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Noch mehr böse Blumen von Klaudia Blasl - Rezension

Rezension

von Sabine Ibing



Noch mehr böse Blumen 


von Klaudia Blasl

Fünfzehn giftige Pflanzenkrimis


Der Tod lauert in unseren Gartenbeeten: Eisenhut, Sauerklee, Lerchensporn, Fingerhut, Zaunrübe, Wandelröschen, rohe Bohnen, Aprikosenkerne oder Muskatnuss. Wenn hinterhältige Menschen mit miesen Absichten, sich Kenntnisse über fiese Pflanzen aneignen und mit botanischem Fingerspitzengefühl sich in die Giftküche begeben, dann wird der ein oder andere Zeitgenosse das Zeitliche segnen. Es kommt aber auch vor, dass einer unwissentlich sich selbst erledigt ... 


«Und weil auch aller schlechten Dinge drei waren, kamen mit Ferienbeginn zur Umwäzpumpe und zur Wärmepumpe auch noch Poopartys dazu. Mir Musik, Bier, rosaroten Schwimmtierenund einer ohrenbetäubend kreischenden Kinderschar. ... Und während die Sonne hoch am Himmel stand, legte sich ein atmosphärisches Tief über Krauses Garten.»


Fünfzehn giftige Pflanzenkrimis präsentiert hier ein allwissender Erzähler auf süffisante Art und Weise im Stil von Erzählungen. Stellenweise wird recht ausladend ausgeholt. Die Pflanzenkrimis sind kurzweilig und unterhaltsam. Manch einer legt sich selbst ein Ei, wenn er etwas isst, von dem er die Finger hätte lassen sollen – oder es gibt auch boshafte Menschen, die dem lärmenden Nachbarn den Pool mit Gift versetzen und dann oh Schreck, feststellen, dass die eigenen Enkelkinder drin baden ... Am Ende jedes Kapitels wird die tödliche Giftpflanze des letzten Kurzkrimis vorgestellt. Botanisches, Historisches, Wissenswertes, Inhaltsstoffe, Vergiftungserscheinungen. Heilmittel oder Gift? Kurzgeschichten für Hobbygärtner und Giftmischer, kurzweilige Krimis. – Wer weitere giftige Pflanzen kennenlernen möchte, dem empfehle ich das Sachbuch von Klaudia Blasl: 111 Tödliche Pflanzen die man kennen muss von Claudia Blasl – auch in der gleichen Tonalität verfasst, wie hier die Anhänge zu jeder Geschichte.


Klaudia Blasl kocht gerne und gut, noch lieber befeuert sie allerdings ihre kriminelle Giftküche. Das Ergebnis dieser Leidenschaft sind spannende Kriminalromane mit schwarzem Humor, bösen Blumen und fiesen Gewächsen. Die Österreicherin lebt in der Steiermark und dem Südburgenland, wo sie auch einen Giftpflanzengarten hat.


111 Tödliche Pflanzen die man kennen muss von Claudia Blasl

Toxisch ist nicht gleich tödlich – aber bei manchen Pflanzen sollte man vorsichtig sein, denn sie sind es mit Gewissheit. Wer knabbert schon an Zimmerpflanzen oder blühenden Gartenpflanzen? Kinder oder Haustiere probieren alles aus, so meine Erfahrung. Vor Bärenklau, der sich immer mehr verbreitet, sollte man sich in Acht nehmen, die Berührung ist schmerzlich. Dieser Pflanzenführer ist aber mehr als ein Ratgeber, denn im Plauderton nimmt uns die Autorin mit in den pflanzlichen Giftschrank der Natur, gibt Anekdoten zum Besten, erklärt geschichtliche Hintergründe und die medizinische Verwendung in früheren Zeiten. Ein Sachbuch, das man wirklich von A-Z liest, weil es neben dem Wissen sehr unterhaltsam ist. Und man staunt nicht schlecht, wie viele uns bekannte Pflanzen, auch Heilpflanzen giftig sind. Nicht nur die Dosis macht das Gift.
Hier geht es zur Rezension:     111 Tödliche Pflanzen die man kennen muss von Claudia Blasl


Klaudia Blasl 
Noch mehr böse Blumen
Fünfzehn giftige Pflanzenkrimis
Krimi, Kriminalliteratur, Kurzgeschichten, Giftpflanzen, Erzählungen
Broschur, 288 Seiten
Emons Verlag 2021



Krimis und Thriller

Ich liebe Krimis und Thriller. Natürlich. Spannend, realistisch, gesellschaftskritisch oder literarisch, einfach gut … so stelle ich mir einen Krimi vor. Was ihr nicht oder nur geringfügig bei mir findet: einfach gestrickte Krimis und blutrünstige Augenpuler.
Krinis und Thriller







Kommentare

  1. Liebe Sabine, erst jetzt habe ich deine tolle Rezension entdeckt, vielen vielen Dank dafür!! Klaudia

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