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Rezension - Ich will Erster sein von Richard Byrne

Ein Bilderbuch für die Kleinen – aber nicht nur das – es ist ein Mitmachbuch. Die Kleinen sind immer die Dummen, müssen sich hinten anstellen. So geht auch Eli, dem kleinen Elefanten. Die Kinder können Eli helfen, seinen Plan umzusetzen, zischeln, rufen, gefährlich brüllen ... Weiter zur Rezension:    Ich will Erster sein von Richard Byrne

Rezension - Das größere Verbrechen von Anne Goldmann

Kriminell wird es hier; moralisch auf vielen Ebenen und natürlich auch polizeirelevant. Man fragt sich am Ende, welches war nun das größte Verbrechen und welches hat ein anderes ausgelöst? Wonach klingt das? Nach Familiendrama – gleich zwei, oder sagt man besser drei und auf eine gewisse Art und Weise ist alles miteinander verknüpft – Frauenschicksale. Allzu viel will ich nicht verraten, denn der Roman ist spannend auf vielen Ebenen. Aber vor allem ist er eins: Absolut klasse geschrieben! Nicht ausschließlich Frauenliteratur. Weiter zur Rezension:    Das größere Verbrechen von Anne Goldmann

Rezension - Wallace von Anselm Oelze

Ein Roman zur Rehabilitierung des Forschers Alfred Russel Wallace, der Seite an Seite mit Charles Darwin stehen sollte – nach Meinung des Museumswärters Albrecht Bromberg, der zufällig auf den fast vergessenen Naturforscher Alfred Russel Wallace stößt und sich für dessen Geschichte zu interessieren beginnt. In einem Strang des Romans begegnen wir dem bärtigen Mann (Wallace) auf seinen Forschungsreisen, seiner Theorie des Artenwandels, und im zweiten Strang versucht Bromberg, ihn aus der Vergessenheit zu katapultieren, ihn neben Darwin als Mitbegründer der Evolutionstheorie zu nennen. Und wie war das noch mal mit dieser Theorie? Der Stärkere setzt sich durch … Weiter zur Rezension:    Wallace von Anselm Oelze

Abbruch - Tod am Taj Mahal von Manuel Vermeer

Ich wollte dem Buch eine Chance geben, obwohl die Sprache mir von der ersten Seite an nicht gefiel - aber bei Seite 102 war Schluss. Mich hatte das Thema interessiert, das große Geschäft mit Sand, denn die vielen Betonbauten schlucken Sand, der auf der Welt immer rarer wird. Sandmafia – ein gutes Thema, so freute ich mich. Sprachlich nicht ansprechend, und obendrauf konnte ich inhaltlich dem Ganzen leider nicht mehr folgen. Die deutsche Hydroingenieurin Cora Remy ist beruflich in Indien und will bei der Gelegenheit ihren Freund Ganesh besuchen, der derzeit neben dem Taj Mahal arbeitet. Vom Flughafen wird sie allerdings nicht von ihm abgeholt, lediglich von dessen Freund Anshu, der erzählt, er sei eigentlich nur der Chauffeur, weil Ganesh kein Auto besitze. Schon am letzten Abend sei er mit dem Freund verabredet gewesen, der nicht zu erreichen sei. Ganesh habe etwas herausgefunden über illegalen Sandhandel, sei bedroht worden, mehr wisse er auch nicht. Cora will ihn...

Rezension - Der Mond und die Feuer von Cesare Pavese

Cesare Pavese, der bekannte piemontesische Romancier, wichtiger Vertreter des Neorealismo, ist nun in einer zeitgemäßen Neuübersetzung wiederaufgelegt worden. Der Icherzähler, Anguilla, ist ein Findelkind, aufgewachsen auf einem Bauernhof im Dorf Gaminella in den Hügeln des Langhe, zwischen Haselnusssträucher und Weinbergen des Barolo. Nach zwanzig Jahren kehrt aus den USA zurück an den Ort seiner Kindheit. Weiter zur Rezension:    Der Mond und die Feuer von Cesare Pavese

Rezension - Die Söhne der Winde von Gioacchino Criaco

Nach » Schwarze Seelen « ist dies wieder ein großartiger Roman von Gioacchino Criaco über das Dorf Africo in Kalabrien, hinter dem Aspromonte-Gebirge am Jonischen Meer, das so speziell ist. Es ist eine Hommage an die Mütter der Söhne der Winde, die für ein paar Lire zur Jasminernte die ganze Nacht auf den Feldern standen, sich täglich abrackerten, die Kinder durchzubringen, deren Väter auf die ganze Welt verteilt waren. Ein Noir-Roman über das Mezzogiorno, über Armut, Mafia und die ´Ndrangheta, über einen Staat, der seine Bürger im Stich lässt, über den »Moti di Reggio«, einen Aufstand von Müttern und Jugendlichen. Weiter zur Rezension:    Die Söhne der Winde von Gioacchino Criaco

Rezension - Wo Rauch ist von Gudrun Lerchbaum

Der türkische Journalist, Can Toprak, der in Wien wohnt, ist tot. Olga Schattenberg glaubt, dass ihr Ex-Mann ermordet wurde. Die Polizei hält das für ein Hirngespinst und so muss die Rollstuhlfahrerin, die an Multipler Sklerose erkrankt ist, selbst ermitteln. Der Buchhändlerin zur Hand gehen Kiki, die bereits wegen Totschlags eingesessen hat und deren Ex-Mann, Adrian Roth, Grabredner von Beruf, der nicht nur von Berufs wegen alles schönredet. In Gudrun Lerchbaums Romanen wird es wie immer politisch. Fein gezeichnete Charaktere machen den Krimi liebenswert. Weiter zur Rezension:    Wo Rauch ist von Gudrun Lerchbaum

Rezension - Ein Winter in Paris von Jean-Philippe Blondel

Ein französischer Roman über das Schulsystem der Eliten in Frankreich. Geruhsam, unaufgeregt blickt der Icherzähler, der aus einfachen Verhältnissen stammt, auf seine Vorbereitungsklasse zurück, die berüchtigte »Concours« eines Lycées, die man bestehen muss, um an eine École supérieure zu gelangen, um zur Aufnahmeprüfung einer Eliteuni zugelassen zu werden. Man sieht und hört, woher er kommt und so nehmen ihn die Söhne und Töchter der höheren Gesellschaft nicht wahr. Bis ein Ereignis alle aufrüttelt. Weiter zur Rezension:    Ein Winter in Paris von Jean-Philippe Blondel

Rezension - Troll von Michal Hvorecky

Eine böse Satire, eine Dystopie, auf das Trolling, geschrieben 2015 – und war das zu der Zeit nicht eher Science Fiction? Was hier satirisch aufgelegt wird, ist heute fast Realität. Thema sind Trollfestungen – nicht die bei Tolkin – sondern jene Gruppen, die per Falschmeldungen die Meinung von Menschen beeinflussen wollen. Nachrichten und Meinungen kommen heute zum größten Teil aus dem Netz und unter den News finden wir jede Menge Fakenews. Trolle, die im Sekundentakt Lügen verbreiten, haben Erfolg, wenn sie Lügen so gut verpacken, dass sie möglich sind. Weiter zur Rezension:     Troll von Michal Hvorecky

Rezension - Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens von Oliver Bottini

Sprecher: Wolfgang Wagner  ungekürzte Hörbuch-Fassung, Spieldauer: 11 Std. und 53 Min. Oliver Bottini ist für mich der beste Thriller- und Krimi-Schriftsteller aus Deutschland und auch mit diesem Krimi hat er mich wieder voll überzeugt. Er schreibt nicht schlicht eine Geschichte - hinter jedem Buch steckt ein gewaltiges gesellschaftliches Problem, meist eins, das man vorher gar nicht so wahrgenommen hatte. In diesem Krimi geht es um Landgrabbing – der Aufkauf von Ackern durch Agrargesellschaften. Ergebnis: Ausbeutung der Erde, Zerstörung der Natur, Arbeitslosigkeit, Landflucht. Prenzlin und Neuprenzlin – Mecklenburg Vorpommern und ein Agrarbetrieb in Rumänien in Temeswar … Weiter zur Rezension:    Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens von Oliver Bottini