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Wer schläft, wer wacht in der Nacht? - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Wer schläft, wer wacht in der Nacht? 


von Beatrix Mannel, Karolina Benz

Warum Giraffen eingeklappt schlafen und Kraken nicht schnarchen
Tierische Schlafzimmer und Träume im Flug


Wir Menschen schlafen tief und fest im Bett, Erwachsene sollten acht Stunden schlafen, Kinder viel mehr. Aber wie sieht es bei den Tieren aus? Können Tiere auch träumen? Und schlafen eigentlich alle Lebewesen? Warum sind manche Tiere in der Nacht munter und andere nicht? Warum können einige Tiere es sich leisten tief zu schlafen? Andere ruhen nur im Halbschlaf, immer auf dem Sprung.



In wunderschönen nächtlichen Blautönungen tasten wir uns an einige Tiere heran. Gartenkreuzspinne, Luchs, Uhu, Biber als heimische Tiere; Elefant, Giraffe, Koboldmaki, Tiger auf dem Land; Fregattenvogel; im Wasser begegnen wir Flusspferd, Krake, Meeresschildkröte. Aber zunächst erfahren wir einige Fakten über den Schlaf und warum wir schlafen müssen. 



Es beginnt mit den Elefanten und wir erfahren einige interessante Dinge über sie. Z.B. wie wichtig ihr Rüssel ist, wie weit sie täglich laufen, dass sie mit den Füßen hören können. Sie schlafen nur zwei Stunden. Wir erfahren Informatives über die Gartenkreuzspinne und den Luchs. Wusstest du, dass der Pottwal senkrecht schläft? Der Uhu ist ein Nachttier, aber wusstest du, dass ein Flusspferd ein Langschläfer ist und das noch am Tag? Auch die Giraffe ist ein hochinteressantes Säugetier: In der Nacht kann es für sie gefährlich werden – auch beim Trinken. Und warum hat sie eigentlich so einen langen Hals? Der Kobaldmaki hat riesige Augen, und jedes wiegt so viel wie sein Gehirn. Warum ist das so? Er kuschelt gern beim Schlafen mit seinen Artgenossen. Und es gibt Tiere, die können beim Fliegen schlafen und träumen.



Wissenswerte, kuriose und erstaunliche Fakten rund um das Thema Tier, Schlafen und Träumen. Die Ölbilder von Karolina Benz in blau-grün-schwarzen Tönungen sind hervorragend. Teils geben sie einen fotografischen Eindruck wieder. Und wenn man dieses Buch am Abend liest, fühlt man sich gut in die Nacht begleitet, denn eindrucksvoller als in diesem liebevollen Kindersachbuch kann man die Dunkelheit kaum wiedergeben. Der Rotfuchs Verlag empfiehlt ein Lesealter ab 8 Jahren, das passt, obwohl interessierte Kinder sicher ab Schulalter Spaß mit dem Buch haben werden. Empfehlung!


Beatrix Mannel arbeitete nach dem Abschluss ihres Theater- und Sprachwissenschaftenstudiums erst als Redakteurin und später als Autorin für Fernsehsender, Produktionsfirmen und das Radio. Heute schreibt sie Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Ihre Begeisterung für das Schreiben gibt sie auch in ihren Workshops weiter. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in München.

Die Illustratorin und Autorin Karolina Benz zog von München nach Hamburg, um an der HAW Illustration zu studieren. Nach einem Abstecher an die Akademie der bildenden Künste in Wien zog sie mit ihrem Freund in die Berge. Wenn sie nicht gerade malt oder im Bücherregal sitzt, spaziert sie durch den Wald und beobachtet Pflanzen beim Wachsen. 2020 wurde ihr Bilderbuch »Der blaue Fuchs« mit dem Mannheimer Bilderbuchpreis ausgezeichnet.



Beatrix Mannel, Karolina Benz
Wer schläft, wer wacht in der Nacht?
Warum Giraffen eingeklappt schlafen und Kraken nicht schnarchen
Kinderbuch, Kindersachbuch, Sachbilderbuch, Natur, Schlaf, Tiere, Kinder- und Jugendliteratur
Hardcover, 64 Seiten
Rotfuchs Verlag, Rowohlt 
Empfohlenes Alter: ab 8 Jahren



Kinder- und Jugendbücher zum Thema Natur

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Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! Hier geht es zu den Rezensionen.

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