Direkt zum Hauptbereich

Rezension - Fiese Viecher? von Véro Mischitz und Claudia Gotthardt

Rezension

von Sabine Ibing



Fiese Viecher? 


von Véro Mischitz und Claudia Gotthardt

Von wegen! Viel mehr nützliche und tolle Tierchen


Fiese Ratten, Tauben als Ratten der Lüfte ... Sind diese Tiere fies und dreckig, oder übertragen sie Krankheiten? Jetzt wird aufgeräumt mit Vorurteilen gegen Tiere! In diesem Sachbilderbuch kann man alles nachlesen, was Ratten, Kröten oder Wölfen nachgesagt wird. Wer die Wahrheit wissen will, dreht einfach das Buch um 180 Grad: Fake News aufdecken – der Faktencheck befindet sich auf der anderen Seite. 




«Jeder Mensch verschluckt im Schlaf 8 Spinnen pro Jahr und Wespen stechen aus reiner Bosheit.» Was für ein Blödsinn! Wir beginnen mit der Wespe – die ja ein Vegetarier ist. Aber, wir jetzt mancher sagen, die stehen doch im Frühjahr und Anfang des Sommers auf unser Grillfleisch! Stimmt, denn damit füttern sie ihre Larven. Es gibt interessante Infos über das Insekt, das übrigens nur sticht, wenn es sich bedroht fühlt, ein Tier, das wichtig für die Bestäubung der Blüten ist. Ich mag Spinnen! Denn sie halten mir die Viecher vom Hals, die ich nicht in der Wohnung haben möchte: Mücken, Fliegen ... Und nachts verschlucken wir garantiert keine Spinnen. Wie sieht es mit den Tauben aus? Böse Wölfe, Hornissen, Schaben, Haie, Ratten, Füchse; oder Kneifer, die angeblich in Ohren kriechen? Wir erfahren, warum die Tierchen Ohrenkneifer heißen, wie wichtig sie sind und wie wir sie genau aus diesem Grund und unseren Garten locken sollten. Das ist schnell gebaut. Ist die Elster wirklich ein diebischer Vogel?



Wissenswertes um «fiese Viecher», die gar nicht so abscheulich sind, wie manch einer denkt. Links auf der Doppelseite eine «fiese» Illustration, passend zur vorgefassten Meinung. Rechts – bitte wenden – gibt es eine positive Grafik zu diesem Tier, die mit Fakten belegt ist. Warum stimmt diese Behauptung nicht, und woher mag dieses Vorurteil wohl stammen? Informatives, manchmal erstaunliches Wissen um diese Tiere wird kindgerecht präsentiert. Claudia Gotthardt hat die Grafiken für dieses Kindersachbuch gestaltet. Die digitalen Illustrationen die sind witzig-spritzig! Allein dafür lohnt es sich bereits, dieses Kinderbuch anzuschauen. Im Comic-Stil und farbenfroh blicken uns die Tiere entgegen. Der Kosmos Verlag gibt eine Altersempfehlung ab 5 Jahren. Das ist für mich passend. Empfehlung!



Veronika „Véro“ Mischitz ist Diplom-Biologin, freischaffende Illustratorin und Comiczeichnerin. Sie zeichnet regelmäßig für den Helmholtz-Wissenschaftscomic „Klar Soweit?“ und als Autorin bei KOSMOS. Ihr Herz für Vögel entdeckte sie bereits während des Studiums, als sie auf einer Feldstation in Norwegen viel Zeit mit vogelbegeisterten Freunden und Kollegen verbrachte. Die Faszination für Insekten entdeckte sie bereits in Kindertagen.


Claudia Gotthardt hat an der HAW Hamburg Illustration & Kommunikationsdesign studiert. Sie lebt und arbeitet als freiberufliche Illustratorin für Agenturen, Firmen, Verlage und Privatkunden im hamburger Westen. Ihre Schwerpunkte sind Illustrationen für Kinder, Icons und Verpackungsillustrationen, ebenso wie die Gestaltung von Seminarhandouts und Anwendungspiktogrammen. Ihr Fokus liegt in der digitalen Illustration, sowohl in der digitalen Malerei mit dem Grafiktablet, als auch in der Umsetzung von hochwertigen Vektorgrafiken.



Véro Mischitz, Claudia Gotthardt 
Fiese Viecher? 
Von wegen! Viel mehr nützliche und tolle Tierchen
Bilderbuch, Kinderbuch, Bildersachbuch, Kindersachbuch, Natur, Biologie
Hardcover, Wendebuch, 40 Seiten, 247 x 198 mm
Kosmos Verlag, 2021
Altersempfehlung: ab 5 Jahren




Kinder- und Jugendbücher zum Thema Natur

Die Natur fasziniert uns jeden Tag auf Neue. Es gibt so viel zu lernen. Pflanzen, Tiere, Landschaften. Viele Orte, Pflanzen oder Tiere werden wir nie kennenlernen. Aber zum Glück gibt es Bücher, die uns die Schönheiten und Besonderheiten unserer Welt erklären und zeigen. Hier meine Tipps zu Kinder- und Jugendbüchern, die sich mit der Natur beschäftigen:   Kinder- und Jugendbücher zum Thema Natur



Kinder- und Jugendliteratur

Kinder- und Jugendliteratur hat mich immer interessiert. Selbst seit der Kindheit eine Leseratte, hat mich auch die Literatur für Kinder nie verlassen. Interesse privat, später als Pädagogin, als Leserin, als Mutter oder Oma. Kinder- und Jugendbücher kann man immer lesen! Hier geht es zu den Rezensionen.
Kinder- und Jugendliteratur

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Rezension - Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

  Offene Antworten auf deine Fragen zu Liebe, Lust und Pubertät Ein Aufklärungsbuch, das locker Fragen beantwortet und kurze Erfahrungsberichte von jungen Menschen einstreut, das alles mit knalligen Illustrationen unterlegt. Du bist, wie du bist, und du bist, wie du bist okay. Das Jugendbuch erklärt, stellt Fragen. Die Lust im Kopf, genießen mit allen Sinnen; was verändert sich am Körper in der Pubertät?, die Vagina, die Monatsblutung, der Penis, Solosex, LGBTQIA, verliebt sein, wo beginnt Sex?, Einvernehmlichkeit, wie geht Sex?, Verhütung, Krankheiten, Sextoys – das Buch spart nichts aus. Informieren, anstatt tabuisieren! Locker und sensibel werden alle Themenfelder sachlich vorgestellt. Prima Antwort auf offene Fragen; ab 11 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Sex in echt von Nadine Beck, Rosa Schilling und Sandra Bayer

Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada

Am 08.11.2019 war ich zu einer Mischung aus Lesung und Definition des Begriffs Kriminalliteratur in St. Gallen in der Wyborada zu Gast, im Literaturhaus & Bibliothek in St. Gallen in der Frauenbibliothek und Fonothek Wyborada. Else Laudan sprach zum Thema Kriminalliteratur, erzählte ihren Weg mit ihrem freien Verlag Ariadne, ein Verlag, der ausschließlich literarische Kriminalliteratur von Frauen veröffentlicht. Weiter zum Artikel:    Was ist eigentlich Kriminalliteratur? - Ein Abend mit Else Laudan in der Wyborada 

Rezension - Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler

  Mischa und Nits sind beste Freunde. Mischa liebt die Poems von Nits. Und der bewundert Mischa, weil er schlau ist und ein wandelndes Lexikon über Tiere zu sein scheint. Lügen geht gar nicht, so Nits Überzeugung. Darum fragt er sich, warum Mischa dem Lehrer weismachen will, er hätte eine Chlorallergie, als der Schwimmunterricht beginnt – Nits erzählt er, die Badehose sei von Mäusen angefressen worden. Überhaupt scheint Mischa in Schwierigkeiten zu stecken – doch wohl eher sein Vater ... Nits betritt in dieser Familie plötzlich eine völlig andere Welt – die der Armut. Aber das ist ein Unterthema – Mischas Vater ist untergetaucht; Mischa und Nits werden ihn nicht im Stich lassen – aber das könnte gefährlich werden ... Spannung, Humor und ein wenig Tragik machen das Buch zu einem Leseerlebnis. Meine Empfehlung ab 11 Jahren für diesen exzellenten Kinderroman.  Weiter zur Rezension:    Feuerwanzen lügen nicht von Stefanie Höfler 

Rezension - Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi

Die kleine Spitzmaus lebt ganz allein ein ziemlich strukturiertes Leben, funktioniert wie ein Uhrwerk. Jeden Morgen dieselben Rituale: Frühstück, ab zur Arbeit, wo die fleißige Angestellte ihren Job macht. Vom Morgen bis zum Abend ein strenger Zeitplan. Es gibt nur wenig Abwechselung. Die Maus ist mit diesem Leben zufrieden, lebt im Einklang mit ihrem Rhythmus. Die Geschichte beschreibt die japanische Lebensphilosophie Ikigai , die das Glück im Kleinen sucht und findet. Bilderbuch ab 5 Jahren, Empfehlung. Weiter zur Rezension:    Die kleine Spitzmaus von Akiko Miyakoshi 

Rezension - Chronisch gesund statt chronisch krank von Dr. med. Bernhard Dickreiter

Von der Schulmedizin bis heute ignoriert: Die wahren Ursachen der chronischen Zivilisationskrankheiten – und was man dagegen tun kann Noch nie hat es so viele chronisch Kranke gegeben wie heute: Arthrose, Diabetes, Alzheimer, Rückenleiden, Krebs, Burnout usw. Der Internist, Reha-Experte und Ganzheitsmediziner Dr. med. Bernhard Dickreiter ist überzeugt, dass diese Patienten selbst aktiv etwas dagegen unternehmen können. Sein Standpunkt: Wir müssen alles dafür tun, damit es den Zellen in unserem Organismus gut geht. Jede Zelle ist von einer organtypischen Umgebung eingeschlossen, in die sogenannte extrazelluläre Matrix (EZM). Dort zieht die Zelle ihre Nährstoffe, den Sauerstoff, und hier entsorgt sie ihre Abfallstoffe. Ist die Zellumgebung nicht gesund, werden wir krank. Die Schulmedizin bekämpft meist nur Symptome: Schmerzen – Schmerztablette. Die Ursachen werden oft nicht hinterfragt, bzw. operabel versucht zu beheben: neues Knie, neue Hüfte usw. Dickreiter geht ganzheitlich vor. ...

Rezension - Was uns Angst macht: Bilderbuch von Fran Pintadera und Ana Sender

  Wie man die Angst loswird, indem man sie annimmt - ein zartes Bilderbuch, das zum gemeinsamen Gespräch über Angst als Teil des Lebens einlädt. Der Vater erklärt, dass wir alle manchmal Angst haben. Zum Beispiel vor dem, was wir nicht kennen, oder vor dem Alleinsein, vor der Dunkelheit, in Höhen …Angst umgiebt uns, wir müssen nur lernen, damit umzugehen. Klasse Bilderbuch ab 4 Jahren, das zu Gesprächen anregt.  Weiter zur Rezension:   Was uns Angst macht: Bilderbuch von Fran Pintadera und Ana Sender

Rezension - Asa von Zoran Drvenkar

  Gesprochen von Uve Teschner Ungekürztes Hörbuch, Spieldauer 18 Std. und 18 Min. Entweder du bist der Jäger, oder du bist die Beute! Du hast es in der Hand. Sechs Jahre hat Asa im Gefängnis gesessen, sechs Jahre konnten sie nachts ruhiger schlafen. Sechs Jahre mussten sie nicht nervös über ihre Schultern blicken. Aber jetzt ist sie frei und sie wird Rache nehmen. Asa will die Tradition der Dörfer zerstören, die das Leben einer Gemeinschaft seit hundert Jahren beherrscht und zum Tod unzähliger Unschuldiger geführt hat. Eine Tradition, die aus Menschen Monster macht. Bei ihrem Kampf findet Asa loyale Verbündete, erfährt niederträchtigen Verrat, trifft auf mächtige Gegner und stellt sich schließlich ihrem größten Feind - ihrer eigenen Familie. Klasse Noir-Thriller ! Weiter zur Rezension:    Asa von Zoran Drvenkar

Rezension - Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

  Der Sommer, in dem Motte ein U-Boot fand, fing ziemlich normal an. Langweilig sogar. Doch auf einmal liegt das Schicksal der ganzen Stadt in ihren Händen. Es sind Ferien, aber Mottes Mutter muss arbeiten, einen Urlaub könnten sie sich nicht leisten. Sie ist als Personalcoach unterwegs: Mode, Schminke, Sport, Gesundheit, Ernährung. Und genau das interessiert Motte so gar nicht. Am Kai zeigt ihr Lukas das Metallfischen – ein perfektes Hobby für Motte, die neben schwarzer Kleidung das Unperfekte an Dingen liebt. Sie kauft sich einen Magneten zum Metallangeln. Vielleicht kann man sich etwas verdienen, wenn man Altmetall zur Altmetallhändlerin bringt; sie sammelt ihre ersten Schätze, die die Mutter eklig findet. Plötzlich hängt etwas ganz Großes an der Angel! Spannender Kinderroman ab 9/10 Jahren. Empfehlung! Weiter zur Rezension:   Motte und die Metallfischer von Sanne Rooseboom und Sophie Pluim

Rezension - Balaclava von Campbell Jefferys

  Mara, eine Polizistin aus Berlin ist jeden Tag mit Gewalt konfrontiert. Die meisten ihrer Kollegen sind diszipliniert, korrekt. Aber es gibt auch gewaltbereite Typen mit rechten Sprüchen, die sich feindlich gegenüber Ausländern und Frauen verhalten. Mara stammt allerdings aus Hamburg und so liegt es nahe, dass man sie undercover nach Hamburg sendet, damit sie sich unter die linken Gruppen mischt, herauszufinden, wer bei einer Demo den einen Polizisten ermordet hat. Mara hat das Video gesehen – der Polizist sackt zusammen, neben ihm ein junger Mann, dessen Gesicht mit einer Balaclava verdeckt ist. Mara hat ihn erkannt! Diese Augen gehören ihrem Bruder! Und der würde niemanden umbringen. Ein Thriller mit Potential, allerdings zu aufgeblasen, zu viele handwerkliche Fehler. Weiter zur Rezension:     Balaclava von Campbell Jefferys

Rezension - Und die Welt, sie fliegt hoch von Sarah Jäger

Es sind Sommerferien und alle Menschen sind draußen, sitzen im Eiscafé oder liegen im Freibad. Nur der vierzehnjährige Juri bleibt zu Hause, denn sein Lieblingsort ist sein Zimmer – hier fühlt er sich sicher. Doch dann erhält er eine Textnachricht von Ava. Die beiden kennen sich aus der Grundschule, hatten seit Jahren keinen Kontakt mehr. Ava würde liebend gern mit ihren Freunden im Schwimmbad sein. Doch sie hat Hausarrest. «Wegen so einer Sache», sagt sie. In Chats (Wohl WhatsApp ) tasten sie sich aneinander heran. Klasse Jugendroman ab 12 Jahren, in Form eines Chatdialogs, der sich mit Depression , sozialer Phobie beschäftigt. Empfehlung! Weiter zur Rezension:    Und die Welt, sie fliegt hoch von Sarah Jäger