noch mehrfach durch den Kopf gehen würde.


Polizist Max Bauer fällt aus allen Wolken, als während einer Familienfeier mit Grillen am helllichten Tag seine Frau Julia spurlos verschwindet. Sie sind noch nicht lange verheiratet. Sie machte seit ihrem Kennenlernen ein Geheimnis um ihre Vergangenheit, was er respektiert hatte. Ihre Liebe half ihm aus einer Krise nach einem traumatischen Einsatz, bei dem er schwer verletzt wurde, seine Kollegin und ein Feuerwehrmann getötet wurden. Wo soll er bei seiner Suche nun ansetzen? Er weiß nichts über seine Frau! Doch sie würde nicht grundlos verschwinden und ihre Tochter zurücklassen.

Eine verkokste Familie

Zugleich konfrontieren Kollegen der Kripo Max mit dem Vorwurf, er sei als Drogenkurier für seinen Onkel unterwegs. Sind sein Onkel und seine Brüder, die auch Polizisten sind, in Kokainhandel verstrickt? Hatte man ihn benutzt, als er aus Gefälligkeit auf der Rückreise des Urlaubs für seinen Onkel eine Lautsprecherbox für das Musikgeschäft aus den Niederlanden mitbrachte? Von Max wird nun verlangt, seine Familie zu bespitzeln, anderenfalls würde man ihn als Mittäter verfolgen. Letztendlich ist es nicht die Blutsfamilie, denn die zweite Frau seines Vaters hatte seine «Brüder» mit in die Ehe gebracht. Er kann es nicht fassen! Seine Familie im Kokaingeschäft und obendrein wollen sie sich auch noch mit einem großen Kartell anlegen! Wahnsinn, denkt Max. Und seine Frau? Wo steckt sie? Zu allem Unglück versucht jemand seine Tochter zu entführen. Wird er seine Familie verraten?

Wo will der Autor hin mit der Geschichte?

Ein spannender Thriller, keine Frage, nette Unterhaltung. Ich habe Horst Eckert immer gern gelesen. Aber seit er bei Heyne ist, hat er für meine Begriffe den Stil gewechselt. Alles ist oberflächlich. Aus der Melia/Vincent-Reihe hatte ich mich bereits ausgeklinkt, das da sie mir inhaltlich zu flau war und letztendlich immer auf dem gleichen Thema herumgeritten wurde. Back to the Roots. Genau darum habe ich mich auf diesen Band gefreut. Ich war recht enttäuscht, denn mir war sofort klar, warum Ehefrau Julia von einer Minute zur anderen verschwindet. Sie hat jemanden gesehen, der sie auffliegen lassen könnte. Die Frau ohne Vergangenheit – na klar, sie steht im Zeugenschutz. Und darauf kommt der Polizist erst, als man ihm das mitteilt? Die Tochter wird immer als «kleine Engel» bezeichnet. Einmal, zweimal, na gut – aber immer, das macht kribbelig. Und kaum ist die Frau verschwunden, bandelt Max mit der Nachbarin an; wo er doch seine Frau so innig liebt! Och nee. Muss man die Familie so konstruieren, damit Max nicht die Blutsverwandtschaft ans Messer liefern muss? Irgendwie fragt man sich, wo will der Autor hin mit der Geschichte, außer Actionszenen schreiben? Denn Max weiß es nicht so genau. 

Gute Unterhaltung - mehr leider nicht

Was wollte uns Horst Eckert mit diesem Buch sagen? Dass kleine Drogendealer sich unterschätzen und die Kartelle nicht zimperlich sind? Das haben wir 100 Mal gelesen, im Film gesehen. Der Autor hat früher interessante Polit-Thriller geschrieben. Wenn ich nicht gewusst hätte, von wem dieses Buch ist, wäre ich niemals auf Horst Eckert gekommen, eher auf das Erstlingswerk eines Newcomers. Der Roman ist schlicht gute Unterhaltung, man kann sich den Stoff gut verfilmt vorstellen mit deftigen Actionszenen. Eben dieser Bond-Stoff mit Krawumm – unglaubwürdig vom Inhalt. Auch die Figurentiefe lässt zu wünschen übrig. Ein bisschen Liebe dazwischen, ein kitschiges Ende. Fehlt eigentlich nur die Actionszene am Anfang – da könnte man die Rückblende verwenden, wie Max im Dienst schwer verletzt wurde. Kann man gut lesen – aber ich hatte mehr erwartet. Früher hatte Horst Eckert inhaltlich immer viel zu sagen - ich hoffe immer noch, dass seine gute Recherche zu politischen Themen zurückkehrt.  Kurze Kapitel, Cliffhanger, die Schrift so groß, dass man ohne Lesebrille zurechtkommt, Leerseiten zwischen Kapiteln, so kommt man auf 400 Seiten.


Horst Eckert, 1959 in Weiden/Oberpfalz geboren, lebt seit vielen Jahren in Düsseldorf. Er arbeitete fünfzehn Jahre als Fernsehjournalist, u.a. für die »Tagesschau«. 1995 erschien sein Debüt »Annas Erbe«. Seine Romane gelten als »im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit« (Deutschlandfunk). Sie wurden unter anderem mit dem Marlowe-Preis und dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet und ins Französische, Niederländische und Tschechische übersetzt.



Horst Eckert
Nacht der Verräter 
Thriller, Kriminalliteratur
Broschiert, 400 Seiten
Heyne Verlag, 2025








Die Stunde der Wut von Horst Eckert

Klara Dorau, die Tochter eines bekannten Psychiaters wurde durch Messerstiche getötet und ihr Freund Miran Alver ist spurlos verschwunden. Alles sieht zunächst nach einer Beziehungstat aus. Eine Mordkommission wird gegründet und Vincent Veith stellt ein Team zusammen. Seine Vorgesetzte, Melia Adan, sucht immer noch obsessiv nach Beweisen, dass ihre verschollene Kollegin ermordet wurde, ahnt sogar, unter welchem Beton sie liegt. Ein echter Pageturner, hier geht es Schlag auf Schlag von Cliffhanger zu Clipphanger mit riesigem Personalaufwand. Ein absolut spannender Polizeikrimi – die neue Melia und Vincent-Reihe kommt für mich jedoch an die alten Politthriller des Autors nicht mehr heran. 

Weiter zur Rezension:   Die Stunde der Wut von Horst Eckert


Im Namen der Lüge von Horst Eckert

Linke Terroristen, rechte Terroristen ein Verwirrspiel – mitten drin der Geheimdienst, der intern Geheimnisse verbirgt, sich gegenseitig überwacht – selbst mitmischt. Was ist die Wahrheit? Der Thriller beginnt mit dem Überfall von drei Ex-Terroristen auf einen Geldtransporter – die RAF-Rentnergeneration, die sich bisher im Untergrund versteckt halten konnte. Brauchen Sie die Gelder aus ihren Überfällen lediglich zum Überleben oder wollen sie sich wieder organisieren mit einer neuen Generation? Melia-Khalid vom Geheimdienst ermittelt. Im nächsten Kapitel steigen wir in die rechte Szene ein. Polizeieinsatz  im Reichsbürger-Milieu. Eine Frau hat die Polizei gerufen, ihr Mann habe aus Eifersucht einen Mitbewohner ermordet.

Weiter zur Rezension:    Im Namen der Lüge von Horst Eckert


Im Namen der Lüge von Horst Eckert


Interview mit Horst Eckert: Interview mit Horst Eckert


© Horst Eckert

Wie ich zum politischen Krimi kam 


Horst Eckert hat mir einen sehr persönlichen Text geschrieben. Er ist ein bekannter Krimiautor des Genre «Politkrimi». Warum hat er dieses Genre gewählt? Folgendes sagt er dazu:
Die Erzählung eines Mordfalls wirft ein Licht in die Abgründe des Menschen und der Gesellschaft. Mich interessieren die Mechanismen unseres Zusammenlebens. Mit dem Märchen vom guten Kommissar, der den bösen Unhold schnappt und dadurch die Welt wieder in Ordnung bringt, kann ich nicht viel anfangen. Die Welt war vor dem Delikt nicht in Ordnung, und sie ist es auch hinterher nicht. Das Schreiben ist für mich immer auch ein Nachdenken über unser Mit- und Gegeneinander.
Neugierig? Hier geht es weiter zum Text:    Wie ich zum politischen Krimi kam




Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Doppeltes Spiel von K.L. Slater

  Ein luxuriöser Wolkenkratzer mit dem Namen Orbit, in dem die Reichsten der Reichen zusammenkommen: hier arbeitet die attraktive Alicia als Kellnerin. Als der charismatische Eigentümer des Orbit ihr das Angebot macht seine Freundin zu spielen und dafür ein großzügiges Gehalt zu erhalten, in seinem riesigen Apartment im Orbit zu wohnen, nimmt sie an. Immerhin ist es nur ein Spiel, denn er braucht eine Begleitung, will sich vor den vielen Frauen schützen … bis das Spiel plötzlich mehr zu sein scheint. Langweilig, uninteressant, voller Klischees, sprachlich kraftlos – mehr muss ich nicht sagen.  Weiter zur Rezension:   Doppeltes Spiel von K.L. Slater 

Rezension - Königin der Nacht – Ein kurzes Buch über meine Mutter von Lukas Bärfuss

Nach «Vaters  Kiste» hat Lukas Bärfuss nun in einem autobiografischen Essay mit dem Leben seiner Mutter abgerechnet. «Eine Mutter ist, was man nicht loswird. Auch nicht mit dem Tod.» 1971 in Thun geboren, die Mutter wohnt eher allein mit ihrem Sohn, bzw. mit vielen Männern. Lukas Bärfuss wächst im Rotlichtmilleu auf; seine Mutter war eine Frau ohne Bildung, die von ihrem Freiheitsverlangen getrieben wurde, in das der Sohn nicht hineinpasste. Tagsüber reinigte sie in einem Autohaus die Wagen, die aus der Reparatur kamen, am Abend stand sie an einer Rotlicht-Bar. Als sie älter war, arbeitete sie als Putzfrau und in einer Wäscherei. Der Junge war nie gewollt, so wurde er auch behandelt – als Rabenmutter titulierte sie sich sogar selbst. Eine Mutter, die ihn hat sitzen lassen in seiner Kindheit und ein System, das dieses Kind hängenließ. Ein wundervolles Buch, schnörkellos geschrieben, das sehr zu Herzen geht. Weiter zur Rezension:    Königin der Nacht – Ein kurzes Buch ...

Rezension - Generation Glücklich: Dein Handbuch für mehr Spaß und Freiheit in einer Welt voller Bildschirme von Jonathan Haidt und Catherine Price

Stell dir vor, du wächst auf in einer Welt voller Smartphones , Likes und endlosem Scrollen, als wäre das Handy an der Hand festgewachsen. Das Handy ist das Erste, was du morgens, und das Letzte, was du abends anschaust – ganz schön viel für ein Kind, oder? «Generation Glücklich» richtet sich an Kinder zwischen 9 und 12 Jahren, die genau in dieser Welt ihren eigenen Platz finden wollen – ohne sich dabei virtuell selbst zu verlieren. Medienkompetenz , Selbstsicherheit, Selbstständigkeit im Umgang mit Medien – Fallstricke kennenlernen, Mechanismen auf Social Media verstehen an Hand von Comics und Übungen. Zu verstehen, wie Social Media funktioniert und wie sie das Gehirn verändert . Empfehlung!  Weiter zur Rezension:     Generation Glücklich: Dein Handbuch für mehr Spaß und Freiheit in einer Welt voller Bildschirme von Jonathan Haidt und Catherine Price

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Recherche - Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton

  Die 12-jährige Bo Delafort ist eine «Schlammschwalbe» – Menschen die an der Themse leben, arbeiten als Schlammsucher, sie graben im Schlamm nach kleinen Schätzen und Angeschwemmtem, was man verwerten kann. Als Bo eine schimmernde Münze im Schlamm des Flusses findet, meint sie, der Fluss würde mit ihr sprechen. «Du wirst nicht verlieren …» raunt er ihr zu. Aber was bedeuten die Worte? Eine insgesamt spannende Fantasy ab 12 Jahren mit Tiefgang. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton

Rezension - Simone von Nikolaus Heidelbach

  Wally und ihre Mutter gehen zum Babyschwimmen und lernen Simone kennen. Man findet sich sympathisch, und so wird das Flusspferd als Babysitter engagiert, wird die engste Vertraute von Wally. Bevor das Mädchen in die Schule kommt, keinen Babysitter mehr benötigt, begeben sich die beiden auf eine letzte abenteuerliche Flussreise . Sie erleben Wasserfälle , wilde Picknicks und ein fröhliches Schlammbad mit Simones Familie. Ein liebevoll, atmosphärisches Bilderbuch ab 4 Jahren, Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Simone von Nikolaus Heidelbach

Rezension - Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler

  Mischa und Nits sind beste Freunde. Mischa liebt die Poems von Nits. Und der bewundert Mischa, weil er schlau ist und ein wandelndes Lexikon über Tiere zu sein scheint. Lügen geht gar nicht, so Nits Überzeugung. Darum fragt er sich, warum Mischa dem Lehrer weismachen will, er hätte eine Chlorallergie, als der Schwimmunterricht beginnt – Nits erzählt er, die Badehose sei von Mäusen angefressen worden. Überhaupt scheint Mischa in Schwierigkeiten zu stecken – doch wohl eher sein Vater ... Nits betritt in dieser Familie plötzlich eine völlig andere Welt – die der Armut. Aber das ist ein Unterthema – Mischas Vater ist untergetaucht; Mischa und Nits werden ihn nicht im Stich lassen – aber das könnte gefährlich werden ... Spannung, Humor und ein wenig Tragik machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Meine Empfehlung ab 11 Jahren für diesen exzellenten Kinderroman.  Weiter zur Rezension:    Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler 

Rezension - Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie, Pascal Davoz und Callixte

Agatha Christie Classics Der Klassiker schlechthin! Der meistverkaufte Krimi von Agatha Christie als Grafic Novel . Zehn Menschen werden von einer Familie, die sie nicht kennen, aus unterschiedlichen Gründen auf eine kleine abgelegene Insel eingeladen. Entweder sollen sie dort arbeiten oder sich vergnügen. Einige von ihnen lernt der Lesende bereits auf der Anfahrt kennen. Acht Menschen treffen vergnügt im Hafen aufeinander, sechs Männer, zwei Frauen. Auf der Insel empfängt sie ein Dienerpärchen, von dem sie erfahren, der Gastgeber wird erst erst am nächsten Tag eintreffen. Doch gleich zum Begrüßungscocktail wird ihnen offenbart, wozu sie angereist sind: Alle Anwesenden werden sterben! Klasse umgesetzt als Comicadaption, Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Und dann gab’s keines mehr von Agatha Christie, Pascal Davoz und Callixte 

Rezension - Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan
 von Alex T.
 Smith

  Kennst du den Grumpel? Und seinen furchtbar fiesen Weihnachtsplan? Und weißt du von der fürchterlichen Sache, die am Weihnachtsabend am Nordpol passiert ist? Vielleicht sollte ich dir davon erzählen ... Wer ist eigentlich dieser Grumpel? Ein zottliger Typ, stets, grantig, eben unausstehlich – ein Kerl, der sich nicht benehmen kann. Die Leute verstummen und ziehen die Schultern ein, wenn er den Laden betritt. Und er hat eine lange Liste von Dingen, die er nicht mag. Sein Plan, Weihnachten zu vernichten, wird umgesetzt. Er reist zum Nordpol, um Weihnachten zu verhindern! Auf dem Weg dorthin begegnen ihm nette Wesen. Wird er seinen Plan verwirklichen? Spannende Weihnachtsgeschichte in 24 Kapiteln ab 6 Jahren – Allage.  Weiter zur Rezension:    Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan
 von Alex T.
 Smith

Rezension - Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling

  Gesprochen von Marc-Uwe Kling Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer, 6 Std. und 27 Min. Die Känguru-Werke, Band 5  Neues vom Känguru! Der Kinderbuchautor (Kleinkünstler Richtung Comedy im Zweitberuf ;-) ), Marc-Uwe Kling und das Känguru rebellieren: bissig, politisch und brandaktuell. Scharfzüngiger Humor, pointierte Gesellschaftskritik und jede Menge Lacher mit dem Aufruf zur Rebellion. Scharf auf die aktuelle Politik geschaut und analysiert – Comedy mit Niveau und mit Haltung. Empfehlung! Weiter zum Verlag:    Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling